Freitag, 2. September 2016

RPG-Blog-O-Quest #012 – Geld



RPG-Blog-O-Quest September 2016: Geld (Link

1. Wie groß ist Dein durchschnittliches monatliches Rollenspielbudget (z.B. bezogen auf ein Jahr geteilt durch zwölf)? Ohne Table-Top-Sachen würde ich mal sagen so 50 bis 70€ im Schnitt. Mit Table-Top ist es mehr...viel mehr... *hüstel*


2. Wieviel gibst Du typischerweise für eine Sitzung aus und wo ist Deine Schmerzgrenze (z.B. für Essen, Knabbereien, Trinken, Anfahrt, Material, … – ich komm da mit Anfahrt und ggf. einer größeren Essensbestellung öfter mal auf 20 Euro.)? Weil ich so richtige Gruppensitzungen eigentlich kaum bis gar nicht habe, denke ich mal vorrangig an normale Spielrunden, wo dann Anfahrt, Knabberzeugs, Getränke und Pizzalieferservice anfallen. So 20 € sind das dann meistens schon, werden aber nicht zum Budget hinzuaddiert.


3. Für welche Art von RPG-Gimmicks würdest Du Geld ausgeben (z.B. im Rahmen eines Kickstarts, vielleicht magst Du aber auch die DSA-Notizbücher oder Cthulhu-Plüschies)? Meine Plüsch-Cthulhu betrachte ich jetzt mal nicht als RPG-Gimmick. Wenn es was ist, was hilfreich ist, dann würde ich auch dafür Geld ausgeben. Irgendwelche nette Tools, vielleicht Kunstlederschutzeinbände für Rollenspielbücher oder sowas. Ich mag es mehr, wenn ein Kickstarter statt seltsamen Spielereien als Bonus lieber mehr Content liefert. Siehe den deutschen Numenera-KS. Da wurde inhaltlich sehr vieles richtig gemacht.


4. Bei DSA oder Earthdawn gab es zuletzt drei unterschiedliche Ausgaben: die saugünstigen Sparausgaben mit wenig Illus, die Normalausgabe und die teurere Sammlerausgabe, z.B. in (Pseudo)-Schlangenleder für Earthdawn. Welche Art Ausgabe bevorzugst Du für Dein Lieblingssystem, welche für ein System, welches Du mal eben ausprobieren möchtest? Und wo wir gerade dabei sind: Numenera hat es vorgemacht … Box oder Hardcover? Oder ganz anders? Ich finde die Sache mit den günstigen Sparausgaben sehr cool. Gerade um mal in ein System hineinzuschnuppern oder um seinen Freunden mal ein sinnvolles Geburtstagsgeschenk zu machen. Mir persönlich reichen die normalen Ausgaben aus. Deluxe-Bücher sind eigentlich nur was fürs Regal. Ein Rollenspielbuch ist letztendlich auch ein Werkzeug und wenn ich da z.B. an mein erstes Cthulhu-Regelwerk von Pegasus denke und wie das jetzt aussieht, da bin ich doch froh, dass es keine Sammelausgabe war.

Bei der Frage Box oder Hardcover bin ich echt sehr gespalten. Gerade auch was Numenera angeht. Ich selber hab das HC, weil es einfach besser im Regal aussieht. Allerdings habe ich a, nicht an den ganzen Kleinkram gedacht, der noch dabei war und b, das Nachbestellen einer Leerbox vergessen. Je nach System finde ich Box schöner als HC und umgekehrt. Früher, als ich noch DSA gekauft habe, fand ich es sehr geil immer die Boxen zu öffenen - auch wenn meistens nur ein paar Hefte drin waren. Aber es ist ein anderes Gefühl, als wenn man die Folie von einem Buch runter macht. Es ist einfach irgendwie spannender.


5. Spendenaktionen im Rollenspiel, egal ob die Ulisses-Charity auf der Ratcon (viaNandurion), das Bundle of Holding oder Spendenbundle bei DriveThru / RPG Now – wie stehst Du dazu? Finde ich gut und hab auch schon bei einigen Bundles of Holding mitgemacht und dann auch gerne mal die größeren, wenn der Inhalt interessant war. Ich fände es auch gut, wenn deutsche Verlage mehr solche PDF-Bundle-Charityaktionen machen würden. Fände ich echt unterstützenswert.


