Dienstag, 8. Oktober 2013

[Rollenspiel] BoL-Abenteuergenerator


Auf boldeutsch.blogspot.de gibt es seit neuesten einen BoL-Abenteuergenerator mit den netten Namen "Krongar und seine Abenteuer in Lemuria". Mit ihm kann man relativ zügig Abenteuer für Barbarians of Lemuria stricken, falls dem Spielleiter gerade nichts Neues einfällt. Die Möglichkeiten sind dabei sehr vielseitig und relativ allgemein abgefasst. Was mir bei dieser Entdeckung natürlich auch noch eingefallen ist, wäre der Umbau der Generators für andere Settings.

Wer einen Blick wagen möchte, soll es einfach mal hier versuchen: Krongar und seine Abenteuer in Lemuria

Dienstag, 24. September 2013

[Sonstiges] Tipps & News

Man kann seinen Augen kaum trauen, aber ja, ich bin mal wieder hier. Nach Urlaub, Umzügen, Weltenbastlerolympiade und anderem Stress, erlaube ich mir mal wieder einen kleinen Post mit zwei netten Hinweisen zu hinterlassen. 

Nummero Uno: Tempel of Elemental Evil für lau



Auf Dark Corners of Role Playing fand ich einen Hinweis von Needles (Thx guy!), dass es die AD&D-Kampagne "Tempel of Elemental Evil" bei DriveThruRPG für umsonst gibt. Könnte für den einen oder anderen ja interessant sein.


Numero Duo: ShadowRun 5 für 20 €






Auf Amazon kann man ShadowRun 5 für lächerliche 20 € vorbestellen. Was Pegasus schon bei Cthulhu mit dem Spielerhandbuch gemacht hat, haben sie hier auch durchgezogen und ich finde die Idee wirklich gut. So wird der Ein- bzw. Umstieg dem einen oder anderen dann doch einfacher gemacht. Nun bin ich nur noch selber am abwägen, ob ich es mir - der Sammlung halber - hole oder nicht.

Denn eigentlich steht schon seit längerem bei mir "Ruf der Wildnis", die neue Erweiterung von "Villen des Wahnsinns", auf dem Speiseplan:



Und seit dem letzten Weltenbastlertreffen, also letztem Wochenende, wo wir das Abenteuer "Verloren in Zeit und Raum" gespielt haben, bin ich wieder um so mehr darauf bedacht, mir die Erweiterung zu holen. 

Was gibt es sonst noch so Neues? 

Gaia bekommt eine Rundumerneuerung
Dies war irgendwie wieder einmal fällig, da ich mit dem aktuellen Stand, diesem extremen Flickerteppich aus Genres nicht mehr zu frieden war. Bei den Spielrunden war das Bild einfach nicht richtig homogen und irgendwie driftete man immer wieder mehr in Richtung viktorianisches England, Steampunk oder SF ab, ohne dass die eigentliche Kernaussage der Welt wirklich zu Geltung kam. So haben Yelaja und ich begonnen, die Zeitlinie neu zu schreiben, um die Welt in ein neues, runderes Licht zu setzen.

Neues Setting: Bright Heaven
Da ich mich bei Gaia nun mit Yelaja stärker absprechen muss, habe ich mal wieder etwas Neues aus dem Boden gestampft. Das Projekt nennt sich "Bright Heaven" und soll schon in die Richtung "Weird-SF-Welt" gehen. Weiter Informationen dazu werde ich, bei gegebener Zeit nachlegen.

So, das wäre es erstmal für den Anfang. Jetzt muss ich erstmal meine Augen ausruhen. Die Nächte beim letzten Wochenende waren kurz - teilweise einfach zu kurz.

Montag, 5. August 2013

[Tabletop] Real Old School TTG

Nach dem etwas "krasseren" Beispiel mit "Carnage" von vor ein paar Tagen will ich hier nur mal kurz auf den Urvater aller Table Top Spiele verweisen: Little Wars.


Ja, das Ganze könnte man wirklich als Old School bezeichnen, denn der Erfinder von Little Wars ist niemand anders als H.G. Wells (1866 - 1946), der auch unter anderem "Die Zeitmaschine" geschrieben hat. BBC hat über das Thema einen Artikel verfasst und auf Project Guttenberg kann man sogar die Regeln von Little Wars herunterladen. Wer also einmal wirkliche Old-School- TTG-Luft schnuppern möchte, kann dies hier gerne tun.

Freitag, 2. August 2013

[NSFW!][Tabletop] Debauchery - Carnage 1 & 2

Achtung! 

Der folgende Beitrag ist nichts für Kinderchen, sorgenvolle Mütter, pseudofiese Gangstas, Mitglieder der Bundesprüfstelle, Justin-Bieber-Fans, Twilight-Leserinnen oder ähnliche Personen, sondern nur für vollkommen wahnsinnige Psychopathen, Blutsauger, Menschenmetzger, besessene Massenmörder, Motherf***er und ähnliche nette Leute von nebenan!



