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Donnerstag, 18. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 17 & 18


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!
  • What fictional character would best fit in your group? - Welcher fiktionale Charakter passt am besten in deine Gruppe?

    Es wäre, so glaube ich, einfacher zu sagen, wer nicht in die Gruppe passen würde: Sheldon Cooper. Weil er mir einfach ziemlich schnell auf den Sack gehen würde.

    Ansonsten...keine Ahnung... Ich sage jetzt einfach mal Michael, Dustin, Lucas, Will und Eleven aus "Stranger Things".


  • What innovation could RPG groups benefit most from? - Von welcher Innovation könnten Rollenspielgruppen am meisten profitieren? (Technologische, spielmechanische oder soziale Neuerungen – was verbessert die Spielerfahrung?)

    Das ist eine interessante Frage.
    Ich glaube, dass eine der innovativsten, technischen Entwicklungen von denen eine Rollenspielgruppe profitieren könnte, die Argumented Reality sein könnte. Schaut man sich die Videos an, die von der Vorstellung der Hololens von Microsoft gemacht wurden und zwar die von der Hololens-Version von Minecraft, so könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man so recht gut Dungeons oder einfach auch Szenarien sehr schön darstellen könnte. Gerade eben für Dungeonhacks, wo man normalerweise noch zig Euros für Miniaturen und Dungeonteile ausgeben müsste, um sie richtig atmosphärisch spielen zu können, wäre eine Hololens mit entsprechenden Tools für jeden Spieler eine einmal hohe, aber danach sehr lohnende Anschaffung.

    Ich muss auch zugeben, ich fände mal ein System praktisch, dass komplett ohne Bücher auskommt, sondern nur mit App am PC oder Tablet gespielt wird. Wo auch alle nötigen Tools integriert sind, um einfach überall off- oder online spielen zu können.

    Spielmechanisch finde ich, dass das Cypher System einige interessante Neuerungen in die RPG-Welt gebracht hat. Dass der Spielleiter nicht würfeln muss - außer vielleicht mal auf irgendwelchen Zufallstabellen - und der Einsatz der Spielleitereingriffe finde ich sehr spannend. Gerade, dass dadurch der Spielfluss weniger ins Stocken gerät und dass sich der SL mehr auf das Erzählen konzentrieren kann, finde ich sehr vorteilhaft. Dieser "SL-würfelt-nicht"-Mechanismus hat es ja auch schon in andere Systeme (z.B. Dungeon World) geschafft und ich glaube, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist.


Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

Mittwoch, 22. Januar 2014

[Rollenspiel/Weltenbau/usw.] Erwartungen

Idee und Umsetzung unterscheiden sich oft stark von einander...
Gestern habe ich ja kurz etwas zu dem Punkt "Erwartungen" geschrieben und heute will etwas tiefer in diesen Gedanken eintauchen.
"Es hat aber auch viel mit der Erwartung zu tun. Was man selbst erreichen will, was andere von einem erwarten. Scheiße, ja, das baut einen ordentlich Druck auf und als ob es nicht schon genug Stress durch das RL geben würde, so kommt so noch der Hobbystress noch dazu. Gnnn... Teufelskreis..." 

- Zitat von mir von gestern


Erwartung ist ein echt blödes Thema, gerade dann, wenn man ein kreatives Hobby hat.
Zu Beginn ist da diese Idee, welche sich in ein Konzept verwandelt. Dieser dann schon eher ausformulierte Gedanke entspricht dann dem Erwartungslevel. Der Bundeslade. Dem heilige Gral. Dem Punkt, den man gerne erreichen möchte.
Doch leider sieht die Realität, der Boden der Tatsachen, dann doch immer ganz anders aus.

Das Ideenkonzept, welche das Erwartungslevel darstellt, erscheint in Gedanken vielleicht einfach genial, episch, absolut beeindruckend und cool, doch bei dem Versuch, es auf Papier zu bringen, wird dann die ätherische Schönheit der Gedanken mit harten Realität des geschriebenen Wortes oder des gezeichneten Bildes befleckt. Das Erwartungslevel wurde nicht erreicht, was oft in Frustation endet.

In meiner Geschichte als Weltenbastler fand dieser Prozess der Konzeptionierung eines Erwartungslevels und der letztendlich gescheiterten Umsetzung sehr häufig statt. Dies ist auch ein Grund dafür, warum ich so viele "kleine Projekte" habe. Jedes von Ihnen erleidete den gleichen Durchgang: Idee - Umsetzung - Vergleich Idee mit Realität - Frustration - Einstellung des Projektes.

