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Dienstag, 3. Juli 2012

[Buch] Die Stadt der Singenden Flamme

Frisch eingetrudelt ist heute Mittag:


Zwar habe ich schon einige Bücher von C.A.Smith und ich habe dafür auch tw. einiges hingeblättert, doch schließt die neue Reihe vom Frank Festa Verlag endlich auch mal meine Lücken. Ein Titel der Kurzgeschichten hat es mir beim Durchstöbern besonders angetan: "Der Raub der neununddreißig Keuschheitsgürtel". Warum nur...

Hmm...
Auf jeden Fall freue ich mich schon wieder tierisch auf die Lektüre des Buchs und werde wahrscheinlich wieder mit Stift und Papier daneben sitzen und damit beginnen mir wieder Notizen anzufertigen.
"Unglaubliche Welten, unwahrscheinlich liebliche Städte und noch weitaus fantastischere Lebewesen ... Man schreite über die Schwelle seiner Erzählungen, und man stürzt in Farbe, Laute, Geschmack, Geruch und Textur: in die Sprache." - Ray Bradbury
Jepp! Da hat Mr. Bradbury recht gehabt. Bis jetzt hatte ich nur bei wenigen Büchern das Gefühl, die Fäulnis einer Leiche riechen zu können, was mir bei "The Empire of the Necromancers" oder bei "The Charnel God". Während H.P.Lovecraft eher sachlich und dokumentarisch an seinen kosmischen Horror herangegangen ist, feiert C.A.Smith ein makaber-erotisches Fest der Farben, Formen, Materialien, Gerüche, Gelüste und der Dekadenz.
"Niemand schildert den kosmischen Schrecken so gut wie Clark Ashton Smith. Was echte dämonische Ausstrahlung und Ideenreichtum anbelangt, wird Mr. Smith wohl von keinem lebenden oder toten Schriftsteller übertroffen." - H.P.Lovecraft

Donnerstag, 16. Februar 2012

[Sonstiges] Fracht aus Arkham...

Frisch mit der Post gekommen sind heute:


Die Farbe - Eine dt. Indie-Filmproduktion von dem Sphärentorteam, die auch "Damnatus", einen Warhammer 40k-Fanfilm gemacht haben. Die Farbe ist die Verfilmung von Lovecraft "The colour out of space" und ich bin schon mal sehr gespannt darauf.


Desweiteren kam noch extra Der Flüsterer im Dunkeln. Nun ist meine Lovecraftsammlung wieder endlich um ein Büchlein vollständiger geworden und ich freue mich schon auf die Begegnung mit den Mi-Go. 

In diesem Sinne: Iä! Fthagn!

Donnerstag, 27. Oktober 2011

[Buch] Der Krake (China Miéville)


Lovecraft lässt grüßen! Oder eher doch nicht?

Tief im Forschungstrakt des Natural History Museum lagert ein außergewöhnliches Ausstellungsstück - eins der Sorte, die man normalerweise im Leben nicht zu Gesicht bekommt: ein perfekt erhaltener Riesenkalmar. Doch was hat es zu bedeuten, dass dieses Geschöpf plötzlich spurlos verschwindet?
Der Kurator Billy Harrow begibt sich Hals über Kopf auf die Suche durch ein London voller Kulte, die einander bekriegen, surrealer Magie, Verrat und Meuchelmördern. Möglicherweise ist die Riesenkrake, die er im Museum aufbewahrt hatte mehr als nur eine biologische Rarität. Denn manche behaupten, sie sei eine alte Gottheit ... - Inhaltsangabe vom Buchrücken

Und eigentlich will ich auch gar nicht mehr erzählen, denn jedes weitere Wort würde die Fülle an überraschenden Ideen versauen. Denn was Miéville wieder an einem Ideenfeuerwerk abfackelt ist kaum noch nachzuvollziehen. Ok, so ein-zwei Beispiele, wie z.B. Origamimagie, Trekkiemagier, Waffenwirte, Monsterhirten, Jesusbuddisten oder Magier, die in den Eingeweiden einer Stadt lesen können, können ja mal erwähnt werden.
Allerdings zeigt er auch mal, wie man Urban-Fantasy interpretieren kann. Und dies mal in ein entsprechendes Setting einzupflanzen wäre schon einmal einen Spaß wert.
Soviel auf der einen Seite der Waagschale.
 
Auf der anderen Seite steht die Story und die ist leider etwas...zäh geraten. Der Einstieg ist gut und flott und zieht den Leser sofort in ihren Bann, aber dann wird es etwas...naja...zäh. Die Fülle an Ideen überdeckt zwar das Gröbste, aber inhaltlich wird es doch stellenweise etwas langatmig. In der Hinsicht hat das Buch die gleiche Schwäche wie zum Beispiel "Der Eiserne Rat": Ideen geil, Story...naja.

