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Dienstag, 21. Januar 2014

[Sonstiges] Gutes neues Jahr!

- Schauen wir mal...

Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder bei euch. Ja, es hat etwas gedauert und die Gründe hierzu langen unter anderem im RL, sowie auch einfach darin, dass auch nicht so richtig wusste, worüber ich schreiben sollte. In der Zwischenzeit hat sich aber ein bisschen was angesammelt, worüber man etwas sagen könnte.

Das Games-Workshop-Drama
Gleich zu Beginn des neuen Jahres kam ein Schlag in die Magengrube nach dem anderen aus dem Vereinigten Königreich: Umstellung des White Dwarf, teilweise Ausrottung von Warhammer Fantasy und 40k Völkern/Armeen sowie die Schließung von GW-Landeszentralen, wie unter anderem auch die Deutsche, als Reaktion auf den Wertverlust der GW-Aktie.

Tja, was soll man dazu noch sagen?

Dass der Börsengang von GW ein Fehler war, ist irgendwie klar. Wenn ein Unternehmen, dass seinen Hauptwirkungsbereich in einem doch immer noch sehr speziellen Hobbygebiet hat, eine so kommerzielle Richtung einschlägt und den Börsenweg geht, kann einfach nur schief laufen. Die Antwort waren die schon fast legendären, extremen Preiserhöhungen, die wahrscheinlich teuerste Werbebroschüre aller Zeiten (White Dwarf) und eine zum Teil sehr lieblose Designpolitik. Über manche Brocken, die in letzter Zeit rausgekommen sind, wundere ich mich noch immer.

GW hat nun mal einen Schuss vor den Bug bekommen. Die Reaktion ist aber irgendwie eher, dass man die Mannschaft vom sinkenden Schiff wirft und einfach mal auf dem Kamikazekurs bleibt.

Was wird das für mich bedeuten?
Wie schon gesagt: Diese Meldungen waren für mich ein Schlag in die Eingeweide. Ich bin seit meinem 12. Lebensjahr - also seit gut 22 Jahren (Ja, ich bin alt!) - so etwas wie ein GW-Jünger. Ok, früher mehr als heute, weil damals kannte man halt noch nicht so viel, außer HeroQuest, StarQuest und die Claymore Saga bzw. später eben dann Warhammer Fantasy und 40k. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Blicke über den Tellerrand dazu, aber ich blieb dem 40k-Setting treu. Daher würde ich mich eher als 40k- statt GW-Fan bezeichnen. Seit ich massive Umbauten für Inq28/I-Munda mache, mische ich gerne Miniaturen aus anderen Firmen wie Reaper, Heresy, Hasslefree oder von Warmachine/Hordes mit GW-Bits und Bits diverser anderer Hersteller.
Die Begründung dafür ist eigentlich ganz klar: Das 40k-Universium ist einfach verdammt groß und bietet sehr viele Möglichkeiten für neue Elemente.
Meine Bitzbox ist...nennen wir sie...umfangreich...sehr umfangreich. Mit ihr, diversen Bitzhändlern und eben Produkten von Drittherstellern und einem gewissen Mut zum Umbauen ist mein Hobby erstmal auf lange Sicht hin gesichert, auch wenn der Worst Case in Form von einer Schließung von GW eintreten sollte - was ich aber auch nicht wirklich glaube.

Egal, wie sich die Sache in Nottingham nun weiter entwickeln wird, hinterlässt sie bis jetzt einen fahlen Nachgeschmack in meinem Magen. Die erste Handlung meinerseits als Reaktion auf die Umstellung des White Dwarf habe ich nun gestern unternommen und mein Ladenabo gekündigt.


Weltenbaustellen - Oder: Warum meine Kreativität manchmal ein Arsch ist...

Ja, meine Kreativität ist einfach manchmal ein Arsch.
Ein Riesenarsch.
Ein gewaltiger Riesenarsch.

Warum?
Weil sie immer genau dann anspringt, wenn ich sie nicht brauche bzw. sie springt dann immer in die falsche Richtung. Will ich was für Gaia machen, denke ich an Sci-Fi. Will ich was in der Richtung SF/Near-Future machen, geht mein Hirn in Richtung Pulp. Und so weiter. Und so weiter.
Dadurch sind in letzter Zeit viele kleine Projekte oder Ideen aufgekommen, die sich gerade einmal über eine Handvoll Seiten erstrecken und dann recht bald ein modriges Notizendasein fristen (siehe letzten Post).

Ähnlich ist es auch im Moment mit unseren Rollenspielfortschritten. Ich glaube, letztes Jahr hatten wir höchsten 10 Stunden gespielt, was an sich schon mal erschreckend ist. Vor ein paar Tagen kam mir die Idee für ein Urban-Fantasy-/Horror-Szenario und, vor ein paar Tagen, hatte ich voll Bock darauf. Ja, vor ein paar Tagen eben.
Als am Sonntag meine Freundin mich darauf angesprochen hat, hatte ich so überhaupt keine Lust darauf gehabt. Hätte sie mich hingegen in die Richtung Pulp-Fantasy angesprochen, wäre ich eher Feuer und Flamme gewesen - von der Tatsache mal abgesehen, dass ich eigentlich total müde war und ohnehin dann erstmal ein warme Nische auf dem Sofa gesucht hatte.

Irgendwie befinde ich mich gerade in dieser "Hätte - Wäre - Könnte"-Stimmung, was mir aber auch nicht gerade dabei hilft, sowohl meinen weltenbastlerischen wie auch meinen rollenspielerischen Schweinehund in den Arsch zu treten.
Und dann sieht man noch solche Videos wie das angehängte und kommt sich dabei alt, verbraucht und irgendwie siechend vor:



Seltsam, dabei sollte die Wirkung des Videos genau eine andere sein. Manchmal liefert eine gute Saat doch recht seltsame Blüten...

Es hat aber auch viel mit der Erwartung zu tun. Was man selbst erreichen will, was andere von einem erwarten. Scheiße, ja, das baut einen ordentlich Druck auf und als ob es nicht schon genug Stress durch das RL geben würde, so kommt so noch der Hobbystress noch dazu. Gnnn... Teufelskreis...

Erwartungen sind auch ein Arsch!


Aber lassen wir das Rumgeeiere, das Gemecker, das Gegrummel und Geknotter! Ja, es musste mal raus! Aber nun ist gut!


Heiße Eisen

Wie schon gesagt: Mir spuken allerlei Settings im Kopf rum und, wie ich bei meinen Überlegungen (siehe letzten Post) bemerkt habe, gibt es zwischen diesen Brocken immer wieder Ähnlichkeiten und Parallelen. Sprich: Ich könnte einiges an Energie sparen, wenn ich mich auf einige wenige Settings beschränke.
Trotz dieser von mir selbst auferlegten Beschränkungen, spuken mir doch wiederum einige Ideen im Kopf rum:

1. Hohlwelt
Ja, ihr habt richtig gelesen. Seit geraumer Zeit geistert durch meinen Kopf eine Idee für eine Hohlwelt. Naja, was heißt Idee. Eigentlich ist es eher eine Melange aus "Hollow Earth Expedition", "Space 1889" und einigen Elementen, die ich bis dato dort vermisst habe. Die Idee kam mir bei der Überlegung, HEX lieber mit D&D-Regeln zu spielen, was ja an sich keine größere Sache ist. Und so sind einige abgefahrene Ideen in meinem Schädel hinzugekommen.
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich mich mit Cimorra verratzt habe. Damit meine ich, dass ich Cimorra vielleicht zu clean gemacht habe, was ich auf der einen Seite ganz gut finde, wenn man Cimorra mehr als reine Sword & Sorcery-Welt betrachtet. Wenn ich aber an den Urgedanken von Cimorra zurück denke, ist davon nicht mehr viel übrig geblieben.
Ja, es ist ein zweischneidiges Schwert. Eine innerliche Streitfrage.
Vielleicht ein Cimorra-Reboot? Mal wieder? Oder was komplett anderes? Irgendwie dachte ich dabei an folgende Karte für eine Hohlwelt:


Ich könnte mir denken, dass es von dieser Hohlwelt aus Portale gibt, welche von den Atlantern, die Lemuriern oder den Mu geschaffen wurden und zu anderen Welten führen.

