Posts mit dem Label Filme werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Filme werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 13. Februar 2017

Media Monday #294





Wieder ein Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Film gewordene Theaterstücke haben was für sich. Hier sei vor allem Der Gott des Gemetzels genannt, dessen Verfilmung von Roman Polański mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly einfach großartig. 

2.
Der Verlauft der Transformers-Reihe war mir irgendwann einfach zu - knall hart gesagt - zu bescheuert als das ich Geld für eine Kinokarte von Teil 5 ausgeben sollte. Teil 1 und 2 waren noch ok. Teil 3 hingegen wurde schon echt zäh. Die erste Hälfte war zumeist sinnloses Gequassel und Rumgealber und die zweite Hälfte zog sich einfach unglaublich in die Länge. Und Teil 4 war auch irgendwie nur noch...naja... Die meisten Charaktere sind einfach flach, dumm und vor allem auch nervig. Und vorhersehbar ist das Ganze meistens auch noch. Vielleicht schau ich ihn mir dann wieder im Free-TV an. Reicht mir auch.
Mein Gott del Toro
3. Stolz kann ich behaupten, von Guillermo del Toro so ziemlich alle Filme gesehen zu haben. Kein Wunder, del Toro ist einfach ein großartiger Visionär, der es versteht wunderbare und skurrile Bilderwelten zu erzeugen. Die Nachricht, dass er sich mit Mike Mignola und Ron Perlman zusammen gesetzt und über Hellboy 3 geredet hat, hat mein Herz da schon wieder gewaltig höher springen lassen. Wenn er jetzt noch sein Herzenwerk, H.P.Lovecrafts Die Berge des Wahnsinns durchbekommen könnte, wäre das einfach großartig. Es fehlt mir - von seinen Frühwerken vor Chronos mal abgesehen - eigentlich nur The Devil's Backbone.

Party hard in Shannara...
4. Shannara wäre besser "nur" ein Buch geblieben, denn der Film die Serie sah zwar im Trailer echt gut aus, aber hatte meiner Frau nach den ersten 5 Minuten schon solche Kopfschmerzen bereitet, dass ich gleich abgeschalten musste. Vielleicht haben wir auch etwas zu schnell und zu dramatisch reagiert, aber da wurde eine Jugenderinnerung zerstört.

5. Filme schaue ich mir ja überwiegend im Kino an. Gut, ich habe eine nicht zu verachtende DVD/BluRay-Sammlung zu hause, aber meistens schauen wir - meine Frau und ich - uns abends keine Filme, sondern eher Serien an...oder Topmodel...oder sowas... *hüstel*
Downgrade von der Kettensäge zum Brotmesser - Evil Dead 2013
6. Das Evil Dead-Remake von 2013 schreckt mich allein schon dahingehend, dass man aus einer herrlich abgedrehten Splatterkomödie, die letztendlich nur noch von Army of Darkness getoppt werden konnte, ein extremen Gore-Porn gemacht hat...habe ich zumindest gelesen. Ich hab zwar nichts gegen Splatter und Gore, aber irgendwo sind gewisse Grenzen erreicht. Dies ist auch ein Grund, warum ich z.B. kein Fan der Saw- und aller folgenden Gore-Torture-Porn-Filmen bin. Irgendwie verkrafte ich so extrem harte optische Kost aus rein psychologischen Gründen nicht mehr.
Hard-Core mit Fate-Core
7. Zuletzt habe ich mich abermals an die Regeln von FATE CORE herangetraut und das war ein gewisses Erfolgserlebnis, weil ich sie in der Fate Core Version endlich mal halbwegs verstanden habe, während die Formulierung von Malmsturm einfach nur grausam war und ich echt nur Bahnhof verstanden habe. Hilfreich war auch unter anderem folgendes Video:

Montag, 6. Februar 2017

Media Monday #293


Mir ist grad etwas langweilig (Mittagspause). Daher mache ich heute auch mal mit beim Media Monday, wie immer via Medien-Journal präsentiert. Die dortigen Vorgaben in kursiv.

1. Fällt der Begriff "Indie", denke ich immer zuerst an Rollenspiele. Liegt einfach darin, dass ich viele Indie-Rollenspiele habe und gerade im Rollenspielbereich kann man noch recht unabhängig sein. Und oft befinden sich in dieser Szene recht coole Titel, die einfach aus der Masse herausstechen, wie z.B. die Veröffentlichungen von Lamentation of the Flame Princess.


2. Aventurien ist mir schlichtweg zu verkopft, denn...ist halt so. Mir ist gerade nichts anderes eingefallen... Aber es stimmt ja auch... DSA2 rulz!...in dem Kontext zumindest...

3. Prädikat Hassfilm: Schwer. Hab ich jetzt nicht so direkt. Es gibt viele Filme, die eigentlich echt gut sind, aber oft einen Twist in der Story haben, der wie ein Faustschlag in die Eingeweide gedonnert wird und mir ein abermaliges Anschauen vermiesen. Dazu gehören z.B. Die Brücke nach Terabithia oder The Mist.

4. Werden Filme später erneut als Director’s oder Extended Cut veröffentlicht, ist das meistens eine zähe Sache, die zum einen - meiner Meinung nach - nur Geldmacherei ist (Der Hobbit - Extended Cut - Warum? Das war ein Buch! Da waren schon drei Kinofilme eigentlich zu viel!) oder zum anderen vollkommen sinnlos ist. Der Extended Cut von Terminator 2 ist sooo überflüssig wie ein Kropf. Der Film wird nicht wirklich bereichert, sondern einfach nur in die Länge gezogen.

5. Wenn es um Serien geht finde ich es echt KACKE, dass es noch 9 Monate bis zur zweiten Staffel von Stranger Things dauert. Das ist ja wie Kinder kriegen!


6. Der Falter und Der Weber aus dem Bas-Lag Zyklus von China Miéville ist mehr als ungewöhnliche Lektüre, schließlich sprengt Miéville alle Grenzen der Genres und liefert ein grandioses Ideenfeuerwerk ab. Die Nachfolgerbücher sind auch noch ganz gut, aber ich fand einfach dass diese beiden meinen Horizont einfach erweitert haben.

7. Zuletzt habe ich mir für insgesamt 13 € das HeroWars Regelwerk sowie Glorantha auf eBay geholt und das war schon irgendwie ein Schnäppchen, weil die Bücher neue Hardcover sind und normalerweise je 35 € kosten. Ob ich sie jemals irgendwie einsetzen werde weiß ich noch nicht. Aber sie sehen ganz gut aus im Regal...
Aber ich habe jetzt endlich mal ein paar FUDGE-Würfel, wie man sie unter anderem für FATE benötigt. Auch wenn ich FATE seltsam finde, aber die Würfel wollte ich schon immer mal haben.

Sonntag, 23. Juni 2013

[Filme] Man of Steel & Schattenkrieger - The Shadow Cabal

Ich war mal wieder im Kino und hier und da ist mir noch eine Blu-Ray in den Schoß gefallen. Aber fangen wir von vorne an:

Man of Steel


Clark Kent ist ein junger Mann mit Superkräften jenseits aller menschlichen Vorstellungskraft. Dennoch oder vielleicht sogar deswegen fühlt er sich allein und isoliert. Vor Jahren hat ihn sein Vater Jor-El von Krypton, einem hoch entwickelten Planeten, zur Erde geschickt und nun sieht sich Clark ständig mit der Frage konfrontiert: Wieso bin ich hier? Geprägt von den Werten seiner Adoptiveltern Martha und Jonathan Kent entdeckt Clark bald, dass Superkräfte zu haben auch Verantwortung mit sich bringt und die Notwendigkeit, schwierige Entscheidungen zu treffen. Clarks Adoptivvater glaubt, dass die Menschheit nicht bereit ist, zu erfahren, wer sein Sohn wirklich ist und welche Fähigkeiten er hat. Doch als die Welt vom finsteren General Zod angegriffen wird, braucht sie ihren 'Superman' dringender als jemals zuvor - ob sie nun bereit ist oder nicht. - filmstarts.de

Man kennt die Story ja. Und auch hier erfindet "Man of Steel" nicht viel neues hinzu. Was allerdings positiv auffällt sind zwei Dinge: 

1. Es werden einigen Unschönheiten abgeschliffen. Da ich aber nicht spoilern will, gehe ich mal nicht weiter darauf ein.

2. Moralische Dilemmas werden geschickt eingesetzt und geben der Story mehr Tiefe als früher. Dadurch erhält Superman mehr Tiefe, Glaubwürdigkeit und letztendlich auch Menschlichkeit. Allerdings wird diese Tiefe dann wieder zu "Gunsten" der Action zurück geschraubt.

Apropos Action: Diese ist zum Einen sehr beeindruckend, weil sie es auch mal geschafft haben, schnelle, aber trotzdem scharfe Bilder zu erzeugen - trotz 3D-Technik, die allerdings auch wieder völlig für die Hanauer war. Die Spezialeffekte waren ansonsten aber sehr fesch. Besonders der Anfang, der doch recht ausführlich auf Krypton gespielt hat, sah einfach sehr, sehr gut aus und man hat sich fast gewünscht hätte, der Film würde nur auf Krypton spielen.

