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Montag, 26. November 2012

[GW-News] Der Hobbit

Ach ja, es ist mal wieder soweit. Der Winter kommt und mit ihm "Der Hobbit". Und in seinem Windschatten natürlich auch das "neue" Spiel von Games Workshop mit dem gleichnamigen Titel. Und so wollen wir uns gemütlich mit Elf und Troll ans Lagerfeuer setzen und den Neuigkeiten aus dem engen Inselreich lauschen...

Der Hobbit: Flucht aus Goblinstadt


Erlebe die Action aus „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" noch einmal. Thorin Eichenschilds Streben, das Zwergenkönigreich von Erebor wiederzugewinnen, führt seine tapfere Zwergenschar - die von dem Hobbit Bilbo Beutlin und dem mysteriösen Zauberer Gandalf dem Grauen begleitet wird - quer durch die weglose Wildnis von Mittelerde.

Die neue Starterbox ist...knallhart gesagt eine Frechheit! Wieso?
56 Miniaturen, ein wenig, sehr schlichtes Gelände und das übliche Regelmaterial für "schlappe 100 €" in der limitierten Edition ist einfach ziemlich heftig. Besonders junge Einsteiger werden hier bzw. ihre Eltern ganz schön geschröpft. Dabei muss man auch daran denken, dass die meisten Minis ja Zwerge, Halblinge und Goblins sind und damit eigentlich recht kleinwüchsig. Also eher nur als halbe Mini zählen. Zudem kommt noch die Tatsache, dass die Zwerge und Jung-Bilbo fürs Erste nur in dieser Box zu erstehen ist, was auch nicht so toll ist. GW will direkt darauf abzielen, dass diese Box zu Hauf über die Ladentheke wandert und mit dem Kommerzf...ähm...Weihnachtsfest im Hinterkopf wird es auch funktionieren.
Die Minis an sich sind nett anzusehen. Besonders gut gefallen mir aber die Goblins und der Goblinskönig, wobei ich da jetzt nicht unbedingt an Herr der Ringe oder ähnliches denke, sondern eher an Imunda/Ing28, wo diese kleinwüchsigen Kreaturen echt eklige Mutanten abgeben würden während der König als fetter, ekliger Megamutant sehr schick aussehen würde. Naja, mal schauen, was mann dann so auf Ebay bekommen kann. 
Das Gelände ist, wie schon gesagt, sehr einfach gehalten und man sollte keine Probleme haben, etwas ähnliches bauen zu können.


Die Trolle


Tom der Troll, William der Troll und Bert der Troll sind riesengroße Raufbolde, die Dörfer überfallen und Reisenden auflauern, um ihren beachtlichen Appetit zu befriedigen. Sie sind stark, zäh und außerordentlich gefährlich.

Wer zum Henker macht eigentlich die deutschen Homepagetexte?!?! Oder ist das Spiel wirklich für Kleinkinder gedacht?!?! Gleich mal den Preis zuerst: 65 € für 3 Plastiktrolle ist schon hart. Gut, ein einzelner Troll von Herr der Ringe lag bei ca. 22 €, aber irgendwie musste ich schon schlucken, als ich das gesehen haben.
Die Trolle an sich sind in der Hinsicht interessant, dass sie, ähnlich wie der Goblinkönig, interessante Grundlagen für große Metamutanten wäre, wenn man sie ordentlich modden würde, aber ob man erst 65 € ausgeben will, ist die andere Frage. Wenn der Preis bei 30 € liegen würde - utopisch, ich weiß - würde ich sofort zu schlagen und damit beginnen, Bitz an sie ran zu pappen. Aber so verzichte ich lieber.


Goblinkrieger





Die Bewohner von Goblinstadt sind verkümmerte, degenerierte Kreaturen, die von allen möglichen Mutationen und Missbildungen betroffen sind. Ihre finstere Erscheinung passt jedoch recht gut, denn sie sind gehässige, böse Kreaturen mit einer Vorliebe für Grausamkeit und Gewalt. Einzeln sind sie weichlich, sogar schwach, als Gruppe überwältigen diese Goblins ihre Feinde mit zahlenmäßiger Überlegenheit und entsetzlichen Gewalttaten.