Ich mag die Idee. Ich mag das gesamte Konzept der hohlen Erde.
Mal schauen, wie ich damit verfahren werde.

2. Charybdis-Subsektor
Dahinter befindet sich schon eine wesentlich konkretere Idee und zwar ein Gebiet der 40k Universums, welches ich als Hintergrund für meine Inq28/I-Munda Umbauten verwenden will. Der Subsektor wird nicht all zu groß werden. Lediglich ein paar Welten und einige Besonderheiten. Insgesamt soll er eher ein verschlafener Teil der Galaxis sein, der dadurch aber ins Augenmerk von Chaoskultisten, Herätikern und Aliens rückt. Und somit ist er ideal für Hintergrund für Aktionen der Inquisition und anderen, teils zwielichtigen Organisationen des Imperiums.
Auf die Art und Weise kann ich wenigstens ein paar Fliegen mit einer Klappe erschlagen:

1. Ich hab endlich mal ein SF-Setting, bei dem ich mir über den tieferen Hintergrund keine Gedanken mehr machen muss.
2. Ich kann zwei Hobbys miteinander verbinden (Weltenbau und TTG).
3. Und ich kann viele Elemente kleinerer Settings hier in ein Paket zusammenpacken, ohne dass es seltsam wird. Evtl. würde sogar Cimorra als Barbarenwelt hier reinpassen.


Wie schon gesagt, ist das alles noch ein bisserl auf dem Niveau eines Hirngespinstes. Aber alleine die Tatsache es hier niedergeschrieben zu haben, gibt mir das Gefühl, diese Ideen doch vielleicht mal erst zu nehmen.

So, das wäre es erstmal wieder mit einem Lebenszeichen von mir. Wenn ich mal wieder Zeit habe, schreibe ich mal wieder was.

Bis dahin

LG
Logan

Donnerstag, 28. Februar 2013

[GW-News] Warhammer: Chaosdämonen

Dieses Mal fasse ich mich echt kurz, denn aus meiner Sicht der Dinge, gibt es bei diesem Release - bis auf eine Box - nichts, was mich interessiert. Ich brauche keine Herolde und auch keine Streitwägen bzw. Schädelkanonenharleys from Hell.
Die einzige Box, die ich hoch interessant  finde, sind die Seuchendrohnen des Nurgle:

Irgendwie haben die drei was recht Nettes an sich und ein gewisses Umbaupotential, wenn man mal die Reiter ignoriert.
Erstes würde ich mal eine der Forge World Blight Drones kopieren. Statt den Flügeln ein paar Triebwerke und am Unterleib eine nette Kanone rangebaut und fertig ist sie. Und im Verhältnis zum Forge World Original wesentlich günstiger.



Die zweite Idee wäre den Kopf durch ein Strang Tentakel auszutauschen und so einen wirklich fetten und widerlichen Mi-Go zu basteln. Mit Bitz von den Tyranniden sollte das kein Problem sein.
Die letzte Idee wäre eine etwas andere Cthulhu- bzw. Variante seiner Brut. Tintenfischkopf und ein paar andere Flügel und schon hätte man einen nette, uralte Boshaftigkeit.

Wie schon gesagt: Mit dem Rest weiß ich nicht viel anzufangen. Wer mal einen Blick darauf werfen möchte, kann es hier tun: Games Workshop.
Auf der anderen Seite bin ich irgendwie auch froh, dass nicht so viel interessante Modelle von GW zur Zeit erscheinen. So kann ich auch mal einen Blick auf die Modelle anderer Firmen werfen.

Donnerstag, 31. Januar 2013

[GW-News] Warhammer: Krieger des Chaos

Zwei Punkte im Vorraus:
  1. Seit 2 Wochen ärgere ich mich mit einer Sehnenscheidenentzündung rum. Um sie langsam loszuwerden, tippe ich alles mit der rechten Hand. Aber insgesamt ist der Zustand sehr unbefriedigend, weswegen ich versuche mit kurz und bündig zu fassen.
  2. Und ob ich es diesmal wieder schaffe, mich nicht über die Preise aufzuregen, weiß ich nicht.
Also, fangen wir mal mit dem ganzen Drama an:

Schlächterbestie/Mutalith-Wandelbestie


Aber ich versuche echt mal was Gutes in der Sache zu finden. Während ich die Schlächterbestie echt langweilig finde, ist das Mutalithending nicht vollkommen verkehrt. Hat ein wenig was Cthulhoides und gäbe vielleicht einen netten Megaendboss für Inq28 oder eine richtig fette Mutantenbrut für Inq54 ab.


Drachenoger

Drachenoger gehören zu den ältesten lebenden Kreaturen der Welt. Sie sind unsterbliche Wesen, die nur in der Schlacht sterben können, monströse Geschöpfe, die sich nur im Namen der Zerstörung erheben. 

Noch ein Flop. Ich finde die Modelle der Drachenoger sehr unschön. Passen einfach nicht zusammen irgendwie. Aber das war schon immer so. Auch die alten Drachenoger fand ich sehr kontrovers und hab sie mir auch für meine Krieger des Chaos nie zugelegt.


Chaos-/Blutbestienstreitwagen



Chaos-Streitwagen sind mehr als nur Kriegsmaschinen; sie sind Status- und Machtsymbole. Gezogen werden sie von einem Paar riesiger Schlachtrosse, die durch den korrumpierenden Einfluss der Mächte des Chaos zu widernatürlichen Größe angeschwollen sind. Blutbestien-Streitwagen sind noch schwerer und standhafter als andere Chaos-Streitwagen. Kein normales Tier wäre stark genug, um solch ein gewaltiges Kriegswerkzeug zu ziehen, weswegen sie von einer Blutbestie in die Schlacht gezogen werden - einer muskulösen Kreatur, die für ihr brutales Temperament bekannt ist.

Während der normale Streitwagen so überflüssig wie ein Kropf ist, denn immerhin gab es ja schon die ganze Zeit einen, so interessant gestaltet sich der Blutbestienwagen. Aber hier finde ich wieder, dass man mal wieder eine x-beliebige Kreatur erfunden hat, die nur dem Zweck als Zugtier dient. Dabei könnte ich mir die Blutbestien als ganz guten Ersatz für Moloche für nicht dämonische Armeen vorstellen oder als eine Rotte, die von einem Bestienbändiger wie lebende Rammböcke ins Schlachtfeld getrieben werden.
Insgesamt ist die Box aber mit am Interessantesten, da sie einige nette Bitz (Champion, die Blutbestie, Kutscher)


Verstoßene

Verstoßene sind schäumende Wahnsinnige, die heulen und schreien, während sie blindlings auf die feindlichen Reihen zustürmen; dabei peitschen ihre mutierten Gliedmaßen wild umher, ihre aufgerissenen Kiefer schnappen zu wie die von heißhungrigen Bestien.

Erstmal das Positive: Die Bitzdichte der Box ist echt umfangreich. Egal, ob man sie nun als Verstoßene, zum Pimpen von normalen Chaoskriegern, für besessene Chaos Space Marines oder mutierte Chaos Kultisten verbastelt, die Box wäre dafür schon sehr gut geeignet.
Das Negative ist der Preis: 10 Minis für 40€ ist echt ein Wort. Auch wenn es 6 Gussrahmen und diese randvoll mit Bitzen sind, so ist dies schon irgendwie ein schlechter Scherz. Gut, im Vergleich zu der Deathwingbox vom Vormonat (5 Minis für 45€) geht es, aber dafür sind sie doch etwas einfacher gestaltet. Also, eher Geschmacks- und Geldsache.
Ein paar neue Chaosbarbarenmodelle mit einer noch wilderen Berserkeroption oder mal ein paar Chaosvalkyren wären mir viel lieber gewesen.