Dieser leidige Prozess findet aber auch in anderen Bereichen des Lebens und hier spezielle im Hobbybereich statt: 
  • Ein geplanter Miniaturenumbau funktioniert nicht so, wie man es eigentlich wollt.
  • Die Bemalung der Figur sieht nicht so aus, wie man es sich vorgestellt hat.
  • Eine Rollenspielsession läuft nicht so, wie man es geplant hat.
  • Ein Regelwerk funktioniert nicht so, wie man es erhofft hat.
  • usw.


Es gibt im Grunde zwei Formen von Erwartungshaltungen: Die Erwartung, die man sich selber stellt und das, was man von anderen erwartet.

Hat man in beiden Fällen zu hohe Erwartungen, kann dies in Frustration enden. Der Unterschied ist aber, dass es unterschiedliche Methoden gibt, diese Erwartungslevel zu mindern.

Relativ einfach ist es, die Erwartungshaltung gegenüber anderen herabzusetzen. Da man die Handlungen anderer Personen nicht kontrollieren kann, hat man auch keinen Einfluss auf deren Ergebnisse. Sprich: Man ist selber schuld, wenn man riesige Erwartungen z.B. an einen Film, an ein Buch, an ein Rollenspielsetting oder eine Rollenspielrunde als Spieler hat, und dann enttäuscht wird, weil diese hohen Erwartungen einfach nicht erfüllt worden sind. Daher ist es hier wirklich einfacher, nichts zu erwarten und zu versuchen unbefangen an die Sache ran zu gehen. Effektiv wird man dann immer positiver überrascht und ist dadurch zufriedener.

Das größere Problem ist aber, wenn man seine Erwartungen an sich selber versuchen will zu reduzieren, denn da spielen einige Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel: 
  • Was erwarte ich eben von mir selbst?
  • Wie hoch sind meine eigenen Ziele?
  • Wie viele Informationen will ich in mein Weltenbauprojekt stecken?
  • Was muss ich alles machen, damit das Projekt sich zu meiner Zufriedenheit entwickelt?
  • Wie perfekt muss meine Welt sein?
  • Wie detailiert muss mein Regelwerk sein oder welches Regelwerk passt am besten zu meiner Welt?
  • Wie stark beeinflussen sich die Elemente meines Projektes, zum Beispiel Welt und Regelwerk, untereinander?
  • Wie gut bereite ich mich auf eine Rollenspielrunde als Spieler/Spielleiter vor?
  • Und was erwarten meine Leser/meine (Mit-)Spieler von mir?

Gerade der letzte Punkt ist ein echtes Schwergewicht: Was glaubt man, was die anderen von einem selbst erwarten? 

Diese Frage erzeugt eine Kreis, der sich auch auf die anderen Fragen, was die eigenen Ansprüche betrift, auswirkt. Wenn man versucht, einem anderen es recht zu machen, versucht man seine eigenen Erwartungen an die Wünsche des Anderen anzupassen. Bekommt man dabei ein positives Feedback, so hat man den richtigen Weg gefunden; bei einem negativen Feedback geht die Sache wieder von vorne los und der Kreis schließt sich. Das Problem ist hier aber, ob man selbst mit dem Ganzen dann zu frieden ist oder nicht.

Ein einfaches Beispiel:
Ein Autor schreibt einen Urban-Fantasy/Horror-Roman im Stil von "Vampire", der zur Überraschung seiner Leser kein knallhartes Actionfeuerwerk mit coolen Vampiren, barbarischen Werwölfen und lüsternden Feen ist, sondern ein tiefgreifendes Psychodrama über die Problematik der Unsterblichkeit.
Der Autor ist vielleicht mit seinem Werk zu frieden, da es seine Erwartungen erfüllt, wird aber kein Geld damit machen, da seine Leserschaft ihrerseits andere Erwartungen hatte. Natürlich könnte er nun seinen Roman in der Richtung hin korrigieren, um den Geschmack seiner Leser zu treffen, doch ob er dann selbst mit dem Ergebnis zufrieden ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.


Ja, es geht mir ein wenig um die Zufriedenheit. Um die Goldene Mitte, sowohl im Weltenbasteln, im TTG-Hobby und im Rollenspiel.

Hier ist eine schöne Grafik zu dem Thema:


Ich selbst neige immer mehr zu dem "Disappointment", wenn meine idealen Erwartungen nicht wirklich erfüllt werden. Diese Enttäuschungen sind die vielen angefangenen Kleinprojekte, die ich habe. Also jene Welten, die einfach in der verfassten Form nicht das erreicht haben, was ich eigentlich erreichen wollte.
Auf der anderen Seite gibt es dann die Projekte wie Gaia, die irgendwo zwischen "Expectation" und "Reality" angesiedelt sind. Gaia zum Beispiel. Sie sind aktiv, bieten viele Optionen und Möglichkeiten, erfüllen trotzdem meine Erwartungen nicht. Trotzdem habe ich eine gewisse Goldene Mitte gefunden, wo ich diesen Zustand aktizeptieren kann. Zufrieden bin ich deswegen aber noch nicht.


