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Montag, 1. Oktober 2012

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

- D -

- Teil 2 -

Displacer Beast



Das Displacer Beast oder Versetzerbestie ist wieder ein D&D-Klassiker mit einem doch recht willkürlichen aussehen. Denn warum hat diese Raubkatze Tentakel auf ihrem Rücken? Zu welchem Zweck? Schließlich scheinen sie nichts mit der Versetzerfähigkeit der Kreatur zu tun zu haben. 
So why?!
Zudem ist die Fähigkeit der Versetzerbestie auch etwas strange...wobei strange ist ja auch wieder gut. Aber: Die Kreatur erscheint 3 Fuß von ihrem eigentlich Standort entfernt. Es ist also immer ein reines Glücksspiel, um das Monster zu treffen. 
Hm...Also, irgendwie kann ich damit leider nicht so viel anfangen. Irgendwie stehen Aussehen und Fähigkeit in keinem guten Verhältnis zu einander. Allerdings erinnert es mich auch wieder etwas an die Khymeras der Dark Eldar von Warhammer 40k:



Und irgendwie musste ich dabei an die Hunde von Tindalos denken:



Und schon habe ich eher ein Bild von interdimensionale/-stellaren Aliens/Dämonen vor mir, die plötzlich erscheinen und Dank einer Art Kurzstreckenteleportation blitzschnell ihre Position ändern können.
Daher macht die Versetzerbestien stranger, alienesk und bizarr bis zum geht nicht mehr. Eure Spieler werden euch...ähm...lieben...

Gaia: Versetzerbestien auf Gaia könnte ich mir entweder nur als Kirathus oder als eine gezüchtete Killerkreatur der Alchemisten von Zhaiarac vorstellen. Ansonsten wird es schwer, die Kreaturen nach Cimorra zu bekommen.

Cimorra: Hier könnte man dem Konzept der fremdartigen Alienkreatur folgen und die Bestien als Alternative zu den Hunden von Tindalos verwenden. Vielleicht als Wesen einer unbekannten Dimension, die von Magiern beschwört werden können oder als außerweltliche Bewacher eines Tempels oder eines mächtigen Artefaktes ähnlich dem Wächter des Leuchtenden Trapezoedrons.

The Black Galaxy: Auch hier bieten sich die Versetzerbestien als eine bizarre Alientierart an, welche sich zwischen den Dimensionen bewegen und so blitzartig ihre Beute schlagen können.


Djinni




Hier haben wir einen sehr allgemeinen Klassiker der phantastischen Literatur. Die Djinns, oder auch einfach nur Flaschengeister genannt, sind mächtige Geisterwesen aus einer anderen, elementaren Ebene, die über gewaltige Fähigkeiten verfügen. Immerhin können sie in der ganz klassischen Variante ja auch Wünsche erfüllen.
Betrachtet man aber die arabische Mythologie, so sehen die Dschinn schon mal ganz anders aus:



Keine bezaubernde Dschinni oder blauer Wünscheerfüller aus "Disneys Aladdin", sondern eher gehörnte Dämonen. Auch vom Verhalten her sind die Dschinnis wesentlich bösartiger und grausamer als man es so langläufig kennt. Dschinns werden eher mit Dämonen gleichgesetzt. Dies macht die Sache schonmal interessanter.
Ein weiteres, interessantes Beispiel für einen Dschinn gibt es in den "Battle Chasers" Comics von Joe Madureira:




Und YES! Bulgrim rocks! Der Dschinn ist in einem Armreif gefangen und jeder, der den Armreif anlegt wird zum Wirt des Geistes und sein willenloser Sklave.

Gaia: Dschinns kann ich mir in Form von Kirathus auf Gaia vorstellen. Sie könnten nach ihrer Beschwörung an Maschinen oder Schmuckgegenstände gebunden sein. Ähnlich wie bei Bulgrim könnte diese Einkerkerung aber nach hinten los gehen und der Träger des Gegenstandes oder die Maschine wird zum Wirtskörper des Dämons.

Cimorra: Auch hier könnten Dschinns Dämonen sein, die in Gegenständen eingekerkert wurden, um Magiern dienstbar zu sein.

The Black Galaxy: Siehe Gaia & Cimorra.


