Montag, 8. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 5, 6, 7 & 8


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's! 

  • What story does your group tell about your character? - Welche Geschichte erzählt deine Spielgruppe über deinen Charakter?
    Keine. Habe im Moment weder einen Charakter noch eine Gruppe.
  • Most amazing thing a game group did for their community? - Die herausragendste Sache, die eine Spielgruppe für die Rollenspielgemeinschaft getan hat? (Hiermit sind private oder öffentliche gemeinnützige Taten gemeint.)

    Pfff...Keine Ahnung, aber was ich mal richtig cool fand, war die "BAD MYRMIDON"-Aktion von Rafael Chandler, Jim Raggi, Gennifer Bone, Dyson Logos & Wayne Snyder, welche zusammen dieses kleine D&D-Abenteuer-PDF geschrieben haben, um mit den Einnahmen Mandy Morbid, Freundin von "Playing D&D with Pornstars"-Blogger Zak Sabath, Alternative-Porn-Actress und Dauer-Rollenspielerin, in ihrem Kampf mit dem Ehlers-Danlos-Syndrome finanziell zu unterstützten.
    Ist vielleicht jetzt nicht die richtige Antwort auf die Frage, aber ich fand die Aktion richtig cool.

  • What aspect of RPGs has had the biggest effect on you? - Welcher Aspekt des Rollenspiels hatte den größten Effekt auf dich?

    Für mich ist das gemeinsame Erleben einer Geschichte und eines Abenteuers in einer fremden Welt der wichtigste Aspekt. Seit frühester Kindheit liebe ich es in fiktive Welten einzutauchen und dort Abenteuer zu erleben. Damals erlebte ich diesem mit Holzschwert, mit Lego, Masters of the Universe oder Playmobil. Heute sind es eher Tabletop- oder Rollenspiele. Der Effekt ist aber immer der Gleiche: Realitätsflucht. Ich bin da ehrlich. Die reale Welt und den Alltag um mich herum vergessen zu können und in eine andere (bessere?) und fantastische Welt einzutauchen ist eben der Hauptzweck von Rollenspielen für mich.

  • Hardcover, softcover, digital? What is your preference? - Hardcover, Softcover, digital? Was ist deine Präferenz? (Hier geht es um die Diskussion „PDF oder gedrucktes Buch“.)

    Ich nehme alle drei. Wenn es nur ein Softcover gibt, dann nehme ich dieses; Hardcover sind mir aber lieber, da sie einen besseren Stand im Regal haben. PDF hingegen finde ich immer gut, da ich es einfach mag, immer und überall auf Smartphone oder Tablett einen Großteil meines Materials zu besitzen und mal schnell was nachschlagen zu können. Gerade, wenn ich etwas bastle oder recherchiere, finde ich PDFs einfach sehr praktisch.

Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

Freitag, 5. August 2016

[Serie] Stranger Things - Season 1


Am 6. November 1983 verschwindet in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Indiana ein kleiner Junge. Während sich seine verzweifelte alleinerziehende Mutter an die örtliche Polizei wendet, machen sich auch seine drei besten Freunde auf die Suche nach ihm. Im Wald stoßen sie auf ein verstörtes Mädchen mit kurzgeschorenem Haar, auf dessen Arm die Ziffern „011“ tätowiert sind und das paranormale Kräfte besitzt. Sie gibt vor, Informationen über den Aufenthaltsort des Jungen zu haben. Wenig später verschwindet die beste Freundin der älteren Schwester einer der Jungs auf mysteriöse Art und Weise. - Wikipedia



Ich will gleich mal zum Kern der Sache kommen: "Stranger Things" ist einfach unglaublich genial und für mich schon jetzt, nach den nur 8 Folgen der 1. Season, ein absolut würdiger Nachfolger von "Lost", aber auch ohne Probleme ein echter Konkurrent zu "Game of Thrones", wo mir in der Zwischenzeit schon fast egal ist, wie es weiter geht und was für schlüpfrige und blutige Abartigkeiten noch gebraucht werden, um die Zuschauer bei Laune zu halten.