Bonusfrage: Welches ist Dein größter Rollenspielschatz (egal, ob Buch, Box oder ultraseltener Würfel etc.)? Hmmm... Finanziell dürfte es fast mein erstes Malleus Monstrorum von der ersten Cthulhu-Auflage von Pegasus Spiele sein. Die wird zur Zeit mit knapp 200€ auf eBay gehandelt. Überhaupt dürfte sich meine Cthulhu-Sammlung - werttechnisch - nahezu verdoppelt haben.
Ansonsten, so rein von persönlichem Wert, dürfte auch meine Cthulhu-Sammlung den größten Stellenwert bei mir haben. Wobei meine AD&D-Sammlung für mich persönlich auch einigen Wert hat. Genauso auch die die DSA-Hefte der 2. Edition, die ich noch habe. Lustigerweise mag ich zum Beispiel die verteufelten "Schwertmeister"-Boxen immer noch sehr cool. Weniger wegen den grottigen Regeln, die keine Sau versteht, sondern einfach wegen den ersten Schritten in eine andere, fantastische Welt, was mich persönlich auch in meinen Vorstellungen beflügelt hat.

Allerdings würde ich sagen, dass eine Sache für mich doch den aller, aller, aller größten Wert hat: Meine eigenen Rollenspielwelten, allen voran Gaia. Denn wenn ich überlege, dass ich ca. 16 Jahre Arbeit, verlieren würde, dann wäre das schon ein herber Verlust.
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Auf der anderen Seite...man könnte dann nochmal neu anf... Lassen wir das!


Vielleicht noch einen Vorschlag für September: Nachdem "Fantasy" und "Sci-Fi" schon abgegrast wurden, wäre vielleicht der dritte, große Genrepfeiler mal interessant - Horror. Dafür!


Mittwoch, 31. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 31, Ende & Fazit


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!

  • Best advice you were ever given for your game of choice? - Bester Rat den du erhalten hast für ein Spiel deiner Wahl?
    In der Spielanleitung von "Zombies!!!" stand ein Satz, den ich immer wieder und wieder mir ins Gedächtnis rufe:



    Dieser blau markierte Satz ist für mich zu einem Credo geworden, was Spiele aller Art angeht. Du hast das Ding gekauft, dann kannst du es auch verändern, wie du willst. Das gilt für Rollenspiele, Tabletopspiele oder Brettspiele ebenfalls. Was wäre HeroQuest ohne das Bauen eigener Abenteuer gewesen? Wahrscheinlich ein genauso langweiliger Mist wie "Die Burg des Schreckens".
    Und das ist es eben: Wenn man keinen Bock hat, dass "Cthulhu" ein Horror-Rollenspiel in den 1920er ist, dann kann man auch in den Traumlanden spielen oder im Mittelalter oder im Weltraum. Man kann es als Dark-Fantasy-RPG spielen oder als Pulp-RPG. Man kann die Gewichtung der Genres selbst anpassen, wie es der Gruppe lieber ist. Mehr Fantasy, weniger Horror und Sci-Fi.
    D&D kann man mit leichten Modifikationen zu einem "vollwertigen" Rollenspiel mit Eigenschaften und Fähigkeiten umwandeln oder mit einigen Regelergänzungen zu einem Sci-Fi-RPG umbauen.

    Das ist das, was vieles für mich an dem RPG-Hobby ausmacht.
Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden



So, fertig. 31 Fragen mehr oder minder ausführlich beantwortet. Es waren ein paar interessante dabei, aber im Großen und Ganzen hätte ich mir ein paar andere gewünscht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich schon recht lange nicht mehr und auch nie regelmäßig in einer Gruppe gespielt habe. Dementsprechend fallen halt einige Fragen flach. 

Schauen wir mal, was als nächsten so kommt.



Dienstag, 30. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 30


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!
  • Describe the ideal game room if the budget were unlimited. - Beschreibe das idealen Spielzimmer wenn das zur Verfügung stehende Budget unbegrenzt wäre.
    Also, irgendwie gäbe es da zwei Möglichkeiten, an die ich denke: Die etwas realistische und die total abgedrehte Variante.

