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Mittwoch, 8. August 2012

[Buch] Neonomicon


FBI-Agent Aldo Sax untersucht eine Serie von identischen, aber nicht zusammenhängenden Ritualmorden. Im Zuge seiner Ermittlung stößt er auf eine Subkultur aus Rockmusik, Drogen und Sex-Clubs, die um Lovecrafts Cthulhu-Mythos herum errichtet wurde. Er wird in einen Strudel grauenhafter Ereignisse gerissen, die weitreichende Folgen haben. Und nicht nur für ihn... 
- Klappentext

Ok, es ist ja eher ein Comic statt einem normalen Roman, sprich Buch, aber das ist ja nun erstmal egal. "Neonomicon" von Alan Moore (Autor, The Watchman, V for Vendetta) und Jacen Burrows (Zeichnungen) ist nichts für kleine Kinder, schwache Nerven oder verklemmte Personen. Das Comic ist reich an Blut, Sex und Gewalt. Und dabei erzeugt es eine düstere, morbide Spannung, was unter anderem auch an der genialen Farbgebung liegt. Die Zeichnungen sind ok - mir reichen sie vom Level her - detailiert und schmutzig. Bei der Story hingegen werden teilweise recht wild die verschiedensten Themen des Cthulhumythos zusammen gewürfeln, erwähnt oder angesprochen. Dies ist mir fast schon zu viel und wirkt etwas billig. Hätte man die Elemente lieber etwas sparsamer eingesetzt, wäre es vielleicht noch besser geworden.
Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Die Übertragung des Mythos ins Moderne (Cthulhu Now Spieler sollten mal einen Blick wagen) und auch schon fast ins Genre des Splatter-Punks (siehe KULT, Hellraiser, usw.) ist gelungen und verleiht dem Mythos eine weitere Fassette. 

8/10 Tentakeldildos


Donnerstag, 19. Juli 2012

[Film] The Amazing Spider-Man

 

Erst habe ich mich geweigert, den neuen Spider-Man anzusehen. Denn immerhin liegen zwischen der ersten Trilogie und dem neuen Film gerade einmal 5 Jahre und das war mir einfach etwas zu knapp vom Abstand her. Aber dann hab ich ihn mir doch mal angesehen und... Naja, seht selbst:

Peter Parker wurde noch während seiner Kindheit von seinen Eltern verlassen. Sein Onkel Ben und seine Tante May nahmen ihn daraufhin bei sich auf. Heute führt er ein Leben als High-School-Außenseiter, versteht sich jedoch gut mit seiner Jugendliebe Gwen Stacy. Als Peter einen mysteriösen Aktenkoffer findet, der offensichtlich einst seinem Vater gehörte, macht er sich auf, herauszufinden, wie und warum seine Eltern damals verschwanden. Die Spur führt ihn direkt zu Oscorp Industries und Dr. Curt Connors, dem ehemaligen Partner seines Vaters. In der Forschungsanlage nehmen die Dinge, die sowohl Peters als auch Dr. Connors Leben für immer verändern werden, ihren Lauf und Peter muss sein Schicksal akzeptieren, ein Held zu sein... - filmstarts.de

Also, erstmal das Positive: "The Amazing Spider-Man" ist wirklich gut. Ob er besser als die "alten" Filme ist, kann icht jetzt nicht so sagen, aber er ist definitv anders. Insgesamt etwas düsterer, aber auch bodenständiger und lockerer. Er wirkt nicht so künstlich wie die Vorgänger, sondern insgesamt wesentlich realistischer. Auch ist er an manchen Stellen näher an der Vorlage dran, wie z.B. mit dem Einsatz von Fadensdüsen statt einem natürlichen Faden. Optisch ist er auch verdammt gut, die 3D-Technik kommt stellenweise wirklich gut rüber und die Action ist zwar etwas spärlich gesät, aber ok. Und Dr. Conners/Lizard kommt als Bösewicht auch besser weg als wie ich erst gedacht hätte. Auch tut es Peter Parker ganz gut, einfach nur als relativ "normaler Nerd" daher zu kommen, als wie eine trottelig-nette Kopie von Clark Kent zu sein.

Aber... Aber das Hauptproblem ist wirklich der viel zu kurze Zeitabstand zur Sam-Raimi-Version. Denn woe "The Amazing Spider-Man" zwar inhaltlich originaler ist, so ist die alter Fassung optisch gesehen fast eine 1:1-Kopie der Comics. Gerade in der Besetzung gab es ein paar Punkte, die mir sauer aufgestoßen sind, wie z.B. Sally Fields als Tante Mae, was einfach überhaupt nicht gepasst hat und Andrew Garfield als Spider-Man war zwar ok, aber irgendwie auch nicht richtig perfekt. Und er hätte sich ruhig mal die Haare schneiden können. Vielleicht ändert man das noch in Teil 2, wenn Spidey vielleicht einen Tick älter und männlicher geworden ist.