Die Optik ist opulent, düster, trostlos und dreckig. Schön gemacht - wie schon bei "Batman Begins" - ist der nicht gradlinige Storyverlauf, wodurch die anfänglichen Standard-Anfangs-Langweiligkeiten, wie bei anderen Comicverfilmungen, einfach mal so wegfallen.

Ansonsten: Joa, ein grundsolider Comic-SF-Fantasy-Actioner, der vielleicht etwas kürzer hätte sein können bzw. etwas weniger übertrieben viele Action, sondern lieber mehr Feinheiten in der Story wären besser gewesen. Das ist zwar Jammern auf hohem Niveau, aber das versaut doch letztendlich so einwenig den Gesamteindruck. Langweilig wird "Man of Steel" eigentlich nie. Nur zum Ende hin, wenn es einfach zu viel Keilereien gibt, wird es etwas zäh.

8/10 Stämme in einem LKW


Schattenkrieger - The Shadow Cabal


Keltus verfolgt in seiner Funktion als treuer Diener des herrschenden Ordens die Spur eines rätselhaften Schattenkriegers. Da dieser jedoch sehr gerissen und schnell ist, verliert sich seine Fährte schon bald in den unwirtlichen Landschaften der weitläufigen Gegend. Doch genau, als die Spur für immer verloren zu sein scheint, trifft Keltus auf die gedemütigte Elfenkriegerin Nemyt und den berüchtigten Orc-Ritter Kullimon. Gemeinsam schöpfen sie neue Kraft, um den Schatten doch noch zu finden und seine unheimlichen Pläne zu vereiteln. Wie sie bald herausfinden, plant der Schattenkrieger, durch einen Fluch Goth Azul, den Gott der Untoten freizusetzen. Dies müssen die drei todesmutigen Krieger um jeden Preis verhindern, wollen sie den Frieden des Landes bewahren.
- filmstarts.de

Gleich zu Beginn muss gesagt werden: "Schattenkrieger - The Shadow Cabal" ist B-Movie-Fantasy-Trash im Stil der 80er Jahre. Das Budget lag wahrscheinlich bei 2,95 € und einem Gutschein beim Mittelerde-Ausrüstungs- & Maskenverleih. Das sieht man dem Film auch an. Gerade zum Ende hin wird es leider ein bisserl arg mit dem gewollt und nicht gekonnt.

ABER: Der Film hat seinen Reiz und ist verdammt unterhaltsam. Es erinnert irgendwie sehr an einen an eine erste Version von "The Gamers", denn schließlich ist "The Shadow" auch hier der Gegner. Ansonsten hat man hier einen Fantasy, der irgendwie an LARP und World of Warcraft erinnert und eigentlich jedes Fantasy-Klischee bedient und dann doch gleichzeitig auch wieder bricht. So erscheinen die Orks zu Beginn doch sehr wie die klassischen Wilden wie man sie aus "Herr der Ringe" kennt, doch gerade als Kullimon zu Keltus und Nemyt stößt, wird ein ganz anderes Licht auf das Ganze geworfen. Plötzlich entwickelt sich der Ork zu dem coolsten Charakter des ganzen Films, der schon mal munter ein Liedchen pfeift, wenn er der Elfen nen Pfeil aus dem unteren Rücken zieht. Die Elfe Nemyt ist hingegen verdammt Bad-Ass und eine taffe Killerin und somit wird auch hier das klassische Bild der Elfe zum Teufel gejagt. Ein (Dunkel-)zwerg taucht auch noch auf mit Muskete, Schrotflinte und Handgranaten und es gibt noch ein paar weitere, kleine Nettigkeiten.

Wie schon gesagt, der Film ist Trash, aber man sieht den Schauspielern eine große Spielfreude an und die überträgt sich auch auf den Zuschauer - und das bietet so mancher millionenschwerer Hollywood-Streifen nicht.

Wer also mal einen amüsanten und unterhaltsamen Independent-Film sucht, kann hier getrost zugreifen.

8/10 abgetrennte Plastikköpfe

Montag, 31. Dezember 2012

[Film] Der Hobbit - Eine unerwartete Reise



Mittelerde, 60 Jahre vor den Ereignissen aus der "Der Herr der Ringe"-Trilogie: Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit. Das heißt auch, dass er nichts lieber hat als gemütliche Ruhe und guten Tabak für seine Pfeife. Dass der große Zauberer Gandalf der Graue mit 13 Zwergen in sein Haus einfällt, passt ihm da gar nicht. Aber Erebor, das Zuhause der Zwerge, wird von dem Drachen Smaug bedroht und Gandalf bittet den Hobbit um Hilfe. So kommt es, dass der kleine Mann die von dem legendären Krieger Thorin Eichenschild angeführten Zwerge auf ihrer gefährlichen Reise begleitet. Diese führt die Gruppe durch Orkhöhlen und dunkle Wälder, wo es von gigantischen Spinnen, Pelzwechslern und Zauberern nur so wimmelt, bis hin zu ihrem Ziel, dem Hort des Drachen. In den Goblin-Tunneln begegnet Bilbo einem Wesen, das sein Leben für immer verändern wird: Gollum, der einen Ring besitzt, der über außergewöhnliche Kräfte verfügt. Es ist der Ring, den Bilbo später einmal an seinem 111. Geburtstag seinem Lieblingsneffen Frodo vermachen wird, aber es ist vor allem ein Ring, der fest mit dem Schicksal von ganz Mittelerde verbunden ist. Doch das ahnt Bilbo natürlich noch nicht… - filmstarts.de

Es ist ja schon viel gesagt worden, daher will ich mich kurz fassen. Persönlich fand ich den Film echt sehr schick, unterhaltsam und kurzweilig. Die knapp 3 Stunden Laufzeit hat man kaum bemerkt. Optisch ist er eine Augenweide - auch wenn man das 3D, wie so oft, definitiv nicht gebraucht hätte! Es hat den Film sogar eher etwas schlechter gemacht, denn die Bilder waren stellenweise extrem unscharf. Ansonsten war es so ein bisserl wieder wie "Nach Hause kommen", aber ohne sich die x-fache Wiederholung vom "Herrn der Ringe" anschauen zu müssen. Gut, es gab nich allzu viel neues zu sehen, aber das, was gezeigt wurde, verstärkte den Effekt, wie essentiel und atmosphärisch Peter Jackson wieder an die Arbeit gegangen ist und dass der Film gemeinsam mit der Urtrilogie wie aus einem Guss kommt. Ansonsten gab es wirklich viele Dinge, die mir sehr gut gefallen haben. Von den relativ unzwergischen Zwergen über die altbekannten Gegenden, der altbekannte Soundtrack, der um einige kernige Themen erweitert wurde bis hin zu den neuen Elementen wie den Augenöffner Erebor oder auch die Einführung der Nekromantenstoryline. 

Was mich etwas gestört hat, was Radagast, aber nicht, weil er wie angekündigt, Jar Jar Binks ähnlich sein sollte - Und Jar Jar Binks war NICHT das Schlechteste an "Episode I"! Nein bei weitem nicht! Anakin-Kiddi! Ich hasse dich!!!! - sondern, dass ich eher ein anderes Bild von ihm vor Augen hatte. So in etwa:


Und auch die Sache mit den Steinriesen fand ich etwas...seltsam. Aber das ist schon jammern auf hohem Niveau. Persönlich würde ich ihn irgendwo zwischen "Die Gefährten" und den anderen Beiden HdR-Filmen anordnen, wobei ich aber "Die Gefährten" immer noch am Besten fand, denn die riesigen Schlachtengemälde kamen mir eher wie ein optischer Schwanzvergleich vor und waren einfach nicht so meins. Minen und Dungeons und kleine Heldengruppen finde ich da schon reizvoller und daher bekommt "Der Hobbit 1" einen gewaltigen Pluspunkt von mir.

So, dann warten wir mal wieder ein Jahr bis es endlich wieder weiter geht.

8,5/10 Krüppelgoblins
-0,5 für das Jammern auf hohem Niveau
-1,0 für das 3D-Gepfusche

PS: Ich will aber trotzdem keine Elfen und Orks mehr auf Gaia und schon gar nicht auf Cimorra!...Jawohl!...oder...