Das Ganze ist vielleicht jetzt nicht so einfach. Mag seltsam erscheinen und verwirren. Doch die Frage gilt bestimmt auch für viele andere:  
Wie geht ihr mit euren Erwartungen im Rollenspiel-/Weltenbau-/Tabletop-/sonstigen Kreativhobby um? Habt ihr keine? Oder gelingt es euch, diese zu erreichen? Wie geht ihr damit um, wenn ihr sie nicht erreicht oder erreichen könnt? Und gelingt euch die Goldene Mitte zwischen euren und den Erwartungen der anderen zu finden?

In diesem Sinne

Gruß
Logan

Montag, 5. August 2013

[Tabletop] Real Old School TTG

Nach dem etwas "krasseren" Beispiel mit "Carnage" von vor ein paar Tagen will ich hier nur mal kurz auf den Urvater aller Table Top Spiele verweisen: Little Wars.


Ja, das Ganze könnte man wirklich als Old School bezeichnen, denn der Erfinder von Little Wars ist niemand anders als H.G. Wells (1866 - 1946), der auch unter anderem "Die Zeitmaschine" geschrieben hat. BBC hat über das Thema einen Artikel verfasst und auf Project Guttenberg kann man sogar die Regeln von Little Wars herunterladen. Wer also einmal wirkliche Old-School- TTG-Luft schnuppern möchte, kann dies hier gerne tun.

Freitag, 2. August 2013

[NSFW!][Tabletop] Debauchery - Carnage 1 & 2

Achtung! 

Der folgende Beitrag ist nichts für Kinderchen, sorgenvolle Mütter, pseudofiese Gangstas, Mitglieder der Bundesprüfstelle, Justin-Bieber-Fans, Twilight-Leserinnen oder ähnliche Personen, sondern nur für vollkommen wahnsinnige Psychopathen, Blutsauger, Menschenmetzger, besessene Massenmörder, Motherf***er und ähnliche nette Leute von nebenan!



Gestern kam meine Nuclear Blast Bestellung mit den Regeln zum Tabletop-Spiel der Band "Debauchery". Und das, was sich da hinter den beiden Einbänden mit der Aufschrift "Carnage - Game of Killing" und "Carnage 2 - Murder Squad" verbirgt, hab ich echt noch nie in einem Tabletopregelwerk gesehen! Noch nie!! Ich verstehe voll und ganz, warum das ganze FSK18 ist.

Zum einen trägt das Artwork dazu bei...


...zum anderen natürlich auch die (englischen) Regeln und die Hintergrundwelt. Ja, es gibt eine Hintergrundwelt! Eine postapokalyptische Erde, auf der Menschen, Dämonen, Vampire und Drachen sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Die englische Version der Hintergrundgeschichte kann man HIER nachlesen. Soviel ist ja eigentlich nichts neues - sag ich mal so erstmal wertungfrei. 

Aber! Durch die Regeln und Armeelisten bekommt das ganze plötzlich einen sehr fiesen, extrem krassen und ultra-harten Touch. Denn hier werden Aspekte angesprochen, die man sonst nicht in einem TTG-Regelwerk finden. Man könnte sagen, dass man alles, was man z.B. bei Warhammer 40.000, besonders in Bezug auf die Chaosgötter, speziell Khorne und Slaanesh, hier auslebt. Wird bei 40k z.B. nur das Kettenschwert als Waffe genannt und in der Beschreibung mit "...macht üble Wunden...", wirkt die Zweihandkettensäge bei Carnage gleich mal wuchtiger und, dank der Death-Metal-typischen Bezeichnungen, auch sofort brutaler und entgültiger.
Davon mal abgesehen gibt es hier auch Regeln für Headshots, HIV - wie man das bekommt, kann sich ja jeder denken und JA, es gibt Regeln daür! - sowie auch unter anderem einen Gesundheitszustand namens "FUCKED!!!" und ja, es steht genau so mit drei Ausrufezeichen in den Regeln.



Aber trotz der extremen Krassheit und Abartigkeit ist noch eine Menge Platz nach oben. Zwar gibt es Regeln für Monster, Panzer und allerlei Fiesheiten, doch gibt es zwischen den Linien, besonders was die Ausrüstungs- und Armeelisten gibt, noch einige Dinge die man einfügen könnte. Spontan fallen mir Dinge wie Fleischwolfkillerroboter, Seuchenbringer, Bluthunde oder vielleicht Drachengeierschwärme ein. 