Doppelganger



Doppelgänger sind eine sehr coole Angelegenheit. Je nach Setting können sie übernatürliche Wesenheiten, eine befremdliche Rasse oder ein auch eine Alienrasse eines SF-Universums sein, wie z.B. Odo bei Star Trek: Deep Space Nine. Sie sind sehr flexibel in ihrer Einsatzweise und können auch unter Umständen als Spielerrasse herhalten. Wir hatten in unserer Runde einst einen Doppelgänger als SC und es war eine total coole und interessante Erfahrung auch für mich als Spielleiter.
Ob ein Doppelgänger in seiner Rohform nun ein Schleimhaufen oder eine humanoide Gestalt hat ist eigentlich nebensächlich und vom Settung und vom Geschmack des Spielleiters abhängig.

Interessant ist diesbezüglich auch das Konzept des Shoggothenlords, wie er z.B. als Mr. Shiny im Cthulhu Malleus Monstrorum eingetragen ist. Dabei handelt es sich um einen intelligenten Shoggothen, der die Gestalt eines Menschen annehmen kann. Auch eine sehr geniale Idee, wie man einen Doppelgänger definieren kann. Überhaupt gibt es ja im Cthulhumythos einige Mythoswesen, welche die Gestalt von Menschen annehmen oder zumindest sich als diese verkleiden (siehe "Der Flüsterer im Dunkeln").


Und da ist auch noch der T-1000 aus "Terminator 2": Der gestaltenwandelnde Killerandroid war und ist einfach eine Ikone und kann als modifizierter Doppelgänger auch sehr gut in SF-Rollenspielen Verwendung finden.

Gaia: Auf Gaia könnten Doppelgänger als Kirathus, als seelenlose Maschinenwesen IOs oder auch als Geschöpfe der Zhaiarac-Alchemisten sein.

Cimorra: Hier könnten Doppelgänger als Dämonen, Shoggothenlords oder andere, bizarre Lebewesen vorkommen.

The Black Galaxy: Neben den erwähnten "Modellen" von Gaia und Cimorra kann natürlich hier auch der Cyberassassin eingesetzt werden. Ich stelle mir dabei zum Beispiel auch eine Art Waffe vor, bei der Hunderte von T-1000 Cyborgs mittels Torpedos auf einen Planeten abgefeuert werden. Nach dem Aufschlag sickern die Maschinenwesen aus den Torpedos heraus und beginnen, die Herrscher des Planeten zu assimilieren. Ist dies gelungen, kann der Planet einfach übernommen werden.


Dragonne & Dragon Turtle



Ich will gar nicht so sehr auf den Drachenlöwen oder Löwendrachen oder sonst wie eingehen, denn es handelt sich dabei nur um eine Abart der Chimäre. Ebenso die Drachenschildkröte, die auch als eine Art Mischwesen definiert und behandelt werden kann. Also nix neues und nichts besonderes. 
Gehen wir also weiter...


Bei den folgenden beiden Wesen reicht es im Grunde aus, mich selbst noch einmal zu zitieren: [Weltenbau] EDO in WS&S/P-Settings

Dryad



Dryaden werden oft als scheue, weibliche Baumgeister dargestellt, was aber recht langweilig ist. Interessanter wird es, wenn sie sich nur als solche tarnen und ich wahrheit blutlüsternde und boshafte Geisterwesen sind.
"Mir fallen da zum Beispiel die Dryaden und Baumschrate ein, wie sie in der Warhammerwelt dargestellt werden:
Knorrige, bösartige Baumdämonen, welche ihren Wald gegen Eindringlinge jedwelcher Art verteidigen. So zumindest eine Möglichkeit. Eine weitere Version wären zum Beispiel der Baumdämon aus "A Chinese Ghost Story", der sich in Form einer alten Hexe oder einer dämonischen Zunge manifestiert und niedere Geister dazu versklavt, Beute für ihn anzulocken. Alternativ könnten sie auch niedere Wesenheiten im Dienste von Shub-Niggurath, der Grünen Gottheit oder andere, entsprechender Mächte." - Selbstzitat


Auch denke ich gerade an die Baumgeister aus "Tomb Raider 2". Auch gäbe es die Möglichkeit, die Dryaden als eine Art Volk zu sehen, welches zum Beispiel die Elfen ersetzt.

Gaia: Auf Gaia gibt es Dryaden im Alten Wald. Diese sind Geister, welche dem Herrn des Waldes und seinen Druiden dienen und den Wald vor unerlaubten Eindringlingen schützen. Da ich aber in den letzten Jahren viel an dem Konzept des Alten Waldes herumgefeilt habe, kann es sein, dass sich da noch Einiges ändern wird. Daher sind die Info eher mit Vorsicht zu betrachten.

