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Montag, 14. Oktober 2013

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

Es ist nun schon etwas länger her, dass ich diese Reihe unterbrochen habe. Aber es wird nun langsam Zeit, dass sie zu einem glorreichen Ende gebracht wird. Und daher kommen jetzt die Buchstaben X, Y und Z.

-X-

Xorn


Der Xorn ist eine jener Kreaturen des Monster Manuals, welche sehr stark von Lovecraft inspiriert zu sein scheint. Zumindest denke ich bei ihnen irgendwie immer an eine Mischung aus Gug und Ältere Wesen. Trotz dieser eigentlich erfrischenden "Weirdness" habe ich es noch nie in meinen Runden geschafft, einen Xorn ins Spiel zu bringen. Warum eigentlich?

Wahrscheinlich liegt dies an der Bindung zu Elementarebene der Erde und der daraus folgenden, sehr erdbezogenen Eigenschaften. Da wir (leider) immer recht selten in Dungeons, besonders auch unterirdischen Gebieten unterwegs waren, bot sich die Gelegenheit sie streng nach diesen Kriterien einzusetzen kaum.

Aber in der Zwischenzeit ist man älter und reifer - oder auch nicht - und hat ein paar alternative Idee, wie man die Xorn einsetzen könnte.

Spontan fällt mir eben der Bezug auf Lovecraft ein. Man könnte also die Xorn als eine außerirdische Rasse einsetzen, welche auf der Suche nach Mineralien einen Planeten nach dem anderen überfallen und regelrecht hohl fressen.

Auch könnten sie eine alternative Dienenrasse oder eine sehr niedere Form der Älteren Wesen sein, welche niedere Arbeiten für sie verrichten, nachdem die Schoggotten revoltiert haben.

Die Xorn könnten auch, ähnlich wie die Gug, eine unterirdische Rasse sein, welche in der Dunkelheit komplexer Höhlensysteme haust und kleinere, schwächere Wesen einfach verschlingen.

Eine weitere Rassenform der Xorn könnte man auf einer "weirden" Fantasywelt finden, wo sie einen ähnliche Nische einnehmen, wie die vierbeinigen Ahoggyá von Tekúmel:

Auch könnte ich mir gut die Xorn als dämonische Diener eines Toten- oder Kriegsgottes vorstellen. In beiden Varianten verschlingen sie die Opfer, Leichen oder lebende Menschen, für ihren Gott. Als Dämonen eines Kriegsgottes könnte ich sie mir auch als schwer gepanzerte Kriegsdämonen mit drei Schwertern und speziellen Rüstungen vorstellen.

Gaia: Ob es die Xorn je nach Gaia verschlagen wird, glaube ich nicht. Dazu passen sie zu wenig ins Konzept der Welt.

Cimorra: Auf Cimorra passen die Xorn ja ganz gut und dass auch in nahezu jeder, der oben genannten Varianten.


-Y-

Yeti


Der Yeti ist ein sehr schönes Monster, dass man wunderbar vorallem im pulpigen Bereich, aber auch ohne große Aufwendungen auch recht realistisch rüber kommt.

So kann der Yeti eben einfach nur eine Art weißer Berggorilla sein, der in den hohen, kahlen Gebieten über der Baumgrenze lebt. Im Sommer könnte er sogar ein eher braunes Fell haben und sich daher kaum von einem normalen Gorilla unterscheiden. Im Winter hingegen bekommt er sein klassisches, weißes Fell als Tarnung.

Im Pulp-Bereich wäre der Yeti zum Beispiel auch recht intelligent, also auf den Niveau eines Steinzeitmenschen, könnte in unterschiedlichen Größen, von menschengroß bis riesig, auftreten und dank seiner magischen Kräfte Lawinen auslösen und seine Opfer vereisen.

Ein paar andere Alternativen wären auf der einen Seite etwas näher an der Urfassung, die zweite etwas weiter weg:
Der Yeti könnte auch eine parallele Entwicklung zum Menschen darstellen und wirklich über eine erhöhte Intelligenz verfügen. Beispiele dafür wären zum Beispiel die Weißen Affen aus der "Realms of the Crawling Chaos"-Erweiterung zu "Labyrinth Lord".

Die andere Alternative stammt aus dem "Malleus Monstrorum" bzw. dem Spielleiterbuch von "Call of Cthulhu", wo die eher krebsartigen Mi-Go als Yetis bezeichnet wurden, da sie in den Hochgebirgen hausen und ihre Gegner mit Nebelwerfern einfrieren:

Auch würden die ohnehin schon tierhaften Gnoph-Keh sehr gut in das Bild der Yeti passen:
Auch könnte eine Parallele zwischen dem Wendigo, Ithaqua und dem Yeti hergestellt werden.

Gaia: Hier könnte ich mir die Yetis entweder in der Berggorilla-Variante oder auch in einer eher tierhaften und etwas abgespeckten Gnoph-Keh-Variante vorstellen.

Cimorra: Auf Cimorra ist eigentlich wieder jede Variante möglich.


-Z-

 Zombie


Zum Abschluss ein absoluter Klassiker der Monstersammlungen, der zur Zeit auch eine mehr oder minder fragwürdige Renaissance erlebt: Die Zombies.
Kaum ein Monster ist - neben Vampiren und Mumien vielleicht - so bekannt wie die lebenden Toten.

Für mich sind die Zombies immer eine Art Zustand. Also, wie ich es schon bei Geistern oder Skeletten vermerkt habe. Der Zustand des lebenden Toten kann für jede Kreatur in Frage kommen und nicht nur für Menschen, wie es im alten Kompendium steht.

Wie schon gesagt, es gibt eine gewisse Zombierenaissance und mit ihr kommen eine Vielzahl von thematischen Varianten: Die langsamen Old-School-Zombies, die modernen und schnellen Zombies, fette und hochexplosive Zombies, Zombies, die über eine tierhafte Restintelligenz verfügen, Zombies, die durch Krankheiten oder Strahlung entstanden sind und viele mehr. Man könnte mit allen Optionen und Möglichkeiten ein eigenes Monsterkompendium füllen. Dabei haben die meisten Zombies, wie sie in der Rollenspiel-, Computergame-, Comic- und TV/Film/Serien-Szene beschreiben werden, kaum etwas mit den Originalen zu tun.

Gaia: Auf Gaia gibt es magisch erschaffene Untote, weshalb z.B. in manchen Regionen die Toten sofort verbrannt, zerhackt oder in Beton, Glas oder andere Materialien eingegossen werden, damit sie nicht als Untote wiederkommen.

Cimorra: Zombies gibt es auch auf Cimorra und das in den unterschiedlichsten Varianten.


So, das war mein kleiner Ausflug durch das 1st Edition Monster Manual von D&D. Ich hoffe, es war etwas interessant und inspirativ. Je nachdem, wie ich Muse und Zeit habe, werde ich mich dann vielleicht mal wieder einem anderen Monster Manual zuwenden und dieses in seine Bestandteile zupflücken.

Freitag, 7. Juni 2013

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

-W-

Water Weird


Die Water Weird - ich glaube, in der dt. Fassung heißen sie "Irre Wasser" - sind eines jener Monster, die keinen wirklichen Sinn und Zweck besitzen. Was haben wir vorliegen? Eine Schlange aus Wasser. Also nichts anderes als eine Art tierisches Wasserelementar. Sicherlich haben sie ein paar Sonderregeln in ihrer Erscheinungsart, also der Methodik, in der sie ihre Gegner angreifen, doch braucht es dafür wirklich eine eigenen Eintrag im Monster Manual? Reicht ein modifiziertes Elementar hier nicht aus? 
Ich lasse die Frage einfach mal im Raum stehen und springe sofort weiter zum...


Wight

Der Wight ist auch eine Kreatur, die ich bis jetzt nur sehr selten eingesetzt habe. Er ist extrem schwer zu erfassen, da ich nicht so recht schlau aus ihm werde. Offiziell ist er ein Untoter. Ok. Bildet er dabei eine eigene Gruppe von Untoten oder ist er eher eine mächtige Version bekannter Untoter? Ist er ein stärker Zombie oder eine monströser Ghul? Wenn er eine eigene Form von untoter Existenz darstellt, welche Nische soll er dann ausfüllen?