Die Charaktermodelle sind - meiner Meinung nach - alle für die Katz. Der Chaostroll ist gnadenlos überteuert (50€, Fail...ähm...Finecast), der Plastikgeneral ebenfalls. Diesbezüglich beziehe ich mich gerne auf den Space Marine Captain, der zwar auch aus Plastik ist und auch 20€ kostet, aber dafür nicht statisch ist und viel mehr Bitz zu bieten hat. Und der 21€ teure Finecast-Magier fällt auch im Vergleich zu seinen günstigeren Plastikvettern stark ab.

Fazit:
Das neue Material für die Krieger des Chaos geht für mich in eine falsche Richtung. Sie erinnern mich immer mehr an fleischgewordene Dämonen als an wilde Horden aus dem Norden, die mit Unterstützung der Chaosgötter in die Alte Welt einfallen. Daher fände ich mehr Krieger, mehr Barbaren/Valkyren, mehr bodenständigere Reitbestien und vielleicht auch mal sowas wie Vikingerschiffe oder etwas ähnliches viel interessanter als diese teilweise viel zu dämonischen Elemente. Naja, vielleicht kommt ja noch was. Vielleicht teilt man die Krieger des Chaos dann noch in Chaoskrieger und Barbarenhorden auf, damit man noch einen Codex verkaufen kann.

Montag, 7. Januar 2013

[GW-News] Warhammer 40k: Dark Angels

Gutes neues Jahr! - Erstmal so ganz offiziell! Die Feiertage sind rum und um wieder etwas Energie zu verbrauchen, poste ich mal wieder ein bisserl was. Zu Beginn des neuen Jahres gleich mal wieder ein echter Brocken: Die Games Workshop-News.

Bevor ich aber über die einzelnen Bausätze was sage, will ich erstmal zwei Sachen loswerden:
  1. Ich werde mich nicht mehr über die Preise aufregen. Das hat ohnehin keine Sinn mehr. Stattdessen will ich mich lieber auf die Bausätze an sich und ihre Moddingmöglichkeiten beschränken.
  2. Diese Trennung der Space Marine Orden in unterschiedliche Codizen finde ich etwas zwiespältig. Denn es sind immer noch Space Marines und man könnte es mit einfachen Erweiterungen zum Hauptcodex viel angenehmer und logischer aufziehen als ständig komplett neue Codizien aufzubauen. Zumindest fände ich es logischer. Aber lassen wir das. Meine Codex-Kaufzeiten sind ja vorbei.
Und nun zu den Details: 

Darktalon/Nephlim-Jäger des Ravenwing



Der Darktalon des Ravenwing unterstützt seine Verbündeten auf dem Boden. Er ist die vielleicht tödlichste Waffe im Arsenal des Ravenwing und spielt eine Schlüsselrolle bei der ewigen Jagd der Zweiten Kompanie.
Die Hauptaufgabe des Nephilim-Jägers besteht im Abfangen feindlicher Lufteinheiten und in der Herstellung von Luftüberlegenheit über dem Schlachtfeld, damit sich die Ordensbrüder auf Bodenziele konzentrieren können, ohne Luftangriffe fürchten zu müssen.

Man nehme: Einen Stormtalon, klebe noch ein paar Flügel daran und baue noch ein paar tabernakelartige Aufbauten drauf und fertig ist der neue Jäger. Hmm... Sehr einfache Lösung. Zu einfache Lösung. Zum einen finde ich diese Talon-Jäger überhaupt eher unpassend zu meiner Vorstellung des 40. Jahrtausends - und dies machen ein paar gotisch Details auch nicht besser. Zum anderen finde ich diese ständigen Neuentwicklungen der imperialen Waffentechnologie sehr zwiespältig. Denn sonst hat man immer davon gehört, dass die Technologie recht festgefahren ist und Neuentwicklungen eher skeptisch betrachtet werden, aber die Space Marines bekommen ständig neue Spielzeuge in die Hand gedrückt. Ich finde dies irgendwie seltsam. Gut, auf der einen Seite könnte man sagen: "Es sind die Space Marines. Die Elite der Menschheit. Die dürfen das!" Aber dann frage ich mich, warum das Design immer cleaner und mehr SF-lastiger wird als es im Fluff zu 40k propagiert wird. Irgendwie will das nicht so recht passen. Und der Kontrast zwischen dem eher kühlen und gradlinigen SF-Design und dem Gotischen unterstreicht diese Aussage noch mehr. Und: Was bitteschön ist eine Risskanone, wie sie im Beschreibungstext auf der GW-Seite erwähnt wird? Hätte nicht einfach eine fette Sturmkanone, ein synchronisierter Laser oder, wie es scheinbar bei den neuen Dark Angels Sitte geworden ist, eine Plasmakanone besser gewesen? Stimmungsvoller? Logischer? Nö, scheinbar nicht. Scheinbar musste was neues rangekleistert werden. Hm. Naja. Wer's braucht.
Ich fühle mich irgendwie nicht so wohl mit dem Jäger, wüsste aber auch nicht so recht, wie man es besser machen könnte. Vielleicht wären ein paar eher gotisch anmutende Landungsschiffe, ein paar gepimpte Landspeeder, die Rückkehr der Jetbikes oder vielleicht auch fliegende/schwebende Cybots besser für Space Marines geeignet als irgendwelche Jagdmaschinen. 
Für Umbauten fällt mir hier eigentlich nix ein. Vielleicht könnte man was aus dem tabernakelartigen Kirchenteilen was machen. Aber der Rest...pff... Keine Ahnung.

Apropos gepimpte Landspeeder:

Landspeeder Vengeance/Darkshroud

Der Landspeeder Vengeance hat seinen Wert auf dem Schlachtfeld wieder und wieder unter Beweis gestellt, denn er kann mit den schnellsten Fahrzeugen des Ravenwing Schritt halten und gleichzeitig vernichtende Salven aus seiner tödlichen Plasmasturm-Batterie abgeben.
Von allen archaischen Relikten, die von der Legion der Sühne im Gefecht eingesetzt werden, ist der Darkshroud das vielleicht sonderbarste. Jene, die nahe an ihn herankamen, die dunkle Aura spürten, die ihn umgibt und es überlebten, um davon zu berichten, sind darob auf immer verstört.

Unter "gepimpte Landspeeder" habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Auf jeden Fall nicht so eine Wackelschüssel. Welcher halbwegs normale Geist baut eine Kanzel soweit vorne auf die Spitze des Fahrzeugs und verleiht ihm dadurch ein so instabiles Äußeres? Man hat das Gefühl, dass er einfach nach vorne überkippen würde. Auch die zusätzlichen Triebwerke und der Geschützturm des Vengence bzw. der "psychoaktive" (*kopfkratz*) Schrein des Darkshroud machen die Sache nicht besser oder stabiler. Irgendwie passt hier gar nichts zusammen. Schade irgendwie. 
Umbautechnisch hat das Ding auch nichts, was mich an Bitzen reizen würde oder was man daraus machen könnte.

Deathwing-Kommandotrupp/Terminatortrupp/Deathwing-Ritter




Der Großteil der Ersten Kompanie setzt sich aus Terminatortrupps zusammen, unermüdlichen Kriegern, welche die Reihen ihrer Gegner mit Sturmboltern hinwegfegen, während sie in Nahkampfreichweite vorrücken. Die hochrangigsten Mitglieder des Inneren Zirkels werden manchmal von einem Kommandotrupp der Ersten Kompanie begleitet. Eine solche handverlesene Formation der erfahrensten Deathwing-Terminatoren stellt eine hervorragende Einheit dar; sie sind ideal als Leibwache oder für besondere Missionen geeignet. Deathwing-Ritter dagegen bieten einen imposanten Anblick, denn in ihnen lebt das Abbild des Löwen selbst fort; auch sie verkörpern eine stille Stärke und eine verhüllte, jedoch fühlbare Würde.