Klar, "Stranger Things" ist anders, aber im Vergleich zu GoT ist sie ein echter Pageturner, wie man es in der Literatur sagen würde. Warum?

1. Das Setting: Wer 80er-Jahre-Filme wie "E.T.", "Die Goonies" aber auch "ES", "Carrie", sowie "The Thing" oder "Aliens" oder auch die J.J.Abrams Spielberghommage "Super 8" liebt, wird auch "Stranger Things" lieben. Die Serie ist eine vollkommene Hommage an Stephen Spielberg, Stephen King oder John Carpenter. Und wenn man zudem noch verdammt viel Zeit mit "Dungeon and Dragons" verbracht hat, ein Fan von "Star Wars", "Masters of the Universe" und H.P.Lovecraft ist, dann wird man die Serie vergöttern. "Stranger Things" ist eine absolute 80er Jahre-Nerd-Dröhnung, Kinder-Abenteuer- und auch Horrorserie. Sie hat extrem viele Elemente, die von Komödie über Drama bis hin zu übernatürlichem Horror reichen und vereint das einfach perfekt.

2. Die optische Umsetzung: Wie schon gesagt, "Stranger Things" spielt in den 80er Jahren in den USA. Die Szenerien, die Ausstattung, Kostüme, einfach alles ist absolut perfekt. Selbst sogar das Intro wirkt wie von einer alten VHS-Kassette. Somit gibt es natürlich auch einige Hilfsmittel unserer Zeit wie das Internet oder Handys hier einfach nicht. Die Polizeiarbeit besteht noch aus dem Recherchieren von Mikrofilmen oder Telefonieren aus Telefonzellen. Die Kinder haben Funkgeräte, welche die Größe von wirklich großen Kohlebriketts haben und sind mitglieder in einem CB-Funkerclub in der Schule. Die Frisuren, Brillen oder Kleidung sind einfach...naja...US-80er halt. Also irgendwo zwischen verdammt hässlich und eigentlich schon wieder so retro, dass es schon wieder verdammt cool ist.

3. Die Besetzung ist einfach der Hammer! Jede Rolle ist absolut perfekt besetzt. Es gibt echt niemanden, wo man das Gefühl hat, dass er oder sie nicht in ihre Rolle passt. Die schauspielerische Leistung ist echt enorm. Zwar gibt es mit Winona Ryder ein bekanntes Gesicht, die richtig gut in ihrer Rolle als verzweifelte Mutter aufgeht, doch die wahre Hauptrolle sind die Kinder und Jugendlichen, die einfach die Erwachsenen an die Wand spielen, obwohl diese schon verdammt gut sind in ihrem Schauspiel - die Kids knallen sie einfach nochmals weg.

4. Die Story: Auch die Story ist einfach grandios. Der Spannungsbogen nimmt recht früh in der ersten Folge Fahrt auf und zieht bis zum Finale noch weiter an. Dabei muss man auch sagen, dass "Stranger Things - Season 1" ein relativ abgeschlossenes Ende hat und nur einige wenige Fragen offen bleiben. Es gibt also nicht so diesen "Lost"-Effekt, wo einfach zig Fragen aufgewirbelt und nie beantwortet werden, sondern das Ganze wirkt eher wie der erste Teil von "Star Wars": Abgeschlossen, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, die Serie fortzusetzen - und nach dem einschlagenden Erfolg ist das auch schon fest verplant.
Durch einige Orts- und Personenwechsel werden wichtige Infos nur tröpfchenweise Preis gegeben. Zu Beginn steht man als Zuschauer vor ein paar Mysterien und fragt sich auch, wie die überhaupt zusammenpassen. Es fügt sich dann alles nahtlos und ohne Lücken ineinander.
Durch die mysteriöse Ausgangsituation und der richtig geilen Spannungsbogen, der mit Wendungen, einigen Scare Jump- und schaurigen Stellen aufwarten kann und eben den richtig, richtig, richtig guten Schauspielern wird ein Suchtsog erzeugt, dem man sich kaum entziehen kann - wenn man nachts um 12 Uhr am überlegen ist, nach 3 Folgen noch die letzten 3 Folgen sich anzusehen und am nächsten Tag blau zu machen, dann ist das schon eine verdammt heftige Suchtwirkung.