Donnerstag, 13. Dezember 2012

[Filme] Trailer, Trailer und nochmals Trailer

Das neue Jahr kommt - wenn die Matrix nicht am 21.12. rebootet wird - mit einigen sehr netten Filmchen anmarschiert. Hier ein paar Trailer zu den Hoffnungsträgern der nächsten Wochen und Monate:

After Earth


Sieht nicht schlecht aus, aber ob es wirklich soo interessant ist, die beiden Smiths auf einer menschenverlassenen Erde zu sehen, ist fraglich. Und M. Night Shyamalan hat es nach "The Last Airbender" bei mir ohnehin verkackt. Vorfreude: 50%


Oblivion


Optisch ist der Trailer ja jetzt schon eine Augenweite. Ob der Endzeit-SF-Titel auch das hält, was er so verspricht, ist die andere Frage. Zeckt mich auf jeden Fall mehr als "After Earth". Vorfreude: 75%


Iron Man 3


Pflichtprogramm! Bleibt nur zu hoffen, dass er etwas knackiger wird, als der Zweier, der irgendwie nicht ganz so rund ist. Vorfreude: 90%


Man of Steel

Sieht auch verdammt gut aus. Aber ob Super-Man mit der Düsternis von Bat-Man funktioniert, muss man erst noch einmal sehen. Schlecht sieht es schonmal nicht aus. Vorfreude: 70%


The Prototype


Viel hab ich bis jetzt darüber noch nicht gehört, sieht aber auch nicht verkehrt aus. Die Story ist bestimmt nicht neu, aber warten wir einfach mal ab, was dazu noch so kommt. Vorfreude: 50%


Hänsel & Gretel - Hexenjäger



Klingt ein wenig wie "Abraham Lincoln Vampirehunter". Sieht auf jeden Fall wie eine sehr lustige Splatter-Fantasykomödie mit einigen ordentlichen Gimmicks aus. Könnte was sein. Vorfreude: 80%


World War Z


Zombies, Zombies und kein Ende. Schauen wir mal, ob dieser Big-Budget-Zombiefilm dem Ganzen mal wieder ein ordentliches Highlight verpasst. Die Zombiefluten sehen auf jeden Fall schon mal sehr witzig aus. Vorfreude: 70%


Star Trek: Into Darkness


Es steht zwar "Star Trek" drauf, aber es sieht nicht so recht danach aus. Solange Abrams uns nicht wieder Brauereien mit Betonböden als Maschinenräume verkaufen will, bin ich ja schon zufrieden. Trotzdem wäre es mir echt mal lieber gewesen, eine richtig-richtige Retro-SF-Version zu sehen. Schade, aber ich nehme das, was ich kriegen kann. Vorfreude: 80%


Pacific Rim



Megaroboter gegen Gozilla?! Geiler geht es ja kaum noch! Danke, Guillermo! Danke! Vorfreude: 100%

Montag, 26. November 2012

[Filme] Battleship, Dredd 3D & Cloud Atlas

Battleship



Ein internationaler Flottenverband aus fünf Kriegsschiffen führt gerade eine Übung im pazifischen Ozean durch. Admiral Shane erblickt während eines Manövers ein metallenes Gebilde, das sich bei näherer Betrachtung als außerirdisches Raumschiff entpuppt, das aus dem Wasser ragt. Die Militärs reagieren mit großer Neugier auf das unbekannte Objekt. Als sich die ersten Offiziere dem gewaltigen Raumschiff nähern, erwecken sie es zum Leben. Admiral Shane und sein Schwiegersohn in spe, Alex Hopper, gehen auf Angriffskurs und stellen sich den ungebetenen Gästen in die Quere. Doch die entfesselte Seeschlacht ist nur der Anfang. Denn die Aliens, "Regents" genannt, wollen eine gewaltige Energiequelle auf dem Meer errichten - und die Menschheit scheint ihnen dabei im Weg zu stehen... - filmstarts.de

Man nehme: Ein Brettspiel kombiniert mit den Effekten und dem Storyniveau von "Transformers" mixe das mit einigen, sehr unlogischen Elementen und PENG! fertig ist der neue Actionknaller des Hauses Hasbro.
Das Beste an dem ganzen Film sind noch die ersten Minuten, als Taylor Kitsch versucht, einem Mädel zu helfen und mit Essen zu versorgen. Danach ging es in äußerstem Hochglanz bergab. Als dann endlich die Aliens kamen, gab es zwar nette Action, aber es stimmte einfach hinten wie vorne nicht. Irgendwie hatten die Aliens, die sehr nach Computerspielzwischensequenz aussahen, nur zwei Waffensysteme auf ihren Schiffen, wobei das eine sehr indirekt war (ziemlich klassischer Raketenwerfer) und das andere schon fast übertrieben krass (der Shredderball). Aber mal so ein paar direkte, klassische Laserkanonen oder ähnliches wären auch schön gewesen. Auch dass diese "Schiffe" eher wie kranke Enten über das Wasser gehoppelt sind, war schon sehr lächerlich. Und zudem hatten die Alientroopers an sich, wenn ich mich recht entsinne, auch keine Schusswaffen gehabt, sondern nur Nahkampfwaffen. Auch schon recht sinnvoll... *hüstel*
Insgesamt war "Battleship" schon irgendwo ein Desaster. Dass die Story bei einem Spiel wie "Schiffe versenken" nicht unbedingt massiv ist, war mir schon klar. Dass sie aber durch so viele unlogische Elemente aber vollkommen geschrottet wurde, hätte ich nicht gedacht. Naja, was will man auch bei einem Film mir Rihanna in einer Hauptrolle erwarten. Rein-raus-fertig! Aber immer noch besser als "Transformers 3".

2/10 Alienraketen


Dredd 3D


Im Amerika der Zukunft ist ein Großteil des Landes brachliegendes, verstrahltes Ödland. An der Ostküste erstreckt sich von Boston bis nach Washington D.C. die Metropole Mega City One, eine riesige Stadt, in der Gewalt, Verbrechen und Chaos in den Straßen herrschen. Als Antwort auf die permanenten Gewalttaten wurde ein neues und radikales Rechtssystem aufgebaut. Die sogenannten Judges sind Polizisten, Richter und Henker in Personalunion. Judge Dredd ist dabei der beste seiner Art, eine lebende Legende. Ihm zur Seite gestellt wird die noch unerfahrene Cassandra Anderson. Die junge Frau befindet sich noch in der Ausbildung, verfügt aber durch eine genetische Mutation über hellseherische Fähigkeiten. Während eines Routineeinsatzes verschlägt es das Duo in eine abgelegene Gegend, in der sich kaum Judges aufhalten, da das gesamte Gebiet von Drogenboss Ma-Ma und ihrem Clan kontrolliert wird. Diese hat die neue Droge SLO-MO auf den Markt gebracht, deren Wirkung es ist, die Wahrnehmung der Realität zu verändern. Ma-Ma hat sich in einem riesigen Apartmentblock verschanzt, verteidigt von treu ergebenen Bewohnern ihres Bezirks. Dredd steht nun vor seinem schwersten Fall. - filmstarts.de

Hier haben wir es augenscheinlich mit dem klassischen Actionfilmkonzept zu tun: Gute Optik, schwache Story, viel Geballer. Und dies trifft auch alles kompromisslos zu. Aber trotzdem hatte "Dredd" etwas, was den Film echt interessant machte.
Wenn man den Vergleich zum alten "Judge Dredd" mit Sylvester Stallone von 1995 zieht, dann fällt einem sofort auf, dass die neue Fassung wesentlich realistischer getrimmt ist. Megacity One ist ein Moloch aus realen Stadtelemente gemischt mit Megahochhäusern. Es ist keine bunte Comicaction, sondern sehr dreckig und realistisch gehalten. Dies könnte nun zum einen einfach auch zur Einsparung von Produktionskosten hergenommen worden sein, doch zum anderen gibt es dem Film einen verflucht rauen Touch. Die Depression der Menschen ist dick und erstickend und das macht auch vieles von dem Reiz des Films aus.
Was auch noch sehr hervorsticht, ist der Einsatz von Bullettime- und Slow-Motion-Effekte, die aber im Vergleich zu anderen Filmen nicht einfach eingesetzt wurden, weil sie einfach nur gut aussehen und weil man es kann, sondern sie erfüllten einen Zweck. Immer, wenn jemand sich eine Dosis der Slo-Mo-Droge (ja, der Name ist Programm) reingezogen hat, wurde der Effekt eingesetzt. Und so erhält man sehr krass und blutige Feuergefechte in extremer Zeitlupe und dass dann noch mit einem LSD-artigen Glitzer- und Flittereffekt. So wurden Glassplitter und Blutstropfen zu Diamanten und Rubinen in der geistig verquirllten Drogenwelt.
Dadurch gab es einige sehr interessante, ja fast malerische Szenen, die sehr stark im Kontrast zu der versifften Umwelt standen. Und hier wurde die 3D-Technik auch endlich mal wieder sinnvoll eingesetzt.
Was leider nicht so schön an "Dredd" war, war die 2. Hälfte des Films, die im Vergleich zur furiosen ersten Hälfte stark abfiel. Leider, leider. Denn hätte man da noch ein bisserl mehr Ideen eingebaut, hätte der Film zu einem echten Megaknaller werden können. Schade eigentlich.
Was auf der Film bei auf jeden Fall bewirkt hatte: Ich muss mal endlich "Imunda/Inq28" zocken! 

