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Montag, 2. April 2012

[Film] Die Frau in Schwarz

 

England, zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod seiner Frau muss sich Arthur Kipps alleine um seinen Sohn kümmern, weshalb der Londoner Anwalt seinen Job immer mehr vernachlässigt. Von seinem Boss bekommt er noch eine allerletzte Chance – verpatzt er auch die, wird er gefeuert: Arthur soll in ein Dorf im britischen Hinterland reisen, um dort den Nachlass einer verstorbenen Witwe regeln. Was nach einem Routinejob klingt, stellt sich schnell als weitaus kompliziertere Angelegenheit heraus. Die Bewohner des Dorfes hegen nämlich einen starken Aberglauben, laut dem im Anwesen der Verstorbenen der schwarzgekleidete Geist einer Frau umgeht – und immer, wenn jemand die Spukgestalt zu Gesicht bekommt, nimmt sich kurz darauf ein Kind aus dem Dorf auf grausame Art das Leben. Als Arthur schließlich einsieht, dass die Vorkommnisse doch nicht nur mit dem Aberglauben zu erklären sind, bleiben ihm nur noch wenige Tage, bis sein eigener Sohn aus London nachkommen soll, um seinen Vater zu besuchen... - filmstarts.de

"Scheiße, war der Film gruselig!" Das war der erste Satz meiner Freundin als die Lichter wieder angingen. Und ich musste ihr zustimmen. "Die Frau in Schwarz" ist ein klassischer Gothic-Horror-Streifen der wiedererstandenen Hammerstudios, die für Klassiker wie "Dracula" (mit Christopher Lee) oder "Frankensteins Fluch" verantwortlich sind. 

Storytechnisch bietet der Film leider nicht viel Neues und das Ende hätte man noch etwas anders oder fieser gestalten können. Aber davon mal abgesehen, war "Die Frau in Schwarz" ein atmosphärischer Gänsehautfilm, wie er sein sollte. Die Optik und Ausstattung war ebenso wie der Soundtrack (ich brauch ihn dringend!!!) und die Geräuschkulisse brilliant. Die Schockeffekte waren gut platziert. Oft hat man zwar schon mit ihnen gerechnet, aber manchmal waren sie auch eher sehr unterschwellig und dadurch recht fies eingesetzt. Das kurze Aufblitzen eines Gesichtes reicht vollkommen aus, um den ganzen Saal zum Erbeben zu bringen.
Und: Wieso hat man zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer so scheiß gruslige, mechanische Puppen und ausgestopfte Tiere als Spielzeug haben müssen?!?
Fakt ist: Die Atmosphäre des Horrors war spürbar wie ein eiskalter Nebel an der englischen Küste und es gab kaum eine ruhige Minute für Protagonisten und Zuschauer.

Apropos Protagonist: Daniel Radcliffe als verbitterter Witwer Arthur Kipps hinterlies einen zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite passte er auf Grund seiner noch durch "Harry Potter"-Zeiten einstudierten Dauertrauermine sehr gut in die Rolle, doch stellenweise wirkte er halt einfach noch wie Harry Potter. Auch ohne Narbe und Zauberstab wirkte er immer noch wie der kleine Junge, der durch die geheimen Gänge von Hogwarts krabbelte. Und deswegen nimmt man ihm auch noch nicht den Rolle des Witwers ab. Es wird für Daniel Radcliffe noch richtig schwer werden, diese Prägung durch die 8 Potter-Filme loszuwerden.

Insgesamt ist "Die Frau in Schwarz" ein Horrorfilm, wie ich ihn mir wünsche - wenn nicht noch ein paar kleine Macken an der Story wären. Für Fans klassischen Horrors und als Inspiration für Gothic-Horror-RPG-Settings kann ich den Film ohne Bedenken empfehlen.

7/10 Geister toter Kinder

Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. C. T. Hulhus - oder kurz: Prof. Cthugies - Rollenspielkommentar:
Der Kommentar fällt leider flach, da Prof. Cthugie sich hinter einem Kissen verkrochen hat, nachdem er einige Jahrtausende lang Albträume von dem Film hatte und alleine die Erwähnung von "Der Frau in Schwarz" lies seine Tentakel wild erzittern. Ich wusste doch schon immer, dass sich hinter der kleinen, ektoplasmischen Visage doch einfach nur ein kleines Kind versteckt. Vielleicht bekommte ich ihn bald wieder hinter seinerm Kissenberg, den er liebevoll "R'leyh" getauft hat, wieder heraus, um ihn etwas zu beruhigen. - Das Herrchen

Montag, 26. März 2012

[Filme] Source Code & Unknown Identity

Mystery Weekend bei mir:

