Montag, 29. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 25 bis 29


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!

  • What makes for a good character? - Was macht einen guten Spielcharakter aus?

    Glaubwürdigkeit. Und Sympathie. Ideal ist einfach ein Charakter, bei dem man da Gefühl hat, dass er/sie eine echte Person ist - und zwar mit allem, was dazugehört. Freude, Leid, Drama, Gefühle. Das finde ich wichtiger als besonders gute Werte oder eine epische Ausrüstung. Wenn der Spieler es schafft, dass man um seinen Charakter genauso mitzittert und mitbangt, wenn es um gewisse Entscheidungen geht, wie um den eigenen oder - als SL - um seine NSCs, dann hat der Spieler den Idealfall mit seinem Charakter hergestellt: Der Charakter ist lebendig geworden und hat das Niveau einer einfachen Spielfigur hinter sich gelassen.
    Gut, das klappt nicht in jeder Art von RPG. In einem reinen Dungeonhack wäre diese Art von Charakterspiel doch eher sinnlos und reine Zeitverschwendung.

    Es gab einen Charakter von meiner Freundin, nämlich die Halb-Vampirin Lee-Ann Jones in unserem handgewedelten World of Darkness/Call of Cthulhu/Buffy/Charmed/Supernatural-Crossover-Whatever, die sich so in unsere Herzen gespielt hat, dass sie für mich immer noch einer der besten Charaktere war, denen ich je begegnet bin. Lee-Ann war einfach existent und ich denke auch immer wieder an sie, ihre Umgebung und die Welt, die durch sie entstanden und geprägt wurde.


  • What hobbies go well with RPGs? - Welche Hobbies passen gut zum Rollenspiel? 
    Die Antwort dazu könnte lang werden, daher fasse ich mich kurz und zähle einfach mal drei Stück auf. 
  1. Lesen: Viele und alles mögliche.Einfach um auf Ideen zu kommen, was man machen kann. Aber eben nicht nur Fantasy-Romane, sondern auch Sachbücher. Oft reicht schon ein bebildertes Buch schon aus. Es gibt ja da oft diese Sachbücher in den Ramschwühltischen bei Hugendubel oder Thalia, wo man diverse Wissengebiete vorfinden kann: Von Okkultismus über Militärgeschichte bis hin zu Omlettes.
    Auch Comics sind natürlich inspiratives Fastfood für den geneigten Rollenspieler.
  2. Weltenbau: Das ist eigentlich das ultimative Hobby, das parallel zum Rollenspielen passt und gehört. Dazu muss man eigentlich nicht mal eine eigene Fantasywelt bauen, aber alleine das Recherchieren macht ungemein viel Spaß und ist extrem hilfreich zum Bestücken von Kampagnen mit abgefahrenen Ideen. Außerdem gelingt es einem so einen Blick jenseits des Horizonts zu werfen. Mal über seine eigenen Schatten und Tellerränder blicken, um zu sehen, was es noch gibt - außer Aventurien, Mittelerde oder die Erde des 23. Jahrhunderts.
  3. Fernsehen: Klingt komisch, aber hier bekommt man Charaktere aller Arten en masse gezeigt. Man muss sich nur den richtigen herauspicken und studieren. Wie spricht er? Wie verhält er sich? Gestik, Mimik. Alles, was eben einen Charakter lebendig macht.
  • Most unusual circumstance or location in which you’ve gamed. - Ungewöhnlichste Umstände oder Lokation unter/in der du gespielt hast. 

    Pfff...Neben Storytelling beim Spazieren gehen gibt es nicht sehr viel, was mir da einfällt. Zählen die Bestechungsversuche von zwei fummeligen Spielerinnen dazu, gewisse Wurfergebnisse zu revidieren?

  • Thing you’d be most surprised a friend had not seen or read? - Was würde dich am meisten überraschen, wenn ein Freund das noch nicht gesehen oder gelesen hat?

    Bei meinen Freunden überrascht mich gar nichts mehr (Freundin will kein Smartphone, ein Kumpel wehrt sich gegen Facebook, Google & Co., ein anderer Kumpel gegen beides, usw.).
    Da überrascht es mich auch kaum noch, wenn ich von einer neuen coolen Serie oder einem Film oder Musik-CD oder sonstwas spreche und ich nur entgeistert und mit großen Kuhaugen angestarrt werde.