Was die Modelle angeht, so gibt es ein paar offizielle, welche man im Bloodstore.de erweben kann. Alternativ gäbe es ja auch genug andere Miniaturenhersteller, bei denen man sich bedienen kann. Spezielle würden mir einige Umbauten mit Chaosdämonen, Dark Eldars und/oder (Chaos) Space Marines einfallen oder auch diverser Weird World War II-Miniaturen und viele mehr. Die Umbaumöglichkeiten sind hier eigentlich unbegrenzt und werden nur von der eigenen (kranken) Fantasie eingeschränkt.



Noch kann ich, nach dem ersten Überfliegen, noch nicht sagen, ob die Regeln was taugen oder nicht, aber irgendwie habe ich schon lauter total abgedrehte und krasse Ideen für Miniaturenumbauten... *kicher* 

Und irgendwie passt "Carnage 1 & 2" als der "weirdest s**t ever!"-Eintrag ganz gut in meine Sammlung. 

Daher: Lieber Thomas, bitte, bitte, bitte, lege noch einige Bände nach! So köstlich wie gestern habe ich mich schon lange nicht mehr beim Durchblättern eine TTG-Regelwerks unterhalten! Ich lechze sozusagen nach mehr!


PS: Das Gesicht meiner Freundin über mein etwas pubertär-kindisch-hysterisches Gekicher beim Durchblättern der Hefte war auf jeden Fall hochamüsant und schon alleine den Kauf wert.

Donnerstag, 28. Februar 2013

[GW-News] Warhammer: Chaosdämonen

Dieses Mal fasse ich mich echt kurz, denn aus meiner Sicht der Dinge, gibt es bei diesem Release - bis auf eine Box - nichts, was mich interessiert. Ich brauche keine Herolde und auch keine Streitwägen bzw. Schädelkanonenharleys from Hell.
Die einzige Box, die ich hoch interessant  finde, sind die Seuchendrohnen des Nurgle:

Irgendwie haben die drei was recht Nettes an sich und ein gewisses Umbaupotential, wenn man mal die Reiter ignoriert.
Erstes würde ich mal eine der Forge World Blight Drones kopieren. Statt den Flügeln ein paar Triebwerke und am Unterleib eine nette Kanone rangebaut und fertig ist sie. Und im Verhältnis zum Forge World Original wesentlich günstiger.



Die zweite Idee wäre den Kopf durch ein Strang Tentakel auszutauschen und so einen wirklich fetten und widerlichen Mi-Go zu basteln. Mit Bitz von den Tyranniden sollte das kein Problem sein.
Die letzte Idee wäre eine etwas andere Cthulhu- bzw. Variante seiner Brut. Tintenfischkopf und ein paar andere Flügel und schon hätte man einen nette, uralte Boshaftigkeit.

Wie schon gesagt: Mit dem Rest weiß ich nicht viel anzufangen. Wer mal einen Blick darauf werfen möchte, kann es hier tun: Games Workshop.
Auf der anderen Seite bin ich irgendwie auch froh, dass nicht so viel interessante Modelle von GW zur Zeit erscheinen. So kann ich auch mal einen Blick auf die Modelle anderer Firmen werfen.

Donnerstag, 31. Januar 2013

[GW-News] Warhammer: Krieger des Chaos

Zwei Punkte im Vorraus:
  1. Seit 2 Wochen ärgere ich mich mit einer Sehnenscheidenentzündung rum. Um sie langsam loszuwerden, tippe ich alles mit der rechten Hand. Aber insgesamt ist der Zustand sehr unbefriedigend, weswegen ich versuche mit kurz und bündig zu fassen.
  2. Und ob ich es diesmal wieder schaffe, mich nicht über die Preise aufzuregen, weiß ich nicht.
Also, fangen wir mal mit dem ganzen Drama an:

Schlächterbestie/Mutalith-Wandelbestie


Aber ich versuche echt mal was Gutes in der Sache zu finden. Während ich die Schlächterbestie echt langweilig finde, ist das Mutalithending nicht vollkommen verkehrt. Hat ein wenig was Cthulhoides und gäbe vielleicht einen netten Megaendboss für Inq28 oder eine richtig fette Mutantenbrut für Inq54 ab.


Drachenoger

Drachenoger gehören zu den ältesten lebenden Kreaturen der Welt. Sie sind unsterbliche Wesen, die nur in der Schlacht sterben können, monströse Geschöpfe, die sich nur im Namen der Zerstörung erheben. 

Noch ein Flop. Ich finde die Modelle der Drachenoger sehr unschön. Passen einfach nicht zusammen irgendwie. Aber das war schon immer so. Auch die alten Drachenoger fand ich sehr kontrovers und hab sie mir auch für meine Krieger des Chaos nie zugelegt.