Das ist eines der großen Probleme bei D&D, dass man hier immer mit aller Gewalt versucht "originell" zu sein bzw. ein Thema bis zum Erbrechen auszuschöpfen. Gerade im Bereich der Untoten gibt es so viele unterschiedliche Neuinterpretationen und thematische Wiederholungen, dass man das "Zooing"-Problem direkt vor Augen geführt wird. Hauptsache man füllt Unmengen an Monsterkompendien mit Wiederholungen - und verdient damit eine Menge Geld. 
Aber ich wiederhole mich gerade selbst wieder.

Also, wie könnte man Wight interessanter gestalten?
Ich sehe in ihm eher eine Art wahnsinnig gewordener Friedhofswärter, der einfach zu lange unter den Toten gehaust hat. Kommen noch Necrophagie oder -philie hinzu, wird die Sache sehr makaber und abartig, produziert aber eine morbide Stimmung und eine interessante Neuinterpretation des Wight:



Lovecrafts "Der Fall Charles Dexter Ward" oder "Herbert West - Der Re-Animator" könnten auch nette Ausgangsstoffe für einen solchen Wight darstellen. 

Auch könnte man den Wight als eine Art Dämon betrachten, denn schließlich liegt die Grenze zwischen Geistern, Untoten und Dämonen sehr eng beeinander. So könnte der Wight auch ein Leichnam sein, der von einem kriegerischen Dämon beseelt wurde und nun zu einer verfaulenden und verrotteten Kampfmaschine wurde. Vielleicht so etwas Bio-Nekro-Mechanisches wie die Bio-Giganten von Warzone:


Gaia: Auf der einen Seite kann ich mir auf Gaia gut einen Wight als wahnsinngen Leichenbestatter vorstellen. Auf der anderen Seite würde auch der dämonische Biokoloss gut passen. 

Cimorra: Auch hier wäre die erste Variante sehr gut denkbar. Als Anhänger eines zweifelhaften Totenkultes, der evtl. durch das Verkehren mit Leichen eine besondere Form von Unsterblichkeit sucht, würde sehr gut in das Schema passen.

The Black Galaxy: Hier passen sowieso beide Konzepte gut in das Setting.


Will-O-Wisp


Die Will-O-Wisp (Irrlichter) sind besondere, geisterhafte Wesen, die man recht flexibel einsetzen kann. Man kann sie als Dämonen, Feen oder auch Untote definieren und je nach Definition erfüllen sie eine Rolle, die wiederum auch die Basis einer Geschichten sein kann.
Feenhafte Irrlichter können Sterbliche aus kindlichem Spaß oder auch mörderische Hinderlist in die Irre führen - je nachdem wie man diese Feen eben definiert. Sie können auch Dämonen sein, welche ihre Opfer in einem Sumpf oder in ein Moor locken, um sie in einem Mooraugen zu ersäufen, was ihnen wiederum neue Lebensenergie schenkt. Als Untote, also genauer als Geister, können diese Wesen sowohl eine tragische wie auch grauenerregende Rolle erfüllen. Vielleicht sind sie die Geister von Toten, die in einem Sumpf ums Leben kamen und nun dazu verdammt sind, für alle Zeiten über ihrem Grab als Mahnmal zu spuken. Oder sie sind grausame Geister, welche ähnlich wie die dämonische Variante, ihre Opfer in Sümpfen und Mooren töten. Oder sie sind Rachegeister, welche ganz besondere Opfer suchen, um sich an diesen zu rächen.

Gaia: Irrlichter als kleine Kirathus sind in manchen Gegenden ein recht häufiger Anblick und man warnt auch vor diesen heimtückischen Wesen. Allerdings kann man sie auch als dienstbaren Geist rufen, der einem als Lampe aushilft oder es gibt auch manche Modedesigner, welche Irrlichter als Dekoration von Kleidern verwenden.

Cimorra: Irrlichter treten hier höchstens mit dem Aspekt des untoten Geistes oder als kleine Dämonen auf, was auf Cimorra aber fast ein und das selbe ist.


Wind Walker

Dass der Wind Walker mal wieder ohne Bild daher kommt macht mich stutzig. Sofort muss ich da an den Aerial Servant oder andere unsichtbare Elementarwesen der Luftebene und somit auch sofort wieder an Seitenfüller denken.
Dabei war der 2. Gedanke, den ich bei dem Namen "Wind Walker" hatte sofort ein anderer.
Nämlich Ithaqua, der Wendigo, welcher auch unter dem Namen "Wind Walker" bekannt ist.


Interessant ist auch wieder die Beschreibung des Wendigo auf wikipedia.de:
Der Wendigo (Vielfraß; auch Windigo, Kokodjo, Atcen (sprich Ät-schen), Plural Wendigowak) ist gemäß der Mythologie der Anishinabe ein übernatürliches Wesen. Es symbolisiert die Völlerei. Wendigo ist bekannt für seine Grausamkeit und für seine Vorliebe für Menschenfleisch. Die amerikanischen Ureinwohner glauben, dass jeder, der Menschenfleisch isst, selbst zum Wendigo wird und für immer von einem unstillbaren Hunger auf Menschenfleisch gequält wird. Wendigowak leben bevorzugt im Wald.
...
Die Wendigowak haben einige Parallelen zu den europäischen Werwölfen. Sie haben einerseits eine menschliche Gestalt, in der sie nur an roten Augen zu erkennen sind. Andererseits haben sie die Gestalt einer Bestie, deren Beschreibung zwischen einem haarigen, klauenbewehrten Katzenmonster und einem riesigen Eisskelett variiert. Außerdem können sie eine „Schattenform“ annehmen. Allen Erscheinungsformen gemeinsam ist das Herz aus Eis, das besonders in der Skelettform zum Vorschein kommt. Der Wendigo ist zur Nacht des Vollmonds aktiv sowie eine davor und eine danach.
...
Es gibt vier Möglichkeiten, wie eine Person ein Wendigo wird:

  • Im Traum den Ruf eines Wendigo-Geistes zu vernehmen oder zu träumen, selbst ein Wendigo zu sein
  • Menschenfleisch zu verzehren
  • Ein Verwandlungsritual zu vollziehen
  • Von einem Wendigo verletzt zu werden
Der erste Wendigo überhaupt soll eine Frau gewesen sein, die von ihrem Verlobten betrogen wurde. Aus Rache habe sie ihm das Herz aus dem Leib gerissen und gegessen.
Da wird ein ganz schön weiter Weg vom unsichtbaren Windgeist bis hin zu einer werwolfartigen Bestie zurückgelegt. Die einzelnen Elemente, welche im Wendigo-Text beschreiben werden, bieten eine vielfache Möglichkeit von Variationen und Ersatzkreaturen des Wind Walkers.
Hier ein paar Vorschläge:
  • Der Wind Walker kann ein Dämon sein, welcher sich mit großer Geschwindigkeit bewegt und eine raubtierhafte Gestalt besitzt. Möglicherweise haben sie ein wolfsartriges Aussehen und sind in der Lage auf Bäume zu klettern.
  • Auch könnte der Wind Walker eine Art Geist sein, einem Banshee ähnlich, der nahe dem Ort, an dem er einst gestorben ist, haust und dort ahnungslosen Wanderern auflauert, um sie zu jagen und zu verschlingen.
  • Der Wind Walker kann auch eine Art Shamane sein, der mit den Geistern der Luft und des Windes eins geworden ist und sich somit rasch bewegen kann.
  • Alternativ könnte ein Wind Walker auch eine besondere Gruppe von Elfen darstellen, welche sich mit dem Wind bewegen und somit noch schneller und hinterhältiger angreifen können als ihre normalen Vettern.
  • Auch könnte ein Wind Walker ein verfluchter Elf sein. Etwas in der Richtung Werwolf-Elf, der tierisch-animalische Züge entwickelt hat und nun ein kannibalistisches Monster ist, welches in den Wäldern haust.
Man sieht also, dass man das Thema durch aus umfangreicher gestalten kann als nur ein unsichtbares Elementarwesen.
Gaia: Auf Gaia gibt es eine Kirathuart, welche als "Windläufer" bekannt sind und Mischungen aus Affe, Faultier und Wolf erinnern und ein langes, weißes Fell haben. Sie sollen in den nördlichen Regionen erscheinen und als Rudel in den Wipfeln der Nadelbäume hausen. Sie bewegen sich mit sehr hoher Geschwindigkeit von Baum zu Baum, weswegen man nur ein Rascheln hört, sie aber nicht sieht. Man sieht sie erst, wenn sie ihr Opfer angreifen, es mit ihren langen Krallen zerfetzen und Teile hoch in die Bäume zerren. 
Die Geschichte der "Windläufer" ist im Norden Gaias recht populär und ist auf schaurige Leichenfunde zurück zu führen, bei denen Holzfäller Teile von humanoiden Kadavern in den Wipfeln von gefällten Nadelbäumen gefunden haben.

