Posts mit dem Label Settings werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Settings werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 1. März 2016

RPG-Blog-O-Quest #006 – Settings


RPG-Blog-O-Quest März 2016: Settings

1.) Welche Eigenschaften und/oder Besonderheiten schätzt Du an Deinen/m Lieblingssetting(s)? Hmm... Müsste erstmal wissen, was mein Lieblingssetting ist.

Kommerziell liebe ich ja das "Cthulhu Rollenspiel und auch das gesamte Setting. Ich mag vor allem die Möglichkeiten, welche das Universum des Cthulhu-Mythos bietet. Es deckt nahezu alle klassischen Genre ab (Horror, Fantasy, Sci-Fi) und vermischt diese auf eine sehr schöne Art und Weise. Je nach Spielleitertyp und Vorlieben verändert sich auch das Setting und zwar ohne, dass es sich dabei vollkommen verbiegt. Betrachtet man dabei wirklich mal den gesamten Umfang des Mythos, was bei der Größe gar nicht so einfach ist, gibt es einfach so viele Möglichkeiten, wie man innerhalb der Mythos spielen und Abenteuer gestalten kann.
Man kann z,B. mit einer ganz normalen Gruppe aus Ermittlern auf der Erde anfangen, aber dann in andere Dimensionen wie die Traumlande oder auch auf andere Welten oder Zeiten reisen. Trotz der Vielzahl an Publikationen glaube ich, dass man sich hier immer noch an der Spitze des Eisbergs befindet und je nachdem, wie man "Cthulhu" spielt, noch sehr viel tiefer und weiter in diesen Kosmos vordringen kann.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich an "Cthulhu" definitiv die unwahrscheinliche Flexibilität des Settings schätze.

Ansonsten gibt es sehr viele, kommerzielle Settings, die ich besonders wegen ihrer Abwechslung mag. Hier seinen vor allem "StarWars", "Warhammer 40k", "DeGenesis", "Engel", "KULT", "Exalted", "Dark Sun", "Planescape", "Tekumel" oder auch "Numenera" genannt. Klassische EDO-Fantasy ist und war ein guter Einstieg. Wenn EDO-Fantasy gut und stimmig gemacht ist, ist es auch ok. Nur spiele ich selbst lieber in und auf Welten, die etwas anders sind. Irgendwie exotisch, seltsam und besonders.

Was unkommerzielle Settings angeht, so denke ich ins besondere an meine eigenen Welten, schwerpunktmäßig Gaia und Cimorra. Aber ich glaube, bei Punkt 2 werde etwas mehr darüber erzählen.


2.) Hast Du schon Settings selber gebaut? Bist Du da der Bottom up (vom Kleinen zum Großen) oder eher der Top down (vom Großen zum Kleinen) Typ? Was waren die Besonderheiten Deines Settings? Wenn nein, warum hast Du bisher keins gebaut? 
Ja, habe ich. Und zwar schon einige bzw. ich baue an einigen rum. Meine Schwerpunktsettings sind dabei Gaia und Cimorra und beide sind als Bottom up entstanden. Und zwar direkt beim Spiel.

Dazu muss man wissen, dass meine Freundin und ich meistens damit beginnen, eine Idee für ein Setting zu haben. Diese Idee ist am Anfang recht allgemein gehalten. Im Falle von Cimorra z.B. eine "exotische Sword & Sorcery Welt mit Dinos, Androiden und Aliens". Oder bei Gaia war es eher eine "Fantasywelt mit Schusswaffen, Luftschiffen und Golems".

Mit dieser Idee im Kopf haben wir dann das Spielen angefangen. Meine Freundin hat ihre Heldin gebaut und dann haben wir sie auf die Welt losgelassen. Der Effekt davon ist, dass wir gemeinsam die Welt erkundet und live gebastelt haben. Und auch wenn schon zwischen diesen ersten Schritten und dem jetzigen Weltbild Jahre dazwischen liegen, so sind viele Elemente aus dieser Entdeckungsphase immer noch geblieben. Etwas modifiziert vielleicht, aber immer noch geblieben.

Was ich an meinen Settings besonders mag, ist das sie einfach, mehr oder minder vollkommen, an meine Wünsche, Vorstellungen und Vorlieben angepasst sind. Gaia zum Beispiel vereint viele Elemente unterschiedlicher Settings und auch Vorlagen - Hey! Jeder lässt sich von irgendetwas inspirieren! - die es bis dato nur einzeln gab, in einer Welt und dadurch ergibt sich dann diese Mischung, die ich einfach mag.

Bei Cimorra ist es im Grunde genauso.