7/10 Unterschiedliche Munitionsarten für einen Lawgiver


Cloud Atlas


Ein alter Mann, genannt Zachry, erzählt einer Gruppe, die um ein Lagerfeuer herumsitzt, eine lange Geschichte. Diese beschäftigt sich mit den Figuren aus ganz unterschiedlichen Zeitepochen und dennoch sind deren Schicksale allesamt miteinander verknüpft: Ein gebrechlicher Doktor trifft im Jahre 1849 auf einen Anwalt und einen ausgebrochenen Sklaven; zwei Komponisten konkurrieren 1936 miteinander in Cambridge; um 1970 nimmt es eine Journalistin mit dem Chef eines Kernkraftwerks auf; 2012 muss ein vom Glück verlassener Buchverleger mit seinem Leben zurechtkommen; 2144 kommt es in „Neo Seoul“ zu einer Affäre zwischen einer Sklavenarbeiterin und einem Rebell, der ihr das Leben gerettet hat, und im 24. Jahrhundert verbündet sich schließlich Zachry mit einer reisenden Forscherin auf der Suche nach einer bahnbrechenden, alles verändernden Entdeckung... - filmstarts.de

"Cloud Atlas" ist ein Film wie kaum ein anderer zu vor. Den wahrscheinlich besten Vergleich könnte man mit Darren Aronofskys "The Fountain" herstellen, der in drei unterschiedlichen Zeiten spielt und auch hier die unterschiedlichen Storylines miteinander verbunden sind. Doch "Cloud Atlas" geht da noch einen Schritt weiter: Zum einen wird die Anzahl der Storylines verdoppelt, der Wechsel zwischen den einzelnen Linien ist um ein Wesentliches wilder und jede einzelne Linie besitzt ein eigenes Genre. So sind Abenteuerfilm, Drama, Öko-Thriller, Komödie, Sci-Fi- und Endzeitfilm in einander verwoben. Auf irgendeine Art und Weise sind jede dieser Elemente miteinander verbunden. Neben der geraden Linie, welche jede Zeitzone direkt miteinander verbindet, existieren noch sehr viele Anspielungen zwischen den einzelnen Teilen untereinander. So gibt es z.B. sehr offensichtliche Links zwischen der 1936er- und der 2144er-Geschichte oder auch eher verborgene Verbindungen wie zwischen der 1849er und der Endzeitstory.
Und dies ist auch irgendwie der Spaß an dem ganzen Film. Jede Episode kann ganz gut für sich alleine stehen und da sind sie teilweise aber auch nichts besonderes, doch durch die einzelnen Verbindungen ergibt sich ein kunterbuntes Gesamtbild und man erwischt sich dabei, immer weiter und weiter nach neuen Links zu suchen.
Es wird auch dabei - trotz der stolzen Länge von 170 Minuten - niemals langweilig. Durch den extremen Wechsel der Story gibt es immer wieder was Neues zu sehen und die Regiesseure spielen dabei auf den Gefühlen der Zuschauer wie Capt. Nemo auf der Orgel. War gerade noch eine Szene zum Heulen traurig gewesen, so erfolgt sofort ein Wechsel zu einer extrem witzigen. Man wird da regelrecht hin und her geschleudert wie ein Schiff auf einer stürmischen See.
Extrem cool war auch die Wandlungsfähigkeit der Schauspieler. Denn die Kerntruppe um Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving & Co. kam in nahezu jeder Episode vor. Teilweise mit anderer Hautfarbe und sogar teilweise mit anderem Geschlecht. Dies unterstreichte auch sehr den Gedanken, dass der Tod nicht nur das Ende, sondern der Beginn eines neue Lebens ist.
Auch interessant war der Wechsel der Sprache, besonders in den beiden zukünftigen Zeiten. War sie in Neo Seoul noch eher technologisch kühl angesetzt, so erinnerte sie in der Endzeitstory eher an "Jar Jar Binks". Ja, großes Wawa!
Was ich leider etwas unschön fand, war dass die Wechsel eben teilweise zu schnell kamen und man Probleme dabei hatte, manche Szenen zu erfassen und manche Charaktere überhaupt irgendwie besser kennen zu lernen. Auch hätte ich mir sehr gerne eine viel direktere Beeinflussung der Charaktere untereinandere gewünscht. Diese gibt es eigentlich nur zwischen 2012 und 2144.
Ansonsten existieren zwar die Links, aber eine richtige Beeinflussung findet leider nicht statt. Schade eigentlich. Denn das hätte ich mir schon sehr gewünscht, wenn die Handlungen des ersten Helden wirklich ausschlaggebend auch für den letzten gewesen wäre. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Was mir aber wieder sehr aufgefallen ist, ist die scheinbare Willkür der FSK. Der Film hatte eine "Freigabe ab 12", doch hätte ich keinen 12-jährigen mit in diesen Film genommen. Nicht wegen der verzwickten Storyline, sondern wegen den teilweise extrem, gewalttätigen und brutalen Szenen, wo man schon als Erwachsener schlucken musste.

"Cloud Atlas" ist nicht jedermanns Sache und man muss sich schon sehr in die Thematik hinein denken und bestimmt mehrmals ansehen um jedes Element erkennen zu können. Aber so sollte eigentlich auch ein Film sein: Seine Geheimnisse nicht sofort zu offenbaren, sondern zum mehrfachen Sehen und zur Diskussion verführen.
Die Idee ist auf jeden Fall auch mal interessant als Rollenspielhintergrund: Dass ein Charakter eine Seele ist, die von Reinkarnation zu Reinkarnation wandert und deren Handlungen in der Vergangenheit auch die Handlungen in der Zukunft beeinflussen. Schwer umzusetzen, aber interessant.

8,5/10 Knöpfe an einer Weste

Montag, 12. November 2012

[Filme] Skyfall & Die Tribute von Panem

James Bond 007: Skyfall




MI6-Doppelnull-Agent James Bond erlebt bei einer Mission in Istanbul ein Debakel. Als er eine aus der MI6-Zentrale entwendete digitale Liste wiederbeschaffen soll, auf der alle verdeckten Identitäten von Geheimdienstlern verzeichnet sind, die sich in Terrororganisationen einschleusen konnten, verliert 007 den entscheidenden Kampf mit dem Verbrecher Patrice auf tragische Weise: Die zu Bonds Unterstützung eingesetzte Agentin Eve schießt auf Befehl von MI6-Chefin M aus großer Entfernung auf Patrice ...und trifft Bond, der verletzt von der Brücke in eine tiefe Schlucht stützt und für tot gehalten wird. Derweil gerät M in London schwer unter Druck und wird von Gareth Mallory, dem Leiter des Sicherheitskomitees der Regierung, gewarnt, die Attacken aus der Politik nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Als bei einem Bombenanschlag auf das MI6-Hauptquartier sechs Menschen sterben, steht England unter Attacke. Erste Spuren führen zu dem mysteriösen Cyber-Terroristen Silva, der die Angriffe initiiert haben soll. Keine schlechte Zeit für James Bond, zurückzukehren, sollte er den Sturz doch überlebt haben... - filmstarts.de

"Skyfall" war mal wieder ein Bond-Film, der - bis auf ein paar recht bizarre und untypische Momente - mal wieder ein recht guter Bond war. Er ist eine sehr gute Mischung aus dem realistisch-harten Kurs der ersten beiden Craig-Bonds und dem rauen Charme der Connery-Filme. Es gab einfach wieder Momente, die an die Epik der alten Filme erinnerte, wie z.B. die Ankunft an dem Spielcasino in Macau.
Bizarre Momente hingegen gab es bei dem wirklich coolen Ende, welches irgendwie den Bogen zu den alten Filmen herstellt. Man könnte sagen, dass sich der Kreis schließt, doch irgendwie wirkt dann das Auftauchen des alten, klassischen Connery-Aston Martin samt Schleudersitz und Maschinenkanonen hinter den Lichtern recht grotesk. Ebenso seltsam eigentlich, dass Judi Dench als "M" schon bei den den Brosnan-Filmen aktiv war, doch wirkt "Skyfall" zum Ende hin so, als ob er ein Prequel zu "James Bond jagt Dr. No" wäre.
Wenn man sich dabei zu viele Gedanken macht, bekommt man schon irgendwo einen Knoten im Hirn.
Untypische Momente gab es auch. Besonders vor der finalen und hochexplosiven Endschlacht, die mich stellenweise ein wenig an "Kevin - Allein zu Hause" erinnert hat. Einfach die Tatsache, dass viele Teile des Films in Grossbritannien spielten, war schon irgendwo befremdlich. Es störte nicht sehr, gab aber dem Film einen besonders düsteren-depressiven Touch.
Ansonsten konnte man aber echt nicht meckern. Die Mischung aus Action und Story war sehr gut. Großartige Längen trotz der 143 Minuten gab es nicht. Der Schauwert war sehr hoch, die Action zum größten Teil handgemacht und der Film hatte, trotz der eiskalten Darstellung von Daniel Craig, wieder einige sehr humorvolle Elemente.
Hervorheben möchte ich noch Javier Bardem, der mit seinem "Raoul Silva" einen wirklich vollkommen irrsinnigen und überdrehten Bösewicht gespielt hat und dessen Handlungen einen manchmal nervös auf dem Stuhl haben rumrutschen lassen.

"Skyfall" ist nach der langweiligen "Ein Quantum Trost" mal wieder ein echter Knaller. Nicht der beste Bond, aber einer, der mal wieder versucht, die unterschiedlichen Lager zu vereinen und es jedem recht zu machen - und dass schafft er auch mit Bravour.