Cimorra: Hier will ich mich gar nicht auf irgendeine Art und Weise von Erscheinungsform festlegen, denn es gibt bestimmt irgend eine Kreatur oder Kreaturengruppe, auf welche die Beschreibungen der Wind Walker in einem der genannten (oder nicht-genannten) Beispiele zutrifft.


Wraith


Der Wraith wird als ein körperlose Kreatur beschrieben, welche im Schatten und der Finsternis lebt und das Licht und das Leben hasst. Es entzieht den Lebenden ihre Lebensenergie und verwandelt sie so ebenfalls in einen Wraith.
Mein erster Gedanke war "Schattenvampir" oder "Vampirschatten", wie man es sehen möchten. Also eine blutsaugende Variante des Schattens. Hätte also im Grunde auch gereicht. 
Im "Malleus Monstrorum" gibt es auch einen Schatten, der das Fleisch eines Lebewesen von den Knochen runterfrisst, sobald man mit ihm in Kontakt kommt. Dies wäre auch eine interessante Variante des Themas "Wraith". 

Eine weitere Definition findet man auf diversen Okkultismus- und Geisterseiten im Netz. Unter anderem Folgende:
Der Begriff Wraith stammt aus Schottland und bezeichnet den Geist einer Person, die am Rande des Todes steht oder innerhalb der nächsten drei Tage sterben wird.
Der Wraith zeigt sich den Verwandten oder Freunden des Todgeweihten und gleicht haargenau der Originalperson. Er wird als Todesbote betrachtet, und begegnet jemand seinem eigenen Wraith, kann er davon ausgehen, dass seine Tage gezählt sind. Einer Überlieferung nach soll der Dichter Percy Bysshe Shelley (1792-1822), als er das Boot bestieg, das ihn über die Bucht von Spezia in Italien zu der Stadt Livorno bringen sollte, seinen Wraith gesehen haben. Tatsächlich ging das Boot in einem Sturm unter, und Shelley, der Zeit seines Lebens Angst vor Wasser hatte, ertrank.
Nach dem von Reverend Frederick Lee verfassten Buch Examples of Supernatural (1894) hat sich die Vorstellung vom Wraith aus dem sehr alten Glauben herausentwickelt, dass die Seele einer Person das genaue Duplikat seines Körpers ist und dass sie den Körper verlässt, wenn der Tod bevorsteht. - sphinx-suche.de
Interessant finde ich hier, dass man hier das Konzept des Todesomens findet, welches auch eine sehr schaurige Variante eines Geistes ist und die man auch gut als Plothook einsetzen könnte. Vielleicht hat ein Adeliger einen Wraith gesehen und bittet die Charaktere seinen nahenden Tod zu verhindern. Oder einer der Charaktere hat seinen Wraith gesehen... Welch teuflisches Werkzeug für noch teuflischere Spielleiter.
Das Wraith-Thema kann man auch - in abgewandelter Form - modern einsetzen. Und zwar in Form eines Fluches. Hier gibt es dazu dann auch eine Unmenge Beispiele dafür, wie z.B. "The Ring". Auch der Plothook, dass der Betroffene meint, er haben den Fluch, Geist, etc. besiegt und dann zum Schluss vollkommen falsch liegt, ist eine einfach großartige Sache - besonders für One-Shots...

Gaia: Geistererscheinungen, blutsaugende oder kannibalische Schatten kann ich mir auf Gaia immer unter dem Aspekt der Kirathu gut vorstellen.

Cimorra: Auch hier kommen die Wraith in den unterschiedlichen Formen vor.


Wyvern


Der Wyvern ist eine Abart der Drachen. Tierhafter mit nur einem Beinpaar und einem Skorpionenstachel als Schwanz. In der dt. Fassung stehen sie als "Lindwürmer" drinnen, wobei die Übersetzung etwas hakt. Denn ein Lindwurm ist nichts anderes als ein anderer Name für einen Drachen bzw. auch eine Abart der Drachen, die aber nicht fest an das Aussehen der Wyvern gekoppelt ist.
Ich fand die Wyvern bzw. Lindwürmer, oder wie immer man sie nennen mag, schon immer relativ fehl am Platz. Auch sie hätte man als Variante eines Drachen umschreiben können. Allerdings haben sie einen Vorteil den Drachen gegenüber: Will man eine wesentlich logischer bzw. biologischere Fantasywelt haben, sind die Wyvern die bessere Wahl als die Drachen. Letztendlich kann man sie als eine größere Variante eines Flugsauriers ansehen und somit haben sie Hand und Fuss. Ein Drache ist in diesem Fall eher unwahrscheinlicher wegen dem dritten Extremitätenpaar.
Ansonsten finde ich sie eher unspektakulär.

Eine interessante Alternative wäre da schon eher Lovecrafts Shantak-Vögel oder die Hetzenden Schrecken:

Shantak-Vogel (links) und Hetzender Schrecken (rechts)

Gaia: Als eine Art Flugsaurier könnte ich mir die Wyvern auf Gaia gut vorstellen, wären aber kein Muss.


Cimorra: Auf Cimorra würden die Wyvern auch gut passen. Aber auch die Shantaks oder auch die Hetzenden Schrecken. Man hätte hier eine viel größere Auswahl an Möglichkeiten.


So. Und nächste Woche kommen wir dann zum glorreichen Ende unserer Reise durch das ersten Monster Manual von AD&D.

Montag, 27. Mai 2013

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

Es wird mal wieder Zeit für...
-U & V-
Umber Hulk
Der Umber Hulk ist eines jener Monster, welches man nur schwer erfassen kann. Auf der einen Seite ist es eine riesige insektoide Kreatur, welche aber nur 4 Gliedmaßen besitzt und auf der anderen Seite ist es eher eine Art gepanzerter Affe mit dem Kopf eines Käfers. Es ist wahrscheinlich eine der Eigenschaften der Abberationen, dass man sie einfach schwer erfassen kann, wobei es mir bei komplett bizarren Wesen einfacher ist. 
Also zerlegen wir mal den Umber Hulk in seine Bestandteile und so erkennen wir, dass er eigentlich nichts anderes ist, als eine Art unterirdischer Oger mit einigen Sonderregeln. Etwas mehr animalischer, aber im Grunde doch nur ein massiver, unterirdisch lebender Gegner, welcher eine Heldenparty kurzzeitig aufhalten kann.

Nun könnte man den Umber Hulk auch etwas anders gestalten. Zum einen könnte ich mir mit dem Link zu dem Oger von oben, eine Art Unterweltoger vorstellen. Also eine bleiche, vielleicht auch blinde Kreatur, die in der Dunkelheit haust und sich von kleineren Wesen wie Orks oder Goblins ernährt. Da muss ich auch wieder an Lovecrafts Gugs denken. Ist ja auch eine ähnliche Erscheinung.

