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Dienstag, 16. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 12 - 16

Hab die letzten Tage etwas verpennt... Naja, gibt es dann halt heute etwas mehr.


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's! 
  • What game is your group most likely to play next? Why? - Welches Spielsystem wirst du mit deiner Gruppe voraussichtlich als nächstes spielen? Warum? 

    Ich werde wahrscheinlich in Bälde eine Numenera-Gruppe gründen, da ich ein paar Interessenten für eine Runde habe.
    Warum? Weil Numenera zur Zeit für mich das heißeste, neue Produkt ist, welches ich habe und ich es einfach gerne mal testen möchten. Gerade auch, weil ich wissen will, wie sich das Cypher System im Allgemeinen spielen lässt und ob es für Gaia und Cimorra letztendlich geeignet ist.


  • What makes a successful campaign? - Was macht eine erfolgreiche Kampagne aus? (Was benötigt man um eine lange Kampagne interessant und spannend zu halten?)

    Schwere Frage. Da gibt es einige Faktoren. Eine Spielergruppe, die einfach gut zusammen passt, interessante SCs, eine packende Geschichte mit einem roten Faden, der zwar da ist, aber nicht unbedingt dominant herausleuchtet.
    Es kann auch eine Sandbox sein, die sich einfach durch eine interessante und herausfordernde Umgebung und dem starken Entdeckertrieb der SCs (und Spieler) auszeichnet.
    Auch unerwartete Twists in der Geschichte machen die Sache interessant.

    Wichtig ist, so glaube ich auf jeden Fall, dass die Story nicht ausgelutscht wirkt. Wenn der SL zum 500sten Mal die Welt retten lassen will, könnte es langsam etwas langweilig werden.

    Persönlich finde ich Kampagnen interessant, die vollkommen anders beginnen und dann durch einen harten Break in eine total andere Richtung gelenkt werden.
    Ein Beispiel wäre da der Beginn unserer Cimorra-Kampagne, die damit begann, dass die Hauptdarstellerin in einem Flugzeug von Johannisburg nach Miami unterwegs war. Das Flugzeug kam allerdings im Bermudadreieck (Klischee, ich weiß) vom Kurs ab und wurde durch ein Dimensionsloch nach Cimorra gezerrt. Was zu Beginn vielleicht nach dem Anfang einer Call of Cthulhu Runde oder einem anderen Setting, das auf der Erde spielt, aussah, entpuppte sich dann als der Beginn eines Sword & Sorcery/Planet-Abenteuers, dass allerdings ganz zu Beginn eine gewisse Ähnlichkeit mit "Lost" hatte.
    Ich finde solche Überraschungseffekte ganz cool und so ein Crashstart kann auch ein sehr guter Einstieg für die Spieler sein, die dann von Anfang an zusammen arbeiten müssen, um die ersten Tage zu überleben.


  • Your dream team of people you used to game with? - Dein bevorzugtes Team von Leuten mit denen du gespielt hast? (Welche Spieler mit denen du jemals gespielt hast, möchtest du in einer All-Star Runde zusammenbringen?)

    Ich weiß echt nicht, ob ich hier etwas schreiben soll. Zum einen hatte ich noch nicht so viele Spieler oder sie waren nur so kurz mit dabei, dass man sie kaum zählen kann. Ich weiß nur, dass ich bis dato die besten Erfahrungen mit weiblichen Spielern gemacht habe, da sie sich auf die Sache besser einlassen als männliche. Darüber kann man streiten, ist aber meine Erfahrung.
  • Your best source of inspiration for RPGs? - Deine beste Inspirationsquelle für Rollenspiele? (Als Spielleiter oder Spieler, welche Medien oder Erfahrungen helfen dir?)Definitiv Filme, Serien, Comics, Romane, Spiele (andere Rollenspiele, Tabletopspiele und PC-Spiele), Musik, Bilder, usw. Gaia z.B. entstand durch die Lektüre von "Battlechasers" und dem Spielen von "Septerra Core". Cimorra hingegen entstand durch allerlei Quellen des Sword & Sorcery-Genres wie auch durch diverse Rollenspielblogs wie z.B. Planet Algol.
    Ich bin selbst mehr ein optischer Mensch. D.h. ich reagiere sehr stark auf Bilder aller Art, also eben Comics, Filme, Bilder. Oft schaue ich mir ein paar Bilder an und habe eine Idee für ein Abenteuer oder ich schaue mir eine Serie an und habe die Idee für ein komplettes Setting.

  • Historical person you’d like in your group? What game? - Welche Person der Geschichte möchtest du in deiner Gruppe haben? Bei welchem Spiel?