    Etwas realistisch: Ich habe schon länger die Idee im Kopf, aus der Garage meiner "Schwiegeeltern" einen Hobbyraum zu machen. Und wenn das nicht klappen sollte, so hätte ich noch den Dachboden in meinem Elternhaus. Rein von der Überlegung her, wie ich jetzt vorgehen würde, nehme ich mal den Dachboden als Beispiel. Dieser besteht aus einem offenen Wohn-Ess-Küche. Wenig Wände für Regale, aber es geht. Man muss einfach alles nutzen, was geht.
    Im Wohnzimmer müsste dann der Spieltisch stehen. Idealerweise höhenverstellbar, dass man ihn gemütlich für Rollenspiele oder Tabletopspiele nutzen kann. Noch ein Wunsch wäre eine karierte Oberfläche, die größentechnisch zu allen gängigen Dungeontiles, also meistens ca. 1" Kantenlänge passt. Ich fände es einfach schön, wenn man seine Tiles schön so auslegen kann und so gleich einen Anschlag hat, um diese auszurichten. Die Oberfläche sollte auch etwas ruschfest sein, damit die Tiles nicht ständig durch die Gegend rutschen.
    Persönlich mag ich es sehr chillig beim Spielen. Daher wären Sofas die ideale Sitzgelegenheit. Stühle finde ich immer etwas starr bei Rollenspielen. Ich mag es, wenn man etwas mehr entspannt rumflözen kann. Als SL mag ich, je nachdem ob was für eine Gruppe es ist, sowohl das sitzende als auch das stehende Leiten. Ich bin da eher flexibel.
    Bücher gehören für mich zum Rollenspiel als Nachschlagewerke dazu. Allerdings würde ich hier bei der "Traumvariante" lieber auf gut gemachte PDFs zurückgreifen, um gewünschte Begriffe schneller finden zu können. Mit Hilfe meines iPads und meines Notebooks als "SL-Schirm sollte das gut gehen. Auch würde das Notebook als Musikplayer herhalten müssen, was ja kein Problem ist.
    Der Platz der SL sollte zudem einige Regale oder Vitrinen mit Spielmaterial in seine Nähe haben, um nicht lange nach passenden Minis oder so suchen zu müssen.
    Den Lichtschalter fürs Wohnzimmer würde ich durch einen Dimmer austauschen. Und zwar einen, der am besten über WLAN auch bedient werden kann, um vom Notebook oder iPad aus, rasch das Licht an die entsprechenden Verhältnisse anpassen zu können.
    Der Essimmerbereich würde zum Teil, weil es Wände gibt, als Bibliothek und auch als Bastelecke für Miniaturen oder auch als Schreibstube umfunktioniert werden. Ist ja nicht schlimm: einen großen Eckschreibtisch und ein Bürostuhl erledigen das ganz gut als Basis. Entsprechende Beleuchtungsmittel und mein Bastelmaterial den Rest.
    Die Küche würde ich, im Gegensatz zu früher als kleine Küche ausbauen. Weniger um dort groß kochen zu können, aber um Snacks und Getränke im Kühlschrank zu lagern oder um auch mal einen Kaffee zu kochen oder einen Pizza im Ofen heiß zu machen. Der Vorteil an dem Dachbodenkonzept ist das Vorhandensein eines eigenen Bades, wodurch es kurze Toilettenwege gibt und eines Schlafzimmers. Dieses würde ich auch als solches als Gästezimmer belassen, aber auch hier die Wände als Bibliothek verwenden.
    Im Grunde wäre es das schon. Eine doch recht machbare Variante eines Spielzimmers. Sogar mit Kachelofen.