Eine weitere Idee wäre es einfach statt einem Käfer ein anderes Tier als Basis herzunehmen, wie zum Beispiel einen Sternnasenmull:



Falls jemand "City of Ember" gesehen hat, so kamen diese Tierchen dort ebenfalls in einer etwas größeren Version vor. Mischt man sie nun mit dem Körper eines Gorillas hätte man ein wirklich monströses Biest, was auch einen gewissen cthulhoiden Charme versprüht.

Eine alternative Überlegung, gerade für SF-Settings, wäre es die Umber Hulks als Alienmonster zu verwenden. In einem "Star Trek"-artigen Setting würden diese Wesen sehr gut hinein passen, um auf einem fremden Planeten eine Gruppe Red Shirts aufzumischen.

Gaia: Auf Gaia wird es eher keine Umber Hulks geben. Eventuell als einmalige, monströse Kreatur oder als Kirathu.

Cimorra: Auf Cimorra wären die Umber Hulks auch eher als eine Art Monster zu sehen und damit auch eher eine seltener Anblick.

The Black Galaxy: Hier hingegen könnte ich mir die Hulks, wie schon oben genannt, als Alienmonster oder auch als mutierte Monster für irgendeinen Endzeitplaneten sehr gut vorstellen.


Unicorns

Ach ja, Einhörner...
Das erste, was mir immer und immer wieder bei Einhörnern einfällt, ist immer irgendwie mit kleinen Mädchen, Feen und Prinzessinnen verbunden. Entweder über die schlimmsten Rollenverteilungen der Spielzeugindustrie oder auch durch entsprechende Zeichentrickfilme. Gut, "Das letzte Einhorn" will ich jetzt nicht irgendwie runterziehen und letztendlich hatte es dank Christopher Lees Stimme, dem flammenden Stier und einigen anderen Elementen doch einen gewissen, düsteren Touch.
Apropos düstere Touch... Da ist ja auch noch "Legende" mit Tim Curry als der ultimative Herr der Finsternis und dem jungen Tom Cruise als Peter Pan-Verschnitt. Trotz aller Klisches, zu denen hier auch definitiv die Einhörner gehören, ist "Legende" wenigstens so richtig schön dreckig und düster.

Aber, was macht Einhörner aus und warum stehen gerade Mädchen auf diese Viecher? Ist es, weil sie als DAS ultimative Pferd definiert werden? Oder weil das Horn vielleicht doch eher eine Art Phallussymbol ist, welches unterbewusst bei der Jugend seltsame Gefühle produziert?


Schauen wir mal nach, was Wikipedia zu dem Thema hat:
Das Einhorn ist in der europäischen Tradition ein Fabeltier, das einem Pferd (manchmal auch einer Ziege) ähnelt, jedoch ein erhabenes Horn auf der Stirn trägt. Häufig wird es auch mit weiteren vom Pferd abweichenden Merkmalen beschrieben, wie zum Beispiel gespaltenen Hufen (ähnlich einem Paarhufer), dem Schwanz eines Löwen oder einem Ziegenbart. - wikipedia.de
Ich habe den interessanten Teil mal markiert. Neben der "Pferd mit Horn"-Standardversion, war man früher wesentlich kreativer und hat noch viel mehr Elemente dem Einhorn hinzugefügt. Interessant ist auch, dass man auch Ziegen als Einhörner umfunktioniert hat.

So, wie könnte man nun das Konzept des Einhorns etwas interessanter gestalten?
Zum einen wäre natürlich eine körperliche Umformung möglich. Hier würden mir z.B. die Viecher vom "Avatar - Director's Cut" einfallen, welche eine Art Horn auf der Stirn tragen:


Auch eine leichtere Variante eines Nashorns wäre denkbar. Zudem könnte man die Form des Horn ändern oder dieses eben auch auf eine andere Kreatur schrauben - was aber nicht immer sinnvolle Früchte trägt:

Das Al-Mi'Ra ist ein Beispiel, wie ein Einhorn noch weniger interessant gemacht werden könnte. 

Eine andere Methode wäre es, das Einhorn auf die Dunkle Seite der Macht zu zerren. Nein, ich will ihm jetzt kein Laserschwert an die Stirn montieren! Ich meinte eher, dass man das Einhorn auch als eine Art Nachtmahre betrachten könnte. Eine schwarze oder geisterhafte Karikatur eines gehörnten Pferdes. So mit Flammenhufen, Feuerschweif, Reißzähnen und Klauen.

Ansonsten steht ja immer der Aspekt des Sinnbild für das Gute im Mittelpunkt bei dem Einhorn. Genauso, wie die Unschuld, Reinheit und Güte. Wenn es einem darum geht, diese Konzepte zu verwenden, so kann man sie aber auch auf andere Wesenheiten übertragen. So fände ich zum Beispiel eine Sphinx oder ein Lamassu oder Mantikor durch leichte Veränderung und Anpassung sehr gut geeignet als Einhornersatz.

Um jetzt nochmal die frivole Ader des Themas zu bedienen, könnte ein Einhorn auch ein Wesen der Lust und des Lasters sein. Die immer geilen Rösser eines Fruchtbarkeitsgottes. Oder vielleicht auch das alternative Erscheinungsbild dieses Gottes, welches er annimmt, um ahnungslose Jungfrauen zu verführen und mit ihnen dann Halbgötter zu produzieren. Was in der Antike schon geklappt hat, würde hier ja auch ganz gut funktionieren.

Gaia: Damit es Einhörner auf Gaia geben könnte, müsste es auch Pferde geben. Doch diese wurden weg reduziert und somit wäre höchstens die oben genannte Avatar-Variante eine sinnvolle und unmagische Idee. Allerdings gibt es auf Gaia ein humanoides Volk, welches mit einem kleinen Horn auf der Stirn geboren wird: Die Cha'Iru stammen von Vögeln ab und legen auch wie diese Eier. Um nun schlüpfen zu können, besitzen die "Küken" ein kleines Horn auf der Stirn, mit denen sie die Eierschale durchbrechen können. Diese fällt in den ersten Jahren ab und nur eine kleine Narbe bleibt an dessen Stelle zurück. Interessant ist aber, dass es immer wieder, wenn auch selten mal vorkommen kann, dass die Hörner nicht abfallen. Diese Cha'Iru werden von den anderen Mitgliedern der Rasse als besonders mächtige und magische Wesen betrachtet. Eine interessante Ähnlichkeit, oder?

Cimorra: Auf Cimorra gibt es keine Einhörner, sondern höchstens Pferde mit einer Rüstung, welche dem Tier ein Metallhorn auf der Stirn verleiht. Sonst aber auch nichts.


Vampire


Vampire sind eigentlich schon ein Thema für sich. Genauso wie bei den Elfen könnten man stundenlang über sie referieren und käme nie aufeinen grünen Zweig. Daher will ich jetzt einfach nur mal schauen, was es für Vampirarten gibt, um ein paar Gedankengänge und Inspirationsprozesse anzustoßen. Bei allen ist aber zumeist eine Sache gleich: Das "Trinken" von Blut zum Erhalt des ewigen Lebens.

Der klassische Vampir


Der Klassiker ist der Verfluchter. Ein Gott und ein Verdammter in einer Person. Ausgestattet mit großartigen Möglichkeiten unterliegt er doch gewissen Regeln und Gesetzen, denen er sich beugen muss. Diese sind auch oft klassische Dinge, wie z.B. Angst vor einem Kreuz, kann Knoblauch nicht riechen, Sonnenlicht verbrennt ihn oder ein Pflock durchs Herz tötet ihn für immer. Durch seinen Fluch ist er aber eben auch im Besitz mächtiger Fähigkeiten, wodurch er zu einer Art Herrscher der Finsternis und der Unterwelt werden kann. Hypnose, Verwandlung in unterschiedliche Tiergestalten oder in eine Nebelschwade gehören unter anderem zu diesen Eigenschaften. Der Verfluchte ist ein Herrscher und gibt sich auch oft als Aristokrat, Lebemann und Gentleman um seine Beute zu jagen.