Cimorra: Auf Cimorra könnte ich mir Dryaden sehr gut als Kreaturen von Shub-Niggurath vorstellen, welche einen Schrein der Göttin bewachen oder als ihre Boten fungieren.

The Black Galaxy: Dryaden können hier die Bewohner einer reichhaltigen Dschungel- oder Waldwelt sein. Vielleicht auch irgendwelche dämonische Kreaturen aus dem Äther oder einer anderen Dimension, welche Bäume als Portal verwenden. Die Möglichkeiten hier sind - wie immer - sehr umfangreich.


Dwarf



"Auch bei den Zwergen gibt es mehr Möglichkeiten, wie man sie in die Sword & Sorcery übertragen kann, als nur barttragende Axtschwinger. Obwohl man auch diesen, recht bekannten Aspekt der Zwerge gut in die Sword & Sorcery übertragen kann. Hier kann man schön das stereotype Bild der Zwerge aufbrechen und diese als kleinwüchsiges Äquivalent zu den Menschen hernehmen. Zwerge können sehr gute Barbaren, Pfadfinder, Piraten oder auch Gladiatoren abgeben und sich so von dem all zu klassischen Bild der Bergwerkers lösen.
Eine andere Version für Zwerge wären zum Beispiel die Tcho-Tcho, die Miri Nigri und ähnliche Völker des Cthulhu-Mythos.Wie schon bei den Halblingen erwähnt, ist der Cthulhu-Mythos voll mit kleinwüchsigen Völkern, die im Verborgenen agieren, ihre finsteren Götter anbeten, ihnen Menschenopfer darbringen oder sich von Menschenfleisch ernähren." - Selbstzitat

Ich glaube, ich muss dem kaum noch was hinzufügen. Zwerge sind meiner Meinung nach sehr flexibel und können so genial angepasst und modifziert, dass es richtig Spaß macht, sich neue Varianten des kleinen Volkes auszudenken.

Gaia: Auf Gaia gibt es recht klassische Zwerge, mit allem was dazu gehört. Also auch Bergwerke und Äxte und Zwergenbier. Aber auch mit Technomanten, Golems und Gattlingkanonen. Desweiteren gibt ers noch unterschiedliche Zwergenvölker mit eigenen Kulturen und Sprachen.

Cimorra: Hier sind Zwerge eher degenerierte Menschen, kannibalistische Pygmäen oder halbmenschliche Mischwesen, ähnlich den Tcho-Tcho oder den Miri Nigri.

The Black Galaxy: Hier gilt wieder das Prinzip: "Alles ist möglich!"  

Mittwoch, 26. September 2012

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.


Im Voraus erst einmal eine schlechte Nachricht: Auf Grund von Veränderungen im RL werde ich kaum noch in der Lage sein, so regelmäßig zu posten wie in letzter Zeit. Zudem habe ich auch zur Zeit einen recht hohen Schreibtrieb, weswegen ich auch lieber meine Energie ersteinmal darauf einsetze. Aber meine Monsterphilorunde behalte ich auf jeden Fall bei. Und so kommen wir auch schon zu dem Buchstaben...


-D-

-Teil 1-

Anmerkung: Da "D" ein sehr umfangreiches Kapitel ist und neben einzelnen Kreaturen noch aus 4 Gruppen (Demon, Devil, Dinosaur und Dragon) beseht, möchte ich nur erwähnen, dass ich diese Gruppen heute auch nur als Gruppe behandle und höchstens exemplarisch einige Individuen nenne. Alle restlichen D-Kreaturen behandle ich dann ab Teil 2.
Demons & Devils


Bei den Dämonen hat D&D eine ganze Palette an monströsen Viechereien für jede Kragenweite zusammengestellt. Ob nun die übermächtigen Dämonenprinzen wie Demogorgon, Juiblex oder Orcus, die unterschiedlichsten Dämonen der Stufen 1 bis 5 bis hin zu den nichtigen Manes, so wird doch für jede Stufe was geboten. Bei den Teufeln ist es im Grunde auch nicht anders.
Aber das ist es eben! Dämonen als EP-Lieferanten? 
Hallo!? Gehts noch?!
Bei den Devils, also Teufeln ist es ja da gleiche Spiel. Ok, bei einem Setting ala "Diablo" wäre diese Vorgehensweise durchaus ok und da D&D ja doch recht offen gestaltet ist passt es ja auch irgendwie. Aber trotzdem rollen sich mir bei dem Gedanken die Zehennägel hoch. Ich finde Dämonen (und auch Teufel) sollten eher etwas Mythisches, Gefährliches, Bizarres und Fremdartiges haben und das haben die D&D-Vertreter dieser Sippe nun mal leider nicht. 