Fazit: "Stranger Things" ist einfach perfekt. Geiles Schauspiel, geile Story, geile Effekte, geiler Genremix, geiles Setting, geile nerdige Hommage. Kurz gesagt: Einfach nur geil! Der absolute Beweis dafür, dass man auch ohne volldraufhalte Sex und mit nur ein bisserl Gore, dafür aber mit einem Bombendrehbuch und einem Sack voller Ideen und Retro-Gefühlsauslösern eine verdammt gute Serie machen kann!

10+*/10 Lämpchen einer Weihnachtsbeleuchtung

Mittwoch, 3. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 3 + 4


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's! 

  • Character moment you are proudest of? - Auf welchen Charakterspielmoment bist du am meisten stolz? (physische, soziale oder anderweitige Leistung)

    Da ich ja meistens SL bin, gibt es da gar nicht sooo viele Charakteraktionen auf die ich stolz sein könnte. Meine letzter SC war Sherden Raylock, ein perceptive Jack, who rides the lightning bei der gestern genannten Numenera-Testrunde...und seine glorreichste Handlung war es einfach nicht zu sterben - trotz meines sehr bescheidenen Würfelglücks.

    Mehr fällt mir dazu im Moment echt nicht ein.
  • Most impressive thing another’s character did? - Beeindruckendste Sache, die der Charakter einer anderen Person getan hat? (physische, soziale oder anderweitige Leistung)
    Da fallen mir so einige ein. Besonders ein Charakter von meine Freundin war da besonders herausragend, was beeindruckende Handlungen an ging: Lee-Ann Jones, eine Halbvampirin in einem von uns handgewedelten Setting, dass irgendwo zwischen Cthulhu, Kult, World of Darkness und Shadowrun angelegt war. Dazu gehörte unter anderem die Zerschlagung eines Y'Golonac-Kultes inklusive Verbannung des Großen Alten, die Geburt des Anti-Christen und einige andere, recht seltsame Ereignisse.
    Was aber vielleicht wirklich das absolut Herausragendste war, was je ein Spielercharakter verursacht hat, ging auf die Rechnung eines anderen Charakters meiner Freundin. Damit meine ich Tanja Ericsson, ein Straßenkind und Diebin in der Hafenstadt Ti-Le'anna. Das herausragende Ereignis, das durch Tanja ausgelöst wurde, war die Entstehung der Welt von Gaia.Wie kam das? Zu Beginn der Tanja-Kampagne gab es nur die Hafenstadt Ti-Le'anna sowie einige Eckdaten: Das Setting war moderne Fantasy ala Battle Chasers, Tanja war total pleite und sie hatte Schulden bei dem schwabbeligen Boss des Schwarzmarktes. Ich glaube, er hieß Grappa und war ein überaus fetter Kerl, der auf einem mechanischen spinnenartigen Unterbau durch die Gegend krabbelte. Aus dieser Situation kam es zu einigen Begegnungen und Wendungen, die letztendlich in einer epischen Flucht aus der Stadt ins Reich der - damals noch - Elfen führte. Danach kam es zur Reise ins Imperium von Galadorn (heute Galhadan) und somit langsam zur Entstehung der gesamten Welt. Und dies geschah vor rund 16-18 Jahren. So absolut exakt weiß ich es leider nicht mehr. Gaia hat diese Zeit mehr oder minder gut überstanden. Fakt ist, dass die Welt sicherlich nicht entstanden wäre, wäre Tanja kein so ein interessanter und vielschichtiger Charakter gewesen und wenn es nicht auch für mich als SL so viel Spaß gemacht hätte die Kampagne zu leiten.Ich weiß jetzt nicht, ob ich so die Frage absolut richtig beantwortet habe, aber ich glaube, die Entstehung einer Welt dank eines verdammt guten Charakterspiels ist schon was sehr Beeindruckendes.

Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

RPG-Blog-O-Quest #011 – Speis & Trank

RPG-Blog-O-Quest August 2016: Speis & Trank (Link)

1. Welche Art von Speis & Trank gibt es bei Euch typischerweise beim Spiel? Zumeist gibt es nur Knabberzeug aller Art (Süß, salzig, fruchtig, schokoladig, gummiartig, usw.) und allerlei Getränke von heiß bis kalt.