Einflüsse auf Gaia
Einflüsse auf Cimorra
Ich mag es einfach mein eigenes Ding zu drehen und der Welten- bzw. Settingsbau ist eine echte Leidenschaft von mir - in jeder Hinsicht.



3.) Magst Du lieber generische Setting, wo man schnell mal einen Oneshot oder ein Kaufabenteuer reinwerfen kann und deren typische Tropes jeder kennt, oder lieber eigenständige, mit Besonderheiten gespickte, “einmalige” Settings?
Eigenständige, besondere Settings macht ich lieber als generische Settings (siehe 1. & 2.). Klar, es ist einfacher für die Spieler sich in die Welt hineinzuversetzen, wenn das Setting an sich bekannter ist. Ich glaube, es würde jetzt keine damit ein Problem haben, sich in eine tolkieneske Welt hinein zu versetzen, weil nahezu jeder sich ein wenig mit Elfen, Zwergen & Co. auskennt.
Daher finde ich auch, dass "Cthulhu" sehr gut als Einstiegs-RPG geeignet ist. Neben den einfachen Regeln, spielt man zumeist auf der Erde. Will man es super einfach haben, spielt man sogar noch in der Gegenwart. Der Vorstellungsaufwand bzw. der Aufwand der Imagination für den Spielleiter wie auch für die Spieler ist minimalistisch. Deswegen finde ich auch generische Settings ganz ok - für den Einstieg in das Hobby.
Aber persönlich reizen mich die besonderen Settings einfach mehr.


4.) Wie steht es um den Detailgrad bei Kaufsettings? Möchtest Du ein Königreich lieber auf 5 oder auf 500 Seiten beschrieben haben?
Pff...beides...irgendwie. Ich hab kein Problem mit Settingbänden, die dick wie eine Bibel sind, wenn der Schreibstil flüssig und anschaulich ist und wenn auch entsprechend viele Bilder vorhanden sind. Überhaupt finde ich Bilder sehr wichtig bei Kaufsettings, da sie recht schnell einen Eindruck hinterlassen, was den Leser erwartet. Geht mir zumindest so. Sind die Bilder im Buch interessant, scheint das Buch auch interessant zu sein.

Ich mag aber auch kleine, knackige Beschreibungen. Gerade als SL sind solche Beschreibungen ungemein praktisch, wenn man sich nicht durch seitenweise Texte wühlen muss, um gewisse Fakten zu finden, die man für seine Session benötigt. Hält sich also die Waage.

Ein echter Totalausfall wäre aber ein 500 Seiten Schinken mit kaum Bildern und vielen Flavortexten und kaum sachlichen Fakten. Das wäre dann ein Fall für die Tonne.


5.) Welches Setting hat Dich zuletzt beeindruckt, egal ob kürzlich erschienen, noch im Erscheinen begriffen oder länger erhältlich?
Das letzte, was mich so richtig beeindruckt hat, ist eindeutig "Numenera", da es einfach viele meiner Vorlieben anspricht.

Und "Itras By", einem recht seltsamen Erzählspiel, dass sich an H.P.Lovecrafts und China Miévilles Geschichten ebenso orientiert wie an "Stadt der Verlorenen Kinder", "Dark City", "Die fabelhalfte Welt der Amelie" oder "Alice im Wunderland".

PS: Was mich aber immer wieder beeindruckt, sind die vielen und oft seltsamen OSR-Settings, die trotz der EDO-Fantasy-Basis oft einen ganz eigenen, abgedrehten Charme haben.

Mittwoch, 4. Februar 2015

[RSP-Blog-Karneval] 2x 10 Dinge

Greifenklaue leitet einen neuen "Karneval der Rollenspielblogs". Dieses Mal mit dem Thema "10 Dinge". Bei dem Thema dachte ich mir, könnte ich mal mitmachen.

Zu Beginn habe ich auch schon zwei 10er-Listen, die mir so mehr oder minder spontan eingefallen sind:

I. 10 Dinge, die sich bei Cimorra geändert haben

1. Cimorra ist keine eigenständige Welt mehr, sondern befindet sich in der Hohlwelt der Erde. Damit habe ich gleich mal zwei Probleme aus der Welt geräumt. Zum einen fand ich die Verbindung zwischen der Erde und Cimorra per se immer etwas seltsam - und zwar nicht im positiven Sinne - und zum anderen mag ich Hohlwelten mit Dinosauriern, Flugscheiben und hier und da ein paar Nazis.