Nach den beiden Fahrzeugflops endlich mal was Interessantes auf weiter Flur. Dieses neuer Terminatorenset hat einiges an sehr coolen Gimmicks und Spielereien, die man wunderbar für Umbauten verwenden kann. Von der Unterarmplasmakanone über die Energiehellebarde und dem Schwertträger hin zu den Räucherstreitkolben schwingenden Deathwingrittern mit ihren großen Energieschilden hat das Set einiges an Potential. Auch sehe ich einige schöne Ideen, die man durch die Kombination mit anderen Terminatorensets, allen voran den Grey Knights, erzeugen könnte. Dabei denke ich an sehr epische Inquisitoren im Stil von Lord Hector Rex (siehe unten) oder auch an einen mächtigen Skitarri, den man eine Gravitonkanone, die man aus der Plasmakanone gefertigt hat, ins Schlachtfeld tragen lässt. Die Möglichkeiten sind da sehr umfangenreich und sehr offen.

Daher sind diese neuen Terminatoren für mich ein Pflichtkauf, den ich bei der nächsten Gelegenheit erledigen werde.

Ravenwing-Kommandoschwadron
 

Jene, die im Ravenwing lange genug überleben, erreichen die nächste Stufe der mobilen Kriegsführung. Wenn sie die Sieben Riten des Raben bestehen können, werden sie in den Kreis der Schwarzen Ritter eingeführt, den Inneren Zirkel der Zweiten Kompanie. Kommandoschwadronen auf Bikes bestehen aus erfahrenen Schwarzen Rittern des Ravenwing, die sich als schnelle, mobile Leibwache um einen motorisierten Offizier formieren oder andere Spezialmissionen ausführen.

Hier bin ich sehr gespaltener Meinung. Zum einen bietet dieses Set eine Menge an interessanten Bitzen wie z.B. die Crovus-Hämmer, Schwerter oder auch eine sehr interessante Energiekeule, die mich irgendwie an aztekische Obsidianschwerter erinnert. Zum anderen war es das aber auch schon. Der Rest ist eher belanglos und - für meine Zwecke - unbrauchbar. Sicherlich würde ein Ravenwing-Anhänger oder auch ein Freund der White Scars mit dem Set seine Freude haben. Mit etwas Bastelarbeit könnte ich mit die Biker auch sehr gut als Mitglieder der Blood Ravens oder der Blood Angels vorstellen. Aber das war es auch schon.

Zu den Einzelminiaturen gibt es auch nicht viel zu sagen. Die eine Hälfte ist ja nur ein Finecast-Re-Release, eine Neugestaltung einer alten Mini und nur eine Neue. Aber keine von ihnen reißt mich jetzt von den Socken.

Fazit
Wie in den letzten Monaten auch: Ein Bausatz, der wirklich interessant ist und der Rest ist eigentlich für die Katz. Naja, mich stört es nicht. Ist dann immer ein billiger Monat für mich und ich kann mich mehr auf Bitze anderer Hersteller oder auf Ebay-Einkäufe konzentrieren. 
Aber wenn GW so weiter macht und einfach unpassende und uninteressante Modelle auf den Markt bringt, könnten sie früher oder später Probleme bekommen. Mir ist ja klar, welches Zielpublikum (Kids, welche ihren Eltern das Geld aus den Taschen ziehen und von dem alten, wahrlich coolen Hintergrund von Warhammer 40k keine große Ahnung mehr haben) GW hat und das dieses auch auf die neuen Bausätze anspringen wird, doch irgendwann passt die Kosten-Leistungs-Rechnung überhaupt nicht mehr - sie ist liegt ja jetzt schon seit langem im Argen - und dann könnte es doch einiges an Kundschaft gehen, die bei anderen Systemen bessere Miniaturen zu einem besseren oder faireren Preis erhalten. Aber ich wollte ja nicht über das Geld, sondern lieber über das Design reden. Und dieses ist hier auch nicht so besonders. Es fehlt die Düsternis, das Verkommene und die Abgedrehtheit von 40k. Es fehlt der blancheske Wahnsinn dahinter. Gut, dass es =I=-Munda-Fans gibt, welche versuchen, diese Seite von 40k wieder zu erlangen.

Was ich mir eher für die Dark Angels gewünscht hätte:
- Einen Landraider mit kathedralenartigen Aufbau und synchronisierten Plasmakanonen.
- Einen Cybot mit einem mehr gotischen Gehäuse und einem eher ritterlichen Aussehen. Könnte der Sarcophagus eines gefallenen Helden der Dark Angels sein.
- Ein Schrein, der von 4 oder 8 Servitoren aufs Schlachtfeld getragen wird. Vielleicht mit einem Ordenspriester, der noch drauf steht und eine flammende Rede hält. Also eine Art "Chaosschrein" für Space Marines.

Montag, 26. November 2012

[GW-News] Der Hobbit

Ach ja, es ist mal wieder soweit. Der Winter kommt und mit ihm "Der Hobbit". Und in seinem Windschatten natürlich auch das "neue" Spiel von Games Workshop mit dem gleichnamigen Titel. Und so wollen wir uns gemütlich mit Elf und Troll ans Lagerfeuer setzen und den Neuigkeiten aus dem engen Inselreich lauschen...

Der Hobbit: Flucht aus Goblinstadt


Erlebe die Action aus „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" noch einmal. Thorin Eichenschilds Streben, das Zwergenkönigreich von Erebor wiederzugewinnen, führt seine tapfere Zwergenschar - die von dem Hobbit Bilbo Beutlin und dem mysteriösen Zauberer Gandalf dem Grauen begleitet wird - quer durch die weglose Wildnis von Mittelerde.

Die neue Starterbox ist...knallhart gesagt eine Frechheit! Wieso?
56 Miniaturen, ein wenig, sehr schlichtes Gelände und das übliche Regelmaterial für "schlappe 100 €" in der limitierten Edition ist einfach ziemlich heftig. Besonders junge Einsteiger werden hier bzw. ihre Eltern ganz schön geschröpft. Dabei muss man auch daran denken, dass die meisten Minis ja Zwerge, Halblinge und Goblins sind und damit eigentlich recht kleinwüchsig. Also eher nur als halbe Mini zählen. Zudem kommt noch die Tatsache, dass die Zwerge und Jung-Bilbo fürs Erste nur in dieser Box zu erstehen ist, was auch nicht so toll ist. GW will direkt darauf abzielen, dass diese Box zu Hauf über die Ladentheke wandert und mit dem Kommerzf...ähm...Weihnachtsfest im Hinterkopf wird es auch funktionieren.
Die Minis an sich sind nett anzusehen. Besonders gut gefallen mir aber die Goblins und der Goblinskönig, wobei ich da jetzt nicht unbedingt an Herr der Ringe oder ähnliches denke, sondern eher an Imunda/Ing28, wo diese kleinwüchsigen Kreaturen echt eklige Mutanten abgeben würden während der König als fetter, ekliger Megamutant sehr schick aussehen würde. Naja, mal schauen, was mann dann so auf Ebay bekommen kann. 
Das Gelände ist, wie schon gesagt, sehr einfach gehalten und man sollte keine Probleme haben, etwas ähnliches bauen zu können.


Die Trolle


Tom der Troll, William der Troll und Bert der Troll sind riesengroße Raufbolde, die Dörfer überfallen und Reisenden auflauern, um ihren beachtlichen Appetit zu befriedigen. Sie sind stark, zäh und außerordentlich gefährlich.