2. Wer kümmert sich um Knabbereien und Getränke? Der Inhaber des Spielortes.

3. Während wir spielen ist Alkohol nicht unbedingt tabu , weil es in gewissen Maßen ganz ok ist. Besäuft sich einer allerdings, dann ist das nichts. Allerdings sind die meisten bei uns auch keine besonders großen Alkoholtrinker und daher erübrigt sich die Frage. Aber ein Glaserl Wein, Met oder ein Bierchen darf es auch beim Zocken sein. Entspannt ja auch ein bisserl.

4. Obst und Gemüse am Spieltisch ist vollkommen ok. Oder wie ich es sage: Solange Kakao an Bäumen wächst, ist Schokolade Obst.

5. Beim großen Abend (oder Mittags-) Hunger: Wird bestellt, vorher gekauft oder selbstgekocht?
Meistens bestellt. Alles anderes dauert einfach zu lange.

6. Wenn gegessen wird: Pause oder weiterspielen? Wenn richtig gegessen wird, dann gibt es eine Pause. Denn irgendwelche Fettflecken auf Büchern oder anderem Spielmaterial ist einfach unschön. Knabbern geht normalerweise auch beim Spielen - so lange man kein totaler Schussel am Tisch sitzt, der alles mit klebrigen Flüssigkeiten wie Cola überflutet...


Vielleicht noch einen Vorschlag für September: Nachdem "Fantasy" und "Sci-Fi" schon abgegrast wurden, wäre vielleicht der dritte, große Genrepfeiler mal interessant - Horror.

Dienstag, 2. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 1 & 2


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's! 

  • Real dice, dice app, diceless, how do you prefer to ‚roll‘? - Echte Würfel, Würfel-App, würfellos, wie bevorzugst Du den „Wurf“?
    Echte Würfel - soweit überhaupt gewürfelt wird. Sind eher Würfelminimalisten.
  • Best game session since August 2015? - Beste Spielsitzung seit August 2015? (in den letzten 12 Monaten)
    Oh. Da gab es bis dato nur eine... :( Eine Numenera-"Con"-Runde mit Mháire Stritter als SL. Es war auch gar keine richtige Con, sondern das letzte Weltenbastler-Frühjahrstreffen. Es war einfach nur eine kurze Testrunde, um mal das Cypher System in Aktion kennen zu lernen und das war doch recht überzeugend geschehen. Also, dies war somit auch die beste Runde im letzten Jahr. 

Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

Freitag, 1. Juli 2016

RPG-Blog-O-Quest #010 – Fantasy

RPG-Blog-O-Quest Juli 2016: Fantasy (Link)

1. Lieber Low- oder Highfantasy? Warum?Eine sehr gute Frage. Kommt bei mir ein wenig auf die Stimmung an, denn eigentlich mag ich beides sehr gerne.
Auf der einen Seite hat Low-Fantasy, ganz speziell "Sword & Sorcery", seinen Reiz, gerade weil nicht alles von Magie durchzogen ist und weil Low-Fantasy gerne auch mal geerdet sein darf. Also, nicht mit klassischen Drachen oder EDO-Elementen, sondern da kann auch eine Riesenechse ohne Flügel und Feuer einen Drachen ersetzen. Die Probleme sind persönlicher und auch menschlicher. Mehr das tägliche Überleben als das Retten der Welt.
Auf der anderen Seite kann diese Over-The-Top-High-Fantasy auch verdammt viel Spaß machen. Am besten aber dann wirklich D&D-Style mit Luftschiffen, Reisen zu anderen Existenzebenen und epischen Schlachten, wo ein Großteil der Armee aus verzauberten Maschinen und Monstern besteht.