    Womit ich schon einige überrascht habe, ist die Existenz meiner "Gilmore Girls"-Komplettbox sowie meinem Plüsch-Cthulhu und Mumin...und Totoro...usw. Ja, ich höre Metal, lese Lovecraft und schau mir Horrorfilme an und stehe dazu.

  • You can game anywhere on Earth, where would you choose? - Du kannst überall auf der Erde spielen, welchen Ort wählst Du?

    Da gäbe es einige Orte, wo ich gerne mal spielen würde. Anghor Wat wäre dabei ganz weit vorne als Location für eine Gaia- oder auch Cimorrarunde. Für Cimorra wäre überhaupt nahezu jede antike Stätte ideal. Für Gaia fände ich auch ein Baumhaus in den Tropen irgendwie sehr stylisch.
    Für eine Cthulhurunde fände ich es unheimlich schön z.B. in Snowhill Manor oder in einem schönen alten Pub in den Cotwolds mal zu spielen. Irgendwo halt, wo es schön knarzt und dunkel ist und es gut nach altem Holz und Rauch riecht. Auch fände ich es mal schön in einem alten Haus in New England eine Runde Cthulhu zu spielen. Am besten irgendwo in Providence. Oder eine einsame Insel...mit einem Leuchtturm vielleicht...in einer stürmischen Nacht.

Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

Mittwoch, 24. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 23 & 24


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!

  • Share one of your best ‚Worst Luck‘ stories.- Teile eine deiner besten „Patzer“ Geschichten.
    Es ist vielleicht nicht direkt eine "Patzer"-Geschichte, da es sich bei dem "System" um nahezu reines "Bullshitting" handelte - aber die Geschichte ist trotzdem gut.

    Es war ein Gaia-One-Shot mit 4 Spielern (einem galhadrischen Inquisitor, seinem Gehilfen, einem Gelehrten und einem gnomischen - damals gab es noch Gnome auf Gaia - Händler). Das Abenteuer an sich war ein von "Call of Cthulhu", welches ich einfach nach Gaia portiert habe. Es begann mit einem seltsamen Fund komischer Spieluhren in der Stadt Nornburg, was sich letztendlich der Öffnung eines Dimensionstores endete. Von der Magie der Spieluhren verzaubert und schon dem Wahnsinn verfallen, versuchte der Gnom die Beschwörung zu beenden und die Kreaturen, welche von den Spieluhren aus den Tiefen des Kosmos angelockt wurden, auf die Welt zu entlassen. Im letzten Kampf aber wurden die Dämonen vertrieben und die Spieluhren in das sich schließende Portal geworfen. Der Gnom war ganz und gar nicht damit einverstanden - und sprang seinen geliebten Spieluhren hinterher. Das Ende war eine steifgefrorene Gnomenleiche, die glückseelig grinsend und eine Spieluhr umklammernd durch die Schwärze des Kosmos schwebt.

    Im Prinzip gab es den Patzer, als der Gnom von der Musik der Uhren verzaubert wurde und somit zu einem Gegner der anderen Spieler wurde. Dass er eigentlich keine Chance zu gewinnen hatte, war allen eigentlich klar. Aber das Ergebnis war einfach eine sehr coole Geschichte mit einem wirklich gutem Ende, wie man es eigentlich nur in One-Shots erleben kann.

  • What is the game you are most likely to give to others? - Welches Spiel würdest du am ehesten anderen schenken?
    "Call of Cthulhu". Zum einen sind die Einstiegskosten für reine Spieler sehr günstig. Das Investigatorenhandbuch kostet gerade mal 13 €, was einfach verflucht günstig ist und auch das neue Grundregelwerk mit 20 € ist finanzieller Beinbruch. Und für 85 € bekommt man das Spielgruppensett mit Grundregelwerk und 5 (!!!) Investigatorenhandbüchen. Wo anders kostet das Grundregelwerk schon einen knappen Hunni. Sorry, DeGenesis, aber damit bist du gemeint.
    Zum anderen ist das BRP ein sehr einfaches System, dass einfach jeder schnell versteht. Mit Prozentwerten kennen sich auch die jenigen aus, die noch nichts mit Rollenspielen zu tun hatten. Und auch das Setting ist recht anfängerfreundlich. Mit einem Menschen auf der Erde der 20er Jahre kann man sich recht leicht anfreunden.
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Montag, 22. August 2016

#RPGaDAY 2016 - Tag 19 - 22


Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
Los geht's!
  • Best way to learn a new game? - Was ist der beste Weg um ein neues Spiel zu erlernen?