Ich muss gestehen, dass ich Dämonen und Teufel früher in der klassischen Gestalt sehr mochte. Ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich z.B. bei Warhammer immer das Chaos als Armee gespielt habe. Und ich habe früher schon immer mit einem "Diablo"-artigen H&S-Setting in meinem Kopf gespielt. Aber dazu kam es nie. Hat sich halt nie ergeben.
Meine Faszination für Dämonen und Teufel wurde auch durch das Planescape-Setting verstärkt. 


Allerdings fixierte ich mich da schon eher auf die wilde und bizarre Mischung des Settings und der Fokus auf die Dämonen und Teufel ging verloren. Und als ich dann Lovecrafts Kreationen kennenlernte, war es ohnehin um mich geschehen. Fortan interessierte mich das ein christlich angehauchtes System überhaupt nicht mehr, sonder das kosmische Grauen in alle seiner Schönheit hat mich gefangen genommen.

Und genau das ist der Punkt!






Der Mythos veränderte meine Sichtweise über die Dinge, frischte sie auf, erweiterete sie um neue Aspekte. Desweiteren gab es da noch ein nettes Büchlein von - Oh ja! Schreckt auf! - DSA! Das Mysteria Arkana:



Dort gibt es schöne Beschreibunge zu den Dämonen Aventuriens, die aber nicht alle mit Kampfwerten ausgestattet sind und somit auch einen anderen Zweck erfüllen. Sie deinen dem Spielleiter, aber auch den Spieler als Werkzeug. Ebenso wie es mit dem Mythoskreaturen im "Cthulhu"-Rollenspiel geschieht, kann man auch hier Dämonen beschwören und mit ihnen Pakte und Bündnisse eingehen, um ihre besonderen Eigenschaften zu nutzen. Dadurch wird der Dämon/Teufel nicht nur auf eine Gegnerklasse herunter reduziert, sondern erhält Fülle und Charakter. Und genau so mag ich es in meinen Settings.
Wie schon gesagt: In gewissen, sehr gradlinigen Bereichen haben die D&D-Dämonen/Teufel ihre Berechtigung, aber man sollte entweder versuchen ihnen eine opulente Tiefe zu geben oder sie durch neue, interessantere Individuen ersetzen.

Gaia: Gaias Dämonen/Teufel sind die Kirathu, aber auch gleichzeitig Engel, Elementare und vieles mehr. Diese Wesen sind zumeist gestaltlos, können aber zum Beispiel, nach ihrer Beschwörung in ein Objekt, ein Element, ein Tier oder eine Person fahren und diese ihren Willen aufzwingen. Mehr noch können Kirathus eine eigene Gestalt haben, welche aber durch die Vorstellungskraft der Personen, welche sie erblicken, definiert wird (Ich muss das noch im offiziellen Text ändern! Das gefällt mir zu gut!) und so ihr dämonisches Aussehen erlangen. Es gibt keine Dualität, vielmehr Rivalität zwischen den Kirathus an sich und man kann sie sich durch Beschwörung und Einkerkerung zu nutze machen. Zum Beispiel als Energiekern einer Elementarbatterie und als ein an einen Armreif gebundenes Feuerelementar. Huzza!
Cimorra: Hier sind Dämonen/Teufel Geister aus dem Jenseits, Tote, die keine Ruhe finden, oder andere böse Geister eben. Aber auch bizarre-alieneske Kreaturen fallen unter diese Definition. Tatsächlich kann sehr vieles auf Cimorra als Dämon/Teufel bezeichnet werden. D&D-Dämonen/Teufel, die sehr gut nach Cimorra passen, wären: Juiblex, Orcus, Succubus, Vrock, Hezrou, Glabrezu, Marilith, Balor sowie Erinyes, Eisteufel, Lemuren und der Pit Fiend. Auf Cimorra könnten Dämonen/Teufel zum Beispiel auch als Götter angebetet werden. Auch durch magie belebte Statuen, die auf das Aussehen der genannten Dämonen/Teufel basiert, könnte Verwendung finden.
The Black Galaxy: Und hier ist wohlgemerkt wieder alles erlaubt. Aber trotzdem sollte man sich davor hüten, Teufel wie z.B. Dispater oder Asmodeus zu verwenden. Auch wenn TBG schon mal recht trashig sein darf, so braucht es keine Klischeeteufel. Vielmehr könnten Dämonen/Teufel auch mächtige Alienrassen darstellen. Eisteufel gäben zum Beispiel interessante Alienkreaturen für eine Eiswelt a la "Hoth" ab.