Die Goblins sind, wie schon gesagt, ganz nette Modelle, mit denen man schon einiges anstellen könnte und daher vielleicht auch ein Blick wert. 30 € für 18 Stück ist zwar auch nicht gerade billig, wäre aber in der Kosten - Nutzen - Rechnung vertretbar.


Jägerorks




Die äußerst beweglichen und fanatischen Jägerorks dienen als Azogs rechte Hand. Sie sind eine erbarmungslose Schar, die vor nichts zurückschreckt, um ihre Beute zu töten.

Die Jägerorks sind optisch nicht schlecht, aber leider - wie die meisten Herr der Ringe-Miniaturen leider etwas feingliedrig. Sonst könnte man sie auch sehr schön für andere Zwecke einsetzen... *hüstel*
Mehr braucht man auch eigentlich im Grunde nicht dazu zu sagen.



Jägerorks auf Düsterwargen




Mit ihren kräftigen Muskeln und dem dicken, verfilzten Fell würden Düsterwarge sogar schon als furchterregend erachtet, bevor man das dunkle Glühen in ihren Augen sähe und begriffe, dass sie von einer finsteren, unheimlichen Macht besessen sind.

Und wieder verstehe ich die Preispolitik von GW nicht, denn 30 € für 6 Reiter ist eigentlich relativ ok. Wenn man dieses Paket z.B. mit den Donnerwolfreitern der Space Wolves vergleicht, haben diese zwar mehr Einzelteile, aber es sind auch nur 3 Modelle und die kosten dann gleich 43 €.

Hallo, GW-Mitarbeiter da draußen! 
Kann mir mal einer von euch mir diese Preispolitik erklären?!?!

Die Minis hingegen sind ok, für mich nur bedingt geeignet.


Und jetzt die Preisfrechheiten des Monats:

Goblinstadt

Goblinstadt ist ein finsteres Königreich, das von einem riesigen, aufgedunsenen Goblinkönig regiert wird. Es ist ein ungepflegtes Reich, das von verkrüppelten, verdorbenen Kreaturen bewohnt wird. Diese Nachäffung eines Hofes mit ihrer grausamen, tyrannischen Art beheimatet tödliche Kreaturen, Höhlenbewohner von unerbittlicher Grausamkeit.

Hier haben wir wieder ein echtes GW-Schnäppchen: Ein paar einfache Plastikplatten, ein paar Stängelchen, die man auch aus Gussrahmenreste hätte zusammenbasteln können und fertig ist der neue Goblinstadt-Geländebausatz für sagenhaft günstige 45 €!!! 
Muss man da noch ein Wort dazu verlieren???
...
Naja, ok. Doch noch einen kurzen Satz: Auch wenn der Bausatz eine preisliche Frechheit ist und man eher überlegen sollte, wie man so etwas selber bastelt, so ist diese Leitern- und Plattformenidee nicht schlecht. Besonders für...Ja! Imunda/Inq28! Was sonst! Man könnte damit ein schönes, archaisches Minenspielfeld erschaffen! Aber, wie schon gesagt: Nicht für den Preis! Da bekomme ich 2 40k-Gebäude dafür, die man schön ausschlachten kann.


Der Weise Rat



Der Weiße Rat ist Saurons Hauptgegner während der mittleren Jahre des Dritten Zeitalters und vielleicht die größte Versammlung von Weisheit und kriegerischem Heldenmut dieses oder jedes anderen Zeitalters. In der Schlacht ist der Weiße Rat beinahe unübertroffen - seine Raffiniertheit und Beherrschung von Sprüchen und magischer Kraft ist derart, dass jeder, der sich ihnen entgegenstellt, Täuschung oder völlige Vernichtung riskiert.