    Ich glaube, ich hätte gerne - unabhängig von der Muttersprache - Clark Ashton Smith in der Gruppe und zwar als Spielleiter gehabt. Am besten von Call of Cthulhu oder einem Regelwerk, dass seltsame Fantasy unterstützt. Also Numenera oder auch D&D würden funktionieren.
    Mich hätte interessiert, wie er eine Geschichte - vielleicht auch eine seiner eigenen Geschichten - erzählt hätte. Ich könnte mir nämlich sehr gut vorstellen, dass er unglaublich gut Szenen und Szenarien beschrieben hätte. Es wäre bestimmt ein Freude gewesen, seinen Worten zu lauschen und in seinen ätherisch-opiatischen Traumwelten zu versinken.
Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

Donnerstag, 5. Juni 2014

[Tutorial] Sandboxbefüllung - leicht gemacht

Nach längerer Sendepause habe ich hier mal wieder etwas zusammengeschrieben, was für den einen oder anderen Sandbox-Bastler interessant sein könnte.

Eine Sandbox besteht ja zumeist aus einer Hexkarte mit einer größeren Anzahl von Feldern. 

Beispiel:


Hier haben wir 25 Spalten mit je 40 Feldern. Also insgesamt 1000 Hexfelder. Auf jedem kann es theoretisch zu einer Begegnung kommen. Nun ist es ja so, wenn man eine solche Sandbox befüllen möchte, kann man alle möglichen Begegnungen in Listen eintragen:

0101: 4 Bären
0102: 3 Kobolde
.
.
.
1514: 36 Bergtrolle
.
.
.
usw.


Der Nachteil an dem Listensystem ist, dass man bei gut 1000 Einträgen einige Seiten zu blättern hat. Je nach dem, wie viel man in die Hexes einbaut, desto mehr Seiten werden es. Geht man von durchschnittlich 25 Einträgen pro Seite aus, so hat man in dem Beispiel schon 40 Seiten nur mit Listen. Und dies ist zum Befüllen der Karte auch schon recht lästig.
Beim fertigen Produkt wird es sich kaum vermeiden lassen, diese Listen einzusetzen, was den Spielfluss aber auch ausbremst.
Es sei denn, man setzt Technik ein.

In dem Fall heißt die Technik - man höre und staune - Excel. Keine besondere Extrasoftware, sondern einfach Excel. Der Open Office Pendant dürfte auch funktionieren. Wichtig ist einfach nur, dass die Kommentarfunktion in den Zellen funktioniert.


Von Zeilen und Spalten
Obwohl eine Hexmap immer etwas "unförmig" aussieht, so besteht sie immer noch aus Zeilen und Spalten, wie eine Tabelle. In der Beispielkarte sind es 40 Spalten und 25 Zeilen, wie man es ganz einfach an den Hexbeschriftungen der Felder ablesen kann.
Aus diesem Wissen kann man nun eine Tabelle in Excel erstellen, wie man es in dem folgenden Beispiel sieht. Dies ist jetzt nicht die Karte aus dem oberen Beispiel, sondern eine eigene. Genauergesagt, die Baustelle von "PX-23", meiner etwas anderen 40k-Sandbox. Wie man sieht ist hier noch vieles zu machen:


Wie man sieht befindet sich im Hauptteil der Tabelle das Koordinatensystem der Karte mit eingetragenen Landschaftsarten. Diese werden in der Legende auf der rechten Seite beschrieben. Die Lage der einzelnen Felder wird über die X-Y-Koordinaten definiert. Zum Beispiel das Hex-Feld 2224 liegt auf den Koorinaten x22/y24. Eigentlich total simpel.

Hat man nun seine Felder mit den Landschaftsarten definiert - sprich die Karte gezeichnet hat, wenn man es mal so nennen darf - kann man mit dem einsetzen der Begegnungen anfangen.
Klickt einfach mit der rechten Maustaste in das entsprechende Feld und wählt "Kommentar einfügen" aus.


 Nun tragt einfach alles in das Kommentarfeld ein, was die Party an dem Punkt erwarten könnte.


Fertig! So macht man das nun mit allen Hexfeldern.


Natürlich kommt dann noch, will man das Ganze offline nutzen, die Übertragung in Listen. Aber zumindest ist das Bebasteln der Karte etwas einfacher geworden.

In unseren modernen Zeiten aber gibt es ja auch genug Spielleiter, welche auch PCs als Hilfsmittel und letztendlich auch als Spielleiterschirm einsetzen. In dem Fall hat man es natürlich sehr einfach mit diesem System.