8,5/10 MI6-Agenten auf Youtube


Die Tribute von Panem



In der nahen Zukunft ist die USA zusammengebrochen. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung, die jedes Jahr grausame Gladiatorenspiele veranstaltet, bei der nur eine einzige Person überlebt. 24 Jugendliche aus 12 verschiedenen Distrikten nehmen an den Spielen teil. Als die kleine Schwester der sechzehnjährigen Katniss antreten soll, nimmt Katniss ihren Platz ein. Ebenfalls ausgewählt wurde der Junge Peeta, den sie seit ihrer frühesten Jugend kennt. Obwohl sie befreundet sind und Peeta ihr vor Turnierbeginn sogar seine Liebe gesteht, verlangen die Regeln des Spiels, dass sie von nun an Feinde auf Leben und Tod sein müssen. Zusammen versuchen sie, die Regeln zu umgehen und gemeinsam lebend dem perfiden Spiel zu entkommen... - filmstarts.de 

Ich sage es mal gleich so wie es ist: "Die Tribute von Panem" ist ein gutgemachter, sehr depressiver Film, der mich mit einem bitteren Nachgeschmack sitzen gelassen hat. Das Setting an sich ist auf der einen Seiten endzeitlich, finster und verzweifelnd, während auf der anderen Seite es voll ist mit Dekadenz, Protz und Dominanz. Stellenweise fühlte ich mich fast an Szenen aus "Schindlers Liste" bzw. "Metropolis" erinnert.
Überhaupt kam es mir vor, dass der Film viele Elemente zusammengeklaubt hat. Die als das TV-Ereignis des Jahres abgehaltenen "Hunger Games" erinnerten mich sehr stark an eine Mischung als "Running Man" und "Battle Royal". Hinzu kamen noch Western-Elemente und der Überlebenskampf in der Arena, einem Waldstück voller Kameras, lies mich manchmal sehr an "Rambo" denken.
Der Film ist dabei voller Möglichkeiten, die aber kaum genutzt werden. So unterwerfen sich die Tribute nahezu vollkommen den Regeln des Spiels, welches meiner Meinung nach auch nicht gut durchdacht war, und es endet recht langweilig und ohne große Überraschungen. Kurzzeitig wird die aufrührerische Macht des Spiels gezeigt, aber auch sofort wieder verworfen und die Elemente einer brutalen TV-Satire ala "Running Man" oder "The Truman Show" sind auch minimal. Da hätte man echt mehr rausholen können.
Zudem gab es zwei Dinge, die mich echt extrem gestört haben:

1. Die Wackelkameraoptik war einfach grauenhaft. Zwar wurde ja immer den "Bourne-Filmen" dieses Problem vorgehalten, doch hier war es so heftig, dass ich regelrecht Kopfschmerzen bekommen hatte.

2. Die Mischung der Tribute: Hätten alle "Mitspieler" dieses blutigen Gladiatorenkampfes ein gewisses Mindestalter gehabt. So wie Katniss z.B. mit Sechszehn, wäre es mir ja egal gewesen. Aber dass viele davon echt noch Kiddis waren, die dann sich gegenseitig abgeschlachtet haben, fand ich schon sehr derb. Ich meine, wenn man es mal mit dem recht ähnlichen "Battle Royal" vergleicht, der eine FSK 18 hat, finde ich, selbst wenn der Blutfaktor gering war, es einfach zu krass, einem 12-jährigen diese doch sehr brutale und grausame Thematik zu zeigen.

Dieser letzte Umstand und die gesamte, sehr bedrückende Stimmung hat mich einfach sehr deprimiert auf dem Sofa sitzen lassen - und mir, knallhart gesagt, den gesamten Sonntagnachmittag versaut.

Positiv hingegen war die sehr gute schauspielerische Leistung von Jennifer Lawrence, welche eine sehr gefühlvolle und reale Darstellung abliefert.

"Die Tribute von Panem" ist, wie einleitend gesagt, gut gemachtes Kino, das aber einige Geschmacksgrenzen überschreitet, jüngere Zuschauer mit deprimierenden und brutalen Bildern verfolgt und viele Ideen einfach versanden lässt.

5/10 Kinderleichen im Wald

Dienstag, 6. November 2012

[Film] Für alle, die Episode I so richtig scheiße fanden...

...habe ich hier das "Star Wars Holiday Special" *grusel*:



The Star Wars Holiday Special.2 von hansonataint

Ok, Klein-Anakin ist der dümmste Nervfratz des gesamten Universums und hätte sofort in die Grube von Carkoon geworfen werden sollen. Aber trotzdem ist Episode 1 immer noch besser als dieses Machwerk. Viel Spaß beim Gruseln!

Montag, 5. November 2012

[Filme] Halloweenspezial

Ja, es war mal wieder Halloween. Und wie jedes Jahr gibt es an Halloween bei mir eine kleine Filmsession:

Hausu



Ein Schulmädchen namens Oshare, gepeinigt von familiären Problemen und vor allem ihrer designierten Schwiegermutter, besucht in den Ferien gemeinsam mit sechs Freundinnen ihre Tante in deren Anwesen. Doch die Verwandte benimmt sich bald seltsam, entwickelt Appetit auf Jungfrauenblut und wird bei ihren Bemühungen, den wertvollen Besuch in Nahrungsmittel zu verwandeln, nicht nur von einer dämonischen Katze, sondern zusätzlich von ihrem gesamten Haus samt Einrichtungsgegenständen unterstützt. - critic.de 

Man nehme: Eine recht klassische Geisterhausgeschichte, bevölkere sie mit aberwitzigen und putzigen Mädels, die direkt einem Manga entsprungen sein könntem, und mische dazu eine Ladung 70er Jahre Musik und drogenschwangere Spezialeffekte und schon hat man "Hausu", eine überaus knuffige, seltsam-bizarre und vollkommen überzeichnete Version des Themas. Der Film ist dabei so strange und abwechslungsreich, dass er in keiner Sekunde langweilig wird und man ständig auf neue, abgedrehte Ideen wartet.
Dabei muss man auch mal erwähnen, dass der Film von 1977 ist und trotz seines hohen Alters sehr erfrischend ist. Die Spezialeffekte sind zumeinst billig gemacht, kommen aber in einer solche Häufigkeit vor, dass sie einfach zu einem Teil des Films werden. Dass die Hintergründe oft nur gemalt sind, stört irgendwann nicht mehr, sondern betonen einfach nur noch den abgedrehten Stil des Films. 
Leider gibt es den Film nur als OmU, weswegen es manchmal schwer wird, der Story zu folgen oder einfach zu erkennen, wer eigentlich gerade was redet.
Trotzdem ist "Hausu" ein erfrischend-abgedrehter Streifen, der einem entweder gefällt oder nur noch kopfschüttelnd auf der Couch sitzen lässt.

8,5/10 abgehackte Köpfe, die in Mädchenhintern beißen


The Cabin in the Woods


Die fünf Freunde Curt, Marty, Holden, Dana und Jules wollen zusammen Ferien in einer abgelegenen Hütte im Wald machen. Obwohl sie ein alter Mann beim Zwischenhalt an der Tankstelle vor einer in den Wäldern lauernden Gefahr warnt, beginnt der Urlaub für die jungen Leute recht unbeschwert. - filmstarts.de

Was wie klassischer Backwoodhorror ala "Evil Dead" oder "Wrong Turn" anhört, entwickelt sich rasch...naja...anders. Eigentlich darf man hier gar nicht so viel schreiben, denn jedes Wort, ja sogar der Trailer, versauen eigentlich alles.
Ich sage nur so viel: Wer intelligenten und auch sehr parodistischen Horror mag, kommt voll auf seine Kosten und "Cthulhu/Delta Green"-Spielleiter sollten auf jeden Fall einen Blick in den Film werfen.

9,5/10 Entscheidungsmöglichkeiten


Juan of the Dead

 

Wie reagiert die Bevölkerung des von Krisen geplagten Landes, wenn eine Zombieepidemie ausbricht? Die Herrschaft von Fidel Castro noch nicht überwunden, werden die Kubaner schon in eine andere Krise gestürzt. Entlang der Insel geschehen mysteriöse Angriffe, die Opfer werden entstellt in Blutlachen zurückgelassen. Die Regierung und die Medien geben den Regimekritikern die Schuld und wiegen die Bevölkerung in Sicherheit. Alles sei unter Kontrolle. Als sich die Angriffe ausbreiten, deckt der Faulenzer Juan die Ursache auf: eine Zombieplage. Was tun Kubaner in Krisenzeiten überlicherweise? Sie werden Kapitalisten. Sein Geschäft "Juan of the Dead" ist geboren, das seine Kunden für Geld von den Angehörigen befreit, die es schmerzlicherweise erwischt hat. - filmstarts.de

Was sich ziemlich beknackt anhört, ist es auch. "Juan of the Dead" nimmt kein Blatt vor den Mund und ist eine vollkommen abgedrehte Variante des klassischen Zombiethemas. Der Streifen hat zum Glück nichts mit "Shaun of the Dead" zu tun, sondern ist vollkommen eigenständig. Die Charaktere sind allesamt angenehm-bescheuert, köstlich-dämlich und ständig für eine Überraschung gut und es gibt kaum Längen. Zwar läuft es meistens nach dem Motto "Was nur schieflaufen kann, läuft schief", aber das stört nicht. Es wird einfach das Beste aus dem maroden Land herausgeholt, was machbar ist. Satirische Seitenhiebe auf den Kapitalismus und Kommunismus sind daher ein Dauerzustand.
"Juan of the Dead" ist ein spaßig-derber Streifen, der problemlos in die Kerbe anderer Zombiekomödien passt und dabei trotzdem eine große Eigenständigkeit besitzt.