2. Es gibt passend dazu eine neue Karte. Ok, sie ist noch nicht komplett fertig, aber ein Preview gibt es hier:


3. Es gibt weder Jahres- noch Tages- und Nachtzeiten in der Hohlwelt. Wie soll dies auch gehen, wenn man einen fixen Kern als Sonne hat, der ständig leuchtet? Insgesamt ist das Klima in der Hohlwelt schwül-warm. Eis und Schnee gibt es nur auf den höchsten Bergen oder in der Nähe der Pole, wo auch die Tore zur Oberwelt liegen. Ansonsten herrscht ein permanenter Tropensommer.

4. Es gibt noch mehr Tore zwischen Cimorra, der Oberwelt und auch anderen Welten. Neben den Polöffnungen gibt es noch das Plateau von Leng, dass an mehreren Orten gleichzeitig existiert. Ähnliches gilt auch für den Schwarzen Tesserziggurakt, einer vierdimensionalen Tempelanlage. Andere Tore führen zu anderen Welten wie zum Beispiel dem Mars, dem Saturn oder dem Pluto oder noch weiter entfernt.

5. Die Hohlwelt Cimorra wird von den Nachfahren der ersten, menschlichen Imperien bewohnt. Dazu gehören die Atlantica, Bethmoori, Hyperboreaner, Lemurier, Muia, Shambai, Valusier und die Vril-Ya. Weitere Einwohner sind die Marsianer, die von den Vril-Ya abstammten, die Cimorrier, was zum einen die Bezeichnung aller Bewohner der Hohlwelt ist, zum anderen die vorherrschende Menschenart darstellt, da sie sich aus allen Urvölkern zusammensetzt, und die seltsamen Nashadi, über deren Herkunft eigentlich kaum etwas bekannt ist.

6. Neben den Menschen gibt es noch einige andere Urvölker oder Neuzugänge dank der Dimensionstore. Wobei...da gibt es gar nicht so viel neues zu sagen. Die meisten von ihnen waren auch schon in den älteren Versionen von Cimorra vorhanden.

7. Es gibt viel mehr aktive Artefakte als früher. Denn seit der letzten Änderung, wo ich die Artefaktmenge etwas eingekürzt habe, fehlte irgendwie das Cimorrafeeling (TM). Deswegen gibt es wieder Luftschiffe in verschiedenen Größen und auch der Einsatz von "modernen Waffen" wie Uhrwerkwaffen wird wieder normaler sein.

8. Ebenso wird auch die Flora und Fauna irdischer sein. Damit meine ich aber nicht, dass sie im Gegensatz zu früher nicht auch exotisch und fremdartig sein wird. Es wird nur mehr "normale" Tiere und Pflanzen, wenn auch von urzeitlicher Natur, geben. Andere Wesen sind entweder in der Hohlwelt entstanden oder von anderen Welten eingeführt worden.
Pferde gibt es trotzdem keine in Cimorra...

9. Anpassung des Cthulhu-Mythos. Der Mythos wird intensiver in Cimorra eingebunden werden, allerdings gibt es einige kleine Änderungen im Vergleich zu dem sonst bekannten Mythos. Das trifft insbesondere die Großen Alten, die entweder nur wie Götter verehrt werden und damit nicht direkt in der Welt auftauchen oder eher als eine Art Monster, man könnte auch sagen Kaiju, behandelt werden. Eines der besten Bespiele wäre die Anpassung von Chaugnar-Faugns Brüder, die ich in etwas mit Yag-Kosha aus dem "The Tower of the Elefant" von gleich setze.

Auch sind nicht alle Kreaturen des Mythos per se böse oder treiben einen Gegner in den Wahnsinn. Vielmehr betrachte ich sie unter einem ähnlichen Fokus wie alle anderen Völker, Monster, Tiere und Pflanzen der Hohlwelt.

10. Ich plane Cimorra mit dem Cipher-System von Numenera zu spielen. Ich glaube, dass die Regeln wirklich gut dazu geeignet sind, eine seltsame und auch archaische Welt wiederzuspiegeln. Glaives als Krieger, Jacks als Diebe und Nanos als Magier sollten gut funktionieren. Das wird sich aber erst dann zeigen, wenn ich die dt. Version in Händen halte.


So gehen wir zu Punkt II. über...

II. 10 Settings, die man ganz gut mit dem Cipher-System spielen könnte:

1. Degenesis: Ja, ich kenne die neue Version noch nicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das hinhauen würde. Glaives und Jacks wären ja einfach unterzubringen; Nanos etwas schwerer, wobei ich sie mir gut in der Rolle von Chronisten oder Anubier vorstellen könnte. Auch gäbe es genug Möglichkeiten Cypher und Oddities ins Spiel zu bringen. Liegt ja genug Zeug in der Welt rum.

2. Engel: Auch hier fände ich, dass man sowohl die Engel wie aber auch normale Menschen mit den Regeln darstellen könnte.