2. Mein liebstes Crossover mit Fantasy ist Science Fiction, weil ich es einfach mag. 
Vielleicht liegt es an meiner Vorliebe für "Masters of the Universe" oder "Star Wars", aber ich finde einfach, dass diese beiden Genres sehr gut miteinander harmonieren. Ich kann mir auch einfach gut vorstellen, dass eine Fantasywelt ein Teil eines Universums mit anderen, bewohnten Welten sein kann, deren Bewohner in der Lage sind, durch den Weltraum zu reisen. Eines meiner Lieblingssettings ist dabei das schon oft zitierte "Die Schiffbrüchigen von Ythaq", wo ein Raumschiff auf einem mittelalterlichen Planeten abstürzt.

Sci-Fantasy - ja, bitte, aber bitte NICHT so!
Allerdings muss es aber auch zusammenpassen. Ich finde, es gibt nichts schlimmeres als Beispiel aus dem obrigen Bild von "Astonishing Swordsmen & Sorcerers of Hyperborea", wo ein recht klassischer Ritter mit Strahlenpistole herumläuft. Das passt einfach nicht, wirkt billig und fühlt sich für mich nicht richtig an. Das liegt bei mir aber auch einfach daran, dass ich es nicht mag, wenn man eine Fantasywelt baut und diese mit irdischen Standardvölkern zusammenbastelt und dies auch optisch so beibehält. Ich finde dies aus der weltenbastlerischen Perspektive recht schlecht gemacht, aber das ist ein anderes Thema.

Was ich auch sehr gerne mag ist Fantasy mit Horror gemischt. Da kann es auch gerne eine recht klassische, mittelalterliche Welt sein, die aber sehr düster und schaurig gehalten ist. Mit finsteren Wäldern, schrecklichen Dämonen und Waldgeistern, Hexerei, Untoten, Vampiren und vielleicht auch ein bisserl cthulhoiden Elementen - kein Muss, aber eine Bereicherung. Ich finde die Vorstellung, wenn eine Heldengruppe in ein abgelegenes Dorf kommt und sich dort mit inzestösen Mutationen, Teufelsanbetung, Menschenopfern und bösartigen Dämonen herumschlagen muss, sehr reizvoll.


3. An Oldschool gefällt mir die Vielseitigkeit.
Also, ich meine einfach damit, dass es extrem viel Old-School-Material im Netz gibt und dass man ein Old-School-RPG recht schön modifieren und anpassen kann. Und ich liebe Old-School-Artworks und -Miniaturen, denn im Gegensatz zu modernen Illus - die auch großartig sind! Gar keine Frage! - erlange ich bei Old-School-Illustrationen schneller Ideen, was man so manchen könnte.
Die Frage ist aber: Was ist Old-School und was hat es mit der Frage über Fantasy zu tun? Immerhin gibt es ja auch Old-School-Sci-Fi oder Old-School-Endzeit.


4. Im ausgelaufenen Monat war Drachen das Thema des Karnevals. Meine liebste RPG-Anekdote mit Drachen...
...hab ich eigentlich keine. Kann mich gar nicht mehr erinnern, ob ich jemals Drachen eingesetzt habe und wenn, dann war es nicht ganz so spektakulär. 


5. Welches ist Dein favorisiertes Fantasyvolk? Warum?
Ganz einfach: Menschen. Kann man überall einsetzen. Man weiß, wie sie sich anfühlen und sind für die meisten Aufgaben geeignet. 
Ich bin nicht so der EDO-Fan, denn ich finde, dass einfach zu oft andere Völker als "Mensch in Kostüm" oder "Mensch mit besonderen Eigenschaften" dargestellt werden. Gerade Elfen werden - als Spielervolk wohlgemerkt - nur allzu oft recht jämmerlich behandelt. Meistens erinnern sie einfach nur an Menschen mit einigen besonderen Eigenschaften (Besseres Sehen und Hören, Immunität gegen Krankheiten, usw.). Mehr nicht. 
Eigentlich müsste ein Elf in allen Belangen viel besser sein als ein Mensch. Elfen werden uralt und selbst junge Elfen können Jahrtausende alt sein. Wenn man einen solchen Elfen spielt, der wahrscheinlich Jahrhunderte das Bogenschießen geübt hat, warum sollte man dann noch Trefferwürfel ermitteln? Der muss einfach fast immer treffen. Im Prinzip müsste ein Einsteiger-Elf so gut sein, wie ein sehr erfahrener Mensch und das haut einfach nicht hin, wenn man so etwas wie Powergaming vermeiden und etwas Balance behalten möchte.