8/10 Zombies, die mit einem Paddel niedergepaddelt werden


Als Nachzügler kam gestern noch Rare Exports in die Schlachtschüssel



Tief im frostigen Eis der finnischen Berge schlummert das uralte Geheimnis des Original-Weihnachtsmanns. Das ist in Gefahr, als eine amerikanische Minenunternehmung im Berg hinter dem Dorf Bohrungen durchführt. Plötzlich finden der kleine Pietari und sein Vater kurz vor Weihnachten eine ganze Herde toter Rentiere. Die Einheimischen verlieren so ihren gesamten Fleischbestand - und schwören Rache. Eines Nachts tappt ein nackter, bärtiger Wilder in die aufgestellte Falle... - filmstarts.de

"Rare Exports" ist amüsanter und stellenweise recht blutiger Fantasyhorror der bizarren Art. Die Idee, die wahre Geschichte der Weihnachtsmanns zu erzählen und diese dabei mit der skandinavischen Welt der Trolle zu kombinieren, ist einfach sehr spaßig. Der Film ist abgedreht genug, wirkt aber trotzdem nur bedingt lächerlich. Sicher ist die Thematik einen Horrorfilm über den Weihnachtsmann zu machen, schon irgendwo dämlich, aber trotzdem kommt sie hier immer noch ernst genug rüber, um die Umstände zu akzeptieren, dass der Weihnachtsmann eben ein Zehn-Meter-Troll ist, der unartige Kinder fängt und frisst. Wer also auf Filme wie z.B. "Trollhunter" steht und auch kein Problem damit hat, dass ein Kind der Held der Story ist, könnte seinen Spaß mit "Rare Exports" haben.
Auch Spielleiter, die eine Idee für eine Rollenspielsession für die Feiertage suchen, sollten mal einen Blick auf den Film wagen.

8/10 nackte, bärtige Männer im Schnee

Dienstag, 30. Oktober 2012

[Filme] Star Wars Episode 7 kommt!


George Lucas will sich mit Disney zusammenschließen und eine neue Star Wars Trilogie soll 2015 ihren Anfang nehmen, die nach Episode 6 spielen soll. 

"Ich spürte eine Erschütterung der Macht. So, als ob Millionen Fanboys des Expanded Universe in Qual aufschreiten und plötzlich verstummten..."

Dienstag, 18. September 2012

[Sonstiges] Wohnungseinrichtung Marke "Eigenbau"

Meine Freundin Yela hatte in den Ferien einen Plan gefasst. Dieser Plan hieß "Self-Made-Wohnzimmertisch mit Mosaik". Hier ist das extrem krasse Ergebnis:



Mittwoch, 29. August 2012

[Film] Total Recall (2012)

 

Der Arbeiter Douglas Quaid findet die Idee, Träume zu realen Erinnerungen werden zu lassen, faszinierend und will sich mit einem sogenannten "Gedankenausflug" der Firma Rekall eine Auszeit von seinem langweiligen Leben gönnen - dabei wartet zu Hause seine wunderschöne Frau auf ihn. Erinnerungen an ein Leben als Super-Spion sind genau das, was er nun braucht. Doch sein erhoffter Gedankenurlaub geht schief und Quaid wird während der Prozedur plötzlich zum Gejagten. Auf der Flucht vor der Polizei, die vom Kanzler Cohaagen kontrolliert wird, schließt er sich mit einer Rebellin zusammen, um den Kopf des Untergrundwiderstands zu finden und Cohaagen zu stoppen. Die Grenze zwischen Fantasie und Realität verschwimmt und das Schicksal seiner Welt hängt in der Schwebe, als Quaid seine wahre Identität, seine wahre Liebe und sein wahres Schicksal entdeckt. - filmstarts.de

Fangen wir mal mit den Schwächen an: Die Story von "Total Recall" hat sich im Vergleich zur Urfassung kaum verändert. Manche Szenen wurden sogar nahezu 1:1 übernommen. Wer also das Original kennt, braucht hier kaum Überraschungen zu erwarten. Zudem ist das Verwirrspiel, ob alles real oder doch nur eine drogengeschwängerte Illusion ist, bei weitem nicht so intensiv wie bei der Verhoeven-Fassung von 1990 (Gott, ist das lange her!). Ansonsten gibt es ein paar In-World-Logiklücken, wie z.B. dass Quaids Verfolgerin irgendwie immer omnipräsent ist und sogar plötzlich in irgendwelchen Stockwerken von Gebäuden auftaucht, obwohl sie Sekunden vorher noch im Erdgeschoss stand. Auch würde mich mal die physikalische Erklärung für "The Fall", der Mega-Lift, der England mit Australien verbindet, interessieren. Ich meine, so ein flüssiger Erdkern ist ja doch etwas wärmer und... Naja, "The Core" lässt in der Hinsicht grüßen. Und Jules Verne hätte seinen Schreibgriffel weggeworfen, wenn er von diesem Aufzug erfahren hätte.
Und da ist noch die größe Logiklücke von allen: 

Wer will schon Jessica Biel, wenn er Kate Beckinsale haben kann??? WTF???


Naja... Geschmäcker sind ja verschieden.

Kommen wir mal langsam zu den positiveren Dingen:
Wenn man sich von der Geschichte mal komplett trennt, hat man einen optisch sehr, sehr geilen SF-Actioner, wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat. Die Optik (ach ja: 2D!!!!) ist brilliant und absolut beeindruckend. So einen Augenöffner habe ich seit "The Avengers" nicht mehr gesehen. Das Design lag irgendwo zwischen Hochglanz-SF ala "I Robot" und Cyberpunksprawls ala "Bladerunner". Dazu aber unten nochmal mehr. 
Zudem gab es einen richtig fetten, epischen Soundtrack, den ich mir unbedingt nochmal in Ruhe anhören muss. Und die Action war einfach der Knaller! Mir hats gefallen.
Die Besetzung war ein auch sehr pralle (siehe Kate Beckinsale...). Und Colin Farrell hat man die Rolle als Geheimagent/Maschinenarbeiter eigentlich sehr gut abgekauft. 

Insgesamt fand ich, dass "Total Recall" eine runde, nette Sache war. Er war kein Überfilm und kommt an die krude und übertrieben blutige Originalfassung nicht heran. Aber er macht definitiv Spaß und bietet was fürs Auge.

7,5/10 übergutbestückte Prostituierte

Rollenspiel- und Weltenbaufact: Wie ich oben schon gesagt habe, hat "Total Recall" eine sehr fette Optik und Fans von Cyberpunkrollenspielen sollten auf jeden Fall einen Blick auf den Film werfen, da er das Thema der Sprawls von "Shadowrun" z.B. sehr gut darstellt. Auch solche Gags wie leuchtende Tattoos oder Telefone in Handflächen (Der Begriff "Handy" bekommt eine völlig neue Bedeutung) kann man bestimmt in so manche RPG-Runde adaptieren.

Mich haben als Weltenbastler vorallem der Aufbau der Slums fasziniert und ihre Mischung der Zivilisationen. Besonders die Mischung als altem Chinesisch und Cyberpunk, wie es in der "Rekall"-Lounge zu sehen war, hat meine Rädchen im Kopf rattern lassen und einige nette Bilder für Gaia erzeugt. Ebenso wie auch die oben angesprochenen Leuchttattoos. Auch die Synthetikcops haben mir so gut gefallen, dass ich am überlegen bin, etwas ähnliches in Gaia einzuführen.

Donnerstag, 19. Juli 2012

[Film] The Amazing Spider-Man

 

Erst habe ich mich geweigert, den neuen Spider-Man anzusehen. Denn immerhin liegen zwischen der ersten Trilogie und dem neuen Film gerade einmal 5 Jahre und das war mir einfach etwas zu knapp vom Abstand her. Aber dann hab ich ihn mir doch mal angesehen und... Naja, seht selbst:

Peter Parker wurde noch während seiner Kindheit von seinen Eltern verlassen. Sein Onkel Ben und seine Tante May nahmen ihn daraufhin bei sich auf. Heute führt er ein Leben als High-School-Außenseiter, versteht sich jedoch gut mit seiner Jugendliebe Gwen Stacy. Als Peter einen mysteriösen Aktenkoffer findet, der offensichtlich einst seinem Vater gehörte, macht er sich auf, herauszufinden, wie und warum seine Eltern damals verschwanden. Die Spur führt ihn direkt zu Oscorp Industries und Dr. Curt Connors, dem ehemaligen Partner seines Vaters. In der Forschungsanlage nehmen die Dinge, die sowohl Peters als auch Dr. Connors Leben für immer verändern werden, ihren Lauf und Peter muss sein Schicksal akzeptieren, ein Held zu sein... - filmstarts.de

Also, erstmal das Positive: "The Amazing Spider-Man" ist wirklich gut. Ob er besser als die "alten" Filme ist, kann icht jetzt nicht so sagen, aber er ist definitv anders. Insgesamt etwas düsterer, aber auch bodenständiger und lockerer. Er wirkt nicht so künstlich wie die Vorgänger, sondern insgesamt wesentlich realistischer. Auch ist er an manchen Stellen näher an der Vorlage dran, wie z.B. mit dem Einsatz von Fadensdüsen statt einem natürlichen Faden. Optisch ist er auch verdammt gut, die 3D-Technik kommt stellenweise wirklich gut rüber und die Action ist zwar etwas spärlich gesät, aber ok. Und Dr. Conners/Lizard kommt als Bösewicht auch besser weg als wie ich erst gedacht hätte. Auch tut es Peter Parker ganz gut, einfach nur als relativ "normaler Nerd" daher zu kommen, als wie eine trottelig-nette Kopie von Clark Kent zu sein.