    Als Spieler am besten das Spiel mal mit jemanden testen, der es schon einmal gespielt und eine gewisse Erfahrung damit hat. Bestens Beispiel war im Frühjahr meine Numenera-Testrunde mit Mháire Stritter. So konnte ich mir doch ein ganz gutes Bild von der Sache machen.

    Ansonsten würde ich sagen: Einfach mal ausprobieren. Eine meiner wichtigsten Regeln für alle Spiele heißt eigentlich immer "Es ist dein (euer) Spiel. Wenn es dir (euch) Spaß macht, ist es das wichtigste!". Als wir damals vor 20 Jahren mit Rollenspielen angefangen hatten, war wie bei so vielen DSA die Einsteigerdroge. Aber wir haben nie wirklich DSA gespielt. Also, wir haben die Regeln benutzt und auch einige Abenteuer auf Aventurien gespielt, aber es UNSER Aventurien, wo einiges bestimmt anders war als wie in der offiziellen Fassung, aber es hat verdammt viel Spaß gemacht. Daher rate ich Anfängern von neuen Systemen einfach, dass sie das sie mit den Grundregeln erst einmal herumspielen sollen, um diese kennen zulernen. Erst dann kann man sich auch Gedanken über den detaillierte Regeln und den Fluff machen. Und das kann man dann auch immer noch nach seinem Gusto anpassen.

  • Most challenging but rewarding system have you learned? - Das herausforderndste jedoch lohnendste System, dass du erlernt hast? (Welches Spiel hat dir große Mühe zum erlernen bereitet, erfüllt dich aber mit Freude, dass du es getan hast?)
    Bei Rollenspielen fällt mir im Moment keines ein. Vielleicht das Cypher System, da es doch an einigen Ecken einige Neuerungen hat, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Aber dafür ist es halt auch ein System mit dem man eigentlich alles schnell und einfach spielen kann.'

    Bei Brettspielen hingegen war die Anschaffung von Villen des Wahnsinns bis jetzt eine der besten, die ich je gemacht habe. Das System wirkt am Anfang recht komplex und etwas verwirrend, was aber eher ein Problem bei den meisten Fantasy Flight Games ist und eher an der Anleitung liegt. Hat man aber sich mal auf das Spiel eingelassen und die Grundregeln alle akzeptiert, so erkennt man, dass Villen des Wahnsinns wirklich ein saumäßig spannendes "Dungeonhack"-Horror-Spiel ist. Mit einem guten Spielleiter kann es da auch ruhig mal länger dauern ohne langweilig zu werden.


  • Funniest misinterpretation of a rule in your group? - Das lustigste Fehlverständnis einer Regel in deiner Gruppe?

    Gab es noch nie. Oder ich erinnere mich einfach nicht daran. Die einigen Regelfehlverständnisse, die mir einfallen, gab es bei Warhammer 40k - und die waren alles andere als lustig, sondern eher nervig.

  • Supposedly random game events that keep reccuring!? - Vermeintliche zufällige Spielereignisse, die sich immer wiederholen? (Zufallsereignisse, Schätze, NPC’s, Zeichnungen und Tabellen sind Teil der meisten Spiele. Gesucht wird eine Geschichte mit Ereignissen, die längst keinen Anschein des Zufälligen mehr haben.)

    Auch hier fällt mir nichts besonderes ein. Es gab bestimmt mal einige Ereignisse, bei denen man hätte denken können, dass die Würfel gezinkt gewesen wären, weil alle Ergebnisse immer so kamen, wie man sie gebraucht hätte. Aber so direkt fällt mir da keine Geschichte ein...
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    Donnerstag, 18. August 2016

    #RPGaDAY 2016 - Tag 17 & 18


    Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
    Los geht's!
    • What fictional character would best fit in your group? - Welcher fiktionale Charakter passt am besten in deine Gruppe?

      Es wäre, so glaube ich, einfacher zu sagen, wer nicht in die Gruppe passen würde: Sheldon Cooper. Weil er mir einfach ziemlich schnell auf den Sack gehen würde.

      Ansonsten...keine Ahnung... Ich sage jetzt einfach mal Michael, Dustin, Lucas, Will und Eleven aus "Stranger Things".


    • What innovation could RPG groups benefit most from? - Von welcher Innovation könnten Rollenspielgruppen am meisten profitieren? (Technologische, spielmechanische oder soziale Neuerungen – was verbessert die Spielerfahrung?)