Gestern kam meine Nuclear Blast Bestellung mit den Regeln zum Tabletop-Spiel der Band "Debauchery". Und das, was sich da hinter den beiden Einbänden mit der Aufschrift "Carnage - Game of Killing" und "Carnage 2 - Murder Squad" verbirgt, hab ich echt noch nie in einem Tabletopregelwerk gesehen! Noch nie!! Ich verstehe voll und ganz, warum das ganze FSK18 ist.

Zum einen trägt das Artwork dazu bei...


...zum anderen natürlich auch die (englischen) Regeln und die Hintergrundwelt. Ja, es gibt eine Hintergrundwelt! Eine postapokalyptische Erde, auf der Menschen, Dämonen, Vampire und Drachen sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Die englische Version der Hintergrundgeschichte kann man HIER nachlesen. Soviel ist ja eigentlich nichts neues - sag ich mal so erstmal wertungfrei. 

Aber! Durch die Regeln und Armeelisten bekommt das ganze plötzlich einen sehr fiesen, extrem krassen und ultra-harten Touch. Denn hier werden Aspekte angesprochen, die man sonst nicht in einem TTG-Regelwerk finden. Man könnte sagen, dass man alles, was man z.B. bei Warhammer 40.000, besonders in Bezug auf die Chaosgötter, speziell Khorne und Slaanesh, hier auslebt. Wird bei 40k z.B. nur das Kettenschwert als Waffe genannt und in der Beschreibung mit "...macht üble Wunden...", wirkt die Zweihandkettensäge bei Carnage gleich mal wuchtiger und, dank der Death-Metal-typischen Bezeichnungen, auch sofort brutaler und entgültiger.
Davon mal abgesehen gibt es hier auch Regeln für Headshots, HIV - wie man das bekommt, kann sich ja jeder denken und JA, es gibt Regeln daür! - sowie auch unter anderem einen Gesundheitszustand namens "FUCKED!!!" und ja, es steht genau so mit drei Ausrufezeichen in den Regeln.



Aber trotz der extremen Krassheit und Abartigkeit ist noch eine Menge Platz nach oben. Zwar gibt es Regeln für Monster, Panzer und allerlei Fiesheiten, doch gibt es zwischen den Linien, besonders was die Ausrüstungs- und Armeelisten gibt, noch einige Dinge die man einfügen könnte. Spontan fallen mir Dinge wie Fleischwolfkillerroboter, Seuchenbringer, Bluthunde oder vielleicht Drachengeierschwärme ein. 

Was die Modelle angeht, so gibt es ein paar offizielle, welche man im Bloodstore.de erweben kann. Alternativ gäbe es ja auch genug andere Miniaturenhersteller, bei denen man sich bedienen kann. Spezielle würden mir einige Umbauten mit Chaosdämonen, Dark Eldars und/oder (Chaos) Space Marines einfallen oder auch diverser Weird World War II-Miniaturen und viele mehr. Die Umbaumöglichkeiten sind hier eigentlich unbegrenzt und werden nur von der eigenen (kranken) Fantasie eingeschränkt.



Noch kann ich, nach dem ersten Überfliegen, noch nicht sagen, ob die Regeln was taugen oder nicht, aber irgendwie habe ich schon lauter total abgedrehte und krasse Ideen für Miniaturenumbauten... *kicher* 

Und irgendwie passt "Carnage 1 & 2" als der "weirdest s**t ever!"-Eintrag ganz gut in meine Sammlung. 

Daher: Lieber Thomas, bitte, bitte, bitte, lege noch einige Bände nach! So köstlich wie gestern habe ich mich schon lange nicht mehr beim Durchblättern eine TTG-Regelwerks unterhalten! Ich lechze sozusagen nach mehr!


PS: Das Gesicht meiner Freundin über mein etwas pubertär-kindisch-hysterisches Gekicher beim Durchblättern der Hefte war auf jeden Fall hochamüsant und schon alleine den Kauf wert.