3. Cthulhu: In dem Fall gibt es ja zum einen das Lovecraft-Add-On zu Numenera und zum anderen gibt es bei The Strange, dem zweiten Spiel von MCG, auch gute Regeln und Beispiele für Menschen und Ausrüstung der Erde. In dem Fall wäre ein dt. The Strange auch mal nicht schlecht, wobei mich das Setting bei weitem nicht so zeckt wie Numenera. Ansonsten soll ja im Sommer auch das Cipher-System als Universalsystem heraus kommen und dies böte sich dazu ja perfekt an.#

4. Dungeons and Dragons: Warum auch nicht? Glaives als Krieger, Jacks als Diebe und Nanos als Magier. Durch die Foci kann man die Charaktere wunderbar anpassen und ich glaube, ich habe eine Möglichkeit gefunden, wie man D20-Monster recht einfach konvertieren kann. Die Challenging Rate würde dabei eine größere Rolle übernehmen. Aber dazu vielleicht später mal mehr.

5. Warhammer 40k: Settings wie Dark Heresy oder Rogue Trader sollten kein Problem darstellen. Nur die Nanos müsste man vielleicht noch mal aufteilen in Techpriester und Psioniker. Was aber ein Problem darstellen würde, sind die Space Marines, wenn man versucht einen solchen zu spielen. Wahrscheinlich müsste man mit einem Charakter auf einem höheren Rang (Tier) und entsprechender Ausrüstung spielen.

6. The Exalted: Hier müsster das Cipher-System auch sehr gut funkionieren. Mit den Foci ließen sich gut Kampfstile darstellen. Über die Völkerregeln könnte man die Fähigkeiten der einzelnen Exalted regeln und wenn man normale Gegner entsprechend einfach gestaltet, so kommt der Exalted-Aspekt ganz gut raus.

7. Star Wars: Eigentlich eines der besten Settings für das Cipher-System. Glaives als Soldaten im Allgemeinen, Jacks als Allrounder und Nanos als Jedis. Der Rest würde sich schon von selbst ergeben.

8. Matrix: Mal was anderes, weil es eigentlich kein RPG-Setting ist. Aber auch hier muss ich sofort bei den Nanos an Neo denken.

9. Div. Pulpsettings: Auch hier würden die Glaives als Soldaten oder Großwildjäger ala Quartermain, die Jacks als Abenteurer als Indiana Jones oder Nanos als verrückte Wissenschaftler so glaube ich ganz gut funktionieren.

10. Meine eigenen Settings: Woohoo! Über Cimorra habe ich ja schon oben gesprochen. Gaia würde auch funktionieren. Auch hier würde ich die Glaives als Krieger und Jacks als All-Rounder einsetzen. Nanos wären da noch ein Problem, den eigentlich kann jeder auf Gaia Magie anwenden. Man könnte die Nanos hingegen als eine Art besonders manaempfindliche Charaktere sehen, die leichter und besser Magie anwenden können als anderen und somit eine Art Protomagier darstellen. Das müsste ich dann nur noch mal mit meiner Freundin Yela abklären.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

[Weltenbau] Auflistungen

Irgendwie hatte ich heute mal Bock, meine Einträge im WB-Forum mal zu sortieren und auszumisten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ist aber auch irgendwie...erschreckend, beschämend, merkwürdig, seltsam, traurig? Ich weiß grad nicht, was dies am ehesten beschreibt, aber seht selbst:

Gaia - Eine exotische Sci-Fantasy-Welt.
 
Meine und allgemeine Gaia-Threads:
Yelajas Threads:
Gaia-Bilder
Homepage:

Cimorra - Eine Weird-Sword, Sorcery & Planet-Welt.

Fertige Settings - Welten, die meines Erachtens fertig sind:

Brainfarts - Welten, die einst waren und nun nicht mehr sind und einige Ideenkonzepte, die aber irgendwie eingeschlafen sind.

Erkenntnisse aus dieser Forschung, die mich eben etwa verwirren und zum Grübeln bewegen:
  1. Es hat sich in all den Jahren einiges an Material in meinem Kopf angesammelt, welches letztendlich auf (digitalem) Papier gelandet ist.
  2. Man könnte sagen, ich wäre recht produktiv, aber das meiste sind nur Brocken von mentalem Erbrochenen. Produktiv würde ich es nennen, wenn ich die Zeit für Gaia und/oder Cimorra verwendet hätte.
  3. Trotz aller Vielseitigkeit, was die Szenarios angeht, ist doch eine Tendenz abzulesen: Weird, Horror und Sci-Fi. Interessant ist irgendwie, dass Gaia, mein bevorzugtes Produkt, nicht wirklich in dieses Schema passt. Das könnte bedeuten, dass