    Total abgedreht: Wenn ich schon ein unbegrenztes Budget hätte, warum sollte ich da klein in Form eines Zimmers denken? Denken wir mal größer. Zum Beispiel in der Form eines Lofts in einer umgebauten Fabrikhalle. Schön fände ich es, wenn noch Stahlträger und Backsteine zu sehen wären. In einer so offenen Wohnung könnte man recht frei agieren und arrangieren.
    Grundlegend würde ich hier mehrere Spielzimmer passend zur Art des Spiels oder Settings einrichten. So würde ich z.B. für Cimorra eine Art morgenländisch angehauchte Liegewiese mit Sitzkissen und Teppichen verwenden und einen niedrigen Spieltisch, bei dem man man Boden sitzend gut spielen kann. Ein Zimmer für Gaia würde ich eher relativ klassisch und einfach halten. Also ähnlich wie oben gedacht. Oder ich müsste einige Designer von Hollywoodfilmen engagieren, um mir ein passendes Zimmer zu bauen. Wichtig wäre noch ein Call of Cthulhu-Zimmer, dass ich im Stil der 20er oder des viktorianischen Englands gerne hätte und in dem es vor seltsamen Dingen nur so wimmelt: Eingelegte Exponate, Schädel, Artefakte, Bücher, Karten, usw. Dann bräuchte ich noch drei weitere Spielzimmer: Eines für Warhammer 40k/Inquisitor mit einer reichhaltigen - und fertig bemalten - Auswahl an Gelände und Miniaturen. Das gleiche dann nochmals für D&D-Dungeonhacks und noch ein Allroundspielzimmer.
    Diese Spielzimmer wären dann mit modernster Technik, wie z.B. LED-Panels als Tischplatten ausgestattet. Jeder Spieler hätte interaktive Charakterbögen auf seinem iPad bzw. jeder Spieler hätte eine Microsoft HoloLens um gewisse Ereignisse holografisch darstellen zu können. Ansonsten natürlich auch Musik, Licht und was sonst noch so dazugehört.
    Die Spielzimmer wären schalldicht isoliert, falls man mal die anderen Zimmer vermietet und die anderen Gäste nicht stören will.
    Desweiteren bräuchte man dann noch ein Miniaturenstudio mit 3D-Drucker, um passende Bitz für seine Minis selber anfertigen zu können, Tageslichtlampen und Fotostudio für professionelle Aufnahmen, sowie eine kleine Werkstatt für den Bau von Gelände.
    Natürlich würde auch eine Bibliothek dazugehören wie auch ein kleines Kino, um durch Bücher und Filme Inspirationen sammeln zu können.
    Neben einer offenen Küche mit großem Essbereich fände ich eine Art "Chillout"-Zone sehr cool, um z.B. in einem Whirlpool über die Ereignisse der letzten Runden philosophieren oder neue Abenteuer planen zu können. Mit Hilfe eines sprachgesteuerten Zentralrechners könnte man dann in der Wanne oder Sauna liegen und seine Ideen per Diktat speichern.
    Überhaupt wäre eine angepasste digitale Ausstattung das Nonplusultra für dieses "Wohnung": Gestengesteuerte Softwäre zu Erstellung von Weltkarten z.B. wäre für mich als Weltenbastler einfach perfekt. Speicher sollte dabei auch keine Rolle mehr spielen.
    Ein Gästetrakt wäre auch schön, falls mal eine Session mal wieder etwas länger dauert und die Spieler nicht mehr nach Hause wollen.
    Natürlich sollte ich dann sehr, sehr reich sein und nicht mehr arbeiten müssen, um denn 24/7 meinem Hobby nachkommen zu können.

    Jetzt hab ich mich aber echt ausgelassen.
Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden

Montag, 29. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 25 bis 29


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!

  • What makes for a good character? - Was macht einen guten Spielcharakter aus?

    Glaubwürdigkeit. Und Sympathie. Ideal ist einfach ein Charakter, bei dem man da Gefühl hat, dass er/sie eine echte Person ist - und zwar mit allem, was dazugehört. Freude, Leid, Drama, Gefühle. Das finde ich wichtiger als besonders gute Werte oder eine epische Ausrüstung. Wenn der Spieler es schafft, dass man um seinen Charakter genauso mitzittert und mitbangt, wenn es um gewisse Entscheidungen geht, wie um den eigenen oder - als SL - um seine NSCs, dann hat der Spieler den Idealfall mit seinem Charakter hergestellt: Der Charakter ist lebendig geworden und hat das Niveau einer einfachen Spielfigur hinter sich gelassen.
    Gut, das klappt nicht in jeder Art von RPG. In einem reinen Dungeonhack wäre diese Art von Charakterspiel doch eher sinnlos und reine Zeitverschwendung.

    Es gab einen Charakter von meiner Freundin, nämlich die Halb-Vampirin Lee-Ann Jones in unserem handgewedelten World of Darkness/Call of Cthulhu/Buffy/Charmed/Supernatural-Crossover-Whatever, die sich so in unsere Herzen gespielt hat, dass sie für mich immer noch einer der besten Charaktere war, denen ich je begegnet bin. Lee-Ann war einfach existent und ich denke auch immer wieder an sie, ihre Umgebung und die Welt, die durch sie entstanden und geprägt wurde.