Die Ansatzpunkte, wie man den Verfluchten Vampir, etwas interessanter gestalten kann, sind die Gesetze, denen er sich fügen muss, seine Eigenschaften und seine Jagdmethoden. Denn je nach Setting sollten diese angepasst werden. In ein Sword and Sorcery-Setting ala "Conan" würde kein Dracula-Vampir vom Aussehen her und von seinem Auftreten her hineinpassen. Hier könnte man eher weibliche Vampirinnen einsetzen, welche wie ein Sukkubus oder eine Lamia, ihre Opfer verführen und dann schließlich töten um ihr Blut zu trinken. Männliche Vampire würde es natürlich auch geben, aber ihre Methodik müsste eben angepasst werden. Hier würde auch vielleicht eher der Aspekt des Raubtieres passen und so könnte man S&S-Vampire wie wilde, nordische Berserker erscheinen lassen, welche Nachts in Dörfer einfallen, die Bewohner abschlachten und ihr Blut saufen.
In einen SF-Setting würde der Verfluchte auch funktionieren, doch wenn man ihn auf einer fremden Welt antrifft, wird es bestimmt keinen Knoblauch gegen, den er fürchten muss. Auch Kreuze sind ja eher abendländisch-christlich belastet und würde gegen einen Vampir vom Mars nichts bringen. Ebenso würde er sich auch nicht in eine Fledermaus oder einen Wolf verwandeln, weil es diese Tiere auf seiner Welt nicht geben würde. Der Spielleiter sollte sich da einige interessante und durchaus recht pulpige Ideen überlegen, denn schon alleine die Vorstellung von Vampiren im Weltall ist durchaus amüsant und nicht wirklich ernstzunehmen.

Der Psychopath





Hier gehen wir mal in die komplett gegensätzliche Richtung. Psychopathische Vampire sind Menschen (oder andere Sterbliche), welche glauben, dass das Trinken von Blut sie unsterblich macht. Andere Methoden wären auch das Baden in Blut, was ewige Jugend verheißt. Das beste Beispiel ist hier Elisabeth Bathory, welche rund 650 Mädchen und Jungfrauen abgeschlachtet hat, um in ihrem Blut zu baden. 
Der Psychopath ist, wie schon gesagt, kein richtiger Vampir, sondern ein Irrer, der eine besondere Beziehung zum Bluttrinken oder andere Behandlungen zu dem Lebenssaft hat. Dieser Aspekt ist auf die unterschiedlichsten Rassen und Settings ohne großen Aufwand anwendbar. So könnte ein Psychopath ein Dorf in Angst und Schrecken versetzen, während die Bewohner eigentlich einen Vampir dahinter vermuten und so die Charaktere erstmal auf eine vollkommen andere Fährte locken.

Das Biest

  
Das Biest zeigt die animalische, raubtierartige Variante des Vampirs. Diese Kreaturen sehen vielleicht menschlich aus, doch wenn sie ihre Tarnung fallen lassen, sind es echt üble, hässliche Gestalten. Manchmal besitzen sie wölfische, fledermausartige oder schlangenhafte Züge und manchmal wirken sie eher wie verfaulte Leichen. Oder sie haben regelrecht alienhafte Züge, wie man z.B. die Reaper von "Blade 2":


Das Biest ist ein Raubtier in humanoider Gestalt. Sie habe nichts von der Raffiniesse des Verdammten an sich, sondern sind nur darauf aus, ihren Durst zu stillen. Ob sie dabei ein Massaker anrichten oder nicht ist vollkommene Nebensache.

Das Alien

Die bizarrste Version des Vampirthemas sind definitiv Aliens. Dabei will ich jetzt nicht auf die Aliens von "Star Force" verweisen, sondern eben mehr auf jene Kreaturen, wie sie von Lovecraft & Co. erschaffen wurden. Vampirismus spielt im Mythos eine große Rolle und so gibt es sehr viele Mythoskreaturen, welche sich von Blut ernähren und welche die Lücken des Vampirs ausfüllen könnten.

Die Seuche

Vampirismus kann auch durch einen Virus übertragen werden. Ähnlich wie bei einer Zombieseuche verwandeln sich die Gebissenen in Vampire, die nach Blut hungern und so andere Gebissene auch in Vampire verwandeln, sobald sie den Virus übertragen. Dies ist eine sehr interessante Ausgangsbasis für Endzeitsettings und auch eine kleine Alternative zu den ewigen Zombiehorden. 

Weitere Vampire

Weitere Ideen für Vampire liegen in den Settings verborgen. Der Vampir ist, ähnlich wie ein Zombie oder ein Skelett eine Kreatur, die man sehr gut als Schablone anlegen könnte. Mit ihr wäre es möglich, aus jeder Rasse oder jedem Tier einen Vampir zu machen, wodurch sich eine Menge Möglichkeiten eröffenen. Ähnliches wurde schon bei Ravenloft getan, als für jeder SC-Rasse eine Vampirvariante geschaffen wurde.
Auch Magier können wie Vampire behandelt werden, wenn sie Blut als Basis für ihre Zauberkräfte nutzen müssen und richtig bizarr und pulpig kann es werden, wenn man Roboter erschafft, welche Blut als Energielieferant benötigen.

Wer weitere Ideen für Vampire benötigt: Das Internet ist voll davon. Ebenso auch die Rollenspielwelt wie auch Filme und Bücher. Nur vor einem Fehltritt sollte man sich hüten: Glitzer-Kuschelvampire ohne Zähne

Gaia: Offiziell solltes es nie Vampire auf Gaia geben. Allerdings gibt es etwas anderes: Blutrubine. Diese verhexten Steine schenken ihrem Träger ewiges Leben, doch dafür müssen sie immer wieder und wieder Blut trinken. Sie werden zu wahrlich unsterblichen, doch versiegt die Quelle, verwandeln sie sich in mummienhafte Untote, die ständige auf Blut aus sind und für alle Zeiten auf der Jagd sind.
Aber es gibt auf Gaia auch andere Wesenheiten, besonders unter den Reihen der Kirathu, welche als Vampire eingesetzt werden können.

Cimorra: Auf Cimorra gibt es Vampire in unterschiedlicher Art und Weise und sie gehören zum festen Bestand der Welt.

Montag, 25. Februar 2013

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

-T-
Thought Eater
Der Thought Eater ist eines der superstrangen Aushängeschilder von D&D. So ein Zombie-Psyduck-Ding, dass im Äther herumschwebt, ist einfach irgendwie verflucht cool und es war eine dieser Kreaturen aus dem ersten Monster Manual, welche mich sofort in ihren Bann gezogen hat.


In den späteren Kompendien der 3rd Edition wurde der Thought Eater optisch "aufgepimpt" - wenn man es so nennen mag - und durch eine Art Zombie-Ratten-Vogel-Wolf-Ding ersetzt:

Die Frage ist nur: Warum eigentlich? Gut, dass Schnabeltierzombieding ist schon irgendwie befremdlich, aber das ist ja auch irgendwie da geniale an der Sache. Alleine von der Zeichnung her hätte der Original-Thought Eater in eines von Walter Moers "Zamonien"-Bücher gepasst. Ok, das ist vielleicht eher mein eigener Geschmack, aber ich fand die alte Fassung einfach klasse. Schon die Vorstellung, wenn die Heldenparty in den Äther blickt und dabei diese im Raum schwebenden Dinger schemen- und geisterhaft sieht, ist einfach wunderbar.
Aber, was tun, wenn man nun die Schnabeltierzombiedingsis pardou nicht haben will?
Spontan fallen mir die Kreaturen von Lovecrafts "Vom Jenseits" (From Beyond) ein:
Diese Kreaturen leben auch in einer parallelen Dimension und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Geist sind bei weitem auch alles andere als gesund. Und sie sind weniger knuffiger als das Platypusdingsi.
Weitere Möglichkeiten wären irgendwelche wurmartigen Kreaturen oder lebende Hirnmasse. Auch schwebende Tintenfische oder vielleicht was Quallenartiges könnte ich mir als Ersatz gut vorstellen.

Gaia: Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob es sowas wie Gedankenfresser auf Gaia schon gibt. Vielleicht muss ich mal meine Notizen sichten, aber theoretischen könnte es sie geben, denn es gibt den Ätherraum und auch dort lebende Wesen, welche man mit den normalen Sinnen nicht wahrnehmen kann.