    1. Ich mich zwar mit dem den drei Genres der Tendenz gut identifizieren kann, aber damit auf keinen wirklich grünen Zweig komme und
    2. Dass ich eigentlich mit einem schwerpunktmäßigen Fantasythema ganz gut laufe.
    Das heißt, ich könnte mal versuchen, mich auf EIN Weird-SF-Horror-Setting konzentrieren, weil ich da eine ganz gute Essenz heraus holen könnte. Im Gegenzug sollte ich mich auch auf ein Fantasy-Setting konzentrieren und das wird, wahrscheinlich am ehesten Gaia sein.
    Cimorra ist gut, aber es fällt mir im Moment nicht viel dazu ein. Leider...
  4. Irgendwie fühle ich mich von "Von den Schwarzen Sternen" wieder sehr angezogen und hätte echt Lust, dieses Setting fort zuführen. Vielleicht wird dies ja das essentielle Weird-SF-Horror-Setting? Ich muss mal dringend das Material dazu, was ich schon geschrieben habe - ist definitiv mehr als wie im Thread - heraussuchen.
Fazit: Diese Übersicht war mal ganz gut für mich, um mal zu sehen, wo ich stehe und wo meine Schwerpunkte liegen. Ich gebe auch zu, ich bin mal gespannt zu sehen, wie es weiter geht. Kommt noch was Neues dazu?... Hoffe nicht...

Freitag, 10. Mai 2013

[Rollenspiel] Kickstarter: Exalted & A Cartoon Action Hour

Bin mal wieder über zwei interessante Kickstarterprojekte gestolpert, die ich mal kurz anpreisen will:

A Cartoon Action Hour: Season 3

Die Idee dahinter ist genauso simpel wie bei der OSR (Old School Renaissance): Frei nach dem Motto "Früher war alles besser" nimmt man dieses Mal statt D&D nämlich die Zeichentrickserien der 80er Jahre vor. Nennen wir die Kinder beim Namen: Master of the Universe, Transformers, Galaxy Rangers und wie sie alle hießen.
Dabei sollen die Regeln das Gefühl der Serien richtig unterstreichen und den Settings eine Zeichentrickphysik verpassen. Warum auch nicht.


Eigentlich sind mir die Regeln auch schnuppe, aber als ich dieses Bild gesehen habe, fingen meine Finger wieder an zu kribbeln. Aber ich glaube, wenn die Sache mal drausen ist, werde ich mir mal das PDF anschauen.

Gefunded ist es schon. Jetzt geht es nur noch ums Bonusmaterial. Mehr Infos gibt es hier: Kickstarter: A Cartoon Action Hour Season 3 


Ebenfalls in trockenen Tüchern ist schon

Exalted - Limited 3rd Edition

Dabei handelt es sich um eine neu aufgelegte und regeltechnisch aufgebohrte Version eines der interessantesten RPG-Settings seit Call of Cthulhu. Gut, in der Zwischenzeit gibt es noch einige andere, interessante RPG-Welten (z.B. DeGenesis, Engel oder Opus Anima), aber Exalted ist schon einfach eine Besonderheit auf weiter Flur. Dieses Mischung aus Sword & Sorcery, Wuxia, Steam & Gear Punk und High Fantasy ohne EDO-Elementen hat einfach ihren Reiz, dem ich mich nicht entziehen kann. 
Allerdings weiß ich nicht, ob er mir 130 $ wert wäre, um das gute Büchlein zu bekommen.


Auf der anderen Seite könnten dann die Second Edition Bücher günstiger zu erwerben sein, was in einer Exalted-Sammlung enden würde. Allerdings würde ich mich echt mal freuen, wenn ein dt. Verlag es nochmal mit Exalted probieren würde. Dem Uhrwerk-Verlag würde ich sowas sofort zutrauen... *hüstel*