Wer zum Henker macht eigentlich die deutschen Homepagetexte?!?! Oder ist das Spiel wirklich für Kleinkinder gedacht?!?! Gleich mal den Preis zuerst: 65 € für 3 Plastiktrolle ist schon hart. Gut, ein einzelner Troll von Herr der Ringe lag bei ca. 22 €, aber irgendwie musste ich schon schlucken, als ich das gesehen haben.
Die Trolle an sich sind in der Hinsicht interessant, dass sie, ähnlich wie der Goblinkönig, interessante Grundlagen für große Metamutanten wäre, wenn man sie ordentlich modden würde, aber ob man erst 65 € ausgeben will, ist die andere Frage. Wenn der Preis bei 30 € liegen würde - utopisch, ich weiß - würde ich sofort zu schlagen und damit beginnen, Bitz an sie ran zu pappen. Aber so verzichte ich lieber.


Goblinkrieger





Die Bewohner von Goblinstadt sind verkümmerte, degenerierte Kreaturen, die von allen möglichen Mutationen und Missbildungen betroffen sind. Ihre finstere Erscheinung passt jedoch recht gut, denn sie sind gehässige, böse Kreaturen mit einer Vorliebe für Grausamkeit und Gewalt. Einzeln sind sie weichlich, sogar schwach, als Gruppe überwältigen diese Goblins ihre Feinde mit zahlenmäßiger Überlegenheit und entsetzlichen Gewalttaten.

Die Goblins sind, wie schon gesagt, ganz nette Modelle, mit denen man schon einiges anstellen könnte und daher vielleicht auch ein Blick wert. 30 € für 18 Stück ist zwar auch nicht gerade billig, wäre aber in der Kosten - Nutzen - Rechnung vertretbar.


Jägerorks




Die äußerst beweglichen und fanatischen Jägerorks dienen als Azogs rechte Hand. Sie sind eine erbarmungslose Schar, die vor nichts zurückschreckt, um ihre Beute zu töten.

Die Jägerorks sind optisch nicht schlecht, aber leider - wie die meisten Herr der Ringe-Miniaturen leider etwas feingliedrig. Sonst könnte man sie auch sehr schön für andere Zwecke einsetzen... *hüstel*
Mehr braucht man auch eigentlich im Grunde nicht dazu zu sagen.



Jägerorks auf Düsterwargen




Mit ihren kräftigen Muskeln und dem dicken, verfilzten Fell würden Düsterwarge sogar schon als furchterregend erachtet, bevor man das dunkle Glühen in ihren Augen sähe und begriffe, dass sie von einer finsteren, unheimlichen Macht besessen sind.

Und wieder verstehe ich die Preispolitik von GW nicht, denn 30 € für 6 Reiter ist eigentlich relativ ok. Wenn man dieses Paket z.B. mit den Donnerwolfreitern der Space Wolves vergleicht, haben diese zwar mehr Einzelteile, aber es sind auch nur 3 Modelle und die kosten dann gleich 43 €.

Hallo, GW-Mitarbeiter da draußen! 
Kann mir mal einer von euch mir diese Preispolitik erklären?!?!

Die Minis hingegen sind ok, für mich nur bedingt geeignet.


Und jetzt die Preisfrechheiten des Monats:

Goblinstadt

Goblinstadt ist ein finsteres Königreich, das von einem riesigen, aufgedunsenen Goblinkönig regiert wird. Es ist ein ungepflegtes Reich, das von verkrüppelten, verdorbenen Kreaturen bewohnt wird. Diese Nachäffung eines Hofes mit ihrer grausamen, tyrannischen Art beheimatet tödliche Kreaturen, Höhlenbewohner von unerbittlicher Grausamkeit.

Hier haben wir wieder ein echtes GW-Schnäppchen: Ein paar einfache Plastikplatten, ein paar Stängelchen, die man auch aus Gussrahmenreste hätte zusammenbasteln können und fertig ist der neue Goblinstadt-Geländebausatz für sagenhaft günstige 45 €!!! 
Muss man da noch ein Wort dazu verlieren???
...
Naja, ok. Doch noch einen kurzen Satz: Auch wenn der Bausatz eine preisliche Frechheit ist und man eher überlegen sollte, wie man so etwas selber bastelt, so ist diese Leitern- und Plattformenidee nicht schlecht. Besonders für...Ja! Imunda/Inq28! Was sonst! Man könnte damit ein schönes, archaisches Minenspielfeld erschaffen! Aber, wie schon gesagt: Nicht für den Preis! Da bekomme ich 2 40k-Gebäude dafür, die man schön ausschlachten kann.


Der Weise Rat



Der Weiße Rat ist Saurons Hauptgegner während der mittleren Jahre des Dritten Zeitalters und vielleicht die größte Versammlung von Weisheit und kriegerischem Heldenmut dieses oder jedes anderen Zeitalters. In der Schlacht ist der Weiße Rat beinahe unübertroffen - seine Raffiniertheit und Beherrschung von Sprüchen und magischer Kraft ist derart, dass jeder, der sich ihnen entgegenstellt, Täuschung oder völlige Vernichtung riskiert.

60 € für 4 Modelle, welche der Herr der Ringe Spieler bestimmt schon längst in seiner Sammlung hat?!?! Also, da versucht man schon irgendwie die Kiddis, welche damals bei HDR noch nicht mit dabei waren, abzugreifen. Gut sind die Figuren schon, aber der Preis für schwammig und oft löchrige Finecast-Qualität ist nicht besonders fair. Also, Kinners, lasst die Finger davon!!!
Über die restlichen Minis will ich kaum noch etwas sagen, denn da regt man sich echt nur noch sinnlos auf.


Fazit: Was bringt uns "Der Hobbit"? Für den Neueinsteiger bei HDR/DH einige nette Minis für einen unverschämten Preis und für den Veteranen nur wenig Interessantes und den Vorteil, einiges schon in der Sammlung zu haben.
Und was bringt es mir? Zum einen die Erkenntnis, dass ich zum Glück mit den HDR-Spielen mich optisch kaum anfreunden konnte und zum anderen doch ein paar Minis, die ich gerne auf meiner Schlachtbank hätte. Naja, schauen wir mal, was man so auf den Ebay-Bitzbörsen so alles finden wird.

Montag, 29. Oktober 2012

[GW-News] Krieger des Chaos

Neuer Monat, neue GW-Veröffentlichungen. Wir bleiben beim Zeichen des Chaos und widmen uns diesmal den neuen Kriegern des Chaos für Warhammer Fantasy:

Schädelbrecher des Khorne
"Nur jene Chaosritter, die sich völlig rückhaltlos dem Herrn des Gemetzels verschreiben und ihm ganze Berge aus Schädeln darbringen, sind dazu bestimmt, Schädelbrecher zu werden. Sie kennen keinerlei Gnade und egal, wohin sie gehen - immer hinterlassen sie eine Spur aus gebrochenen Leibern und einen Fluss von vergossenem Blut."
Man nehme: Ein paar Moloche des Khorne, also jene, die schon bei den Zerschmetteren des Khorne von Zerfleischern geritten wurden, und ein paar Chaoskrieger, welche dem Khorne geweiht sind und schon hat mein eine neue Einheit. Da macht man sich doch einiges sehr einfach. Zwar sehen sie nicht schlecht aus, aber wirken trotzdem wie eine Mischung aus den Boxen der Chaosritter und der Zerschmetterer. Und der Preis von 46 € für 3 Plastikmodelle tut sein übriges.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Für Imunda/Inq28 sind die Schädelbrecher an sich nicht zu gebrauchen. Vielleicht haben sie ein paar interessante Bitz, die man wiederverwenden kann, aber das war es auch schon.
Würde ich noch aktiv Chaos Space Marines spielen, so würde ich für meine Khorne-Armee bestimmt mir eine Box zulegen und diese als Khorne-Biker oder ähnliches verwenden.