  • What hobbies go well with RPGs? - Welche Hobbies passen gut zum Rollenspiel? 
    Die Antwort dazu könnte lang werden, daher fasse ich mich kurz und zähle einfach mal drei Stück auf. 
  1. Lesen: Viele und alles mögliche.Einfach um auf Ideen zu kommen, was man machen kann. Aber eben nicht nur Fantasy-Romane, sondern auch Sachbücher. Oft reicht schon ein bebildertes Buch schon aus. Es gibt ja da oft diese Sachbücher in den Ramschwühltischen bei Hugendubel oder Thalia, wo man diverse Wissengebiete vorfinden kann: Von Okkultismus über Militärgeschichte bis hin zu Omlettes.
    Auch Comics sind natürlich inspiratives Fastfood für den geneigten Rollenspieler.
  2. Weltenbau: Das ist eigentlich das ultimative Hobby, das parallel zum Rollenspielen passt und gehört. Dazu muss man eigentlich nicht mal eine eigene Fantasywelt bauen, aber alleine das Recherchieren macht ungemein viel Spaß und ist extrem hilfreich zum Bestücken von Kampagnen mit abgefahrenen Ideen. Außerdem gelingt es einem so einen Blick jenseits des Horizonts zu werfen. Mal über seine eigenen Schatten und Tellerränder blicken, um zu sehen, was es noch gibt - außer Aventurien, Mittelerde oder die Erde des 23. Jahrhunderts.
  3. Fernsehen: Klingt komisch, aber hier bekommt man Charaktere aller Arten en masse gezeigt. Man muss sich nur den richtigen herauspicken und studieren. Wie spricht er? Wie verhält er sich? Gestik, Mimik. Alles, was eben einen Charakter lebendig macht.
  • Most unusual circumstance or location in which you’ve gamed. - Ungewöhnlichste Umstände oder Lokation unter/in der du gespielt hast. 

    Pfff...Neben Storytelling beim Spazieren gehen gibt es nicht sehr viel, was mir da einfällt. Zählen die Bestechungsversuche von zwei fummeligen Spielerinnen dazu, gewisse Wurfergebnisse zu revidieren?

  • Thing you’d be most surprised a friend had not seen or read? - Was würde dich am meisten überraschen, wenn ein Freund das noch nicht gesehen oder gelesen hat?

    Bei meinen Freunden überrascht mich gar nichts mehr (Freundin will kein Smartphone, ein Kumpel wehrt sich gegen Facebook, Google & Co., ein anderer Kumpel gegen beides, usw.).
    Da überrascht es mich auch kaum noch, wenn ich von einer neuen coolen Serie oder einem Film oder Musik-CD oder sonstwas spreche und ich nur entgeistert und mit großen Kuhaugen angestarrt werde.

    Womit ich schon einige überrascht habe, ist die Existenz meiner "Gilmore Girls"-Komplettbox sowie meinem Plüsch-Cthulhu und Mumin...und Totoro...usw. Ja, ich höre Metal, lese Lovecraft und schau mir Horrorfilme an und stehe dazu.

  • You can game anywhere on Earth, where would you choose? - Du kannst überall auf der Erde spielen, welchen Ort wählst Du?

    Da gäbe es einige Orte, wo ich gerne mal spielen würde. Anghor Wat wäre dabei ganz weit vorne als Location für eine Gaia- oder auch Cimorrarunde. Für Cimorra wäre überhaupt nahezu jede antike Stätte ideal. Für Gaia fände ich auch ein Baumhaus in den Tropen irgendwie sehr stylisch.
    Für eine Cthulhurunde fände ich es unheimlich schön z.B. in Snowhill Manor oder in einem schönen alten Pub in den Cotwolds mal zu spielen. Irgendwo halt, wo es schön knarzt und dunkel ist und es gut nach altem Holz und Rauch riecht. Auch fände ich es mal schön in einem alten Haus in New England eine Runde Cthulhu zu spielen. Am besten irgendwo in Providence. Oder eine einsame Insel...mit einem Leuchtturm vielleicht...in einer stürmischen Nacht.

Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

Mittwoch, 24. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 23 & 24


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!

  • Share one of your best ‚Worst Luck‘ stories.- Teile eine deiner besten „Patzer“ Geschichten.
    Es ist vielleicht nicht direkt eine "Patzer"-Geschichte, da es sich bei dem "System" um nahezu reines "Bullshitting" handelte - aber die Geschichte ist trotzdem gut.