So...und wieder einen Monat auf neue Fragen warten...Möff...

Mittwoch, 1. Juni 2016

RPG-Blog-O-Quest #009 – Science Fiction

RPG-Blog-O-Quest Juni 2016: Science Fiction (Link)
Klingt interessant. Fangen wir mal an...

1. Wie bist du zur Science Fiction gekommen?
Eine dunkle Erinnerung meiner Kindheit war, dass ich mit meinem Vater in "Star Wars - Episode V (damals II): Das Imperium schlägt zurück". Das Kuriose daran ist, dass ich 1980 gerade einmal 1 Jahre alt gewesen wäre. Scheinbar muss er irgendwann später noch mal im Kino gelaufen sein, denn sonst wären diese Erinnerungen für mich einfach unerklärlich.

Grundlegend war Star Wars der erste Sci-Fi-Kontakt für mich. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, dann würde ich meinen 4. oder 5. Geburtstag noch nennen, als ich meine erste "Masters of the Universe" Actionfiguren - das Einsteigerset mit He-Man, Skeletor und Hörspiel ("Die Höhle des Schreckens") bekommen habe. Die Frage ist nun, ob MotU als Sci-Fi zählt oder nicht. 
Fakt ist, dass diese Mischung mich zu meinem ersten "Weltenbauprojekt" gebracht hat, das eine Mischung aus Sci-Fi und Fantasy war - oder anders gesagt: MotU meets Star Wars. Das Ganze natürlich dargestellt mit LEGO.

Ich habe auf jeden Fall recht früh (Grundschule) sehr viel Sci-Fi im Fernsehen konsumiert. Meine Eltern hatten damals weder einen Videorekorder oder eine Satschüssel, weswegen ich auf die Gnade der Öffentlich-Rechtlichen angewiesen war. So kamen Filme wie "Kampfstern Galaktica", "Das Schwarze Loch", "Der Flug des Navigators", "Zurück in die Zukunft" oder "The Last Starfighter" zu meinen Kindheitserinnerungen dazu. 
Kaum hatten meine Eltern dann eine Videorekorder wurde (fast) alles gekauft, was es auf VHS an Sci-Fi - Fantasy, Abenteuer, Horror, Action, usw. - zu kaufen gab. Dabei war ich und bin ich schon immer mehr der fantastische Sci-Fi-Fan, was wahrscheinlich in meiner Früherziehung gründet. Mit Klassikern wie "2001" oder "Bladerunner" kann ich bis heute noch nichts anfangen.


2. Was macht für dich den Reiz dieses Genre aus?
Ganz klar die Option der schier grenzenlosen Möglichkeiten. Während sich Fantasy meist auf eine, oft mittelalterlich angehauchte Welt bezieht, kann Sci-Fi einfach alles haben. Gerade "Star Wars", was ja auf als "Fantasy mit Raumschiffen" bezeichnet wird, zeigt genau auf, was alles möglich ist. Sci-Fi ist für mich eine Art "Übergenre", da es sich eigentlich mit allem mischen lässt. Sci-Fantasy (ala "StarWars"), Sci-Fi-Horror (ala "Aliens") oder Sci-Fi-Comedy (ala "Krieg der Eispiraten") sind nur ein paar Beispiele. 
Zudem bewegt sich Sci-Fi auch innerhalb seines Genres in ganz unterschiedlichen Richtungen. Es kann düster, dystopisch und grausam sein (siehe "Mad Max", "Blade Runner" oder "Flucht aus dem 23. Jahrhundert") oder auch utopisch, bunt und lebhaft (z.B. "Avatar", "Zurück in die Zukunft" oder "Star Trek"). Sci-Fi kann fantastisch sein oder auch sehr realistisch (z.B. "Der Marsianer"). 
Wie es schon bei "Star Trek" hieß: "Der Weltraum, unendliche Weiten" - oder eben "Der Weltraum. Unendliche Möglichkeiten."