      Das ist eine interessante Frage.
      Ich glaube, dass eine der innovativsten, technischen Entwicklungen von denen eine Rollenspielgruppe profitieren könnte, die Argumented Reality sein könnte. Schaut man sich die Videos an, die von der Vorstellung der Hololens von Microsoft gemacht wurden und zwar die von der Hololens-Version von Minecraft, so könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man so recht gut Dungeons oder einfach auch Szenarien sehr schön darstellen könnte. Gerade eben für Dungeonhacks, wo man normalerweise noch zig Euros für Miniaturen und Dungeonteile ausgeben müsste, um sie richtig atmosphärisch spielen zu können, wäre eine Hololens mit entsprechenden Tools für jeden Spieler eine einmal hohe, aber danach sehr lohnende Anschaffung.

      Ich muss auch zugeben, ich fände mal ein System praktisch, dass komplett ohne Bücher auskommt, sondern nur mit App am PC oder Tablet gespielt wird. Wo auch alle nötigen Tools integriert sind, um einfach überall off- oder online spielen zu können.

      Spielmechanisch finde ich, dass das Cypher System einige interessante Neuerungen in die RPG-Welt gebracht hat. Dass der Spielleiter nicht würfeln muss - außer vielleicht mal auf irgendwelchen Zufallstabellen - und der Einsatz der Spielleitereingriffe finde ich sehr spannend. Gerade, dass dadurch der Spielfluss weniger ins Stocken gerät und dass sich der SL mehr auf das Erzählen konzentrieren kann, finde ich sehr vorteilhaft. Dieser "SL-würfelt-nicht"-Mechanismus hat es ja auch schon in andere Systeme (z.B. Dungeon World) geschafft und ich glaube, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist.


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    Dienstag, 16. August 2016

    #RPGaDAY 2016 - Tag 12 - 16

    Hab die letzten Tage etwas verpennt... Naja, gibt es dann halt heute etwas mehr.


    Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
    Los geht's! 
    • What game is your group most likely to play next? Why? - Welches Spielsystem wirst du mit deiner Gruppe voraussichtlich als nächstes spielen? Warum? 

      Ich werde wahrscheinlich in Bälde eine Numenera-Gruppe gründen, da ich ein paar Interessenten für eine Runde habe.
      Warum? Weil Numenera zur Zeit für mich das heißeste, neue Produkt ist, welches ich habe und ich es einfach gerne mal testen möchten. Gerade auch, weil ich wissen will, wie sich das Cypher System im Allgemeinen spielen lässt und ob es für Gaia und Cimorra letztendlich geeignet ist.


    • What makes a successful campaign? - Was macht eine erfolgreiche Kampagne aus? (Was benötigt man um eine lange Kampagne interessant und spannend zu halten?)

      Schwere Frage. Da gibt es einige Faktoren. Eine Spielergruppe, die einfach gut zusammen passt, interessante SCs, eine packende Geschichte mit einem roten Faden, der zwar da ist, aber nicht unbedingt dominant herausleuchtet.
      Es kann auch eine Sandbox sein, die sich einfach durch eine interessante und herausfordernde Umgebung und dem starken Entdeckertrieb der SCs (und Spieler) auszeichnet.
      Auch unerwartete Twists in der Geschichte machen die Sache interessant.

      Wichtig ist, so glaube ich auf jeden Fall, dass die Story nicht ausgelutscht wirkt. Wenn der SL zum 500sten Mal die Welt retten lassen will, könnte es langsam etwas langweilig werden.

      Persönlich finde ich Kampagnen interessant, die vollkommen anders beginnen und dann durch einen harten Break in eine total andere Richtung gelenkt werden.
      Ein Beispiel wäre da der Beginn unserer Cimorra-Kampagne, die damit begann, dass die Hauptdarstellerin in einem Flugzeug von Johannisburg nach Miami unterwegs war. Das Flugzeug kam allerdings im Bermudadreieck (Klischee, ich weiß) vom Kurs ab und wurde durch ein Dimensionsloch nach Cimorra gezerrt. Was zu Beginn vielleicht nach dem Anfang einer Call of Cthulhu Runde oder einem anderen Setting, das auf der Erde spielt, aussah, entpuppte sich dann als der Beginn eines Sword & Sorcery/Planet-Abenteuers, dass allerdings ganz zu Beginn eine gewisse Ähnlichkeit mit "Lost" hatte.
      Ich finde solche Überraschungseffekte ganz cool und so ein Crashstart kann auch ein sehr guter Einstieg für die Spieler sein, die dann von Anfang an zusammen arbeiten müssen, um die ersten Tage zu überleben.