Cimorra: Unter dem Gesichtspunkt, diese Wesen als Dämonen zu betrachten, könnte es sie auch auf Cimorra geben. Gerade mit dem Vergleich zu "From Beyond" fällt mir gerade ein, wie cool es wäre, wenn ein Magier eine Aparatur gebaut hätte, welche die Dimensionen aufreißt und diese Kreaturen in die Realität von Cimorra sickern würden.


Tick, giant





Zecken sind ja an sich schon eklig, aber wenn sie noch eine gewisse Größe erreichen, wird es richtig widerlich. Und allein die Vorstellung, wenn so eine Riesenzecke sich auf einen Menschen stürzt und ihn wie eine Capri Sonne auslutscht, da ist dann schon ein kleines Horrorfeeling vorprogrammiert. 
Warum wird eigentlich nicht mehr mit Riesenzecken gemacht? Riesenspinnen, Riesenmotten oder Riesenwürmer gibt es en Masse, aber Riesenzecken? Da gäbe es doch echt mal Nachholbedarf.
Irgendwie denke ich da gerade an Zecken als Facehugger oder wie aufgeblähte Riesenzecken durch Raumschiffkorridore kriechen und sobald sie von einem Maschinengewehr getroffen werden wie ein praller Pickel zerplatzen und alles mit Dreck und Blut vollsauen. Da bekäme SF-Splatter eine vollkommen neue Bedeutung.
Weil ich vorhin auch auf Walter Moers verwiesen hatte: In seinem Zamonienepos "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" gab es riesige Läuse, die in den filzigen Haaren des Bolloggkopfes, einem Riesenkopf nur ohne Riese, hausten. Dies ist eigentlich eine sehr plausible Erklärung für Riesenzecken: Je größer das Tier, welches man aussaugen kann, desto größer könnten auch die Zecken sein.

Gaia: Es käm jetzt ganz auf die Größe der Zecken an, aber es gibt auf Gaia die titanischen Ochds, riesige, zottelige Tiere, die groß genug sind, um ganze Siedlungen auf ihrem Rücken zu beherbergen. In diesen turmhohen Tieren könnten auch entsprechend große Zecken hausen, wobei sie aber auch nicht zu groß sein sollten, um nicht vollkommen gegen die Konventionen Gaias zu verstoßen.

Cimorra: Auf Cimorra gibt es einiges an pulpiger Freakiness und somit passen Riesenzecken, genauso wie Riesenwürmer, Riesenspinnen, Riesenblutegel, Riesenskorpione und ähnliches. Hier verweise ich auch mal auf die Szene aus "King Kong", als die Film- und Schiffscrew in dem Abgrund saßen, wo aus allen Löchern riesige Viecher gekrochen kamen. Dieses Bild hat mich sehr fasziniert und sehr für Cimorra geprägt.

The Black Galaxy: Irgendwie komme ich von dem Gedanken der Alien-Monster-Zecken nicht weg und würde sie gerne mal auf einem der riesigen Raumschiffmoloche ansiedeln.


Titan

Gäähn... Ähm. Ja. Titanen.
Die Titanen aus den Kompendien fand ich immer recht fad, da sie meine Vorstellung von Titanen einfach nicht erfüllen. Wenn ich an Titanen denke, dann denke ich an göttliche Urgwalten und nicht an irgendwelche größeren Riesen mit magischen/psionischen Kräften. Titanen sollten göttergleiche Urgewalten sein und damit gehören sie eher in das Buch über Götter und Halbgötter als wie ins normale Kompendium.
Auch dass sie einfach wie Riesen aussehen muss nicht sein. Ihr Aussehen könnte vollkommen variieren. Im Grunde ist das einfachste Rezept zur Herstellung richtiger Titanen: Nimm eine Kreatur und verbessere sie bis ins Unglaubliche. Nimm zum Beispiel ein Erdelementar und vergrößere es ins Titanische. Oder vielleicht eine Marilith-Dämonin als eine Art Schlangengöttin. Oder ein anderes gutes Beispiel ist der Kraken aus "Kampf der Titanen". Riesige Monster sind übel, titanische aber sind wahrhaft apokalyptisch.
Um sie sollte, nein! muss eine entsprechende Story gesponnen werden. "Kampf der Titanen" ist diesbezüglich ein gutes Beispiel. Hier sind wirklich epische Elemente wie göttliche Artefakte, mächtige Monster und wahrlich großartige Helden von Nöten, um dem Ganzen gerecht zu werden.
Allerdings passen Titanen nicht in jedes Setting. Zumindest nicht als übermächtige Wesenheiten. Doch spinnen wir mal ein wenig rum. Würde das Konzept des Titanen, also eine titanische Lebensform, nicht auch auf andere Konzepte übertragbar sein? Konzepte wie z.B. der Sandwurm ala "Dune" oder auf einen Kampfroboter. Das letzte Beispiel hat ja auch seine ganz eigenen Früchte getragen:



Am Beispiel eines Imperator Titans zeige möchte, kann man zum Beispiel die Eroberung des Titanen oder auch seine Zerstörung als ein Abenteuer gestalten. Ja es ist sogar möglich einen Megadungeon in dem Titanen zu erschaffen. Es gab sogar bei D&D ein Abenteuer (der Name ist mir aber entfallen), bei dem die Helden einen amokgelaufenen, titanischen Eisengolem aufhalten mussten.

Gaia: Titanen im klassischen Sinne passen nicht zu Gaia. Als riesige Maschinen hingegen könnte es theoretisch vorkommen, dass man sie vorfindet. Aber auch hier würde ich sie nur sehr, sehr vorsichtig und eher als eine Art Dungeon statt einer direkten Bedrohung einsetzen.

Cimorra: Auch wenn Cimorra die Epik von "Kampf der Titanen" oder "God of War" einfangen kann, so glaube ich, dass wenn ich Titanen einbaue, dass sie sehr, sehr selten sind und wirklich eher mit einer Art Gottheit/Großem Alten gleichzusetzen ist.


Toad, Giant => siehe Frog, Giant


Trapper

Man nehme: Einen Deckenlauerer, lege ihn auf den Boden und schon ist es ein Bodenlauerer. Das nenne ich man Ideenreichtum und Innovation. Ok, ernst bei Seite, aber das ist nicht unbedingt was besonderes, sondern nur eine andere Version der lebenden Falle.
Was mir dazu aber einfällt, wäre der T-1000 aus "Terminator 2". Und zwar meine ich die Szene, wo er sich als Bodenbelag getarnt hat:


Das wäre eine Alternative. Eine Art Formwandler, der sich als Boden tarnt und dann sich zu einem Monster verwandeln kann, um so seine Beute zu fangen.
Aber dies nur mal so als Gedankenspiel, auf das ich nicht näher eingehen will.


Treant



Barumm! - Baumbart
Ein Zitat des wahrscheinlich bekanntesten Baumhirten überhaupt.
Wo wollen wir anfangen? Baumhirten kommen mir, gerade bei D&D, immer sehr märchenhaft rüber. Ähnlich im Grunde auch wie bei Herr der Ringe, weshalb sie auch irgendwie nur so in ein entsprechendes Setting hineinpassen. Solche Wesen wären in einem Sword & Sorcery-Setting vollkommen fehl am Platz. Aber das kann man ja ändern. Ich verweise hier auf meinen Eintrag über die Dryaden in der MM&P-Reihe sowie auf meine EDO in Sword & Sorcery-Überlegungen.
Gerade eben habe ich aber auf Tumblr folgendes Bild entdeckt, was zum Thema "Baumhirte" doch ganz gut passt.



Triton => siehe alle anderen im Wasser hausenden Rassen von denen es bei D&D einfach viel zu viele gibt.


