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Freitag, 31. Mai 2013

[Sonstiges] Rest in Peace, Jack Vance!

Dieser Mai hat es echt in sich. Erst Ray Harryhausen und jetzt - oder genauer letztes Wochende - Jack Vance:


Er war einer der ganz Großen der Weird-SF-Fiction und das auf seine ganz eigene, besondere Art. Leider bin ich erst vor zwei Jahren über sein Werk gestolpert, sonst hätte ich schon bestimmt mehr von ihm verschlungen. Aber ich bin wirklich froh, dass seine Geschichten kennen gelernt habe und kann besonders "Die Sterbende Erde" jedem weiterempfehlen.


In diesem Sinne: R.I.P. Jack!

Donnerstag, 1. September 2011

[Buch] Cugels Irrfahrten (Jack Vance)

Jetzt hab ich es doch glatt mal geschafft im Urlaub ein komplettes Buch zu lesen (Ja, für mich Laaangsaaaamleser ist es eine Leistung!).

"Cugel, der Schlaue", wie er sich selbst nennt, ist ein Streuner, ein Halunke und Ganove, der am Ende der Zeit auf der sterbenden Erde lebt und immer wieder versucht, den meisten Profit irgendwie zu erzielen. Dabei bekommt er es mit dem lachenden Magier Iucounu zu tun, der ihn bei einem Einbruch erwischt und ihn angemessen bestraft. Ans andere Ende der Welt versetzt, muss sich Cugel auf seinem Weg nach Hause nun mit anderen Halunken, Magiern, Dämonen, Bestien und den bizarren Seltsamheiten der Welt herumschlagen, bevor er sich an dem lachenden Magier rächen kann.

Das Buch besteht aus den beiden Büchern "Die Augen der Überwelt" und "Cugel, der Schlaue", die wiederum als Episodenromane anzusehen sind. Die einzelnen Kapitel sind eher Kurzgeschichten, die durch einen roten Faden verbunden sind. Das sollte man wissen, denn sonst erscheint das Lesen des Buches etwas zäh, vorallem, da manche Elemente sich immer wieder einmal wiederholen. Daher war auch die zweite Hälfte für mich eher ein Kampf als ein Genuss trotz der extremen Vielfalt an abgedrehten Ideen und Elementen, die Vance hier verbaut hat. Da wird schon mal durch die Zeit gereist oder man erkundet tragbare Dimensionslöcher. Man begegnet Muschelwesen, Schiffen, die von Würmern gezogenen werden, Taucher, die im Sumpf nach Dämonenschuppen suchen, Pilgern, die dank Cugels Hilfe langsam dezimiert werden, fliegenden Monstern, seltsamen Völkern und Städten mit noch seltsameren Sitten und Gebräuchen. Dabei sind das so viele Ideen, die hier verarbeitet wurden, dass es einem schon recht schwer fällt, alle im Nachhinein zu wiederholen. Das Setting ist eher mantel- & degenartig, was perfekt auf den Protagonisten abgestimmt ist, doch mich nicht so gefesselt hat, wie in den Originalgeschichten der Sterbenden Erde, welche mir eher etwas archaischer und endzeitlicher vorkamen und mich mehr an die Zothique-Geschichten von C.A.Smith erinnert haben. Cugels Sterbende Erde erinnert mich eher an eine Mischung aus Lovecrafts Traumlanden und Moers Zamonien: Abgedreht, seltsam, bizarr, tödlich und mit einer dicken Ladung absurdem Humor gespickt. Was noch etwas schwer fällt ist der Charakter des Cugels an sich, in den man sich recht schwer hinein versetzen kann. Sein einziger Antrieb ist Rache, Wohlstand und ein leichtes, genussvolles Leben. Und er versucht alles, um seine Ziele durchzusetzen - was aber meistens schief geht und er deswegen nur all zu oft am Ende eines Kapitels auf der Flucht ist.
Was wiederum positiv ist, ist die Schöpfungskraft von Vance. Er wirft ständig weltenbastlerische Geistesblitze rein ohne tiefer darauf ein zu gehen und so muss man sich manchmal ohne größere Aufklärungen auf die unzähligen Götter, Wesenheiten, Tiere, Pflanzen und - besonderes - Nahrungsmitteln einlassen und sie einfach geniesen.

Insgesamt waren "Cugels Irrfahrten" schon ein Genuss, doch sollte man ihn in Maßen und in Ruhe zu sich nehmen, um sich nicht gleich zu Beginn vollkommen zu überfressen.

7/10 gezuckerten Zitronentee nippende und dazu Nelkenplätzchen und Birnenkompott essende Jungfrauen, die gar keine mehr sind

Samstag, 20. August 2011

[Sonstiges] Einkäufe und Urlaub

So, die letzte Woche war sehr erfolgreich gewesen. Nach einem äußerst inspirierenden WBT und einem "Meet & Greet" mit einer bekannten Größe des RPG-TVs (Foto kommt noch; ansonsten sage ich nur Orkenspalter.TV), hatte ich noch ein paar Besorgungen in Würzburg in meinem favorisierten Shop gemacht:




Hermkes Romanboutique in Würzburg
Wer den Laden nicht kennt, aber mal nach Würzburg kommt, sollte dort man definitiv hingehen. Es ist vielleicht nicht der größte Laden seiner Art, aber dafür ist er legendär. Schließlich hat es sein ehemaliger Besitzer auch schon in einige Sci-Fi-Romane wie z.B. auch Perry Rhodan geschafft.