    • Your dream team of people you used to game with? - Dein bevorzugtes Team von Leuten mit denen du gespielt hast? (Welche Spieler mit denen du jemals gespielt hast, möchtest du in einer All-Star Runde zusammenbringen?)

      Ich weiß echt nicht, ob ich hier etwas schreiben soll. Zum einen hatte ich noch nicht so viele Spieler oder sie waren nur so kurz mit dabei, dass man sie kaum zählen kann. Ich weiß nur, dass ich bis dato die besten Erfahrungen mit weiblichen Spielern gemacht habe, da sie sich auf die Sache besser einlassen als männliche. Darüber kann man streiten, ist aber meine Erfahrung.
    • Your best source of inspiration for RPGs? - Deine beste Inspirationsquelle für Rollenspiele? (Als Spielleiter oder Spieler, welche Medien oder Erfahrungen helfen dir?)Definitiv Filme, Serien, Comics, Romane, Spiele (andere Rollenspiele, Tabletopspiele und PC-Spiele), Musik, Bilder, usw. Gaia z.B. entstand durch die Lektüre von "Battlechasers" und dem Spielen von "Septerra Core". Cimorra hingegen entstand durch allerlei Quellen des Sword & Sorcery-Genres wie auch durch diverse Rollenspielblogs wie z.B. Planet Algol.
      Ich bin selbst mehr ein optischer Mensch. D.h. ich reagiere sehr stark auf Bilder aller Art, also eben Comics, Filme, Bilder. Oft schaue ich mir ein paar Bilder an und habe eine Idee für ein Abenteuer oder ich schaue mir eine Serie an und habe die Idee für ein komplettes Setting.

    • Historical person you’d like in your group? What game? - Welche Person der Geschichte möchtest du in deiner Gruppe haben? Bei welchem Spiel?


      Ich glaube, ich hätte gerne - unabhängig von der Muttersprache - Clark Ashton Smith in der Gruppe und zwar als Spielleiter gehabt. Am besten von Call of Cthulhu oder einem Regelwerk, dass seltsame Fantasy unterstützt. Also Numenera oder auch D&D würden funktionieren.
      Mich hätte interessiert, wie er eine Geschichte - vielleicht auch eine seiner eigenen Geschichten - erzählt hätte. Ich könnte mir nämlich sehr gut vorstellen, dass er unglaublich gut Szenen und Szenarien beschrieben hätte. Es wäre bestimmt ein Freude gewesen, seinen Worten zu lauschen und in seinen ätherisch-opiatischen Traumwelten zu versinken.
    Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

    Donnerstag, 11. August 2016

    #RPGaDAY 2016 - Tag 10 & 11


    Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
    Los geht's! 
    • Largest in-game surprise you have experienced? - Die größte In-Game Überraschung, die du erlebt hast?

      Das ist schon sehr lange her und war zu der Zeit, als wir noch recht regelmäßig mit DSA 2 gespielt und dabei ziemlich viele Dungeons "geraided" haben. Es war folgende Szene:
      Die Party (meine Freundin und ihr Bruder) prügelten sich durch einen Dungeon und hatten schon einige nette Schätze, wie unter anderem einen magischen Steinwürfel gefunden.
      "Magischer Steinwürfel
        Dieser Würfel mit einem Rauminhalt von 8 cm3 besteht aus Marmor. In eine der sechs Würfelflächen ist ein Stern eingeritzt, die anderen fünf Flächen tragen die Buchstaben B C K L O. Wenn man den Würfel mit dem Stern nach unten auf den Boden legt und die fünf Buchstaben in der richtigen Reihenfolge ausspricht (»BLOCK!«), schwillt der Würfel blitzschnell auf eine Größe von 2x2x2 Metern an. Sein Gewicht entspricht jetzt dem von 8 m3 Marmor. Wird nun das Codewort rückwärts gesprochen, verkleinert sich der Stein wieder auf seine ursprüngliche Größe.
        Allerdings wird es mit jeder Benutzung des Steins unwahrscheinlicher, daß die Rückverwandlung gelingt. Beim ersten Mal darf der Held mit dem W 20 keine l würfeln - sonst scheitert die Rückverwandlung. Beim zweiten Mal darf er keine l oder 2 würfeln, beim dritten Mal keine l, 2 oder 3 und so weiter. Bei der Rückverwandlung muß der Held jeweils einmal den W 20 rollen, bevor er das Codewort rückwärts spricht."
        - DSA: Helden, Monster, dunkle Mächte (Seite 25, Magische Utensilien)
         