Mehr zur 3rd Edition von Exalted gibt es hier: Kickstarter: Exalted 3rd Edition


Zum Thema "Exalted" hat Ingo von "Obskures.de" noch folgende Frage und Aussagen in den Raum gestellt:
Gibt es aus Deutschland ein brauchbares Rollenspiel mit einem einigermaßen nachvollziehbaren Alleinstellungsmerkmal? Ratten? Malmsturm? Degenesis?
"Ratten" kenne ich (leider) nicht, wobei ich immer mir die Frage, was so besonders daran sein soll einen Nager zu spielen. "Malmsturm" würde ich verneinen, weil es einfach ein Sword & Sorcery-Setting ist und davon gibt es auch einige wie Sand am Meer (Conan, Barbarians of Lemuria, Astonishing Swordsmen of Hyperborea,...). Einzig "DeGenesis" fände ich von den genannten Settings als Aushängeschild für Eigenständigkeit. Gut, man könnte jetzt sagen, das "DeGenesis" einfach nur ein Endzeitsetting ist, aber es besitzt doch einige Elemente, die es dann doch in ein anderes Licht rücken.
DungeonSlayers und Das Schwarze Auge sind definitiv austauschbare Stangenware.
Auch wenn ich CK von DungeonSlayers kenne, so muss ich doch leider diese Aussage unterschreiben. Und das DSA Stangenware ist, sollte einem ohnehin klar sein. Gut, "Myranor" hat schon eine gewisse Eigenständigkeit, aber es weht halt immer der etwas muffige Wind von Aventurien in den Westen rüber.
Deutschland baut Autos und Maschinen. In Sachen Fantasy sind wir leider ein Entwicklungsland. Unsere Nachbarn aus Frankreich scheinen kreativer und offener zu sein.
Auch das kann ich nur unterzeichnen. Man muss sich ja auch nur die franzöische Comicszene ansehen. Alleine was in diesem Bereich von unseren westlichen Nachbarn herüberschwappt ist einfach großartig. Dabei denke ich spontan an die Troy-Reihe, Ythaq oder Askell.

Dass Deutschland in Sachen Fantasy ein Entwicklungsland ist, ist eine traurige Tatsache. Gut, seit einigen Jahren gibt es wieder eine gewisse In-Bewegung dank der RPC oder einfach durchs Internet, wo allerorts ein "Nerd/Geek-sein ist cool" suggeriert wird.
Aber, wenn ich einfach mal vergleiche, welchen Stellenwert Fantasy (im Sinne des Fantastischen Genres), Rollenspiele bzw. Tabletops im Amiland hat und wie komisch man sogar tw. in deutschen Rollenspielläden angeschaut wird, wenn man sagt "Hallo, ich bin Weltenbastler!", dann muss man doch sagen, dass bei uns was im Argen liegt. Der Deutsche ist mehr der Konsument und weniger der Selbermacher. Wenn ich einfach mal überlege, wie viele Leute bei "Herr der Ringe" ins Kino gerannt sind und ihn als sehr guten Film bezeichnet haben und von den Bilderwelten einfach begeistert waren, aber im Gegenzug Rollenspieler, Weltenbastler, Romanschreiber, Tabletopper und ähnliche Phantasten als Spinner bezeichnet haben, dann zeigt es mir diese Spaltung wieder sehr stark auf.
Auch werde ich immer wieder das Gefühl nicht los, dass man immer, sobald man etwas Eigenes macht, von der restlichen Gesellschaft, erst einmal skeptisch beäugt wird. Statt motivierende Worte und Begeisterung, gibt es eher verhaltene Reaktion, die mehr nach dem Schema "Mal gucken, was da noch so kommt..." laufen, oder eine eher harsche Kritik, weil man sich vielleicht einige Regeln zu recht biegt, was anderen sauer aufstößt. Überhaupt habe ich immer das Gefühl, dass den Deutschen, gerade im Regelbereich - egal, ob RPG oder TTG - immer sehr wichtig ist, dass diese haargenau eingehalten werden. Es scheint dem eher unsicheren Deutschen einen gewissen Halt zu geben. Fängt man an, an dem Regelwerk rumzuschrauben, bricht Panik aus und es muss sofort nachgeprüft werden, ob es nötig ist oder ob diese Änderung überhaupt haltbar ist. Ich weiß noch, wie ich mal bei meiner alten Warhammer-TTG Gruppe Vorschläge für Schlachten mit Sonderregeln und einer Hintergrundgeschichte vorgeschlagen hatte und wie ich dann von ihnen mit großen Augen und panischer Stimme gleich niedergebuttert wurde, was mir einfallen würde und dass das doch viel zu aufwändig wäre und solche Dinge. Oder bei meine ersten DSA-Runde, wo ich noch als Spieler aktiv war und jede Handlung vom dem SL auf die Goldwaage gelegt wurde.
Naja, egal. Ich drifte hier schon wieder etwas ab, aber ich glaube eben, dass der durchschnittliche, deutsche Phantast halt doch ein kleiner Bürokrat ist, der sich brav an seine Regeln hält und alles, was er nicht kennt erst einmal skeptisch beäugt. Und diese Unsicherheit und Skepis ist es eben, was sehr gegen den doch eher "Everything is possible"-Gedanken der Fantasy geht.
Neben Earthdawn gehört Exalted zu den wenigen recht brauchbaren High Fantasy-Rollenspielen.
"Earthdawn" ist durchaus eine interessante Variante des EDO-Themas und es macht auch durchaus Spaß, die Welt zu erkunden. Wenn man jetzt noch die EDO-Elemente gegen Eigenständigkeiten ausgetauscht hätte, dann wäre "Earthdawn" bestimmt ein RPG geworden, welches man in einem Atemzug mit "Tékumel" genannt hätte.