Chaos-/Blutbestienstreitwagen



Chaos-Streitwagen sind mehr als nur Kriegsmaschinen; sie sind Status- und Machtsymbole. Gezogen werden sie von einem Paar riesiger Schlachtrosse, die durch den korrumpierenden Einfluss der Mächte des Chaos zu widernatürlichen Größe angeschwollen sind. Blutbestien-Streitwagen sind noch schwerer und standhafter als andere Chaos-Streitwagen. Kein normales Tier wäre stark genug, um solch ein gewaltiges Kriegswerkzeug zu ziehen, weswegen sie von einer Blutbestie in die Schlacht gezogen werden - einer muskulösen Kreatur, die für ihr brutales Temperament bekannt ist.

Während der normale Streitwagen so überflüssig wie ein Kropf ist, denn immerhin gab es ja schon die ganze Zeit einen, so interessant gestaltet sich der Blutbestienwagen. Aber hier finde ich wieder, dass man mal wieder eine x-beliebige Kreatur erfunden hat, die nur dem Zweck als Zugtier dient. Dabei könnte ich mir die Blutbestien als ganz guten Ersatz für Moloche für nicht dämonische Armeen vorstellen oder als eine Rotte, die von einem Bestienbändiger wie lebende Rammböcke ins Schlachtfeld getrieben werden.
Insgesamt ist die Box aber mit am Interessantesten, da sie einige nette Bitz (Champion, die Blutbestie, Kutscher)


Verstoßene

Verstoßene sind schäumende Wahnsinnige, die heulen und schreien, während sie blindlings auf die feindlichen Reihen zustürmen; dabei peitschen ihre mutierten Gliedmaßen wild umher, ihre aufgerissenen Kiefer schnappen zu wie die von heißhungrigen Bestien.

Erstmal das Positive: Die Bitzdichte der Box ist echt umfangreich. Egal, ob man sie nun als Verstoßene, zum Pimpen von normalen Chaoskriegern, für besessene Chaos Space Marines oder mutierte Chaos Kultisten verbastelt, die Box wäre dafür schon sehr gut geeignet.
Das Negative ist der Preis: 10 Minis für 40€ ist echt ein Wort. Auch wenn es 6 Gussrahmen und diese randvoll mit Bitzen sind, so ist dies schon irgendwie ein schlechter Scherz. Gut, im Vergleich zu der Deathwingbox vom Vormonat (5 Minis für 45€) geht es, aber dafür sind sie doch etwas einfacher gestaltet. Also, eher Geschmacks- und Geldsache.
Ein paar neue Chaosbarbarenmodelle mit einer noch wilderen Berserkeroption oder mal ein paar Chaosvalkyren wären mir viel lieber gewesen.


Die Charaktermodelle sind - meiner Meinung nach - alle für die Katz. Der Chaostroll ist gnadenlos überteuert (50€, Fail...ähm...Finecast), der Plastikgeneral ebenfalls. Diesbezüglich beziehe ich mich gerne auf den Space Marine Captain, der zwar auch aus Plastik ist und auch 20€ kostet, aber dafür nicht statisch ist und viel mehr Bitz zu bieten hat. Und der 21€ teure Finecast-Magier fällt auch im Vergleich zu seinen günstigeren Plastikvettern stark ab.

Fazit:
Das neue Material für die Krieger des Chaos geht für mich in eine falsche Richtung. Sie erinnern mich immer mehr an fleischgewordene Dämonen als an wilde Horden aus dem Norden, die mit Unterstützung der Chaosgötter in die Alte Welt einfallen. Daher fände ich mehr Krieger, mehr Barbaren/Valkyren, mehr bodenständigere Reitbestien und vielleicht auch mal sowas wie Vikingerschiffe oder etwas ähnliches viel interessanter als diese teilweise viel zu dämonischen Elemente. Naja, vielleicht kommt ja noch was. Vielleicht teilt man die Krieger des Chaos dann noch in Chaoskrieger und Barbarenhorden auf, damit man noch einen Codex verkaufen kann.

Montag, 7. Januar 2013

[GW-News] Warhammer 40k: Dark Angels

Gutes neues Jahr! - Erstmal so ganz offiziell! Die Feiertage sind rum und um wieder etwas Energie zu verbrauchen, poste ich mal wieder ein bisserl was. Zu Beginn des neuen Jahres gleich mal wieder ein echter Brocken: Die Games Workshop-News.