Dinosaurs



Dinosaurier sind toll! Also, ich mag Dinos. Außer jetzt einer kleinen "Jurassic Park/King Kong"-Fanboyattacke, haben Dinos einen gewaltigen Vorteil: Es gab sie schonmal. Das macht sie auch so als Tierart in RPG-Settings so beliebt. Diese nostalgische Erinnerung an diese Urzeitgeschöpfe plus die Frage, wie es wäre, wenn es sie noch gäbe, sind die Quellen dieser Beliebtheit. Dinos werden dann immer sehr gerne als Reittiere, Transportiere oder eben als wilde, blutrünstige Räuber dargestellt. 


Dinos eignen sich für unzählige Settings: Fantasy, Sci-Fi, Horror, Sword & Sorcery/Planet oder Pulp und bieten eine Menge Abwechslung, auch wenn sie "nur" Echsen sind.

Gaia: Durch unsere Überlegung, die Flora & Fauna stark durchdacht zu gestalten, bieten sich Dinosaurier - wenn auch in abgewandelter Form - sehr gut für Gaia an. Denn hier gilt einfach die Devise: "Die gab es schon mal!" und somit sind sie eine Lebensform, die durchaus Gaia-geeignet ist.
Cimorra: Ganz dickes Ja! Schließlich ist Cimorra eine Sword & Sorcery-Welt mit einem durchaus pulpigen Charakter. Schaut man sich mal die Conan-Comics so an, so hat Conan es durchaus mit Dinosaur... Pardon Drachen und Monster aus der Hölle zu tun. Außerdem denke ich, dass Dinos eine gute Basis für eine Tierwelt auf Cimorra darstellen könnte, da ich eine Tierwelt, die zu sehr an unsere eigene, aktuelle angelegt ist, für Cimorra ohnehin ablehne.
The Black Galaxy: Und auch hier gilt wieder das Motto: "Everything is possible!" Dinos in space? Why not!


Dragons




Die Teilnamensgeber von D&D. Drachen. Die altbekannte Geschichte von der teuflischen Riesenechse, die Feuer speit, fliegen kann, mit dem fetten Hintern auf einem Goldberg sitzt und am liebsten Jungfrauen frisst. Ach ja: Philosophische Diskussionen führen und Magie anwenden auch noch.
Hab ich noch was vergessen?

Ja: Ich kann diese "intelligenten" Drachen nicht ausstehen. Warum sollten sie reden oder Magie anwenden können? Dahinter sehe ich keinen Sinn. Gut, bei "Dragonheart" gab es so seine Momente, aber muss gleich jeder Drache so eine Laberbacke sein, wie Fuchur aus der "Unendlichen Geschichte"? Und wer sagt, dass Drachen immer rießige Flugechsen sein müssen??

Auch dies kann ein Drache sein.


"A Chinese Ghost Story 2" machte es uns vor. Zum Schluss erschien ein riesiger Tausendfüßler als gewaltiger, ja fast Sandwurm-artiger Drache. Apropos Sandwürmer: Die würden auch gute Drachenersazstoffe abgeben. Oder vielleicht fliegende Rochen? Oder die Hetzenden Schrecken oder die Shantaks aus dem "Cthulhu"-Mythos. Natürlich wären auch Riesenschlangen oder Dinosaurier gut als Drachen zu verwenden. Von zu groß geratenen Leguane und Komodowaranen ganz zu schweigen. 
Es müssen nicht immer rote, feuerspeiende Riesenechsen sein, die jedes Klischee erfüllen, was man nur erfüllen kann. Statt einem solchen Drachen könnte auch ein rießiger, feuerspuckender Tausendfüßler erscheinen. Die Möglichkeiten sind da schon sehr umfangreich.