Wenn es ein deutschsprachiges RPG gibt, welches sich mal gewaltig von den klassischen Elementen abhebt und den Anspruch der Eigenständigkeit besitzt, dann wäre dies "Opus Anima". Leider ist das System und die Welt etwas versandet, obwohl hier wirklich viele, interessante Elemente und eine gute Genredurchmischung dem Leser und dem Spieler dagebracht wird.

Manchmal frage ich mich ernsthaft, was geschehen wäre, wenn statt DSA ein anderes Setting wie eben "Opus Anima" oder "DeGenesis" als erstes, großes, deutsches RPG das Licht der Welt erblickt hätte. Würde nun ein großer Teil der dt. Rollenspielgemeinde nur noch als Steampunker oder Primalpunker unterwegs sein und würden sie bei EDO-RPGs die Nase rümpfen? Wer weiß das schon...

Donnerstag, 14. Februar 2013

[Allgemeines] Im Westen nix Neues...oder?

Gerade, also eigentlich schon vor ein paar Tagen, dachte ich mir mal, dass ich kleiner Zwischenbericht über die Aktivitäten, die im Hintergrund stattfinden, mal ganz gut tun würde. Schließlich will ich ja niemanden mit so "Sinnlosigkeiten" wie meine wöchentliche Monster Manual-Philosophierunde, gelegentlichem Games Workshop Gemecker oder den üblichen Freitagstitten langweilen.
Denn immerhin ist dieser Blog unter einem ganz anderen Aspekt entstanden: Weltenbau, fantastisches Brainstorming und noch so gelegentlich etwas über Rollenspiele zu erzählen. 

Zwei-Fronten-Krieg
Ja, im Moment fechte ich schwerpunktmäßig an zwei Fronten, aber ich komme mit beiden zur Zeit ganz gut zur Recht. 
  • Die Ostfront - oder auch "Projekt Inq28/Imunda"
    An dem Projekt hänge ich...nun ja...schon seit längerer Zeit. Das Ziel ist, ein nettes, einfaches und narratives TTG-Regelwerk vor dem Hintergrund des "Warhammer 40.000"-Universum zu verfassen und zwar so, dass auch die regelfaulsten Säcke meines Freundeskreises vielleicht mal auf den Trichter kommen, dass Spielen ohne Strom auch Spaß macht.
    Vor meinem geistigen Auge sehe ich zu dem noch eine kleine Homepage - Jimdo sei Dank! - auf der ich einen kleinen Subsektor erstellen werde und wo die Charaktere, die Spielergebnisse und die daraus resultierende Geschichte vorgestellt wird.
    Das Regelwerk umfasst im Moment knapp 80 Seiten - was viel klingt, aber: Es gibt 30 Seiten Hintergrund, sehr viele Bilder, welche ich von John Blanche und anderen 40k-Künstlern wie auch von Inq28-Seiten aus dem Netz geklaut habe *hüstel* *räusper*, und eine große Schriftart. Daher dürfte es nicht zu viel sein, zumal die Spieler auch eigentlich nur die Grundzüge des Spiels verstehen müssen. Für den Rest ist der Spielleiter zuständig.
    Wenn ich auf diesen Weg mal schaffen sollte, dieses regelfaule Pack zum Zocken und vielleicht auch zum regelmäßigen Zocken (vielleicht 1x im Monat) bewegen könnte, wäre ich schon glücklich.
  • Die Westfront - oder auch "Cimorra"


    Auf der anderen Seite sitze ich über der Cimorra-Homepage, die langsam, aber sicher immer weiter wächst. Wie vielleicht einige mitbekommen haben, gab es einige Änderung auf der Welt im Vergleich zu ersten Version, die noch hier im Blog aufnotiert sind. Ein bisserl bin ich noch am überlegen, wie ich mit den Kreaturen umgehe, besonders mit jenen, die in den Monsterkompendien vertreten sind, aber das bekomme ich auch noch hin. Diesbezüglich bin ich überaus optimistisch.
    Inhaltlich wurde Einiges gekürzt, weil, wie ich schon einmal geschrieben habe, die Welt mehr in die Richtung Sword & Sorcery gehen soll, weswegen besonders die SF-Elemente weggefallen sind. Nicht alle, aber einige.
    Aber ich wiederhole mich wieder, denn dieses Geschwätz hatte ich ja schon einmal irgendwo anders gemacht.