Source Code

Als der Soldat Colter Stevens im Körper eines Fremden aufwacht, bleiben ihm bloß acht Minuten, um seinen Job zu erledigen. Denn genau dann wird der Zug nach Chicago in die Luft fliegen, in dem er sich zur Zeit befindet. Stevens ist Teil eines Experiments, bei dem eine Testperson die letzten Minuten im Leben eines Verstorbenen durchleben soll, um nach verräterischen Hinweisen über die Identität der Terroristen zu fahnden. Doch er findet nichts – und stirbt einmal mehr im flammenden Inferno. Langsam dämmert ihm, dass er so lange in der Schleife gefangen ist, bis er seine Mission abgeschlossen hat... - filmstarts.de


Mindfuckthriller trifft auf Gefühl. So könnte man "Source Code" mit einem Satz beschreiben. Und solange Jake Gyllenhaal den Terroristen jagt, macht der Film auch einen gewissen Spaß. Doch irgendwie fand ich ihn, gerade zum Ende hin, stellenweise recht langatmig. Weiß nicht, ob es an meiner Erwartungshaltung lag, aber ich fand, dass er nicht so das Megameisterwerk war, von dem so viele Leute gesprochen hatten. Im Grunde fand ich ihn recht nett, aber eben nicht wirklich besonders. Im Prinzip wie bei "Inception" wurde ich nicht wirklich enttäuscht, aber hab doch etwas mehr erwartet.
Das heißt jetzt nicht, dass ich den Film irgendwie schlecht finde. Er ist gut und solide gemacht und erinnert auf stellenweise sehr an "Und täglich grüßt das Murmeltier". Aber es fehlte mir irgendwie der letzte Kick am Ganzen.

Daher: 7/10 Explosionen in einem Zug


Unknown Identity

Dr. Martin Harris ist unterwegs nach Berlin, um einen Vortrag auf einem Biotechnologie-Kongress zu halten. Bevor er allerdings im Hotel Adlon einchecken kann, wird er in einen schweren Autounfall verwickelt und erwacht Tage später in einem Krankenhaus. Doch damit beginnen seine Probleme erst. Seine Frau scheint ihn nicht länger zu kennen, dann taucht auch noch ein anderer Mann an ihrer Seite auf – und gibt sich als Martin Harris aus. Gemeinsam mit der Unfallfahrerin Gina taucht der verzweifelte Akademiker unter und nimmt den Kampf um sein altes Leben auf. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei ausgerechnet von einem immernoch linientreuen Ex-Stasi-Spitzel namens Jürgen...


Im Gegensatz zu "Source Code" fand ich "Unknown Identity" sehr rockig. Liam Neeson als völlig verwirrter Hauptakteur stolpert in einem echt fiesen Horrorszenario durch Berlin bei dem auch Alfred Hitchcock seine Freude gehabt hätte. Zudem sorgten die ständigen Wendungen, dass die Geschichte immer spannend bleibt und bis zum Ende hin fesselt. Die schauspielerische Leistung ist durchweg gut und der Film macht einfach Spaß anzusehen. 
Einzig der Wiedersehenswert ist, wie bei vielen Filmen dieser Gattung, sehr gering, denn hat man ihn mal gesehen, ist das Pulver rasch verschossen und jeder Form von Überraschung ist weg.

8,5/10 Zahlenkombinationen

Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. C. T. Hulhus - oder kurz: Prof. Cthugies - Rollenspielkommentar:
IÄ! Beide Filme bieten sehr guten *blubber* Stoff für spannende Horror-Rollenspielrunden - wenn auch ohne mich... Fhtagn!

Die Idee hinter "Source Code", dass man im Körper eines anderen Leckerbissens...ähm...Menschens versucht die Welt zu retten (Sehr witzig. Als ob ihr niedrigen Würmer das je könnten! Fhtagn!), liefert einige nette Möglichkeiten, eine spannende Geschichte zu liefern und den Spielern eine neue Sichtweise der Dinge zu verpassen. Interessant wird es auch, wenn plötzlich die kleinen Geister dieser nichtigen Zweibeiner nicht nur in fremden Körpern, sondern auch in einem anderen Geschlecht, in einem Kind oder einem Greis wiederfindet. *blubb* Das sorgt für Stimmung - und bestimmt auch für so richtig schönem Wahnsinn! IÄHÄHÄÄÄ!

Ähnliches lässt sich auch auf der Basis von "Unknown Identity" basteln, nur dass die Spieler dann glauben zu wissen, wer sie sind, während ihre Umgebung ihre Existenz verneint. Dahinter könnten zum Beispiel leckere Kultanhänger, Hacker, die Regierung, eine ähnliche, zwielichtige Gesellschaft oder vielleicht sogar ein paar Magier stecken. *schnorchel* Auch dies könnte für eine ordentliche Portion Wahnsinn, Irrsinn und damit für ordnetlich Happiness am Spieltisch sorgen! IÄ! *blubb*

Soweit ein paar Hirngespinste von mir.

Euer Weltenvernichter
Prof. Cthugie