    Es war ein Gaia-One-Shot mit 4 Spielern (einem galhadrischen Inquisitor, seinem Gehilfen, einem Gelehrten und einem gnomischen - damals gab es noch Gnome auf Gaia - Händler). Das Abenteuer an sich war ein von "Call of Cthulhu", welches ich einfach nach Gaia portiert habe. Es begann mit einem seltsamen Fund komischer Spieluhren in der Stadt Nornburg, was sich letztendlich der Öffnung eines Dimensionstores endete. Von der Magie der Spieluhren verzaubert und schon dem Wahnsinn verfallen, versuchte der Gnom die Beschwörung zu beenden und die Kreaturen, welche von den Spieluhren aus den Tiefen des Kosmos angelockt wurden, auf die Welt zu entlassen. Im letzten Kampf aber wurden die Dämonen vertrieben und die Spieluhren in das sich schließende Portal geworfen. Der Gnom war ganz und gar nicht damit einverstanden - und sprang seinen geliebten Spieluhren hinterher. Das Ende war eine steifgefrorene Gnomenleiche, die glückseelig grinsend und eine Spieluhr umklammernd durch die Schwärze des Kosmos schwebt.

    Im Prinzip gab es den Patzer, als der Gnom von der Musik der Uhren verzaubert wurde und somit zu einem Gegner der anderen Spieler wurde. Dass er eigentlich keine Chance zu gewinnen hatte, war allen eigentlich klar. Aber das Ergebnis war einfach eine sehr coole Geschichte mit einem wirklich gutem Ende, wie man es eigentlich nur in One-Shots erleben kann.

  • What is the game you are most likely to give to others? - Welches Spiel würdest du am ehesten anderen schenken?
    "Call of Cthulhu". Zum einen sind die Einstiegskosten für reine Spieler sehr günstig. Das Investigatorenhandbuch kostet gerade mal 13 €, was einfach verflucht günstig ist und auch das neue Grundregelwerk mit 20 € ist finanzieller Beinbruch. Und für 85 € bekommt man das Spielgruppensett mit Grundregelwerk und 5 (!!!) Investigatorenhandbüchen. Wo anders kostet das Grundregelwerk schon einen knappen Hunni. Sorry, DeGenesis, aber damit bist du gemeint.
    Zum anderen ist das BRP ein sehr einfaches System, dass einfach jeder schnell versteht. Mit Prozentwerten kennen sich auch die jenigen aus, die noch nichts mit Rollenspielen zu tun hatten. Und auch das Setting ist recht anfängerfreundlich. Mit einem Menschen auf der Erde der 20er Jahre kann man sich recht leicht anfreunden.
Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

Montag, 22. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 19 - 22


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!
  • Best way to learn a new game? - Was ist der beste Weg um ein neues Spiel zu erlernen?

    Als Spieler am besten das Spiel mal mit jemanden testen, der es schon einmal gespielt und eine gewisse Erfahrung damit hat. Bestens Beispiel war im Frühjahr meine Numenera-Testrunde mit Mháire Stritter. So konnte ich mir doch ein ganz gutes Bild von der Sache machen.

    Ansonsten würde ich sagen: Einfach mal ausprobieren. Eine meiner wichtigsten Regeln für alle Spiele heißt eigentlich immer "Es ist dein (euer) Spiel. Wenn es dir (euch) Spaß macht, ist es das wichtigste!". Als wir damals vor 20 Jahren mit Rollenspielen angefangen hatten, war wie bei so vielen DSA die Einsteigerdroge. Aber wir haben nie wirklich DSA gespielt. Also, wir haben die Regeln benutzt und auch einige Abenteuer auf Aventurien gespielt, aber es UNSER Aventurien, wo einiges bestimmt anders war als wie in der offiziellen Fassung, aber es hat verdammt viel Spaß gemacht. Daher rate ich Anfängern von neuen Systemen einfach, dass sie das sie mit den Grundregeln erst einmal herumspielen sollen, um diese kennen zulernen. Erst dann kann man sich auch Gedanken über den detaillierte Regeln und den Fluff machen. Und das kann man dann auch immer noch nach seinem Gusto anpassen.

  • Most challenging but rewarding system have you learned? - Das herausforderndste jedoch lohnendste System, dass du erlernt hast? (Welches Spiel hat dir große Mühe zum erlernen bereitet, erfüllt dich aber mit Freude, dass du es getan hast?)
    Bei Rollenspielen fällt mir im Moment keines ein. Vielleicht das Cypher System, da es doch an einigen Ecken einige Neuerungen hat, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Aber dafür ist es halt auch ein System mit dem man eigentlich alles schnell und einfach spielen kann.'