3. Welche SF Rollenspiele hast du schon gespielt und was war das besondere an ihnen?Lustigerweise noch gar nicht so viele. Eigentlich für ein paar kurze Sessions nur "Star Wars D6"  - wenn man nach kommerziellen RPGs geht. Ansonsten haben wir schon des öfteren "(A)D&D" oder "Cthulhu" für diverse Sci-Fi-Sessions verwendet. So hatten wir z.B. mal ein Cthulhu/Warhammer 40k-Crossover gespielt, was zum einen sehr gut ging und zum anderen verdammt blutig zur Sache gegangen ist. Ansonsten haben wir auch z.B. ein "Shadowrun"-like mit dem BRP gespielt, was auch sehr gut lief.
Es gab allerdings nichts wirklich Besonderes an diesen Runden, was es nicht auch bei allen anderen Genres gegeben hätte. Das lag einfach in unserer Art und Weise, wie wir gespielt haben. Da ging es viel mehr um die Geschichte und die Charaktere - eigentlich sogar viel zu sehr. Wenn man echte Trauer um den Tod eines geliebten NSCs empfindet, dann ist das schon eher ein universeller Aspekt des Rollenspiels.


4. Welcher SF Hintergrund, ob Rollenspiel, PC-/Konsolengame oder Roman ist dein absoluter Favorit und warum?
Da gibt es verdammt viele bei mir und ich kann mich da echt nicht festlege, welches das Beste ist oder nicht. Hier wären einige meiner Topfavoriten:
  • Warhammer 40.000 (Rollenspiel, Tabletopgame, Romane, usw.): Ganz klar ein echter Favorit, weil das Setting auch extrem viele Möglichkeiten unter einem sehr düsteren und abgedrehten Mantel liefert - und das, wo das ganze 40k-Universum sehr gut ausgebaut und beschreiben ist.
  • Ythaq (Comics): Eigentlich eher eine Fantasywelt, auf dem einige Raumschiffe abgestürzt sind. Spätestens im zweiten Zyklus aber verstärken sich die Sci-Fi-Elemente und so entsteht ein echter Kessel Buntes von genialen Ideen.
  • Mass Effect (PC-Game): Eine optische Augenweide und meiner Meinung nach auch ein möglicher Nachfolger von Star Wars.
  • Numenera (Rollenspiel): Es ist bei "Numenera" nicht so sehr die Welt an sich, sondern einfach die Genremischung und die Manifaltigkeit an Optionen, die mich so sehr an dem Setting reizt. Auch wenn "Numenera" offiziell eher als Fantasywelt mit seltsamen Sci-Fi-Einlagen gewertet wird, tendiere ich eher zu einer Sci-Fantasy-Welt, wo die Sci-Fi-Elemente relativ gleichwertig und teilweise als alltäglich gewertet wird. Das ist halt meine Sichtweise der Dinge.
Es gäbe aber echt noch viel, viel mehr, wobei ich von vielen teilweise nur Teilaspekte wirklich kenne und bewundere (z.B. die Designentwürfe für "Ryzom", die Miniaturen von "Infinity", usw.)


5. Welche SF Hintergrund sollte unbedingt in einem Rollenspiel umgesetzt werden und warum?
Ganz klar: Ythaq. 
Erstens gibt es von allen anderen schon auf irgendeine Art und Weise ein Rollenspiel. 
Zweites bietet Ythaq sehr viele Möglichkeiten, die von Fantasy bis eben Sci-Fi reichen - was ich persönlich sehr mag - und ein buntes und erfrischendes Universum.
Drittens könnte man Ythaq sehr gut z.B. mit dem Cypher System umsetzen. So würde die Hauptcharakterin Granit sehr gut als "Willensstarke Kämpferin, die eine Aura aus Feuer trägt" vorstellen. Oder den Bordtechniker Narvarth als "Naiven Entdeckter mit einem Faible für Technik, der niemals aufgibt (besonders beim Anbackern von Callista)" oder eben Callista als "Reizende Rednerin, die nicht wirklich viel macht (sondern lieber andere für sich arbeiten lässt)".


Ansonsten fände ich weitere "Genre"-Monate ganz gut.