So, das war es erstmal wieder von mir. 
Viel Spaß beim Testen!

Montag, 7. April 2014

[Rollenspiel] Fast ein Jahr Ruhe...

Von einem Nachruf will ich noch nicht sprechen, aber irgendwie fühle denke ich gerade, dass ich einfach mal wieder über Planet Algol sprechen muss.

http://planetalgol.blogspot.de/

Wie schon in der Überschrift geschrieben, herrscht nun auf Planet Algol seit fast einem Jahr Sendepause (letzer Post vom 9.4.2013). Und ich muss sagen, ich bin echt erschrocken, denn Planet Algol war...Nein! Ist der erste OSR-Blog, den ich vor einigen Jahren gefunden haben und der vieles für mich verändert hat - im positiven und negativen Sinn. 

Blair hat mit Planet Algol meine Denkweise und meinen Horizont verändert und mir ein Tor zu einer Unmenge an Rollenspielideen geöffnet. Gut, vielleicht sind es zu viele und ich bin immer noch von seiner und der Kreativität anderer OSR-Bastler begeistert. Besonders dann, wenn es in die Weird-Richtung geht und man sich von den standardgemäßen Richtlinien einer klassischen High-Fantasy-, Sci-Fi- oder Horror-RPG-Welt wegbewegt. 

Hier sind noch ein paar Impressionen von Planet Algol:





Ich will eigentlich jetzt nicht jammern, aber ich vermisse einfach Algol. Auf der anderen Seite gibt es auch noch andere gute Blogs, welche die gleiche Luft atmen.

Auf der anderen Seite sehe ich darin auch einfach mal wieder eine Erinnerungen daran, dass jeder in der Lage ist, ein eigenes Algol zu erschaffen. Man muss sich nur trauen, neue und etwas andere Wege zu gehen.


Montag, 23. Juli 2012

[Yagog 3] Hmm...

Nur mal so eine Frage in den Raum gestellt: Sind 2816 Felder auf einer Karte, also 2816 Ereignisse, die man basteln müsste, sollte, könnte, vielleicht etwas zu viel des Guten? Hmm...

Dienstag, 24. April 2012

[Weltenbau] Wie bastel ich mir eine Weltkarte?

Bevor es wieder mehrfach nur TITTEN-Bilder (Hab ich Titten gesagt?) hier im Blog gibt, will ich nun auch mal wieder was halbwegs Vernünftiges schreiben.

Immer wieder stoße ich auf die Frage, wie man am besten mit einer Weltkarte beginnen soll. Sicherlich kann man einfach so darauf loszeichnen und hoffen, dass das Ergebnis gefällt oder man überlässt die Sache eher dem Zufall in Form eines Randommapgenerators.

Hier will ich aber das Pferd mal von einer anderen Seite aufzäumen. Und zwar gehe ich erstmal davon aus, dass derjenige, der eine Weltkarte haben möchte, ersteinmal eine Idee haben sollte, was er auf seiner Welt haben will.


Der entscheidende Funke und die richtige Stimmung

Zuerst sollte sich der Bastler mal im Klaren sein, was er auf seiner Welt haben möchte. Damit meine ich jetzt noch gar nicht die Kontinentalformen oder Gebirgserhebungen, sondern einfach nur einige Impressionen, die auf Grund eines Brainstormings entstanden sind. Ein paar Gedanken dazu könnten sein:
  • Wie ist die Welt aufgebaut (Kugel, Ebene, Ring, Splitter, Schollen, usw.)?
  • Wie sollte das Klima der Welt in ihrer Gesamtheit sein (erdähnlich, wärmer oder kälter)?
  • Welche Wesen sollten diese Welt bevölkern (z.B. Elfen, Menschen, Orks, kybernetische Organismen, Tiefe Wesen oder ähnliches)?
  • Welches Techlevel soll vorherrschen (Alles möglich von der Steinzeit bis hin zur fantastischen High-Tech-Sci-Fi)?
  • Was hat mich zum Weltenbau inspiriert (z.B. Herr der Ringe, Star Wars, Conan, usw. oder Filme, Bücher, Spiele, Bilder, Musik)
Der Bastler sollte sich bei diesem Brainstorming in eine gewissen Stimmung versetzen, um eins mit seiner Welt zu werden. Klingt jetzt komisch und reichlich esoterisch, ich weiß. Aber gewisse Welten besitzen gewisse Stimmungen. Und diese Stimmungen müssen ja auch erst in diese Welt hineingebracht werden. Dazu sollte man sich beim Basteln der Welt in die Stimmung versetzen, die man erreichen will.