Bevor ich aber über die einzelnen Bausätze was sage, will ich erstmal zwei Sachen loswerden:
  1. Ich werde mich nicht mehr über die Preise aufregen. Das hat ohnehin keine Sinn mehr. Stattdessen will ich mich lieber auf die Bausätze an sich und ihre Moddingmöglichkeiten beschränken.
  2. Diese Trennung der Space Marine Orden in unterschiedliche Codizen finde ich etwas zwiespältig. Denn es sind immer noch Space Marines und man könnte es mit einfachen Erweiterungen zum Hauptcodex viel angenehmer und logischer aufziehen als ständig komplett neue Codizien aufzubauen. Zumindest fände ich es logischer. Aber lassen wir das. Meine Codex-Kaufzeiten sind ja vorbei.
Und nun zu den Details: 

Darktalon/Nephlim-Jäger des Ravenwing



Der Darktalon des Ravenwing unterstützt seine Verbündeten auf dem Boden. Er ist die vielleicht tödlichste Waffe im Arsenal des Ravenwing und spielt eine Schlüsselrolle bei der ewigen Jagd der Zweiten Kompanie.
Die Hauptaufgabe des Nephilim-Jägers besteht im Abfangen feindlicher Lufteinheiten und in der Herstellung von Luftüberlegenheit über dem Schlachtfeld, damit sich die Ordensbrüder auf Bodenziele konzentrieren können, ohne Luftangriffe fürchten zu müssen.

Man nehme: Einen Stormtalon, klebe noch ein paar Flügel daran und baue noch ein paar tabernakelartige Aufbauten drauf und fertig ist der neue Jäger. Hmm... Sehr einfache Lösung. Zu einfache Lösung. Zum einen finde ich diese Talon-Jäger überhaupt eher unpassend zu meiner Vorstellung des 40. Jahrtausends - und dies machen ein paar gotisch Details auch nicht besser. Zum anderen finde ich diese ständigen Neuentwicklungen der imperialen Waffentechnologie sehr zwiespältig. Denn sonst hat man immer davon gehört, dass die Technologie recht festgefahren ist und Neuentwicklungen eher skeptisch betrachtet werden, aber die Space Marines bekommen ständig neue Spielzeuge in die Hand gedrückt. Ich finde dies irgendwie seltsam. Gut, auf der einen Seite könnte man sagen: "Es sind die Space Marines. Die Elite der Menschheit. Die dürfen das!" Aber dann frage ich mich, warum das Design immer cleaner und mehr SF-lastiger wird als es im Fluff zu 40k propagiert wird. Irgendwie will das nicht so recht passen. Und der Kontrast zwischen dem eher kühlen und gradlinigen SF-Design und dem Gotischen unterstreicht diese Aussage noch mehr. Und: Was bitteschön ist eine Risskanone, wie sie im Beschreibungstext auf der GW-Seite erwähnt wird? Hätte nicht einfach eine fette Sturmkanone, ein synchronisierter Laser oder, wie es scheinbar bei den neuen Dark Angels Sitte geworden ist, eine Plasmakanone besser gewesen? Stimmungsvoller? Logischer? Nö, scheinbar nicht. Scheinbar musste was neues rangekleistert werden. Hm. Naja. Wer's braucht.
Ich fühle mich irgendwie nicht so wohl mit dem Jäger, wüsste aber auch nicht so recht, wie man es besser machen könnte. Vielleicht wären ein paar eher gotisch anmutende Landungsschiffe, ein paar gepimpte Landspeeder, die Rückkehr der Jetbikes oder vielleicht auch fliegende/schwebende Cybots besser für Space Marines geeignet als irgendwelche Jagdmaschinen. 
Für Umbauten fällt mir hier eigentlich nix ein. Vielleicht könnte man was aus dem tabernakelartigen Kirchenteilen was machen. Aber der Rest...pff... Keine Ahnung.

Apropos gepimpte Landspeeder:

Landspeeder Vengeance/Darkshroud

Der Landspeeder Vengeance hat seinen Wert auf dem Schlachtfeld wieder und wieder unter Beweis gestellt, denn er kann mit den schnellsten Fahrzeugen des Ravenwing Schritt halten und gleichzeitig vernichtende Salven aus seiner tödlichen Plasmasturm-Batterie abgeben.
Von allen archaischen Relikten, die von der Legion der Sühne im Gefecht eingesetzt werden, ist der Darkshroud das vielleicht sonderbarste. Jene, die nahe an ihn herankamen, die dunkle Aura spürten, die ihn umgibt und es überlebten, um davon zu berichten, sind darob auf immer verstört.

Unter "gepimpte Landspeeder" habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Auf jeden Fall nicht so eine Wackelschüssel. Welcher halbwegs normale Geist baut eine Kanzel soweit vorne auf die Spitze des Fahrzeugs und verleiht ihm dadurch ein so instabiles Äußeres? Man hat das Gefühl, dass er einfach nach vorne überkippen würde. Auch die zusätzlichen Triebwerke und der Geschützturm des Vengence bzw. der "psychoaktive" (*kopfkratz*) Schrein des Darkshroud machen die Sache nicht besser oder stabiler. Irgendwie passt hier gar nichts zusammen. Schade irgendwie. 
Umbautechnisch hat das Ding auch nichts, was mich an Bitzen reizen würde oder was man daraus machen könnte.