    Bei Brettspielen hingegen war die Anschaffung von Villen des Wahnsinns bis jetzt eine der besten, die ich je gemacht habe. Das System wirkt am Anfang recht komplex und etwas verwirrend, was aber eher ein Problem bei den meisten Fantasy Flight Games ist und eher an der Anleitung liegt. Hat man aber sich mal auf das Spiel eingelassen und die Grundregeln alle akzeptiert, so erkennt man, dass Villen des Wahnsinns wirklich ein saumäßig spannendes "Dungeonhack"-Horror-Spiel ist. Mit einem guten Spielleiter kann es da auch ruhig mal länger dauern ohne langweilig zu werden.


  • Funniest misinterpretation of a rule in your group? - Das lustigste Fehlverständnis einer Regel in deiner Gruppe?

    Gab es noch nie. Oder ich erinnere mich einfach nicht daran. Die einigen Regelfehlverständnisse, die mir einfallen, gab es bei Warhammer 40k - und die waren alles andere als lustig, sondern eher nervig.

  • Supposedly random game events that keep reccuring!? - Vermeintliche zufällige Spielereignisse, die sich immer wiederholen? (Zufallsereignisse, Schätze, NPC’s, Zeichnungen und Tabellen sind Teil der meisten Spiele. Gesucht wird eine Geschichte mit Ereignissen, die längst keinen Anschein des Zufälligen mehr haben.)

    Auch hier fällt mir nichts besonderes ein. Es gab bestimmt mal einige Ereignisse, bei denen man hätte denken können, dass die Würfel gezinkt gewesen wären, weil alle Ergebnisse immer so kamen, wie man sie gebraucht hätte. Aber so direkt fällt mir da keine Geschichte ein...
Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

    Donnerstag, 18. August 2016

    #RPGaDAY 2016 - Tag 17 & 18


    Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
    Los geht's!
    • What fictional character would best fit in your group? - Welcher fiktionale Charakter passt am besten in deine Gruppe?

      Es wäre, so glaube ich, einfacher zu sagen, wer nicht in die Gruppe passen würde: Sheldon Cooper. Weil er mir einfach ziemlich schnell auf den Sack gehen würde.

      Ansonsten...keine Ahnung... Ich sage jetzt einfach mal Michael, Dustin, Lucas, Will und Eleven aus "Stranger Things".


    • What innovation could RPG groups benefit most from? - Von welcher Innovation könnten Rollenspielgruppen am meisten profitieren? (Technologische, spielmechanische oder soziale Neuerungen – was verbessert die Spielerfahrung?)

      Das ist eine interessante Frage.
      Ich glaube, dass eine der innovativsten, technischen Entwicklungen von denen eine Rollenspielgruppe profitieren könnte, die Argumented Reality sein könnte. Schaut man sich die Videos an, die von der Vorstellung der Hololens von Microsoft gemacht wurden und zwar die von der Hololens-Version von Minecraft, so könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man so recht gut Dungeons oder einfach auch Szenarien sehr schön darstellen könnte. Gerade eben für Dungeonhacks, wo man normalerweise noch zig Euros für Miniaturen und Dungeonteile ausgeben müsste, um sie richtig atmosphärisch spielen zu können, wäre eine Hololens mit entsprechenden Tools für jeden Spieler eine einmal hohe, aber danach sehr lohnende Anschaffung.

      Ich muss auch zugeben, ich fände mal ein System praktisch, dass komplett ohne Bücher auskommt, sondern nur mit App am PC oder Tablet gespielt wird. Wo auch alle nötigen Tools integriert sind, um einfach überall off- oder online spielen zu können.

      Spielmechanisch finde ich, dass das Cypher System einige interessante Neuerungen in die RPG-Welt gebracht hat. Dass der Spielleiter nicht würfeln muss - außer vielleicht mal auf irgendwelchen Zufallstabellen - und der Einsatz der Spielleitereingriffe finde ich sehr spannend. Gerade, dass dadurch der Spielfluss weniger ins Stocken gerät und dass sich der SL mehr auf das Erzählen konzentrieren kann, finde ich sehr vorteilhaft. Dieser "SL-würfelt-nicht"-Mechanismus hat es ja auch schon in andere Systeme (z.B. Dungeon World) geschafft und ich glaube, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist.


    Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.