Aber... Aber das Hauptproblem ist wirklich der viel zu kurze Zeitabstand zur Sam-Raimi-Version. Denn woe "The Amazing Spider-Man" zwar inhaltlich originaler ist, so ist die alter Fassung optisch gesehen fast eine 1:1-Kopie der Comics. Gerade in der Besetzung gab es ein paar Punkte, die mir sauer aufgestoßen sind, wie z.B. Sally Fields als Tante Mae, was einfach überhaupt nicht gepasst hat und Andrew Garfield als Spider-Man war zwar ok, aber irgendwie auch nicht richtig perfekt. Und er hätte sich ruhig mal die Haare schneiden können. Vielleicht ändert man das noch in Teil 2, wenn Spidey vielleicht einen Tick älter und männlicher geworden ist.

Trotzdem ist der Film nicht schlecht. Er ist gut und halt anders. Wer die Raimi-Filme noch im Kopf hat, wird immer Vergleiche zwischen den beiden Versionen ziehen. Meiner Meinung nach wäre eine Melangé aus Beiden der perfekt Spider-Man-Film. Es bleibt halt nur mal abzuwarten, was noch kommt und wie man die Geschichte fortführt.

7/10 Spinnenfäden

Montag, 16. Juli 2012

[Film] Captain America

 

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ist der Amerikaner Steve Rogers ein schwächlicher junger Mann, der aufgrund seines Körperbaus ausgemustert wird. Um seinem Land trotzdem dienen zu können, stellt er sich als Freiwilliger für ein geheimes Regierungsexperiment zur Verfügung. Mittels eines „Supersoldatenserums“, das gewöhnlichen Menschen zu Höchstleistungen verhelfen soll, will die Regierung eine Armee unbesiegbarer Männer erschaffen. Der Versuch glückt, doch weil der verantwortliche Wissenschaftler einem Mord zum Opfer fällt, bleibt Steve der einzige Supersoldat. Als „Captain America“ kämpft Steve fortan im Namen seines Landes gegen Kriegsgegner, Spione und andere Saboteure...  - filmstarts.de

Gestern hab ich es endlich mal geschafft "Captain America" komplett anzusehen ohne auf Grund von totaler Übermüdung einzuschlafen. Also, mir gefällt der Film schon recht gut. Da ich alles, was mit Weird World War II zu hat wirklich mag (u.a. Return to Castle Wolfenstein, Hellboy I, Indiana Jones 1 und 3, usw.), hat der Film natürlich auch einen gewissen Bonus bei mir. Das Ganze noch mit der Marvelhochglanzoptik kombiniert macht den Film schon zu einer echten Augenweide. Allerdings liegt auch hier das Problem von Captain America: Ich hätte mir noch etwas mehr abgedrehte Ideen, vor allem auf der Seite von Hydra gewünscht (Ich weiß immer noch nicht, warum das Logo von Hydra ein Kraken mit einem Schädel in der Mitte ist. Komisch...). Ein paar fehlgeschlagene Supersoldatenexperimente z.B. hätten der Sache noch ganz gut getan. So bleibt es aber nur bei Laserkanonen und Megapanzern. Schade eigentlich. 

Ansonsten ist der Film aber echt gut und neigt auch zu einer sehr dicken Ladung Selbstironie. Gerade wo der Cap dann nur noch als Werbefigur für Kriegsanleihen missbraucht wird, finde ich schon recht amüsant. Das Feeling passt ansonsten soweit ganz gut und auch die Besetzung ist ganz ok. Besonders hervorzuheben ist die Verwandlung von Chris Evans vom schmächtigen Hämpfling zum muskelgestählten Supersoldaten. Auch die schöne, nostalgische Optik, die etwas an die kühle, aber stylische Ausstattung von "Sky Captain and the World of Tomorrow" erinnert, weiß zu gefallen.

"Captain America" ist ansonsten eine gute, kurzweilige Comicverfilmung. Tiefgang sucht man vergebens, aber es reicht zum einen um sich einen netten DVD-Abend zu machen und zum anderen um sich ein paar Ideen für ein WWWII-Setting durch den Kopf gehen zu lassen.

8/10 Kriegsanleihen

Dienstag, 3. Juli 2012

[Film] Starship Troopers: Invasion

 

Trailer zum neuen Starship Trooper-CGI-Film. Sieht nicht schlecht aus. 
Und das Shinji Aramaki bei der Sache Regie geführt hat, lässt auf einige nette Minuten hoffen.

Montag, 4. Juni 2012

[Film] Men in Black 3


Vor 40 Jahren hat Agent K dem außerirdischen Kriminellen Boris bei einem Einsatz in Cape Canaveral einen Arm abgeschossen und ihn anschließend in ein Hochsicherheitsgefängnis auf dem Mond verfrachtet. Nur so konnte eine außerirdische Invasion und somit die Auslöschung der Menschheit verhindert werden. Aber nun ist dem intergalaktischen Bösewicht mit Hilfe seines Fans Lilly die Flucht gelungen. Sein Ziel: grausame Rache! Allerdings will Boris Agent K nicht einfach umbringen, denn das würde ihm seinen Arm auch nicht zurückbringen. Stattdessen reist Boris ins Jahr 1969, um Agent K dort bereits vor ihrem ersten Aufeinandertreffen auszulöschen. Verhindern kann das nur K's Partner Agent J, der ebenfalls in die Vergangenheit reist, um dort die Dinge mit der Hilfe des jungen Agent K wieder in Ordnung zu bringen... - filmstarts.de

Überraschend gute Fortsetzung der "MiB"-Reihe. Ein Gag jagt den anderen und es kommt nie Langeweile auf. Man sieht den Schauspielern an, dass sie an der Sache so richtig ihren Spaß hatten. Besonders Will Smith macht seine Sache wieder extrem cool, locker und flockig. Auch das Zeitreisethema wurde sehr vernünftig umgesetzt und das Feeling von 1969 kommt sehr gut rüber. Besonders die Anspielungen auf den SF-Pulp mit Goldfischglashelmen und Star-Trek-Aliens ist extrem nett gemacht und bietet einen eigenen Flair. Und sogar die 3D-Effekte waren sehr nett anzusehen.
Viel zu meckern gibt es da wirklich nicht. Es ist halt eine sehr gute und sehr aufwendig gemache SF-Komödie. Kein Megablockbuster, sondern eine kleine, dreckige, schwarze, aber sehr gut gemachte Komödie wie schon die beiden Vorgänger.

8/10 Dornen in der Brust

Sonntag, 6. Mai 2012

[Film] The Avengers


Loki, Halbbruder des Donnergottes Thor hat einen Weg gefunden zwischen den neun Welten zu reisen und macht sich mit einer Streitmacht auf, die Erde zu unterwerfen. Zu diesem Zweck ruft Nick Fury, Kopf der geheimen Regierungsbehörde und Friedensorganisation S.H.I.E.L.D., die größten Helden der Welt zusammen. Nach seinem jahrzehntelangen Schlaf ist Captain America ohnehin unter S.H.I.E.L.D.s Aufsicht, die nah- und fernkampferpobten Auftragskiller Black Widow und Hawkeye sind ebenfalls schon fester Bestandteil des Ensembles. Da die Lage ernst ist, wird auch der egozentrische Tony Stark alias Iron Man ins Team geholt, ebenso wie der Wissenschaftler Dr. Bruce Banner, der unter falschem Vorwand ins Team gelockt wurde. Das birgt allerdings einige Gefahren, denn wenn der gammaverstrahlte Doktor sich zu sehr aufregt, wird er zum unberechenbaren Hulk und auch die anderen Helden sind es nicht gewohnt im Team zu arbeiten. - filmstarts.de

Die Erwartungen lagen bei mir hoch, sehr hoch. Und ich muss sagen: Der Film hat sie komplett erfüllt!
"The Avengers" war eine Superheldencomicverfilmung, wie sie sein sollte: Groß, episch, actionreich und Zerstörung pur. Wo andere Comicverfilmungen die Sache etwas ruhiger angegangen sind, haut Joss Whedon (der auch der Mann hinter der Buffy-, Angel- sowie auch der Firefly-Serie war) voll auf die Kacke und lässt ein extrem cooles Actionfeuerwerk vom Stapel laufen, das einfach nur noch Spaß macht und richtig kurzweilig ist. Keine Sekunde ist langweilig und die 140 Minuten vergehen wie im Fluge. Dabei bietet der Film eigentlich alles, was auch z.B. bei "Transformers 3" zu finden war - coolere Charaktere halt noch dazu - doch unterscheidet sich "The Avengers" gewaltig von der Roboterblechorgie, der einfach nicht in die Gänge kommen wollte und das Finale einfach saulangweilig war.
Bei "The Avengers" stimmte hingegen einfach alles. Von der ersten bis zur letzten Minute war der Film einfach eine Offenbarung, was Tricktechnik, Sound, Design, cooler Charaktere, Spannung und Witz angeht.