60 € für 4 Modelle, welche der Herr der Ringe Spieler bestimmt schon längst in seiner Sammlung hat?!?! Also, da versucht man schon irgendwie die Kiddis, welche damals bei HDR noch nicht mit dabei waren, abzugreifen. Gut sind die Figuren schon, aber der Preis für schwammig und oft löchrige Finecast-Qualität ist nicht besonders fair. Also, Kinners, lasst die Finger davon!!!
Über die restlichen Minis will ich kaum noch etwas sagen, denn da regt man sich echt nur noch sinnlos auf.


Fazit: Was bringt uns "Der Hobbit"? Für den Neueinsteiger bei HDR/DH einige nette Minis für einen unverschämten Preis und für den Veteranen nur wenig Interessantes und den Vorteil, einiges schon in der Sammlung zu haben.
Und was bringt es mir? Zum einen die Erkenntnis, dass ich zum Glück mit den HDR-Spielen mich optisch kaum anfreunden konnte und zum anderen doch ein paar Minis, die ich gerne auf meiner Schlachtbank hätte. Naja, schauen wir mal, was man so auf den Ebay-Bitzbörsen so alles finden wird.

Mittwoch, 19. September 2012

[Film] The Hobbit - Trailer


Sieht gut aus... Vielleicht komme ich doch so langsam wieder in Mittelerd- und Tolkienstimmung...

Montag, 23. Januar 2012

[Film] Der Hobbit - dt. Teaser

Jetzt hat es wieder etwas angefangen zu kribbeln:



Aber ich glaube, ich bin doch noch zu sehr von "Herr der Ringe" übersättigt.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Montag, 20. Dezember 2010

[Philosophie] Megadungeons - Teil 1

Mattepainting von Kazad-dûm von "Herr der Ringe: Die Gefährten"

Keine Angst: Ich habe nicht vor euch in dunkle Zwergenminen zu stecken und euch mit Elfen zu quälen. Statt dessen will ich einfach mal über den Begriff des Megadungeons im allgemeinen und auf Bezug zu Cimorra nachdenken.

Immer wieder hört man in diversen Old-School-Blogs von ihnen: Megadungeons. Tausende von Räumen, Gängen und Kammern über unzählige Ebenen miteinander verbunden und randvoll mit unglaublichen Schätzen und ebensolchen Monstern. Wahnwitzige Abenteurer versuchen sich in diesen zyklopischen Labyrinthen, welche seit grauer Vorzeit Anziehungspunkt vieler dunkler Gestalten geworden sind.
Für mich ist dieses Wort "Megadungeons" ein Reizwort. Da werden die Finger kribbelig, das Wasser läuft mir im Mund zusammen und ich bekomme Lust selbst in diese finsteren Gänge hinabzusteigen. 
Jetzt werden bestimmt einige denken: "Was redet er denn da? Hat noch keinen Dungeon2Go zusammengebracht und da will denkt er schon an Megadungeons?" bzw. meine Freundin wird sich denken: "Megadungeons? Der spinnt doch!" - Diese Reaktion liegt darin, dass sie selber Dungeonhacks hasst - zumindest am Tisch. Aber das ist jetzt Nebensache, oder?

Mein Problem ist, dass ich selber noch nie wirklich die Gelegenheit hatte, selber bei einem P&P-Rollenspiel als Spieler einen Dungeon zu bereisen. Zu Beginn meiner Rollenspielkarriere vor gut 15 Jahren hatte ein Kumpel von mir die Rolle des SL übernommen, da er schon etwas Erfahrung mit Rollenspielen hatte, doch kam es nie zu richtigen Dungeonhacks. Und als ich dann den SL-Part übernahm, verliesen wir immer mehr den Bereich des Hack & Slay und drifteten immer mehr ins Storytelling ab - was ja auch seine Vorzüge hat.
Allerdings vermisse ich einfach die Erfahrung, wie es ist von einem guten SL durch einen Dungeon geführt zu werden. Und hier, mitten im nordbayrischen Nirgendwo, einen guten SL zu finden, der die gleichen Gedanken hegt wie ich oder zumindest die gleichen Vorlieben hat, ist verdammt schwer.
Also bleibt mir nix anderes übrig, mir selber Gedanken darüber zu machen und zu sehen, was geht und was geht nicht.