Troglodyte

Noch ein Fall für "Namensvergewaltigung".
Troglodyten sind "Höhlenbewohner" und haben eigentlich nichts mit Echsenmenschen gemein. Vielmehr muss ich bei dem Namen an Steinzeitmenschen, vielleicht sogar die hyperboreanischen Voormis oder auch an "Sindbad und das Auge des Tigers" denken, wo ein seltsamer, aber ansonsten einfach genialer Troglodyt zu sehen war:


Wieso, weshalb und warum D&D hier mal wieder diese Wörterdreher drinnen hat, kann ich einfach nicht beantworten. Und irgendwie fände ich auch die Sindbad-Variante viel cooler als die Echsenversion. Die Echenmenschen scheinen es mit ihren Abarten schon irgendwie ein Problem zu haben (siehe Kobold). Also, da bekommt man echt Kopfschmerzen, wenn man da zu sehr drüber nachdenkt, wie man auf die Namen gekommen ist. Eine namentliche Alternative würde da z.B. die Kroxigore aus der "Warhammer"-Welt bieten. Aber wie ich schon beiden Kobolden sagte: Namen sind Schall und Rauch. Mein Fazit hier steht auf jeden Fall fest: Troglodyten haben nichts mit Echsenmenschen zu tun. Punkt!

Gaia: Da es keine Echsenmenschen auf Gaia gibt, gibt es auch keine größeren Echsenmenschen. Problem gelöst.

Cimorra: Ja, es gibt Echsenmenschen und vielleicht auch größere Echsenmenschen, aber Troglodyten sind definitiv keine Echsenmenschen, sondern eben viel mehr affenartige, humanoide Kreaturen.


Troll

Ich glaube, es gibt kaum eine Rollenspielrasse - außer Orks vielleicht - welche so oft in so viele unterschiedlichen Formen auftaucht wie der Troll. Diese reichen von einem harmlosen Schrat aus den Wäldern über Steinwesen, die in Gebirgen hausen, graublaue, gorillaartige Humanoide bis hin zu den garstigen und widerlichen D&D-Trollen. Sie werden als eigene Rasse oder auch als magische Kreaturen bis hin zu Feenwesen - was durch die befremdliche Bezeichnung des Feentrolls kommt - angesehen. Egal, wie viel man über die Trolle erzählen kann, bestimmt vergisst man immer noch einiges. Daher will ich jetzt kaum was dazu noch sagen, denn eigentlich kann man schon fast jede Kreatur als Troll betrachten und somit eröffnen sich eine Unmenge an Möglichkeiten, wie man seine Trolle basteln/definieren möchte.

Gaia: Neben den Zwergen sind die Trolle die einzige EDO-Rasse, welche meine Reinigungsaktion überlebt haben. Beim Aussehen der Trolle, besonders der Bergtrolle, habe ich mich schon etwas von den Trollen von Hordes inspirieren lassen. Das gebe ich offen zu.


Cimorra: Ich weiß gar nicht, ob ich Trolle für Cimorra eingeplant hatte. Glaube eher nicht. Dafür gibt es ja z.B. die Halbriesenrassen. Aber wer weiß, wer weiß...

Montag, 18. Februar 2013

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

-S-
-Teil 2- 
Shedu

Die Shedu sind ein Sinnbild für die Kraft eines Stieres, die Freiheit eines Adlers und die Intelligenz eines Menschen. Ähnliche Verbindungen kann man hier auch zu Sphinx (siehe unten) schlagen. Interessant ist auch, wie ähnlich eben die Shedu zu den Sphinxen sind. Wer hier aber wen inspiriert hat, kann man wahrscheinlich nicht mehr genau nachvollziehen.
Ansonsten verweise ich auf den Eintrag zum Lammasu, da dieser im Grunde auch alles abhandelt, was für den Shedu zutrifft.


Shrieker


Die Shrieker sind ein typischer Fall von "biologische Fall". Ähnlich wie die Piercer oder die Lurker Above haben auch die Shrieker diesen Effekt. Die Helden betreten den Raum mit den Shriekern und schon geht der Alarm los und die Horden der Gegner werden angelockt.
Persönlich stehe ich ja schon sehr auf Pilze als Monstrositäten, da sie immer etwas Morbides und Befremdliches umgibt. Sie sind ein fester Punkt im Weird-Genre. Sei es jetzt durch Lovecrafts Mi-Go oder, auch ein schönes Beispiel, wäre M.Hutters "Melchior Grün im Kloster des Heiligen Fungus".

Aber ich schweife ab.
Ob man nun wirklich einen Pilz als Bewegungsmelder benötigt, obliegt ja nun vollkommen dem Geschmack des Spielleiters. Alternativ, also auch alternativ zu technichen Möglichkeiten, könnte ich mir irgendwelche Ranken vorstellen, die Kristalle wie Blätter haben und in einer bestimmten Frequenz klingen, wenn sie in Schwingung versetzt werden. Oder Duftstoffe. Vielleicht könnte der Shrieker statt einem Schrei auch eher einen starken Duft oder ein spezielle Pheromon ausstoßen, auf die spezielle Gegner reagieren. Oder sie erinnern mehr an irgendwelche "Wandbehang"-Monster ala "Dead Space", die aus menschlicher Masse bestehen und entsprechend die Charaktere angreifen oder auch einfach nur durch lautes Jammern und Kreischen Alarm schlagen. Oder wie die Babymonster bei "Dead Space", deren Geheule beim Spieler eine wirklich fiese Gänsehaut hinterlassen hat.

Gaia: Auf Gaia könnte ich mir höchsten die Pheromon-Variante vorstellen. Vielleicht noch die "Dead Space"-Horror-Variante für die Gebiete der Aschewüste. Ansonsten sind schreiende Pilze her nichts für die Welt.

Cimorra: Hier sind wieder alle Varianten möglich oder wahrscheinlich.


Skeleton


Ach ja, wer mag sie nicht, die lustigen Knochenmänner aus "Armee der Finsternis", die ständig rumgackerten und sich über die Situation beschwerten:

Ich meine, Zombies hat doch jeder. Gebt der nächsten Verfallsstufe mal eine Chance!
Aber jetzt mal im Ernst: Skelette sind, ähnlich wie Zombie, Geister oder Mumien eher ein Zustand als eine eigene Kreatur. Ein Zustand, den jedes Wesen früher oder später erleidet. Daher wäre ich persönlich wieder dafür, "Skelette" als Maske zu verwenden, auf die man wieder mit eigenen Untoten aufbauen kann. Somit sollten dann menschliche oder tierhafte Skelette kein Problem sein. 
Interessant ist auch, dass es bei D&D sehr viele Varianten der Skelette gibt und sie dadurch nicht langweilig werden. Diese alle aufzuzählen wäre total sinnlos, denn sie Liste ist einfach riesig. Und...ja, ich weiß, ich hämmer da ein bisserl auf dem Thema rum, aber ich sage es immer wieder: Mit einem vernünftigen Baukastensystem wären diese ganzen Varianten leicht abzuarbeiten.
Auch noch interessant ist die Möglichkeit, wie man Skelette animieren kann. Ob es nun dem Willen des Magiers wie ein Marionette unterliegt oder ob ein Dämon/Geist gerufen wird, welches das Skelett belebt und kontrolliert. Oder ob der ruhelose Geist des Toten an seine Knochen gebunden ist und diese sich deswegen noch bewegen können. Diese Überlegung trifft zu dem bei jeder Belebung von Untoten oder toter Materie zu. Immerhin sind Skelette oder auch Zombies nichts anderes wie ein Golem: Eine tote Materie, die man belebt. Sie sind also doch nicht soo einfach gestrickt, wie man meint und sehr mit der Magie der Welt verbunden.

Gaia: Auf Gaia gibt es Untote. Aber sie werden hier eher über einen Kamm geschert als die "Untoten", die durch den Einfluss von Dämonen reanimiert wurden. Wie sehr sich dieses Thema in Gaia manifestiert hat, siehr man daran, dass man in Galhadan zum Beispiel seine Toten verbrennt und die Asche in besonderen Lagerhäusern gesammelt wird, damit niemand aus den Leichen einen Untoten erschaffen kann. Ob es sich bei dem Untoten nun um ein Skelett oder einen Zombie handelt, ist voll und ganz von dem Verfall der Leiche abhängig.