Gedankenstürme
Von diesen beiden Fronten mal abgesehen, gibt es natürlich noch die große Gaia-Baustelle. Aber ich will sie mal nicht so direkt ansprechen, denn das ist eben eine Lebensaufgabe, etwas ganz Besonderes und eine wirklich fisselige Aufgabe.
Viel mehr aber denke ich seit geraumer Zeit an zwei "neue" Subsettings, die sich innerhalb der "Black Galaxy", meiner SF-Genre-Melange, abspielen:
  • The Savage World of Yagog 3
    Ja, ich weiß. Todgesagte leben länger. Gleiches gilt eben auch für "Yagog". Aus der "Yagog"-Idee entsprang ja schon "The Black Galaxy" und diese wiederum bildet den Nährboden für Yagog. Wie nun das? 
    Ganz einfach: "Yagog" fühlte sich zu Beginn "seltsam" an, da mir der Hintergrund zur Welt fehlte. Jetzt aber, da ich den wohl abgefahrensten Hintergrund für eine solche abgefahrene Welt habe, kann ich mir auch Gedanken über "Yagog" machen, weil nun dieses "seltsame Gefühl" einfach nicht mehr da ist. 
    Wie passen nun TBG und Yagog zusammen?
    "Yagog" war schon immer sehr reich an Bodenschätzen und seltsamen Artefakten. Diese lockte schon vor sehr langer Zeit Raumschiffe mit Abenteurern, Konzern- und Gildenflotten, Freihändler und anderes zwielichtiges Volk an. Die Welt wurde erschlossen, Raumhäfen und Städte gebaut und die Besiedlung und der Abbau wurde vorangetrieben.
    Dann aber wurde die Welt durch einen Äthersturm heimgesucht, welcher die Handelsrouten zerstörte und die Welt isolierte. Über viele Jahrhunderte war die Welt vom restlichen Universum abgekapselt und die Zivilisation zerfiel langsam in ein endzeitliches Chaos. Der Sturm aber ist nun langsam am abklingen und ein kleiner Tunnel im Äther erlaubt die Reise nach Yagog. So sind nun einige Abenteurer und Gilden daran interessiert, die Welt wieder langsam zu erschließen. Was sie aber vorfinden ist ein Kriegsgebiet von konkurrierenden Klans, Mutanten, Monstrositäten, sinisteren Kulten, wahnsinnigen Hexern, Magiern und Psionikern. 
    Da der Tunnel im Sturm nicht groß genug ist, damit große Raumschiffe ihn durchfliegen können und somit keine mögliche, planetare Reinigung dieses Abschaums durchzuführen ist, können nur kleine Schiffe auf Yagog landen. So wurde auch nur der Raumhafen Kuag Kesh wieder in Betrieb genommen und befestigt und zum Zentrum des Handels und der interstellaren Zivilisation auf Yagog.

    Soweit die Überlegungen, wie Yagog und TBG zusammenpassen. Wie Yagog nun aussieht bzw. welches Gefühl das Setting transportieren soll, so denke ich da schwerpunktmäßig an Planet Algol, Metal Earth, Gamma Earth, Mutant Future und Heavy Metal.
  • The Weird World of Ethergate
    So langsam möchte ich auch irgendwann mal meinem Fetisch für Weird-Fiction-Welten weitervertiefen und ein älteres, finsteres Weltenprojekt in die Wege leiten. Bei Ethergate denke ich an eine optische Mischung aus Steam- und Dieselpunk, aber mit dem technischen Hintergrund der TBG. Bei "Ethergate" denke ich an eine starkbesiedelte Welt voller gothischer Seltsamkeiten, kosmischen Horror und anderen, namenlosen Schrecken. Sprich: Lovecraft, Ravenloft und Bioshock meets Dune. 
    Dabei basiert alles in etwa auf einige Notizen zu einem Setting, dass ich "Fey's Welt" nannte und welches nun sehr gut mit dem Hintergrund von TBG funktionieren dürfte.

So, dies war er nun: Der kleine Abriss jener Ideen, die zur Zeit durch meine Gehirnwindungen kriechen und an meinem Verstand kratzen wie eine gestaltlose Bestie ihre Klauen schärft. Wie sich die Sache noch weiter entwicklen wir, weiß ich noch nicht genau. Aber das ist ja das Schöne am Unbekannten. Man dringt langsam immer Tiefer in die Finsternis und den Nebel ein und entdeckt immer wieder etwas Neues. Das weckt die Abenteuerlust und man will einfach mehr.