Donnerstag, 18. Juli 2013

[Film] Pacific Rim

Ich weiß, ich mache mich in letzter Zeit etwas rar, aber im Moment habe ich einfach eine Menge zu tun. Ins Kino gehen zum Beispiel:

 

Eine außerirdische Invasion völlig unerwarteten Ursprungs bricht über die Menschheit herein. Nicht aus dem All kommen die Feinde, sondern aus den Tiefen des Pazifischen Ozeans. Die monströsen Kreaturen, auch Kaiju genannt, attackieren weltweit Küstenstädte und fordern Millionen Menschenleben. Um die Kaiju zu besiegen, entwickelten Wissenschaftler überdimensionale Maschinen namens "Jaeger". Zwei Piloten müssen so einen gigantischen Roboter steuern, indem sie ihre Gehirne miteinander und mit der Maschine verknüpfen. Der Pilot Raleigh Becket erzielt bei der Bekämpfung der Kaiju besonders gute Erfolge und zunächst scheint es, als würde die Verteidigungsstrategie aufgehen. Doch dies ist ein Irrtum, die Aliens gewinnen erneut die Oberhand und das nicht länger erfolgversprechende Jaeger-Programm soll eingestampft werden. Einzig Marshall Stacker Pentecost glaubt noch an die Roboter und holt Becket zurück, der nach einem folgenschweren Kampfeinsatz die Einheit verlassen hat. Zusammen mit der unerfahrenen Pilotin Mako Mori soll er "seinen" Jaeger in ein letztes Gefecht führen, um die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren. Denn auch wenn die Kaiju übermächtig scheinen, so gibt es doch noch eine Möglichkeit, sie zu überlisten… - filmstarts.de

Also, gleich mal vorweg gesagt: Ich hatte meinen Spaß - und das sogar alleine im Kino...

Die grundlegende Idee hinter "Pacific Rim" ist nix Neues. Irgendwo zwischen "Neon Genesis Evangelion", "Godzilla", "Transformers" und "Battleship" mit einem leichten Hauch Cthulhu-Mythos (Naja, nicht ganz, aber die Monster sind halt titanische Alienmonster, die aus dem Ozean kommen. Wer das Rollenspiel "CthulhuTech" kennt, versteht am ehesten was ich meine.) rangiert das Ganze herum. Das stört soweit nicht, wenn man einfach die Tatsache akzeptiert, dass es eben eine Hommage an die Kaiju/Mecha-Geschichten aus Japan. Dieser Punkt ist auch zu 100% erfüllt worden. Dadurch gibt es auch einige kleine Logiklücken, aber dass ist jammern auf hohem Niveau.

Auch wenn ich anfangs "Transformers" und "Battleship" genannt habe, macht "Pacific Rim" eines, nämlich einfach alles besser.
Statt dümmlicher Charaktere setzt man hier auf mehr unbekannte Schauspieler (außer Ron Perlman und Idris Elba kannte ich keinen) und auf glaubhaftere Charaktere. Ja, gut, es gibt einige "cheesige" Stellen, aber das ist immer noch besser als das "Hasbro"-Dauer-Dummgebeutel, bei dem man sich die ganze Zeit nur noch die Frage stellt, ob alle Menschen einfach nur noch doof sind. Hier setzt man einfach mehr auf Ernsthaftigkeit und einem leicht abgedrehten Humor (die Wissenschaftsnerds). Aber es bleibt im Rahmen und befindet sich in etwa auf dem Level von "Hellboy".
Noch eine Verbesserung sind die gestochen scharfe Spezialeffekte. Durch die gewaltige Größe der Mechs und der Kaijus sind die Bewegungen alle etwas langsamer und dadurch sind die Actionsequenzen immer übersichtlich. Keine überschnelles Chaos, sondern einfach gut gestaltet und super animiert.

Apropos "gut gestaltet": Die gesamte Optik ist einfach sehr genial. Man nutzte den "Star Wars"-Effekt mal wieder sehr gekonnt aus und alles wirkt einfach echt. Alles sieht abgenutzt und teilweise sehr behelfsmäßig zusammengeschustert aus. So werden zum Beispiel auch Kaiju-Skelette, die in den Städten so rumliegen, gerne auch mal als Tempel oder Basis für Gebäude verwendet. Wer schon das Design von "Hellboy" mochte oder so wie ich ein Fan von Zion aus "Matrix 2+3" ist, der kann sich an dem Film einfach nicht satt sehen. Auch die Kaijus bieten einige Abwechslung, aber leider war keiner mit Tentakeln im Gesicht dabei.
Auch der Soundtrack kann sich sehen lassen, da er von Ramin Djawadi ist, der auch schon den ultraepischen "Game of Thrones"-OST gemacht hat.

Bei "Pacific Rim" muss man eines noch beachten: Er ist kein astreiner Actionfilm, sondern viel mehr einfach ein endzeitlicher Sci-Fi-Film. Er hat einiges an Tiefgang und es gibt einige Konflikte zwischen den einzelnen Charakteren. Dadurch fehlt zwischen drinnen vielleicht mal etwas der Drive, aber dafür wird hier viel mehr Charakterzeichnung durchgeführt und dies auch recht effektvoll.

Fazit: "Pazific Rim" ist titanisch, gigantisch und trotzdem vollmundig. Sieht man mal über einige Logiklücken hinweg, bekommt man eine optische und akustische Bombe geliefert.

9/10 fette Kaiju-Flöhe