Vergleicht man z.B., um mal ein paar extreme Stimmungselemente herzunehmen, Mittelerde mit Hyrule von "Zelda", so hat man erstmal grundsätzlich zwei Fantasywelten, die aber durch vollkommen unterschiedliche Stimmungselemente definiert werden.

Das Einstimmen in die Stimmung kann z.B die Influence Map erfüllen. Durch die Bilder und Farben und die Verteilung der Elemente kann man am Ehesten eine Stimmung für eine Welt erzeugen. Und sind wir auch mal ehrlich: Jeder lässt sich inspirieren.

Wenn wir also in der richtigen Stimmung für die Welt sind und einige Eckdaten durch das Brainstorming gefunden haben (z.B. für Cimorra waren einige Eckdaten Conan, John Carter of Mars, Tekúmel, SF = Mystik und Magie, sehr warme Welt, usw.), kann sich nun die Karte setzen.


Wie beginnen... oder Die Dart-/Würfelmethode

Wenn man absolut keine Idee hat, wie man seine Karte beginnen soll, so gibt eine nette, untechnologische Methode, um ein Karte ideenbezogen zu erschaffen.
Was heißt "ideenbezogen"? Ideenbezogen sagt nichts anderes aus, als dass man versucht seine Ideen und Vorstellungen, die man in den Eckpfeilern gesetzt hat, irgendwie unterzubringen.

Eine Methode, die mir demletzt eingefallen ist, wäre die Dart- oder Würfelmethode. Bei beiden Methoden benötigt man ein Blatt Papier (idealerweise ein Flipchartblatt mit 2,5cm Karo), einen Stift und eben eine größere Menge unterschiedlich markierter Dartpfeile oder Würfel.
Zu Beginn legt man fest, welche Würfel oder Pfeile welches Element der Welt darstellen. Z.B. kann ein Dartpfeil für "Das große Imperium (TM)" stehen oder "Orkreich", "Trolllande" oder ähnliches. Nun nimmt man das leere Blatt und hängt es an eine Wand, die man mit Pfeilen bewerfen kann, ohne dass sie gleich Schaden nimmt. Arbeitet man mit Würfeln, so legt man das Blatt einfach auf dem Boden oder einen Tisch aus. Anschließend nimmt man seine Darts und wirft sie auf das Papier bzw. seine Würfel und lässt sie einfach auf das Blatt fallen. Dort, wo die Pfeile/Würfel gelandet sind, macht man einen Kringel und schreibt die Bedeutung des Darts/Würfels mit dazu. Nun hat man seine Ausgangsideen schon mal an gewisse Positionen aufs Blatt gebracht.

Der Vorteil der Würfelmethode: Die Zahlen können angeben, wie groß das Land eigentlich ist. So kann z.B. für "Das große Imperium (TM)" einfach ein W20 oder W30 genommen werden, um ein möglichst großes Ergebnis zu erhalten, während man für ein unwichtiges Hobbitland auch mit einem W4 zu recht kommt.



Dann legt man sehr grob eine Landmassenform für jedes Land fest, wobei man sich an dem erwürfelten Wert orientiert.Im Beispielbild habe ich einfach mal Kreise so platziert, wie ich mir in etwas die Länder vorstelle.



Jetzt haben wir schon mal eine sehr, sehr, sehr grobe Vorstellung, wie die Weltkarte, orientiert nach unseren Eckdaten, aussehen könnte. Verbinden wir nun die Kreislinien untereinander, so kann man schon seine etwas feinere Landmasse erkennen.


Nun beginnt die Feinarbeit. Sprich: Die Küstenlinien werden feiner ausgebaut, Gebirge, Flüsse und Seen werden eingezeichnet. Sind weitere Reiche, Städte oder Points of Interest von Nöten, so kann man diese auf die gleiche Art und Weise festlegen, wie man die Eckdaten auf der Karte festgelegt hat.

Vorher sollte man sich andere Karten mal anschauen, um ein Gespür für das Entwickeln von Küstenlinien und der Ausarbeitung der Karte zu bekommen. Mit etwas Übung kann dann das Endprodukt bald schon wie das folgende Beispiel aussehen:



Karten zeichnen kann im Grunde jeder und eine Karte ist auch eine gute Basis für ein vernünftiges Weltenprojekt oder RPG-Setting. Es kommt dabei nicht auf geografisches Wissen an oder wissenschaftliche Akkuratesse an, sondern auf das eigene Gefühl, wie es richtig sein muss, und auf die Stimmung der Welt.