Höllenjäger des Slaanesh
 

"Höllenjäger verehren die Qual; sie jagen vom Rücken unglaublich schneller Dämonenpferde aus und kämpfen, um Schmerz und Verzweiflung zu verursachen. Ihre tödlichen Treffer landen sie gezielt an Stellen, die den qualvollen Moment des Todes bei ihren Opfern möglichst lange hinauszögern."
Höllenjäger wirken genauso wie die Schädelbrecher: Man nehme zwei Boxen (Chaosbarbarenreiter & Jägerinnen des Slaanesh) und baue daraus eine neue Einheit. Also auch nichts wirklich besonders aufregendes. Es gibt aber ein paar nette Bitz, wie z.B. die griechisch angehauchten Helme (siehe Bild 2), mit denen man auch gut einige Slaanesh-Charaktermodelle basteln könnte. Ansonsten sind diese "Seepferdchenreiter" aber eher unspektakulär.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Wie oben schon gesagt, könnten oben ein-zwei interessante Bitze dabei sein, aber dafür 26 € auszugeben halte ich für unnötig. Dann lieber noch ein paar normale Chaosbarbarenreiter geholt und diese ausgeschlachtet. Hat man mehr davon.


Kriegsschrein des Chaos

Endlich mal ein Plastikbausatz in diesem Moment, nachdem man sich die Finger ableckt. Die Idee von dieser Sänfte, die von zwei verkommenen Kreaturen getragen wird und randvoll mit interessanten Details ist, finde ich einfach großartig. Und ich glaube, ich werde hier gerne mal die 46 € für die Box ausgeben. Vielleicht ist der Schrein nicht jedermanns Geschmack, aber im Vergleich zu den oben genannten Boxen oder den immer wieder und wieder kommenden Re-Releases finde ich diese Monstrum doch schon mal recht interessant und innovativ.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Die Box ist randvoll mit genialen Bitzen, welche man sehr gut für Imunda/Ing28 hernehmen kann. Der Chaospriester könnte z.B. einen sehr schicken Kultistenführer abgeben. Auf dem Schrein gibt es eine Statue und einen Alter, welche je perfekte Missionsziele darstellen und die beiden riesenhaften Träger sind mit etwas Umbauten eine nette Verstärkung für jede Mutantengang. 
Auch könnte ich mir den Schrein sehr gut auf dem Rücken eines Mumak vorstellen oder mir Chaoshexern bestückt als eine "magische" Land Raider-Variante. 


Scyla Anfingrimm
 
"Scyla Anfingrimm war einst der Fluch der Küstenlande, vom frostigen Norsca bis zum exotischen Ind. Nun, da wenig mehr von ihm übrig ist als ein Berg aus Muskeln und sein unstillbarer Zorn, wird Scyla als Kriegsbestie in die Schlacht gehetzt, und sein einziges Verlangen besteht darin, in Khornes Namen zu töten und zu verstümmeln."
Wo wir es oben von Re-Releases hatten: Scylla hat im November auch eine Recyclingrunde mitgemacht und kommt in einer 3. Auflage wieder. Ob das sinnvoll war...vielleicht. Die alten Modelle von Scyla waren nicht unbedingte Meisterwerke, wobei das neue auch eher Mittelklasse ist und mich eher an eine dämonische Variante von "King Kong" oder vielleicht auch etwas an "Hellboy" erinnert. Allgemein finde ich die Geschichte von Scyla nicht so prickelnd und eher langweilig. Auch passt das Modell nicht so recht in das Muster der Chaosbrut, wie man sie von den Plastikboxen kennt.
Ich kann mich mit der Idee einer Chaosbrut als Charaktermodell nicht so recht anfreunden und daher weiß ich auch nicht so recht, wie ich mit Scyla umgehen soll.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Für Imunda/Inq28 könnte ich mir das Modell als eine wildgewordene Chaosbestie vorstellen und je nachdem, wie groß das Modell ausfällt, wäre er vielleicht auch was für die 54mm Inquisitorfraktion. 
Mit ein paar Umbauten könnte man aus ihm eine vercyberte Kreatur basteln, ähnlich wie X-Ape von Reapers Chronoscope - nur mit dem Unterschied. dass der X-Ape für gerade mal 17$ zu haben ist, während Scyla mit 39 € zu Buche schlägt.


Valkia, die Blutige


"Es heißt, Valkia die Blutige sei die Gefährtin des Khorne selbst. Der schlachtenhungrige Patron verfolgt ihre brutalen Taten und man erzählt sich, dass diejenigen, die sich ihren Segen verdienen, für alle Zeiten in den Hallen des Blutgottes kämpfen werden."
Valkia ist eine groteske Erscheinung. Irgendwie will das Konzept einer Dämonenprinzessin des Khorne nicht so sehr in meinen Kopf rein. Wäre sie ein Slaanesh-Modell, würde ich es eher akzeptieren. Aber Khorne und Brüste passt meiner Meinung nicht so recht zusammen. Andere sind vielleicht da anderer Meinung, wie z.B. der Sänger von "Debauchery": 

Naja, lassen wie die Späße und werden wir wieder ernst.
Neben der Khorne-Psycho-Chick-Story finde ich das Modell nicht so ideal. Die Hörner sind übertrieben groß und das Schild ist auch einfach viel zu wuchtig. Insgesamt finde ich sie sehr unstimmig und würde sie schon fast als "Flop des Monats" betiteln. Der zudem unverschämt hohe Preis von 20,25 € für ein so dürres Modell bestätigt meinen Wunsch, diese Minatur nicht in meine Sammlung aufzunehmen.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Als Umbau könnte ich sie mir gut als gefallene Sororita-Schwester vorstellen, die den Pfad der Tugend und Reinheit verlassen hat und dem Chaos verfiel. Eine lebende Anti-Heilige sozusagen.


Dr. Festus

"Festus ist der Egelmeister des Nurgle. Wehe dem Narren, der seinen Weg kreuzt, denn in seinem Streben, immer abscheulichere Lebensformen in die Welt zu bringen, scheut er sich nicht, seinen Opfern mit Gewalt seine neuesten Gebräue einzuflößen."
Irgendwie erinnert mich die Geschichte von Dr. Festus an Fabius Gallus, der auch Experimente mit Menschen und Space Marines gemacht hat, um neue, bessere Krieger zu erschaffen. Das Modell von Festus ist nett, aber kein großer Wurf. Dieses sargartige Konstrukt auf seinem Rücken wirkt trotz seines eigenen fetten Leibes ziemlich klobig. Auch weiß man nicht so genau, ob er eigentlich nicht eher schon ein Seuchenhüter des Nurgle ist oder doch nur ein stark degenerierte Mensch. Auch hier kann ich nicht so arg viel mit dem Modell anfangen. Schade, eigentlich.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Während das hochgeniale Plastikmodell des Nurglegenerals wunderbares Umbaupotential bietet (ich habe schon selbst zwei diese Modelle umgebaut und denke schon an weitere Umbauten), so fällt mir zu Festus auf Grund seiner Haltung und der ganzen Elemente, die schon an die Miniatur gebaut wurden, keine besondere Möglichkeit ein, wie man was aus ihm machen könnte.


Fazit: Die neuen Modelle für die Krieger des Chaos sind zumeist nur Mittelmaß. Einzig der Chaosschrein sticht in seiner wirklich exotischen und innovativen Form aus der Menge der Langeweile heraus. Auch bei den Charaktermodellen ist nicht viel dabei, was mir einen Harten verpassen würde und daher werde ich mich höchstens auf den Schrein als umfangreiche Bitzquelle spezialisieren und den Rest einfach unbeachtet übersehen.