Fazit: Schwer....sehr schwer. "Der Kraken" ist kein schlechtes Buch. Dafür ist es einfach zu abgedreht. Aber bei der Story hätte er noch etwas nachwürzen können. Daher:

7/10 gefaltete Killer

Donnerstag, 1. September 2011

[Buch] Cugels Irrfahrten (Jack Vance)

Jetzt hab ich es doch glatt mal geschafft im Urlaub ein komplettes Buch zu lesen (Ja, für mich Laaangsaaaamleser ist es eine Leistung!).

"Cugel, der Schlaue", wie er sich selbst nennt, ist ein Streuner, ein Halunke und Ganove, der am Ende der Zeit auf der sterbenden Erde lebt und immer wieder versucht, den meisten Profit irgendwie zu erzielen. Dabei bekommt er es mit dem lachenden Magier Iucounu zu tun, der ihn bei einem Einbruch erwischt und ihn angemessen bestraft. Ans andere Ende der Welt versetzt, muss sich Cugel auf seinem Weg nach Hause nun mit anderen Halunken, Magiern, Dämonen, Bestien und den bizarren Seltsamheiten der Welt herumschlagen, bevor er sich an dem lachenden Magier rächen kann.

Das Buch besteht aus den beiden Büchern "Die Augen der Überwelt" und "Cugel, der Schlaue", die wiederum als Episodenromane anzusehen sind. Die einzelnen Kapitel sind eher Kurzgeschichten, die durch einen roten Faden verbunden sind. Das sollte man wissen, denn sonst erscheint das Lesen des Buches etwas zäh, vorallem, da manche Elemente sich immer wieder einmal wiederholen. Daher war auch die zweite Hälfte für mich eher ein Kampf als ein Genuss trotz der extremen Vielfalt an abgedrehten Ideen und Elementen, die Vance hier verbaut hat. Da wird schon mal durch die Zeit gereist oder man erkundet tragbare Dimensionslöcher. Man begegnet Muschelwesen, Schiffen, die von Würmern gezogenen werden, Taucher, die im Sumpf nach Dämonenschuppen suchen, Pilgern, die dank Cugels Hilfe langsam dezimiert werden, fliegenden Monstern, seltsamen Völkern und Städten mit noch seltsameren Sitten und Gebräuchen. Dabei sind das so viele Ideen, die hier verarbeitet wurden, dass es einem schon recht schwer fällt, alle im Nachhinein zu wiederholen. Das Setting ist eher mantel- & degenartig, was perfekt auf den Protagonisten abgestimmt ist, doch mich nicht so gefesselt hat, wie in den Originalgeschichten der Sterbenden Erde, welche mir eher etwas archaischer und endzeitlicher vorkamen und mich mehr an die Zothique-Geschichten von C.A.Smith erinnert haben. Cugels Sterbende Erde erinnert mich eher an eine Mischung aus Lovecrafts Traumlanden und Moers Zamonien: Abgedreht, seltsam, bizarr, tödlich und mit einer dicken Ladung absurdem Humor gespickt. Was noch etwas schwer fällt ist der Charakter des Cugels an sich, in den man sich recht schwer hinein versetzen kann. Sein einziger Antrieb ist Rache, Wohlstand und ein leichtes, genussvolles Leben. Und er versucht alles, um seine Ziele durchzusetzen - was aber meistens schief geht und er deswegen nur all zu oft am Ende eines Kapitels auf der Flucht ist.
Was wiederum positiv ist, ist die Schöpfungskraft von Vance. Er wirft ständig weltenbastlerische Geistesblitze rein ohne tiefer darauf ein zu gehen und so muss man sich manchmal ohne größere Aufklärungen auf die unzähligen Götter, Wesenheiten, Tiere, Pflanzen und - besonderes - Nahrungsmitteln einlassen und sie einfach geniesen.

Insgesamt waren "Cugels Irrfahrten" schon ein Genuss, doch sollte man ihn in Maßen und in Ruhe zu sich nehmen, um sich nicht gleich zu Beginn vollkommen zu überfressen.

7/10 gezuckerten Zitronentee nippende und dazu Nelkenplätzchen und Birnenkompott essende Jungfrauen, die gar keine mehr sind

Montag, 1. August 2011

[Buch] Metamorphosen



Eine Sammlung von Mythos-Geschichten, welche von Hobbyautoren verfasst wurden. Dabei sind einige, sehr stimmungsvolle, kleine dreckige Dinger, wie z.B. das Geheimnis über die Herstellung einer besonderen Schokolade oder gleich die erste Geschichte, über einen Pfarrer, der in seiner isländischen Heimat benötigt wird. Einige Plots sind auch nette Ideenlieferanten für eine Cthulhu (Now)-Runde und somit wäre das Büchlein auch für den einen oder anderen Spielleiter sehr interessant.

Bis jetzt gefällt das Büchlein auf Grund seines doch recht frischen Hauchs ganz gut.