        Im späteren Verlauf des Abenteuers versperrte dann ein Troll, Oger, Zyklop, also auf jeden Fall was sehr Großes und sehr Gefährliches, den Weg. Ich glaube mich zu erinnern, dass er auch noch eine Art Endboss war. Also ein richtig wichtiges Tier. 
        Anstatt sich aber mit dem Monster klassisch zu prügeln, kam nun die Überraschung. Man nahm den Würfel und befestigte ihn an dem Armbrustbolzen des einen SCs und dieser feuerte ihn in das Bein des Zieles. Daraufhin wurde das magische Wort gesprochen, worauf sich der Würfel eben auf 2x2x2 Meter aufblähte. Das Bein des Gegners wurde zerfetzt und sein Rest in die eine Ecke des Raumes geschleudert. Dann verkleinerten sie wieder den Würfel, nahmen diesen aus der blutigen Fleisch- und Knochenmasse des Beinrestes und begaben sich zu dem am Boden liegenden Gegner. Anstatt nun den Oger, Troll, Whatever mit einem Dolchstoß zu erlösen, legten sie lieber den Würfel auf dessen Brust und...SPLATT!
        Ja, unsere DSA-Sessions erinnerten eher an einen Gore- und Splatterfilm als an eine klassische Fantasy... Murderhobos halt...


        • Which gamer most affected the way you play? - Welcher Spieler hat dich in der Weise wie du spielst am meisten beeinflusst?

          Öhm...Wir - meine Freundin und ich - haben uns da eher so gegenseitig beeinflusst. Wir leben ja auf dem Land und da gibt bzw. gab es nicht sooo viele Rollenspieler. Meistens haben wir 1:1 Runden gespielt. Richtigen Gruppen hatten wir nur sehr selten. Wir waren sozusagen eher Autodidakten und haben uns alles selber beigebracht. In der Hinsicht entwickelten wir halt unseren eigenen Spielstil, der zumeist aus reinem Storytelling mit ein wenig würfeln besteht. Dungeonraids, wie in unseren Anfangszeiten, haben wir so gut wie gar keine mehr gemacht. Stattdessen lag das Augenmerk immer viel mehr auf Charakterspiel und aufgehen in der Rollen. Und das meine ich sehr ernst. Wenn man wegen des Todes eines geliebten NSCs in Tränen ausbricht - auch ich als SL - dann hat das schon was zu bedeuten.

          Aber ich schweife ab. Im Grunde kann ich sagen, dass meine Freundin mich schon am meisten beeinflusst hat. Würde ich einfach mal so unterzeichnen.

          @Yela: Danke für alles! Ich liebe dich! :) <3


        Die deutsche Übersetzung der Fragen sind auf https://jaegers.net zu finden.

        Dienstag, 9. August 2016

        #RPGaDAY 2016 - Tag 9


        Der August. 31 Tage - 31 Fragen zum Thema RPG. 
        Los geht's! 
        • Beyond the game, what’s involved in an ideal session? - Jenseits des Spiels, was gehört zu einer idealen Runde? (Was verbessert die Spielerfahrung?)

          Auf jeden Fall Spieler, die sich auf das Spiel einlassen und auch untereinander fair sind. Also, eine Gruppe, die gut zusammenarbeitet und den Spielleiter nicht als ihren Feind ansieht.
          Ansonsten etwas passende Hintergrundmusik (Ohne Lyriks und am besten auch nichts Bekanntes wie z.B. The Imperial March - es sei denn man spielt StarWars. Dann ist es ok.) und auf jeden Falle ausreichende Beleuchtung. Muss ja kein Scheinwerferlicht oder volle Beleuchtung sein, aber soweit, dass man noch alles lesen kann und nicht einschläft wäre schon vollkommen in Ordnung. Ich finde es immer bescheuert, wenn jemand "Spielen im Kerzenschein" vorschlägt und keiner dann irgendetwas auf seinem Material sieht oder nachlesen kann. Des ist einfach totaler Humbug.
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