Freitag, 19. Oktober 2012

[GW-News] Chaos Space Marines

Wie heißt es immer so schön "Man muss sich mal den Frust von der Seele schreiben." Also dachte ich mir, ich mach mal einen GW-News-Comment-Artikel, um mal etwas über die Neuigkeiten von Games Workshop und ihre mögliche Verwendung in Imunda/Inq28 bzw. über Umbaumöglichkeiten zu philosophieren. Also, legen wir los:

Höllendrache der Chaos Space Marines


"Höllendrachen sind geflügelte Dämonenmaschinen, die sich kometengleich aus dem Himmel und Klauen voran auf feindliche Flieger stürzen. Ein Höllendrache genießt es auf grausame Weise, die arglose Luftunterstützung des Feindes mit scharfkantigen Flügeln und runengewappneten Krallen in Stücke zu reißen."
Fangen wir doch gleich mal mit dem Fastflop des Monats an: Der Höllendrache. Die Fangemeinde hoffte auf eine schöne Plastikversion des Helltalon/Hellblades von Forgeworld und was bekam sie? Einen sehr lächerlichen Blechdrachen, der irgendwie so überhaupt nicht zum gesamten Bild der CSM passen will. Unter dem Aspekt "Dämonenmaschine" kann man ihn zwar akzeptieren, aber sein Design ist einfach nicht stimmig. Als krude Erfindung eines Chaoszwergenschmieds fände ich den Höllendrachen ganz cool, aber zu 40k passt er einfach nicht.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Wer ihn mag, könnte ihn als einen extrem mächtigen Endboss einsetzen. Da ich ihn aber nicht mag... 
Für Umbauten fällt mir echt nur die Nutzung als Höllenmaschine bei Warhammer Fantasy ein. Und da muss man nichts daran umbauen. Aber ich bin mal gespannt, wie Umbauten mit dem Höllendrachen aussehen werden.


Schmiedemonstrum/Klauenmonstrum der Chaos Space Marines




"Die Schmiedemonstrum-Dämonenmaschine wurde ursprünglich geschaffen, um den Feinden aus der Ferne den Tod zu bringen. Klauenmonstren dagegen donnern auf den Feind zu wie riesige Angriffsbestien, die man von der Kette gelassen hat. Ihre Augen glühen mit unheilvollem Feuer und aus ihren fangzahnbewehrten Mäulern rinnt ektoplasmischer Speichel."
Hier kommt das genaue Gegenteil des Höllendrachens. Die Schmiede-/Klauenmonstren finde ich sehr cool und stimmig und passen sehr gut als Dämonenmaschinen ins Warhammer 40k Universum. Sie versprühen einen massiven Old-School-Charme und stechen auf eine harmonische Art und Weise aus den Mengen der Chaos Space Marines heraus. Mein Favorite ist dabei das Klauenmonstrum und ich habe da so eine verschwommene Vision von "Pakt der Wölfe" auf 40k vor Augen. Auch hier wäre ein Einsatz als Dämonenmaschine bei Warhammer Fantasy möglich. Wenn schon die Geißel nun offiziell zugelassen wurde, dann sollte es mit dem Schmiede-/Klauenmonstrum auf jeden Fall gehen.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Ein Klauenmonstrum als Endboss eines Imunda/Inq28-Spiels könnte ich mir sehr gut vorstellen. Ich kann schon richtig sehen, wie die Spieler mit ihren Killteams versuchen, die Kontrolle über die Bestie zu erlangen oder sie zu vernichten, ohne selbst ein Opfer des Stahldämons zu werden.
Es gibt bestimmt einige Möglichkeiten, wie man diese Monster umbauen kann. Vielleicht als eine alternative Art von Großem Dämon des Khorne oder als monströses, dämonisches Reittier. Ich stelle mir auch grad eine gewaltige Dämonenmaschine vor, die von zwei Monstren gezogen werden.


Raptoren/Warpkrallen der Chaos Space Marines




"Die grausamen Terroreinheiten, die Raptoren genannt werden, wähnen sich selbst eine Elite unter den Chaos Space Marines. Ihre mordlüsternen Schwärme stehen sinnbildlich dafür, was aus den Sturm-Marines der Verräterlegionen wurde.
Wenn eine Meute Warpkrallen aus dem Warp tritt, wirkt es auf dem Schlachtfeld darunter, als seien dämonische Krieger praktisch aus dem Nichts in feurige, rachsüchtige Erscheinung getreten."
Und wieder neue Raptoren! Immerhin sind sie schon die dritte (???) Auflage der CSM-Sturmtruppen. Dass sie nun endlich aus Plastik sind, finde ich sehr gut. Immerhin sind sie somit angenehm leicht und stehen stabiler auf dem Tisch. Zudem bietet die Box - egal, wie man sie zusammen baut - einiges an Bitz: Waffen, besonders cool designte Kettenschwerter, die Klauen der Warpkrallen oder ihre Verzerrten Helme und Köpfe.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Definitv könnte man ein oder zwei interessante Charaktere mit der Box basteln. In der Kombination mit z.B. den Besessenen könnte man auch eine sehr dämonische Warpkralle mit Lederflügeln bauen. Oder mit den vogelartig verzerrten Helmen könnte man auch einen Veteranen der Emperors Children bauen. Da gäbe es schon einige interessante Optionen.


Aufstrebender Champion der Chaos Space Marines


"Ein Großteil der Organisation und Struktur der ehemaligen Legion oder des ehemaligen Ordens eines Trupps der Chaos Space Marines ist verloren, deshalb folgen die Chaos Space Marines nicht ernannten Sergeants, sondern den stärksten, mutigsten und brutalsten ihrer Brüder. Diese blutigen Krieger trachten danach, in der Gunst der Götter zu steigen und werden deshalb Aufstrebende Champions genannt."
An sich ist der Champion ein schönes Modell und auch die Tatsache, dass er aus Plastik ist, macht in sympathisch. Aber 15,50 € für eine Plastikmini?? Bei Warhammer Fantasy kosten sie ja auch schon 12 €, aber hier wird die Toleranzgrenze schon arg strapaziert und ich muss für meinen Teil sagen: Sorry, aber den brauch ich nicht.

Imunda/Inq28 & Umbauten: Bestimmt könnte man ihn als Charakter bei Imunda/Inq28 verwenden und bestimmt bietet er ein paar interessante Umbaumöglichkeiten oder ist eine nette Bitzquelle, aber bei dem Preis verzichte ich lieber darauf.

Ähnliches gilt auch für den Dunklen Apostel und den neuen Hexer. Zwar sind das Finecast-Figuren, aber trotzdem finde ich sie nicht so gelungen, dass man fast 16€ pro Mini dafür bezahlen soll. Dann lieber mehr Plastikboxen geholt und die Charaktere selber gebaut.
Den Abschuss bildet da aber der Warpschmied, über den ich mich ja schon ausführlich ausgelassen habe und immer noch den Kopf schüttle.


Und nun: Der Flop des Monats!

Mutilatoren der Chaos Space Marines



"Man glaubt, dass die ersten Mutilatoren Terminatoren der ursprünglichen Verräterlegionen waren, die auf Nahkämpfe spezialisiert waren; aber wie so viele, die vom Warp besessen sind, wurden sie zur Inkarnation des mörderischen Verlangens in ihren Herzen."
Diese Nahkampf-Obligatoren sind echt der Abschuss. Die Minis sind nicht irgendwie diabolisch oder dämonisch, sondern einfach nur hässlich. Das Konzept, das auch hinter den normalen Obligatoren steht, ist sehr gut und mach diese Einheiten schon interessant, aber die Minis der Mutilatoren sind einfach so abgrundtief hässlich, dass mir ja schon die Augen bluten, wenn ich sie mir nur ansehen muss. Ne, die sind nix für Papa!