Trotzdem ist der Film nicht schlecht. Er ist gut und halt anders. Wer die Raimi-Filme noch im Kopf hat, wird immer Vergleiche zwischen den beiden Versionen ziehen. Meiner Meinung nach wäre eine Melangé aus Beiden der perfekt Spider-Man-Film. Es bleibt halt nur mal abzuwarten, was noch kommt und wie man die Geschichte fortführt.

7/10 Spinnenfäden

Montag, 16. Juli 2012

[Film] Captain America

 

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ist der Amerikaner Steve Rogers ein schwächlicher junger Mann, der aufgrund seines Körperbaus ausgemustert wird. Um seinem Land trotzdem dienen zu können, stellt er sich als Freiwilliger für ein geheimes Regierungsexperiment zur Verfügung. Mittels eines „Supersoldatenserums“, das gewöhnlichen Menschen zu Höchstleistungen verhelfen soll, will die Regierung eine Armee unbesiegbarer Männer erschaffen. Der Versuch glückt, doch weil der verantwortliche Wissenschaftler einem Mord zum Opfer fällt, bleibt Steve der einzige Supersoldat. Als „Captain America“ kämpft Steve fortan im Namen seines Landes gegen Kriegsgegner, Spione und andere Saboteure...  - filmstarts.de

Gestern hab ich es endlich mal geschafft "Captain America" komplett anzusehen ohne auf Grund von totaler Übermüdung einzuschlafen. Also, mir gefällt der Film schon recht gut. Da ich alles, was mit Weird World War II zu hat wirklich mag (u.a. Return to Castle Wolfenstein, Hellboy I, Indiana Jones 1 und 3, usw.), hat der Film natürlich auch einen gewissen Bonus bei mir. Das Ganze noch mit der Marvelhochglanzoptik kombiniert macht den Film schon zu einer echten Augenweide. Allerdings liegt auch hier das Problem von Captain America: Ich hätte mir noch etwas mehr abgedrehte Ideen, vor allem auf der Seite von Hydra gewünscht (Ich weiß immer noch nicht, warum das Logo von Hydra ein Kraken mit einem Schädel in der Mitte ist. Komisch...). Ein paar fehlgeschlagene Supersoldatenexperimente z.B. hätten der Sache noch ganz gut getan. So bleibt es aber nur bei Laserkanonen und Megapanzern. Schade eigentlich. 

Ansonsten ist der Film aber echt gut und neigt auch zu einer sehr dicken Ladung Selbstironie. Gerade wo der Cap dann nur noch als Werbefigur für Kriegsanleihen missbraucht wird, finde ich schon recht amüsant. Das Feeling passt ansonsten soweit ganz gut und auch die Besetzung ist ganz ok. Besonders hervorzuheben ist die Verwandlung von Chris Evans vom schmächtigen Hämpfling zum muskelgestählten Supersoldaten. Auch die schöne, nostalgische Optik, die etwas an die kühle, aber stylische Ausstattung von "Sky Captain and the World of Tomorrow" erinnert, weiß zu gefallen.

"Captain America" ist ansonsten eine gute, kurzweilige Comicverfilmung. Tiefgang sucht man vergebens, aber es reicht zum einen um sich einen netten DVD-Abend zu machen und zum anderen um sich ein paar Ideen für ein WWWII-Setting durch den Kopf gehen zu lassen.

8/10 Kriegsanleihen

Sonntag, 6. Mai 2012

[Film] The Avengers


Loki, Halbbruder des Donnergottes Thor hat einen Weg gefunden zwischen den neun Welten zu reisen und macht sich mit einer Streitmacht auf, die Erde zu unterwerfen. Zu diesem Zweck ruft Nick Fury, Kopf der geheimen Regierungsbehörde und Friedensorganisation S.H.I.E.L.D., die größten Helden der Welt zusammen. Nach seinem jahrzehntelangen Schlaf ist Captain America ohnehin unter S.H.I.E.L.D.s Aufsicht, die nah- und fernkampferpobten Auftragskiller Black Widow und Hawkeye sind ebenfalls schon fester Bestandteil des Ensembles. Da die Lage ernst ist, wird auch der egozentrische Tony Stark alias Iron Man ins Team geholt, ebenso wie der Wissenschaftler Dr. Bruce Banner, der unter falschem Vorwand ins Team gelockt wurde. Das birgt allerdings einige Gefahren, denn wenn der gammaverstrahlte Doktor sich zu sehr aufregt, wird er zum unberechenbaren Hulk und auch die anderen Helden sind es nicht gewohnt im Team zu arbeiten. - filmstarts.de