Deathwing-Kommandotrupp/Terminatortrupp/Deathwing-Ritter




Der Großteil der Ersten Kompanie setzt sich aus Terminatortrupps zusammen, unermüdlichen Kriegern, welche die Reihen ihrer Gegner mit Sturmboltern hinwegfegen, während sie in Nahkampfreichweite vorrücken. Die hochrangigsten Mitglieder des Inneren Zirkels werden manchmal von einem Kommandotrupp der Ersten Kompanie begleitet. Eine solche handverlesene Formation der erfahrensten Deathwing-Terminatoren stellt eine hervorragende Einheit dar; sie sind ideal als Leibwache oder für besondere Missionen geeignet. Deathwing-Ritter dagegen bieten einen imposanten Anblick, denn in ihnen lebt das Abbild des Löwen selbst fort; auch sie verkörpern eine stille Stärke und eine verhüllte, jedoch fühlbare Würde.

Nach den beiden Fahrzeugflops endlich mal was Interessantes auf weiter Flur. Dieses neuer Terminatorenset hat einiges an sehr coolen Gimmicks und Spielereien, die man wunderbar für Umbauten verwenden kann. Von der Unterarmplasmakanone über die Energiehellebarde und dem Schwertträger hin zu den Räucherstreitkolben schwingenden Deathwingrittern mit ihren großen Energieschilden hat das Set einiges an Potential. Auch sehe ich einige schöne Ideen, die man durch die Kombination mit anderen Terminatorensets, allen voran den Grey Knights, erzeugen könnte. Dabei denke ich an sehr epische Inquisitoren im Stil von Lord Hector Rex (siehe unten) oder auch an einen mächtigen Skitarri, den man eine Gravitonkanone, die man aus der Plasmakanone gefertigt hat, ins Schlachtfeld tragen lässt. Die Möglichkeiten sind da sehr umfangenreich und sehr offen.

Daher sind diese neuen Terminatoren für mich ein Pflichtkauf, den ich bei der nächsten Gelegenheit erledigen werde.

Ravenwing-Kommandoschwadron
 

Jene, die im Ravenwing lange genug überleben, erreichen die nächste Stufe der mobilen Kriegsführung. Wenn sie die Sieben Riten des Raben bestehen können, werden sie in den Kreis der Schwarzen Ritter eingeführt, den Inneren Zirkel der Zweiten Kompanie. Kommandoschwadronen auf Bikes bestehen aus erfahrenen Schwarzen Rittern des Ravenwing, die sich als schnelle, mobile Leibwache um einen motorisierten Offizier formieren oder andere Spezialmissionen ausführen.

Hier bin ich sehr gespaltener Meinung. Zum einen bietet dieses Set eine Menge an interessanten Bitzen wie z.B. die Crovus-Hämmer, Schwerter oder auch eine sehr interessante Energiekeule, die mich irgendwie an aztekische Obsidianschwerter erinnert. Zum anderen war es das aber auch schon. Der Rest ist eher belanglos und - für meine Zwecke - unbrauchbar. Sicherlich würde ein Ravenwing-Anhänger oder auch ein Freund der White Scars mit dem Set seine Freude haben. Mit etwas Bastelarbeit könnte ich mit die Biker auch sehr gut als Mitglieder der Blood Ravens oder der Blood Angels vorstellen. Aber das war es auch schon.

Zu den Einzelminiaturen gibt es auch nicht viel zu sagen. Die eine Hälfte ist ja nur ein Finecast-Re-Release, eine Neugestaltung einer alten Mini und nur eine Neue. Aber keine von ihnen reißt mich jetzt von den Socken.

Fazit
Wie in den letzten Monaten auch: Ein Bausatz, der wirklich interessant ist und der Rest ist eigentlich für die Katz. Naja, mich stört es nicht. Ist dann immer ein billiger Monat für mich und ich kann mich mehr auf Bitze anderer Hersteller oder auf Ebay-Einkäufe konzentrieren. 
Aber wenn GW so weiter macht und einfach unpassende und uninteressante Modelle auf den Markt bringt, könnten sie früher oder später Probleme bekommen. Mir ist ja klar, welches Zielpublikum (Kids, welche ihren Eltern das Geld aus den Taschen ziehen und von dem alten, wahrlich coolen Hintergrund von Warhammer 40k keine große Ahnung mehr haben) GW hat und das dieses auch auf die neuen Bausätze anspringen wird, doch irgendwann passt die Kosten-Leistungs-Rechnung überhaupt nicht mehr - sie ist liegt ja jetzt schon seit langem im Argen - und dann könnte es doch einiges an Kundschaft gehen, die bei anderen Systemen bessere Miniaturen zu einem besseren oder faireren Preis erhalten. Aber ich wollte ja nicht über das Geld, sondern lieber über das Design reden. Und dieses ist hier auch nicht so besonders. Es fehlt die Düsternis, das Verkommene und die Abgedrehtheit von 40k. Es fehlt der blancheske Wahnsinn dahinter. Gut, dass es =I=-Munda-Fans gibt, welche versuchen, diese Seite von 40k wieder zu erlangen.