Gaia: Hier müssen wir ganz exakt nach magische und nichtmagische Kreatur unterscheiden. Nichtmagische Drachen könnten von den oben genannten Beispielen stammen - naja, nicht alle - oder von der Dinosaurierschiene kommen. Es gibt auf Gaia zudem die Charkishra, welche lebende Magie sind und jede Form annehmen können. Diese wurden eine zeitlang wie Drachen gehandelt, doch haben sie nun eine eigene Art von Existenz erlangt. Trotzdem könnte sich einer von ihnen schon tarnen und als Drache das Umland unsicher machen. Aber dies wird eher nicht vorkommen.
Cimorra: Wie bei Gaia passen nach Cimorra auch keine magiebrabbelnde Riesenechsen mit schlechtem Atem, sondern auch eher dinosaurierartig, tierhafte Wesen, die vielleicht ein oder zwei Vorteile gegenüber anderen Echsen haben.
The Black Galaxy: Auch hier gilt - ähnlich wie bei den Dinosauriern - "Everything is possible!" Aber: Sprechende und magieanwendende Riesenechsen sind auch in den unendlichen Tiefen des Kosmos nicht unbedingt passend. Dieser Punkt sollte einfach bedacht werden.
Fertig mit D, Teil 1. Teil 2 wird dann in Bälde folgen. Stay tuned!

Dienstag, 18. September 2012

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

-C-
Carrion Crawler


Und wieder ein echter D&D-Klassiker. Eine schöne, fette, tentakelbewehrte Raupe mit einer betäubenden Wirkung, wenn man mit ihren Tentakeln in Kontakt kommt. Der Aaskriecher, wie er auf deutsch heißt, ist eine recht multible Kreatur. Auf der einen Seite eignet er sich wunderbar bei klassischen H&S als netter und relativ einfacher Gegner, der aber dem Setting/Dungeon/whatever eine besondere, eben klassische Atmosphäre gibt. Auf der anderen Seite könnte die Kreatur auch ganz gut in den Cthulhumythos als irgendeine aasfressende Alienbestie verwendet werden. Immerhin bietet er einige Aspekte, die gut in diese Richtung passen. Tentakel zum Beispiel. 
Auch könnte man den Aaskriecher optisch etwas anpassen. Zum Beispiel könnten man aus der Raupe auch eine höchst hässliche Riesenratte machen, welche in der Kanalisation herumkriecht und nach Kadavern sucht:

Auch eine tierhafte Ghoulabart könnte hierfür Verwendung finden, ohne dass man die Werte groß ändern müsste.
Gaia: Da die Flora und Fauna Gaias ja immer etwas bodenständiger sein sollte, sollte auch der Carrion Crawler entsprechend aussehen. Dabei denke ich nun wirklich eher an den toxischen Rattenmutanten, der im Untergrund großer Städte oder in ihrem Kläranlagen und Sammelbecken zu finden ist oder evtl. auch auf ihren Leichenäckern. Auch eine Ghoulvariante könnte auf Gaia durchaus möglich sei.
Cimorra: Hier würden alle drei von mir aufgeführten Varianten ohne Probleme ins Setting passen.
The Black Galaxy: Im TBG-Universum würde ich die Urfassung des Monsters befürworten, da es am Besten zu dem Weird-SF-Setting passt. Und ich kann mir schon richtig gut vorstellen, wie dutzende Crawler durch die Eingweide gewaltiger und verfallener Space Hulks krabbeln.


Catoblepas





Basierend auf eine äthopische Legende - und wahrscheinlich einfach nur eine Fehlinterpretation beim ersten Kontakt mit einem Gnu - ist der Catoblepas eine jener Kreaturen, mit denen ich in ihrer aktuellen Form nichts anfangen kann. Ob es an der Unförmigkeit liegt, an der Vermischung zu vieler Elemente oder einfach an dem doch etwas bescheuerten Aussehen weiß ich nicht. Aber bis dato konnte ich mit dem Ding nichts anfangen. Allerdings...
Sucht man unter Google mal nach dem Catoblepas, so findet man bei der Bildersuche einige interessante Varianten des Themas. Diese reichen von Riesenwildschweinen über Büffel mit Wildschweinköpfen bis zu den folgenden Exemplare:

Die Frage, die ich mir dabei stelle ist, ob der Catoblepas überhaupt und unbedingt als Monster behandelt werden muss oder ob man vielleicht sogar eine Variante als "harmloses" Rudeltier ohne tödlichen Blick machen könnte und sollte. Alternativ könnte man auch den Catoblepas dem Behemoth oder dem Leviathan gleich setzen und ihn wie eine epische, gottgleiche Monstrosität gleichsetzen. In dem Fall möchte ich aber auf den Hinweis von James Raggi in seinem "Random Esoteric Creature Generator" hinweisen, Monster am Besten nur einmalig einzusetzen, um so die Spieler mit immer neuen Kreaturen effektiv zu überraschen.