Imunda/Inq28 & Umbauten: Wenn man sie mag - aber wer tut das schon - könnte einen von ihnen auch als eine Art Zwischenboss in Imunda/Inq28 einsetzen, aber nicht mit dem Aussehen. Bei den Umbauten hingegen überlege ich eher, wie man die Mutilatoren darstellen kann, ohne diese Hackfressen nutzen zu müssen. Vielleicht ein paar Chaosbruten mit Extrapanzerplatten, Chaosterminatoren, die nur mit Energiekrallen bewaffnet sind, vielleicht Venatoren der Tyraniden oder Necron Kanoptech-Phantome als Basismodelle, welche man dann noch etwas chaotisch umbaut.

Fazit: Das Release der neuen Chaos Space Marines ist sehr durchwachsen. Einigen sehr guten, aber vollkommen überteuerten Minis stehen teilweise echt der letzte Scheiß gegenüber, der zum einen auf das Setting, zum anderen auch einfach auf die Ästhetik - wenn man beim Chaos davon reden kann - und somit auch auf die Fans vor den Kopf stößt. Als Besitzer einer CSM-Armee mit gut 14.000 Punkten laut Berechnung des 3. Codex gäbe es ein paar Minis, die ich mir für die Armee zu legen würde. Für den Rest bräuchte ich echt Alternativen. Für Imunda/Inq28 ist nicht so arg viel Interessantes, oder sagen wir eher, nicht so viel Notwendiges dabei. Also schauen wir mal, was die Zukunft so bringt und ob sich da einige interessantere Möglichkeiten erschließen.

Montag, 15. Oktober 2012

[Erkenntnis des Tages] Games Workshop spinnt langsam wirklich!


Ok, das ist nix Neues, ABER wenn man 3 - oder eher 2,5 - Forge World Modelle auf eBay für 15,- € bekommt, während der neue Warpschmied von GW direkt 23.- € kostet. 
Gut, jetzt könnte man sagen "Ebay, klar! Ist halt ein Sonderangebot!", ABER wenn man sogar die Orignalpreise vergleicht, bekommt man ein seltsames Gefühl in der Magengruben, denn für das Forge World Set kostet "nur" £20, während der eine Warpschmied gleich mit £18 zu Buche schlägt.
Solomon Lok mit Gefolge von Forge World für £20 (ca. 25,- €)!
Warpschmied von Games Workshop für £18 (23,- €)!

Hallo?!?! Geht's noch?!?!

Bevor ich mir jemals einen Warpschmied holen würde, käme mir lieber noch ein Tech-Marine mit Servitorgefolge ins Haus:

Tech-Marine mit 4 Servitoren für £25.50 (35,- €)
Den Tech-Maine kann man ganz gut in einen Warp-Schmied umbauen, wenn man genug Bitze hat - und die hat man als CSM Spieler bestimmt! Und man bekommt noch 4 Servitoren dazu! Und da alles noch aus Finecast besteht kann man sehr vernünftige Umbauten damit machen!

Ich glaube, ich brauche zu dem Topic hier nichts mehr weiteres zu sagen...

Freitag, 31. August 2012

[Tabletop] WH40k: Sturm der Vergeltung

Normalerweise liegt es mir ja nicht so, ständig über irgendwelche Neuigkeiten aus der TTG-Welt zu posten. Aber die Erscheinung von "Sturm der Vergeltung", der neuen Grundbox von Warhammer 40k zwingt mich fast dazu.

Warum muss ich mal was dazu sagen? 
Ganz einfach: Weil ich im totalem Zwiespalt stehen, was diese Box angeht. Aber fangen wir mal von Vorne an.

Wie allgemein bekannt ist, mag ich Warhammer 40k sehr. Und besonders das Ideenkonstrukt von I-Munda/Inq28, eine erzählerische Scharmützelversion von 40k, hat es mir angetan. Daher bin ich ja immer auf der Suche nach neuem Material für Umbauten von Charakteren und Nichtspielercharakteren. Mit der Verkündigung des Inhalts von "Sturm der Vergeltung" haben da natürlich meine Ohren geschlackert. Insbesondere die Erwähnung des Höllenschlächters und der Chaoskultisten haben da mein Herz höher schlagen lassen.

Höllenschlächter
Chaos Kultisten mit Maschinengewehren 
Chaos Kultisten mit Maschinenpistolen und Nahkampfwaffen
Ich meine, HEY! Es gibt wieder Maschinenpistolen und Maschinengewehre, die man sonst nur noch über Forgeworld für ne Menge Geld hatte bekommen können. Und gerade etwas schwächere Waffen als Bolter, Melter und Co. sind für ein Spiel wie Inquisitor nötig. 
Und der Höllenschlächter ist einfach fett! Dieser Cybot-Mutant als Endboss in eine Mission einzubauen wäre bestimmt ein Highlight.

Soweit die guten Nachrichten, denn: Der Rest der Box ist - für meine Zwecke - eher unnötig. Noch halbwegs im Rahmen liegen die Chaos Space Marines der "Scharlachroten Schlächter". WTF? Naja, egal. Man kann sie noch ganz gut als Word Bearer verkaufen. Besonders der Anführer der Auserkorenen ist ganz gut als Dunkler Apostel zu gebrauchen.

Chaos Space Marine General

Auserkorene
Es gibt aber zwei Punkte, die mich an ihnen etwas stören:

1. Der Aufbau der Chaos-Armee ist irgendwie unlogisch. CSM-Auserkorene und dann Kultisten passt bei Größeren Armeen ganz gut. Aber im Vergleich zu einer reinen Space Marine Armee (wie sie ja noch als Gegner in der Box sind) stinken sie schon irgendwie ab. Entweder hätte man noch mehr Kultisten reinpacken müssen oder noch mindestens einen kleinen Trupp normale CSMs. 

2. So schick wie die Minis sind, aber: Die Box ist eigentlich eine Einsteigerbox und die Minis sind aber so hochdetailiert, dass sich Anfänger echt schwer tun dürften, sie halbwegs vernünftig anzumalen.


Was mir besonders aufstößt sind aber die Space Marines vom Order der Dark Angels.

Kompaniemeister
Skriptor
Death Wing Terminatoren
Taktischer Trupp
Ravenwing Biker Trupp
Also, ich will mal sehr direkt sein: Ich finde es ziemlich ungeschickt, einen sehr spezifisichen Orden in eine Grundbox zu packen. Dadurch werden die Einsteiger gleich in eine Richtung gepresst. Die Dark Angels sind eine sehr ikonische Armee, die zwar ganz gut aussieht, aber einfach zu speziell ist. 

Zum anderen muss ich einfach sagen, dass noch mehr Space Marines für mich einfach zu viel des Guten sind. Für I-Munda/Inq28 sind Space Marines eine echte Elite und da sollten sie nicht in rauen Mengen auftauchen. Auch grundlegend sind Space Marines eben eigentlich eine Eliteeinheit und sollte auch so behandelt werden. Dass es in den 40k-Foren nur noch so vor SM-Armeen wimmelt finde ich echt schrecklich und GW unterstützt diesen Irrsinn auch nocht und supportet diese Armeen am meisten. Damit zerstören sie aber ihren eigenen Hintergrund und auch das ganze 40k-Feeling! Und wenn es so weiter geht, dann muss es bald mal einen neuen Bruderkrieg geben, damit die ganzen SM-Spieler auch mal wieder ein paar Gegner haben. SM-Flooding ist einfach eine Themaverfehlung und eine Verstümmelung des Settings!

Fazit: Was mache ich nun? Wenn ich mir die Box kaufe - und 78,- € ist halt auch mal wieder ein Wort - habe ich gut 50% Minis, die ich einfach nicht gebrauchen kann, wo mir im Grunde nur der Verkauf auf Ebay oder etwas ähnliches bleibt. Ich hoffe aber eher inständig, dass die Cultisten und der Höllenschlächter eine eigene Box bekommen und dann auch einzeln erhältlich sind. Dann könnte ich mir den ganzen Ärger ersparen.