Wer also auf flotte Comicaction steht und gerne auch mal mit offenen Mund im Kino sitzt, weil das Gezeigte einfach nur noch episch ist, der ist hier genau richtig!

9,5/10 vom Hulk zerkloppte Aliens

Montag, 16. April 2012

[Filme] Game of Thrones Staffel 1, Super & The Thing

Trotz Umzugs kam ich dazu, einige Filme und auch eine ganze Serie zu sehen.  Ich will mich hier aber kurz fassen, um das Ganze nicht in ein seitenlanges Gefasel ausarten zu lassen. Also fangen wir einfach mal an mit...

Game of Thrones - Staffel 1



King Robert Baratheon, der mit Cersei Lannister aus einer vermögenden aber korrupten Familie verheiratet ist, muss den fragwürdigen Tod seiner rechten Hand verdauen. Er bittet Lord Eddard „Ned“ Stark in den Süden zu reisen und ihm zu helfen, sein Königreich zu regieren. Doch es gibt eine Bedrohung für den Thron aus dem Osten. Die ins Exil verbannte, junge Prinzessin Daenery und ihr Bruder Visery, deren Familie die sieben Königreiche von Westeros für viele Jahre regiert hat, wollen den Thron zurück. Zudem gibt es Gerüchte über mysteriöse Ereignisse, die sich am nördlichen Rand des Königreichs hinter einer großen Mauer ereignen, wo Jon Snow, Neds unehelicher Sohn, lebt und einer Bruderschaft angehört, die sich dem Schutz der sieben Königreiche verschworen hat.

In einem Land, wo sich die Sommer über Dekaden erstrecken und die Winter ein ganzes Leben dauern können, brauen sich in allen Himmelsrichtungen Probleme zusammen, während zwei Familien sich ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel um die Macht liefern.
- filmstart.de

Ja, ich konnte warten, bis die Serie auf DVD draußen ist und war nicht so zappelig wie einige andere Leute, die ich kenne, welche sich die englische Originalversion gleich reingezogen haben. Ich konnte um ehrlich zu sein, diesen ganzen Hype um "schon wieder eine TV-Serie" nicht so ganz verstehen. Doch im Nachhinein ist die Sache nun klar, denn GoT ist eine wirklich, wirklich gut gemachte Fernsehserie, wie es sie in dieser Machart nur wenige gibt.

Schwächen hat die Serie wirklich nur wenige. Da ich kein "Standard-Mittelalter-Fantasy"-Fan bin, finde ich die Optik von Westeros stellenweise etwas langweilig. Nicht komplett, nein, aber ich mag halt dieses Ritter-Gedöns nicht so sehr. Dies wird aber durch ein wesentlich interessanters Kostümdesign wie die Fellmäntel der Starks oder die eher geckenhafte Gewandung von Jamie Lannister wieder ausgeglichen. Und zum Glück gibt es noch die Dothraki, von denen ich gerne mehr gesehen hätte, denn sie waren mir grundauf sympatisch. Ansonsten gab es aber an der Ausstattung nichts zu meckern. Eher im Gegenteil: Das Design ist auf extrem hohen Niveau und der Vergleich mit dem Herrn der Ringe kann man durchaus gelten lassen.

Apropos sympatisch: Die Besetzung der Charaktere ist sehr gelungen und jeder spielt seine Rolle äußert glaubhaft. Besonders Peter Dinklage als der hurende und saufende Tyrion Lannister, Kit Harington als Jon Snow oder Emilia Clarke als Daenerys Targaryen haben es mir äußerst angetan. Aber auch der Rest von der Crew, besonder aber auch die jüngeren Darsteller zeigen vollen Einsatz für ihre Rolle.

Apropos vollen Einsatz: Ja, der wurde oft und in Mengen gezeigt. GoT ist "Sex, Crime & Violence" in Vollendung. Es wird gehurt, gemordet, gesoffen und intrigiert, dass sich die Balken biegen - und dabei wird dem Zuschauer schon einiges gezeigt. Man geizt nicht mit nacktem Fleisch, Lesben- und sogar Gaysex und verlangt somit schon einiges den Schauspieler und auch den Zuschauern ab. Vorallem die Gewaltdarstellungen sind nicht ohne. Und so wird munter enthauptet, erdolcht, verstümmelt und zermatscht was das Zeug hält. Wer auf so "Kuschelserien" wie "Herkules" oder "Xena" steht, ist hier definitiv falsch. Hier wird Fantasy hart, brutal und realistisch gezeigt.
GoT ist dreckig, pornografisch, blutig, brutal und episch - und deswegen auch wirklich grandios. Ich bin mal auf die 2. Staffel gespannt und muss sagen: Nun bin ich auch zappelig.

8,5/10 Köpfe auf Pfählen


Super - Shut up crime!
Als seine Frau dem Charme eines heimtückischen Drogendealers erliegt, wird ein normaler und eigentlich recht weinerlicher Durchschnittstyp zum Möchtegern-Superhelden "Crimson Belt". Da er allerdings keine Superkräfte hat, ist die Arbeit etwas komplizierter. Unterstützung bekommt er von einer jungen fanatischen Comic-Leserin, die mit ihm gemeinsam dem Verbrechen den Kampf ansagen will. - filmstarts.de

"Super" schlägt in eine ähnliche Kerbe wie "Kick-Ass", wobei sich die Filme trotzdem stark unterscheiden. Während "Kick-Ass" in einer quietsch-bunten Mainstreamoptik daher kommt, wirkt "Super" eher experimenteller - und dadurch fieser, dreckiger und psychotischer. Frank, der Hauptcharakter, ist im Grunde ein tickende, psychopatische Zeitbombe mit religiösem Hintergrund. Dies hat mich irgendwie stark an "Der Blutige Pfad Gottes" erinnert.

Trotz des Psychodramas ist der Film eine einfach kranke, schwarze Komödie voller blutiger Action. Wer einen derben Humor vertragen kann, sollte sich mal "Super" ansehen. Wer etwas milder gestrickt ist, sollte es lieber lassen.

7/10 Schläge mit der Rohrzange auf einen Schädel


Und zum Abschluss noch:

The Thing



Als eine norwegische Forschungsgruppe bei einer ihrer Expeditionen in der Antarktis auf ein außerirdisches Raumschiff stößt und eine scheinbar leblose Kreatur darin entdeckt, lässt die Paläontologin Kate Lloyd nicht lange auf sich warten. Zusammen mit ihren Assistenten Davida Morris und Adam Goodman möchte Kate die außerirdische Lebensform näher unter die Lupe nehmen. Bei einem Experiment, in dem das Wesen aus seiner Eishülle befreit wird, kommt es zum unerwarteten Erwachen, das zahlreiche Opfer zur Folge hat. Die junge Forscherin und ihre Assistenten schließen sich dem Hubschrauberpiloten Sam Carter an, um dem Parasiten, der jede Lebensform nachahmen kann, die er berührt, zu entfliehen. Gemeinsam müssen sie einen Plan entwickeln, wie sie die zerstörungswütige Kreatur stoppen können, bevor es die Zivilisation erreicht. Doch können sie einander noch trauen? - filmstarts.de

"The Thing" ist das Prequel zu "John Carpenter's Das Ding aus einer anderen Welt" von 1982. Und trotz des Wissens, dass der Film das Prequel sein soll, wirkt er wir ein Remake, denn viele Elemente sind einfach absolut identisch. Trotzdem ist der Film recht spannend und optisch sehr nett gemacht, doch hat er leider nicht ganz meine Erwartungen erfüllt. Er ist nett, aber man braucht ihn nicht unbedingt. Wäre er z.B. eine Handicam-Version ala "Cloverfield" gewesen, hätte man dem ganzen Konzept vielleicht etwas neues abgewinnen können. Aber so bietet "The Thing" nur Altbackenes in neuem Gewand.

6/10 krabbelnde Hände mit Tentakeln

Mr. Cthugies Rollenspielkommentar (er verzichtet ab sofort auf seine Doktoren- und Professorentitel, da sie ihm aberkannt wurden):
Fhtagn! Hört nicht auf ihn! "The Thing" ist ein toller Film! Die Kreatur ist einfach wunderbar...ähm...cthulhoid. Also, nicht dass ich meine Tentakel da im Spiel gehabt hätte, aber *blubber* das Ding ist einfach sehr nach meinem Geschmack und erinnert mich irgendwie an Onkel Nyarla oder auch irgendwie an die netten, kleinen Shoggies. Iä! *blubber*
Was ich aber noch sagen wollte: "The Thing" ist eine tolle Basis für klassische "10-kleine-Menschen"-Rollenspiele mit "keiner kann dem anderen trauen"-Elementen. *blubb* Diese kann man schön bei Oneshots einsetzen, in dem man einen Teil der Spieler mit der Alien-DNA infiziert und so versucht die Spieler gegeneinander spielen zu lassen. Während die "Sauberen" versuchen, die "Verseuchten" zu vernichten, versuchen die "Verseuchten" die Basis zu verlassen und sich über die Erde zu verbreiten. Und wenn dann die Sterne richtig stehen... *blubber*