Gaia: Ich mag die Idee der Rudeltiervariante, denn sie würde sehr gut zu Gaia passen.
Cimorra: Auch hier würde, trotz der bestehenden Möglichkeit, dass der Catoblepas über einen tödlichen Blick verfügen könnte, zu der Gaia-Variante tendieren, obwohl auch die monströse Bestienversion bestimmt interessant wäre.
The Black Galaxy: Pfff... Siehe Gaia oder Cimorra. Ich sags ja, der Catoblepas ist nicht so mein Favorit.


Centaur

Die Knuddeltiermenschen... Naja, so kommen sie mir manchmal vor. 
In meiner Betrachtung kommten die Zentauren eigentlich nur für Cimorra und TBG in Frage, denn auf Gaia haben sie einfach nichts zu suchen. Dazu später mehr.
Zentauren stelle ich mir immer als barbarische, wilde Kreaturen vor. Stolze, aber auch grausame Nomadenstämme, die von einem Ort zum Anderen reisen, sich von dem ernähren, was sie finden und jeden Feind mit brutaler Waffengewalt niedermachen. Sie sollten als animalische, stolze und barbarische Kreaturen dargestellt werden, denn nur so entfalten sie ihr komplettes Potential. In der griechischen Mythologie werden Zentauren auch als "...unbeherrschtes und lüsternes Volk bezeichnet...", ein Aspekt, der in den Jahren irgendwie in Vergessenheit geraten ist.
Davon mal abgesehen finde ich auch immer Zentauren als Spielerrasse unnötig. Zumindest möchte ich keinen Charakter mit einem fetten Pferdearsch spielen, der in einem engen und verwinkelten Dungeon überall damit hängen bleibt.
Auf der anderen Seite... Wer sagt, dass der Unterleib eines Zentauren auch der eines Pferdes sein muss?? Sie könnten auch eine ähnliche, unpferdige Form haben, wie z.B. die Ahoggyá oder die Tinalíya von Tekumél:



Gaia: Nein! Einfach nein! Sie passen einfach nicht ins Konzept von Gaia. Allerdings gibt es zum Beispiel Golems in Zentaurenform, die als Reit- oder Zugtiere verwendet werden. In einer anderen, nicht-pferdischen Fassung könnte es vielleicht Zentauren geben. Vielleicht... Sehr, sehr, sehr vielleicht...
Cimorra: Wie schon gesagt: Als eine wilde und ungestüme Barbarenrasse, welche die Steppen unsicher macht, kann ich sie mir gut vorstellen. Aber eben nicht als Spielerrasse oder als halbelfischer Baum- und Blumenkuschler. In der anderen Fassung ala Tekumél könnte ich mir die Zentauren auch ganz gut vorstellen.
The Black Galaxy: Es gibt bestimmt Welten, auf denen es Zentauren geben könnte, aber nicht als Raumfahrer. In der alternativen Fassung hingegen könnte ich sie mir auch sehr gut als raumreisende Rasse vorstellen.


Cerebral Parasite
 
Psienergiefressene Mikroben sind schon ziemlich cool und in dem richtigen Setting kann man mit ihnen eine Mordsspaß haben. Allerdings fände ich es fast noch lustiger, wenn die Parasiten als Nebenwirkung für Halluzinationen und dererlei Dinge sorgen würden. Entweder würden die Psioniker langsam in den Wahnsinn getrieben werden oder die befallen Psioniker können ihre Kräfte nicht mehr kontrollieren und verpassen ihren Mitmenschen ein paar ordentliche Halluzinationen. Somit könnte man sehr schön "Event Horizon"-artige Szenarien erschaffen und, wenn ich mich richtig erinnere, gibt es auch einige Star Trek Folgen, die auf einer ähnlichen Basis fundieren.

Gaia: Durchaus könnte es Gehirnparasiten auf Gaia geben. Hier sind sie wahrscheinlich eher unsichtbare Kirathus, die sich von dem Mana der Sterblichen ernähren und sie so langsam schwächen und/oder in den Wahnsinn treiben.
Cimorra: Hier wird es schon schwerer, denn ich kann mit nicht so richtig vorstellen, wie ich die Parasiten hier vernünftig unterbringen könnte. Vielleicht eine Falle einer uralten Zivilisation, welche "Einbrecher" mit den Parasiten infizieren, um sie so zu vertreiben und zu vernichten. Aber das ist jetzt nur ein schwammiger Gedankengang.
The Black Galaxy: Dass die Parasiten hier sehr gut funktionieren, habe ich ja im Prinzip oben schon geschrieben. So könnten infizierte Psioniker ganzen Schiffsmannschaften auslöschen oder verseuchte Navigatoren die Raumschiffe an falsche Stellen in dem Raum schicken oder langsam die Mannschaft in den Wahnsinn treiben. Auch könnte ich mir vorstellen, dass ein komplette Psi-Chor infiziert und somit zu einer Bedrohung für einen ganzen Planeten werden könnte. Die Anzahl der Möglichkeiten hier ist bestimmt enorm.
 