Cimorra: Hier will ich mir mal nicht so sehr den Kopf zerbrechen und die Knochenmänner einfach mal genüsslich beschwören. Huzza!


Skunk, Giant
Hier stelle ich mir nur die Frage, wie geil ein Pelzmantel aus einem Riesenstinktierpelz wäre? Gäbe auch ein geiles Artefakt ab: Pelzmantel des infernalischen Gestankes.


Slithering Tracker
 
Hier haben wir einen transparenten und dadurch nahezu unsichtbaren Schleim, der sein schlafenden Opfer lähmt und ihnen das Blut raubt. Das erste, an was ich sofort denken musste, waren die Sternenvampire des Cthulhu-Mythos:





Diese Monster sind normalerweise auch unsichtbar, doch haben sie ein Opfer zerbrochen und leergetrunken, erkennt man ihre abartige Form. Ähnliches wäre bei den Trackern natürlich auch möglich. Dass sie sich dann in einen schleimigen Blutfleck verwandeln, wenn sie ihr Opfer ausgesaugt haben.
Ansonsten unterliegen diese schleimigen Vampire in etwa dem Konzept der Schleime und Gallerte, weswegen ich nun nicht weiter darauf eingehen möchte.


Slug, Giant


Cthulhoider-Weird-Horror geht einfacher als man denkt. Riesige Schnecken sind richtig schön eklig, schleimig und können mit gewissen Gimmicks ausgestattet richtig mies sein. Brennende Säuren, Gift, das verspritzt wird und dann noch dieser zähe, schleimige Leib. Daher: Riesenschnecken werden einfach unterbewertet. Man denkt sich erst "Toll. Ne Schnecke. Super...", aber dabei bieten sie viel mehr als nur lahmes Geschleime. Sehr schön ist auch das Beispiel, welches man bei "Barbarians of Lemuria" finden kann, wo die Riesenschnecken mit das Gefährlichste sind, was man begegenen kann.

Gaia: Riesenschnecken in dem Umfang wird es auf Gaia nicht geben.

Cimorra: Und auf Cimorra hingegen gibt es diese Monster bestimmt in irgendwelchen feuchten und finsteren Verliesen.



Sphinx


Ähnlich wie die Lamassu oder die Shedu sind die Sphingen eine Mischkreatur mit einem übernatürlichen Hintergrund. Deswegen könnte man nun sagen, dass sie nicht unbedingt besser oder schlechter als ihre babylonischen Kumpanen sind.
Allerdings muss ich bei Sphingen auch immer an Nyarlathotep, die Große Bestie und die Kinder der Sphinx denken. Sprich: Mal wieder an die lovecraftsche-ägyptsche Horrorwelt. 

Ansonsten sind Sphingen ja eher Wesen von passiver Natur. Weniger die Kämpfer, sondern viel mehr die allwissenden Gelehrten, welche die Geheimnisse des Kosmos kennen - und diese oft nur in rätselhafter Form wiedergeben. Hier verweise ich mal wieder auf die Sphingen von DSA oder das Orakel der "Unendlichen Geschichte".


Und, Gott!, fand ich die Dinger als Kind schaurig. Immer, wenn sie ihre Augen geöffnet haben und diese Laserblitze heraus kamen! Fuck!

Ähm...ja.
Also, es gibt natürlich auch die Möglichkeit, diese Wesen als das zu sehen, was sie eigentlich auch sind: Eine Art Schutzdämon ähnlich wie bei den Lamassu/Shedu und entsprechend kann man sie natürlich auch als wilde und grausame Bestien, welche ihre Herren vollkommen treu ergeben sind, darstellen. 
Auch kann man sie als wandernde Wissenssammler behandeln, aber da würde ich vielleicht ein anderes Aussehen vorschlagen. Das Konzept des "Gelehrten", welches die Sphingen wiederspiegeln, könnte man auch ohne Probleme ja auf eine andere Rasse übertragen. Gerade in Settings mit weniger Magie und Wunder, wo Sphingen nicht so richtig reinpassen wollen, geht dieser Vorgang sehr gut.
Was mir noch gerade eingefallen ist: Sphingen sind ja schon recht mächtige Wesen. Somit könnte ich sie mir auch, neben dem Aspekt des einmaligen Monsters, auch als niedere Gottheiten/Dämonen vorstellen, welche in einem Tempel leben und dort dem Ratsuchenden helfen...oder einfach fressen.

Gaia: Sphingen passen nicht zu Gaia und das Konzept der Wissenssucher wird schon durch das Volk der Crysaliten abgedeckt.

Cimorra: Bedingt würde ich sagen, dass es gibt sie. Unter dem Gesichtspunkt der Monster vielleicht. Aber das muss sich erstmal entwickeln.


Stirge


Auch wenn die Strige aussehen wie Gothic-Kolibris, so sind diese blutsaugenden Bestien doch eigentlich ganz nett und eine schöne Alternative zu Fledermäusen. Vorallem finde ich den Gedanken, dass diese Bestien ihre nadeldünnen Schnäbel in ihre Opfer bohren, um das Blut zu saugen. Wie wenn man ein Röhrchen in eine Cabri Sonne pikst. Und wenn man sich nun einen ganzen Schwarm vors Auge führt, dann kribbelt bei der Vorstellung schon die ganzen Haut.
Überhaupt sind aggressive Schwärme eine üble Angelegenheit. Egal, ob es nun die Strige, Riesenmoskitos, Ratten, Skarabäen, Skorpione oder ähnliches. Schwärme erzeugen immer ein Gefühl der Unterlegenheit und man kann sie oft nicht so einfach bekämpfen. Aber dies nur so nebenbei erwähnt.
Im Grunde stehen die Strige für nichts anderes, als das Konzept des blutsaugenden/fleischfressenden/aggressiven Vogels oder eines anderen fliegenden Tieres. Man kann also die Striges ohneweiteres durch Vögel, Insekten oder etwas ganz anderes Abstraktes austauschen.

Gaia: Unter dem Gesichtspunkt, dass man die Strige eben als blutsaugende Großinsekten oder Vögel einsetzt, könnte ich sie mir gut auf Gaia vorstellen.

Cimorra: Passt.


Su-Monster

Su-Monster sind was sehr Cooles, da sie was Fremdartiges mit etwas Bekanntem auf sehr interessante Art und Weise verbinden. Damit meine ich die Überlegung, einen Affen mit psionischen Fähigkeiten auszustatten. Statt Psionischen Angriffen würde ich aber eher Fähigkeiten verwenden, welche der zum einen der Tarnung dienen und zum anderen Angst und Terror erzeugen könnten. Verwirrung und Entsetzen wäre die Devise. Auf jeden Fall besser als (nur) eine Psionische Attacke.
Ansonsten könnte man das Konzept des "psionischaktiven Tieres" natürlich auf jedes andere Tier übertragen. D&D hat es ja schon bei manch anderen Kreaturen wie zum Beispiel dem allerdings etwas lächerlichen Brainmole. Aber dies zeigt sehr schön, wie man ein einfaches Tier mit etwas übernatürlichem "Bling-Bling" "pimpen" kann. Pimp my beast - sozusagen.

Gaia: Auf Gaia gibt es keine Psionik in dem Sinne, wie man es von D&D kennt und daher gibt es auch keine Su-Monster.

Cimorra: Auf Cimorra gibt es die Su-Monster, denn sie passen einfach sehr gut in das Setting. Auch andere, psionisch aktive Monster wird es auf Cimorra geben.

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Wer die Kompendien kennt, hat bestimmt gemerkt, dass ich ein paar Kreaturen außer nur (großen) Tieren weggelassen habe wie z.B. die Spectre, Sylph oder die Sprite. Dies liegt einfach daran, dass sie zu viel Ähnlichkeiten mit anderen Wesen haben, die ich schon in den vorherigen Kapiteln (z.B. Pixies oder Ghosts) besprochen hatte. Auch wenn sie sich in einigen Elementen unterscheiden, rentiert es sich einfach nicht, sich nochmal über das gleiche Thema den Kopf zerbrechen.