Meine ersten Dungeonerfahrungen machte ich mit


und kurz gesagt, ich bin immer noch davon begeistert. Immer wieder denken ich an die alten Tage zurück, als meine Freunde und ich stundenlang Orcs verprügelt, Schätze geräubert und Quests erfüllt haben. Der Vorteil an HeroQuest war: Es war simpel, durch die Figuren hatte man einen visuellen Aspekt und man konnte sich rasch ins Spiel einfinden. So wie ich mich an HeroQuest erinnere, so denke ich auch oft darüber nach, wie man das Spiel verändern und modifizieren könnte, ohne z.B. neue, überteuerte Würfel kaufen zu müssen. Aber ich schweife ab.
Aber, ich bemerke, dass es einen gewissen Unterschied gibt zwischen Dungeons bei HeroQuest und bei klassischen P&P-Rollenspielen. Aus irgendeinem Grund ist es unheimlich schwer, die Atmosphäre eines HeroQuest-Hacks auf ein P&P zu übertragen. Daher komme ich zu der wichtigsten Frage aller Fragen:

Was macht einen guten (Mega-)Dungeon aus?
In all den Jahren meiner Rollenspielkarriere habe ich mich immer wieder an einigen Dungeons versucht. Eigene sowie vorgefertigten Abenteuern. Bei all diesen, nennen wir es, Experimenten, gab es doch einmal einen Dungeon, ja sogar ein Megadungeon, der rundum gelungen war. Es handelte sich um eine Zwergenmine in einem klassischen Dungeons & Dragonssetting, welche von Orks und Dunkelelfen heimgesucht wurde. Der Trick, den ich bei dem Dungeon war, dass er aus mehreren einzelnen Teilen bestand und das meiste vieles nur über Beschreibungen statt Kartern ablief. Er bestand nicht aus tausenden und abertausenden Räumen mit Fallen und Monstern, sondern war eher eine Essenz aus dem, was einen Dungeon ausmacht: Action und Abenteuer ohne ewiges Mapping von unzähligen Räumen, die alle gleich aussehen.

Was habe ich daraus gelernt?

 
 Beispiel eines Megadungeons

Sollte ein (Mega-)Dungeon ein gewaltiges Labyrinth aus unzähligen Räumen sein? Oder eher als eine Art Landkarte betrachtet werden, auf der es "Städte" und "Orte" gibt? Sicherlich ist das Geschmackssache und jeder SL muss dies für sich entscheiden.
Meine Entscheidung steht fest und ich denke eher an die Lösung der Landkarte. Mein Plan ist es, wenn ich einmal dazu kommen sollte einen Megadungeon zu entwerfen, ihn eher als einen Ausschnitt der Unterreiche zu betrachten. Er sollte aus mehreren einzelnen Grotten, Höhlen und verborgenen Städten bestehen, welche durch Tunnelsysteme miteinander verbunden sind. Jede dieser Grotten und unterirdischen Städte stellt einen einzelnen Dungeon dar, der je nach Art und Bauweise vielleicht mit oder auch ohne Karte erkundet werden kann. Einige dieser Orte können auch als Basislager für die Helden genutzt werden oder vielleicht sogar von nicht unbedingt gefährlichen oder tödlichen Kreaturen bevölkert werden.
Natürlich kann man dieses Prinzip nicht auf jeden Megadungeon anwenden.

Hiermit beende ich ersteinmal den 1. Teil meiner kleinen Philosophiestunde. Bis zur nächsten werde ich mir noch ein paar Gedanken anderer Old-School-Bastler anschauen und mal gucken, was die so zu dem Thema sagen.