 
Chimera


Bei der Chimäre will ich jetzt nicht auf die Einsatzmöglichkeiten der "klassischen" Form eingehen, sondern mal auf einen anderen Punkt eingehen. Die Chimäre ist ja ein Mischwesen, geschaffen durch die Kraft von Magiern, Göttern oder ähnlichem. Ist die Chimäre eine magisch erschaffene Kreatur, so wird die Sache interessant. Ich muss da immer an die Chimärologie von DSA denken, wo eine Chimäre ein schwarzmagisch erschaffenes Mischwesen ist und damit jede Form von Monster abdeckt. Hier finden man nicht die klassische Chimäre vor, sondern dafür mehrere andere, interessante Formen, wie z.b. die Hydronier oder den Bombarad-Moskito. Auch Harphien, Minotauren und Mantikoren werden über diese Schiene abgehandelt, was - ganz einfach gesagt - genial ist. 
Diesen Aspekt würde ich, in egal welchem Setting, beibehalten, denn er erklärt sehr schön die Erschaffung von Monstern und gibt ihnen einen oft tragischen Hintergrund (siehe Harphien oder Mantikoren) und sie erscheinen nicht wie eine Laune der Natur oder einfach einem EP-Lieferanten.

Gaia: Unter dem Aspekt, dass Chimären magisch oder künstlich erschaffene Kreaturen sind (man könnte auch sagen gentechnisch), dann gibt es sie auf jeden Fall auf Gaia. Es gibt so zum Beispiel auch Menschen, die sich während eines magischen Rituals mit einem Element vereinen und so eine Art Halbelementar werden.
Cimorra: Auch hier möchte ich gerne Chimären mit magischen Hintergrund haben. Natürlich können sie auch als übermächtige Monster, die von einer höheren Macht geschaffen wurden, erscheinen. Aber grundlegend mag ich eher die DSA-Version.
The Black Galaxy: Siehe Gaia/Cimorra.
 
 
Cockatrice
 
 
Der Cockatrice oder auch geflügelte Basilisk (siehe Buchstabe B) ist ein sehr klassisches, mittelalterliches Monstrum. Nach dem Prinzip der Chimäre könnte man diese Kreaturen ganz einfach erklären. Doch im allgemeinen finde ich das Monster an sich eher langweilig. Ich verweise diesbezüglich höchstens auf meinen kleinen Gedankengang von letzte Woche über die Weiterentwicklung von Monstern.


Couatl

 
Die fliegende, gefiederte und göttliche Schlange stammt aus den südamerikanischen Legenden und steht bei D&D für eine Kreatur der positiven, göttlichen Mächte. Naja, warum auch nicht.
 
Ähnlich wie bei den Cockatricen bin ich nicht so der Fan von diesen Kreaturen. Früher, in meiner RPG-Jugend, als ich noch der Verfechter der Dualität von D&D war, hätten diese Wesen sehr gut in mein Weltbild gepasst. Aber ich hab sie nie gebraucht. Und ich glaube auch nicht, dass ich je eine intelligente, magische Flugschlange brauche. Würde man sie auf ihre rein tierischen Elemente herunterreduzieren, wäre sie für mich schon etwas interessanter, um sie z.B. als einen Ersatzdrachen oder eine Alternative zu einem Flugsaurier bei Cimorra zu verwenden. Oder vielleicht als seltenes Tier, dass irgendwo in den Dschungeln und Wäldern haust. 

Gaia: Auf Gaia brauche ich eine Couatl eigentlich nicht. Wie schon oben gesagt vielleicht als seltenes Tier, das in den Dschungeln des Südens zu Hause ist und dem einige Wilderer an die kostbaren Federn wollen. Ansonsten brauche ich diese Kreatur nicht auf Gaia.

Cimorra: Auch, wie schon oben gesagt, könnte ich mir die geflügelte Schlange als Ersatz für einen Drachen oder einen Flugsaurier vorstellen.

The Black Galaxy: Gut, bei der Größe der Galaxis und all ihrer Dimensionen, Parallelwelten und Ebenen, könnte es die Couatl in ihrer Originalform geben. Ob ich sie aber jemals einsetzen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Fertig mit C. D wird dann in Bälde folgen. Stay tuned!