Aber egal: Eingekauft habe ich 2x Romane von Jack Vance (Kriegssprachen und Die blaue Welt), einen Roman von China Tom Miéville (Kraken), einen Red Sonja/Claw-Sammelband, drei The Chronicles of Kull (Ausgabe 2 bis 4), die aktuelle Cthulhoide Welten sowie 1x Gray Knight Terminatoren, 1x Gray Knight Space Marines, 1x Dark Eldar Kabalenkrieger, 1x Dark Eldar Hagashin und 1x Chaos Magier. Sobald ich dann mal wieder etwas Muse habe, werde ich den Saustall in meiner Bastelecke etwas aufräumen und mich dann über meine Minis und einige Umbauten hermachen. Dann wird auch mal mein Regelwerk auf seine erzählerische TTG-Tauglichkeit hin getestet. 

Aber: Morgen geht es nun erstmal für 10 Tage nach Rom, wo ich mich dann erstmal von dem Stress der letzten Wochen und Monate erholen werde und vielleicht schaffe ich es dann auch mal wieder etwas mehr zu lesen oder zu zeichnen. Cugels Irrfahrten, Cugels Reise in die Unterwelt und Kraken sowie mein Zeichenzeugs sind eingepackt. Zwar habe ich lt. Angaben im Internet in der Ferienwohnung DSL, aber wer will das schon so wirklich im Urlaub?

Daher verabschiede ich mich mal für die nächste Zeit von hier aus. Wir sehen uns spätestens im September wieder.

Montag, 6. Juni 2011

[Inspiration] Thongor of Lemuria & Die Sterbende Erde

Der Vorteil, wenn man gesundheitlich auf der Nase liegt, ist, dass man mehr Zeit zum Lesen hat, da man auf was anderes noch weniger Lust hat. Und so habe ich es mal geschafft, einige Bücher, die noch so auf Halde lagen, fertig zu lesen und auch was Neues anzufangen:


Die Thongor-Saga von Lin Carter


Die komplette 6-bändige Saga über den Barbaren im prähistorischen Lemuria, der zum größten Herrscher des Kontinentes wurde und sich auf dem Weg zum Thron mit Magiern, uralter Technologie und Piraten herumschlagen muss.

Mein Eindruck ist zwiegespalten. Vom Setting her erinnert es an eine Mischung aus Conan und John Carter vom Mars, aber inhaltlich fand ich sie etwas zäh. Vorallem: Die Finale sind meistens auf 2 Seiten erledigt und manchmal hat man das Gefühl, dass der titelgebende Held eher ein Nebenrolle spielt. Besonders bei "Thongor gegen die Piraten von Tarakus" taucht er über weite Längen überhaupt nicht so richtig auf.

Richtig mitgerissen hat mich Thongor jetzt nicht. Da waren meine Erwartungen deutlich höher angesetzt.

Deswegen meine Meinung zu dem Ganzen: 
- Setting: gut
- Ideen: gut
- Storys: naja...


Jetzt angefangen und daher kann ich noch keinen kompletten Kommentar abgeben ist Die Sterbende Erde von Jack Vance. Das Buch wurde des öfteren in diversen, englischen RPG-Blogs erwähnt und so machte ich mich auf die Suche danach und wurde auf Amazon fündig.

Lasst euch nicht vom Cover täuschen!
Der Zylinder erzitterte, wurde fast durchsichtig und legte sich ein kleines bißchen zurück. In seiner Mitte hing eine wabbelige weiße Masse – ein Gehirn?
Der Zylinder lebte!
Er bildete Arme, die in der Luft zitterten. Ein schwarzer Finger formte sich zu einem Auge, ein anderer zum Mund. Das Auge musterte sie eindringlich, und der Mund sagte mit fröhlicher Stimme: "Seid gegrüßt über die Zeit hinweg! Seid gegrüßt!"
Sie leben auf der sterbenden Erde, in unendlich ferner Zukunft, unter einer ausgebrannten Sonne; Turjan von Miir, der Wissenschaftler, der immer wieder versucht, Leben zu erschaffen, Mazirian der Zauberer, die schöne T’sais von Embelyon, die zur Erde reist, um ihre Sehenswürdigkeiten zu schauen, bevor sich die Nacht herabsenkt, Lian der Wegelagerer, Ulan Dhor und Guyal von Sfere, ein Mann von unstillbarem Wissensdrang auf der Suche nach dem Museum der Menschheit, in dessen Ruinen das gesamte Wissen des Universums schlummert.

"Die sterbende Erde" (The Dying Earth) erschien 1950 und ist noch heute einer der schönsten Fantasy-Romane, die je geschrieben wurden, ein bezauberndes Beispiel der amerikanischen Spielart des modernen Märchens und ein Zeugnis der schier unerschöpflichen mythenschaffenden Phantasie des jungen Jack Vance. 

4 der 6 lose miteinander verknüpften Geschichten habe ich heute regelrecht verschlungen und muss sagen, dass sie äußerst genial sind. Die Welt ist sehr fantastisch und exotisch und erinnert an die Welten von C.A.Smith. Magie ist sehr stark vertreten und bei den Namen der Zauber musste ich schmunzelnd an D&D denken. Es gibt künstlich gezüchtete Liebhaberinnen, Tier-Pflanzen-Hybriden und Unmengen an Artefakten und magischen Gegenständen. Die Ideenfülle ist gewaltig, die Welt grandios und die Gesellschaft bis ins Gebein dekadent. Gut und Böse verschwimmen zu einer grauen Masse. Man fröhnt seiner finsteren Lust, der man sogar Götter opfert und foltert, wenn es sein muss. 

Bis jetzt gefällt mir "Die Sterbende Erde" sehr gut und es wird gewiss nicht das Letzte sein, was ich von Jack Vance lesen werde.