Die Erwartungen lagen bei mir hoch, sehr hoch. Und ich muss sagen: Der Film hat sie komplett erfüllt!
"The Avengers" war eine Superheldencomicverfilmung, wie sie sein sollte: Groß, episch, actionreich und Zerstörung pur. Wo andere Comicverfilmungen die Sache etwas ruhiger angegangen sind, haut Joss Whedon (der auch der Mann hinter der Buffy-, Angel- sowie auch der Firefly-Serie war) voll auf die Kacke und lässt ein extrem cooles Actionfeuerwerk vom Stapel laufen, das einfach nur noch Spaß macht und richtig kurzweilig ist. Keine Sekunde ist langweilig und die 140 Minuten vergehen wie im Fluge. Dabei bietet der Film eigentlich alles, was auch z.B. bei "Transformers 3" zu finden war - coolere Charaktere halt noch dazu - doch unterscheidet sich "The Avengers" gewaltig von der Roboterblechorgie, der einfach nicht in die Gänge kommen wollte und das Finale einfach saulangweilig war.
Bei "The Avengers" stimmte hingegen einfach alles. Von der ersten bis zur letzten Minute war der Film einfach eine Offenbarung, was Tricktechnik, Sound, Design, cooler Charaktere, Spannung und Witz angeht.

Wer also auf flotte Comicaction steht und gerne auch mal mit offenen Mund im Kino sitzt, weil das Gezeigte einfach nur noch episch ist, der ist hier genau richtig!

9,5/10 vom Hulk zerkloppte Aliens

Mittwoch, 15. Februar 2012

[Inspiration] Die Schiffbrüchigen von Ythaq


Wow! Der gestrige Tag war für mich mal wieder vollkommen perfekt. Beim Shopping in meinem Lieblingscomic/rollenspiel/bücherladen erwarb ich neben "The Savage Sword of Conan 10", "The Savage Sword of Kull 2" und "Die Kriegerinnen von Troy 1" noch die ersten 5 Bände von "Die Schiffbrüchigen von Ythaq".

Gelesen habe ich sie jetzt noch nicht, sondern nur mal überflogen, aber das, was ich bis jetzt gesehen habe war einfach grandios! 


Ein Raumschiff kracht auf eine exotische, mittelalterliche Fantasywelt (eher in die Richtung Sword & Sorcery), wobei drei der Schiffbrüchigen von dem Schiff getrennt werden und sich so auf die Suche nach den anderen machen müssen.


Die Mischung der Elemente dabei ist einfach bunt und großartig. Man kommt beim Betrachten der Bilder gar nicht mehr aus dem Stauen heraus. Und das ist genau der Effekt, den vor einigen Jahr schonmal erlebt hatte. 

Und zwar bei "Battlechasers":


"Soulsaga":


Und "Die Feuer von Askell":


Gerade "Die Feuer von Askell" hat eine direkte Verbindung zu "Die Schiffbrüchigen von Ythaq", da beide Serien vom selben Autor, Christophe Arleston ("Troll von Troy", "Lanfeust von Troy/der Sterne"), sind.

Viel wichtiger aber: "Battlechasers", "Soul Saga" und "Die Feuer von Askell" haben durch ihren eigenen, besonderen Stil in Sachen Fantasy mich damals zur Entwicklung von Gaia grundlegend inspiriert. Und durch den Erwerb von den "Ythaq"-Büchern spüre ich wieder einen Hauch dieser alten, exotische Frische in meinen Lungen. Diesen Duft von Zimt und Pfeffer, von Süßholz, Urwaldblüten und Weihrauch, von verfallenen Büchern und uralten, überwucherten Ruinen, Maschinenräumen und den großen Städten voller fremdartiger Wesen und reicher, bunter Märkte.

Ythaq ist mal wieder eine Welt, die ich erkunden möchte. Nicht nur mit den Comics, sondern auch durch Rollenspiel. Eine Welt, die ich spüren und erleben möchte. Daher kann ich diese Welt und die Comics schon ungelesen als Quelle reinster Inspiration und Gefühle durchaus empfehlen.