Was ich mir eher für die Dark Angels gewünscht hätte:
- Einen Landraider mit kathedralenartigen Aufbau und synchronisierten Plasmakanonen.
- Einen Cybot mit einem mehr gotischen Gehäuse und einem eher ritterlichen Aussehen. Könnte der Sarcophagus eines gefallenen Helden der Dark Angels sein.
- Ein Schrein, der von 4 oder 8 Servitoren aufs Schlachtfeld getragen wird. Vielleicht mit einem Ordenspriester, der noch drauf steht und eine flammende Rede hält. Also eine Art "Chaosschrein" für Space Marines.

Montag, 3. Dezember 2012

[Inq28/Imunda] Bildersturm

So...
Nachdem ich die letzten Monate keine Fotos meiner Minis gemacht habe, dachte ich mir nun, dass es mal wieder an der Zeit ist, die Ergebnisse seit Juni fotografisch festzuhalten. Und hier sind sie nun:

Fangen wir mit jenen an, die in der Unterwelt der Makropolen herumkriechen. Einige (alte Zinn-)Ghule sind unter der Führung eines Megaghul entdeckt worden:

Ghule

Megaghul

Desweiteren haben sich einige Abenteurer, Kopfgeld- und Hexenjäger und andere Söldner auf der Suche nach Verbrechern, Ketzern, Hexen und Artefakten aus der Vergangenheit in die Tiefen hinabgewagt. Mit dabei sind unter anderem zwei bekannte Gesichter aus Nekromunda: Cal Jericho und Scabbs.

Cal Jericho und Scabbs

Revolverheld und Gangboss
Nobler Gentleman und abenteuerlustiger Raumschiffpilot/Schmuggler

Assassine der Eldar und eine imperiale Adelige
Noch eine Adelige/Psioniker und Revolverheldin
Abenteurer/Kopfgeldjäger und Hexenjäger
Auch die Inquisition hat Zuwachs bekommen. Unter anderem in Form einer ersten "Forge World"-Miniatur, Solomon Lok.

Diener und Inquisitor Solomon Lok
Inquisitor und fanatischer Priester
Auch in dem potentiellen Gefolge der Inquisitoren hat sich etwas getan:

Kommissar Karl-Konrad von Kroenen
Kreuzritter
Fanatisch, archaischer Krieger der Inquisition
Navigator
Henker
Das Adeptus Mechanikus hat auch ein paar neue Charaktere erhalten:

Kämpfer-Servitor und alter Maschinenseher
Magus Biologis
Besonders hervorheben möchte ich den Neuzugang der Ekklesiarchie in Form von des Großkardinals:

Großkardinal
Vergleichsfoto zwischen einem einfachen Kultisten und dem Großkardinal
Desweiteren gibt es nun einen "neutralen" Kult. "Neutral" deswegen, weil ich ihn so sowohl auf Seiten des Imperiums wie auch auf der Seite des Chaos einsetzen kann:

Anführer des Kultes
Der namenlose Kult
Auf der Seite der Aliens, der Verräter und des Chaos haben wir auch ein paar Neuheiten:

Chaos Space Marine der Scavanger und verfaulender Gelehrter

Menschlicher Söldner des Tau-Imperiums
Pygmäen-Hexer
Und zum Schluss noch ein paar Brüste:

Zwei Sklavinnen


Zur Zeit befinden sich noch einige Miniaturen in Arbeit. Einige der neuesten Ausgeburten sind:

Haremswächter
Berkerker des Snakebite-Clans
Scholarin des Psi-Chorus
Gebundener Hexer

Was habe ich in den letzten Wochen und Monaten gelernt?

1. Reapers Chronoscope-Reihe, Privateer Press und auch Infinity bieten einige sehr coole Miniaturen, die man wunderbar für Inq28/Imunda verwenden kann.

2. Tuschen auf hellen Grundfarben bieten sehr coole, gestalterische Möglichkeiten.

3. John Blanches Zeichnungen und Konzepte sind einfach großartige Quellen für Miniaturen.

4. Und ich glaube, ich habe bald - wenn mich ständig Cimorra und TBG dazwischen funken würden - mein 40k-Regelwerk fertig für die ersten Tests.